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Hollande riconoscerà le minoranze?

Il presidente francese François Hollande ha annunciato, lunedì scorso, la prossima ratifica della Carta Europea delle lingue regionali o minoritarie, e lo ha fatto con una lettera indirizzata a un deputato bretone del suo stesso partito, quello socialista.

Il primo tentativo di ratifica risale a fine 2012, ma allora il Consiglio Costituzionale francese giudicò impraticabile la semplice attuazione della Carta, in quanto il suo contenuto contrasterebbe con la costituzione del paese.

Ora invece François Hollande avrebbe deciso di intraprendere la strada ben più difficoltosa dell’approvazione tramite legge costituzionale, della cui preparazione ha ora incaricato il governo.

Mentre il presidente francese cerca seriamente di introdurre i meccanismi di tutela delle minoranze previsti dalla Carta nel suo paese, tradizionalmente fra i più centralisti e meno propensi alla valorizzazione delle diverse culture che lo compongono, l’Italia non ha ancora intrapreso passi concreti in tal senso. Le conseguenze si notano anche in Sudtirolo e nelle regioni circostanti, come il Veneto ed il Friuli, dove i diritti delle comunità linguistiche (friulane, ladine, slovene, germanofone…) sono al lumicino.

Non a caso l’Italia, qualche mese fa, era stata strigliata a livello europeo proprio per la mancata ratifica della Carta, che la mette agli ultimi posti a livello continentale.

Anche il senatore sudtirolese Francesco Palermo tempo fa si era attivato per la ratifica, non trovando per ora alcuno sbocco concreto. Pare che il rifiuto di attuarne i precetti sia dovuto anche e soprattutto all’ampia resistenza nei confronti delle minoranze nomadi. Una pura vergogna.

In Germania, lo Schleswig-Holstein si sta preparando a riconoscere il danese, il frisone e la varietà  locale del Plattdeutsch come lingue ufficiali in ossequio alla Carta.

Vedi anche:

Comparatio Minderheitenschutz Plurilinguismo Politik Recht Roma+Sinti Zentralismus | Charta der Minderheitensprachen | | | Baskenland-Euskadi Breizh-Bretagne Catalunya Corsica Elsass Friaul-Friûl Ladinia Venetien-Vèneto | EU | Italiano

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Elsass »verelsässert« — und wir?

Das ultrazentralistische Frankreich ist gerade im Begriff, von Paris aus eine Gebietsreform umzusetzen, die die bisherigen 22 Regionen auf 13 reduziert. Wie im Hexagon üblich, wird dabei wenig Rücksicht auf geschichtliche und kulturelle Aspekte genommen. Trotz massiver Widerstände aus Elsass, Bretagne und Nordkatalonien — Korsika bleibt als Region erhalten — wurde Präsident Hollandes Projekt am 19. November von der Nationalversammlung gutgeheißen. Abänderungsanträge, die den historischen Gebieten ihre sehr eingeschränkte »Autonomie« als eigene Region auch weiterhin gesichert hätten, wurden abgewiesen. Nun wird das Elsass mit den bisherigen Regionen Lothringen und Champagne-Ardennen zusammengelegt; Nordkatalonien bildete bereits mit dem Languedoc eine Region, die jetzt jedoch zusätzlich mit Midi-Pyrenées und künftiger Hauptstadt in Tolosa (Toulouse) fusioniert wird. So werden Elsässer und Nordkatalanen zusätzlich marginalisiert. Die Bretagne bleibt zwar als eigenständiges Gebiet erhalten, doch die historische Hauptstadt Naoned (Nantes), die schon vor Jahrzehnten — vom kollaborationistischen Vichy-Regime — einfach einer anderen Region zugeschlagen wurde, kehrt auch diesmal nicht »zurück«. Kleine Hoffnungsschimmer bilden einerseits neue Zuständigkeiten, die die neuen Regionen im Vergleich zu den alten etwas aufwerten und in das europäische Subsidiaritätssystem integrieren sollen; andererseits die Möglichkeit, einen Regionenwechsel anzustreben. Allerdings wird letzteres durch sehr hohe Hürden quasi unmöglich gemacht.

Schon wird in Italien, auch im PD, über eine ähnliche Zusammenlegung von Regionen nachgedacht — und zwar teilweise mit dem ausdrücklichen Ziel, die Sonderautonomien aufzuheben und in größere Regionen mit Normalstatut einzubinden. Einige der bereits im Netz herumschwirrenden Vorschläge sehen etwa die Wiedererrichtung der faschistischen Region Triveneto vor, die Südtirol-Trentino, Friaul-Julisch Venetien und Venetien zusammenfasst. Selbstverständlich steht derartigen Absichten das Gruber-Degasperi-Abkommen im Weg, doch selbst wenn die Absichten kaum umsetzbar sind

  • zeigt sich einmal mehr sehr deutlich, dass die Tendenz in Italien nicht in eine Richtung geht, die der Autonomie unseres Landes zuträglich wäre, sondern wennschon in die entgegengesetzte;
  • rückt der Wunsch nach einer Region Südtirol jetzt wohl noch weiter in die Ferne;
  • wird deutlich, wie wenig Sensibilität in einem national ausgerichteten Zentralstaat für die Erfordernisse sprachlich-kultureller Minderheiten vorhanden ist;
  • bestätigt sich, dass wir ohne völkerrechtlichen Vertrag wohl schon längst den assimilatorischen Gelüsten (und Automatismen) des Nationalstaats zum Opfer gefallen wären.

Siehe auch:

Föderal+Regional Minderheitenschutz Nationalismus Politik Zentralismus | | | | Breizh-Bretagne Catalunya Elsass France Italy Südtirol/o | PD&Co. | Deutsch

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Südtiroler Swissness.

Eine kuriose Umfrage mit repräsentativem Charakter ließ das Schweizer Nachrichtenportal bluewin.ch (Swisscom) durchführen: Unter anderem wurde unter den befragten Schweizern zwischen 15 und 74 Jahren erhoben, welche Nachbarregion sie am ehesten als neuen Kanton in die Eidgenossenschaft aufnehmen würden. Die meisten Nennungen erzielte dabei der ohnehin bereits teilweise in die Schweiz integrierte »monarchistische Kanton«, das Fürstentum Liechtenstein. An zweiter Stelle aber landete mit 15% der Nennungen Südtirol, noch vor den sprachlich-kulturell affineren alemannischen Regionen Baden-Württemberg (12% der Nennungen), Vorarlberg und Elsass (beide 10%).

Durchgeführt wurde die Umfrage zwischen 31. Juli und 11. August in den drei großen Sprachregionen der Schweiz.

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Entscheidungshilfe Parlamentswahl.

Was ist in letzter Zeit vorgefallen, woran sollten wir uns mit Blick auf die Wahlen erinnern? Eine Zusammenschau, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Die Südtiroler Volkspartei lehnte im Landtag — gemeinsam mit Grünen und Demokratendas Menschenrecht auf Selbstbestimmung ab, und zwar grundsätzlich. Sie stimmte im Regionalrat mit dem Argument für die Beibehaltung der sinnentleerten Region Südtirol-Trentino, dass man doch blöd wäre, Rom zu einer Abänderung des Autonomiestatuts aufzufordern. Genau dies tut die SVP jedoch in ihrem Koalitionsabkommen mit den Demokraten, mittels dessen sie uns Südtiroler sogar zur anteilsmäßigen Übernahme der Zinsen auf die Staatsschulden verpflichtet. Die Causa SEL, die auch einen großen Teil der unbeteiligten Politiker im Lande »bindet«, braucht gar nicht gesondert erwähnt zu werden. In zahlreichen Gemeinden regierte die Sammelpartei nach wie vor mit Selbstherrlichkeit, während sie nach außen hin kaum imstande war, die Interessen des Landes zu wahren. So gelang es nicht, die Gleichstellung der deutschen Sprache, etwa bei der Integration von Zuwanderern, zu erreichen; letzteres ist ein Thema, das für die Überlebensfähigkeit einer Minderheit nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Die großmundig angekündigte Entfernung oder Historisierung der Monumente aus faschistischer Epoche scheiterte und wurde vom staatlichen Verhandlungspartner boykottiert. Selbst die Einrichtung einer Dokumentationsstätte unter dem Bozner Siegesdenkmal wurde kürzlich sang- und klanglos auf bessere Zeiten verschoben (einen SVP-Bürgermeister wird es womöglich freuen).
Der Plünderung des Landeshaushalts durch Mario Monti musste man weitgehend tatenlos zusehen, obwohl das Mailänder Abkommen zuvor in höchsten Tönen (Durnwalder: »sichere Finanzierung«, »Einnahmenplus«) gelobt wurde. Auch sonst mochte sich die Volkspartei nicht an alte Versprechungen erinnern, etwa hinsichtlich der Selbstbestimmung im Falle eines Vertragsbruches. Vielmehr wurden Unabhängigkeitsbefürworter — während in Europa mehrere Sezessionsprozesse fortschritten — von LH Durnwalder noch Anfang 2011 pauschal als Kriegstreiber diffamiert.

Bezeichnend auch, dass die SVP mit Mauro Minniti einen verkappten Neofaschisten mit gefährlichen Ansichten in das demokratisch wichtige Amt des Landtagspräsidenten hievte — und jetzt mit Vezzali einen Nachfolger wählte, der nicht davor zurückschreckte, die Entscheidungen des Hauses zu hintertreiben.

Die Demokraten unterstützten das Ansinnen der Regierung Mario Monti, das Prinzip des nationalen Interesses wiedereinzuführen und sogar noch zu verstärken. Überhaupt trug der PD im Laufe der letzten Monate die Politik von Mario Monti, einschließlich sämtlicher Autonomieverletzungen, bewusst mit: In dubio pro natione. Die Verabschiedung eines Gesetzes, das auch an Südtirols Schulen die anachronistische italienische Nationalhymne einführt, während der Minderheitenschutz unterminiert wird, macht die Demokraten nicht gerade zu glaubhaften Autonomisten. In der Gemeinde Brixen taten sie sich außerdem durch die anachronistische Forderung hervor, einer Militäreinheit eine Straße zu widmen — der Buchstabe »k« in der Bezeichnung einer Kletterhalle wurde hingegen als Affront dargestellt.

Der gemeinsame Kandidat von Volkspartei und Demokraten im Senatswahlkreis Bozen-Unterland, Francesco Palermo, der auch von den Grünen unterstützt wird, sprach sich mehrfach gegen die Wiedervereinigung der ladinischen Minderheit aus. In den Gemeinden Anpezo, Col und Fodom, die nach der Annexion Südtirols zum Zwecke der Assimilierung an die Region Venetien geschlagen wurden, hatte sich bei einem Referendum eine breite Bevölkerungsmehrheit für die Wiedervereinigung ausgesprochen. Palermo bezeichnete diesen Wunsch als wirtschaftlichen Opportunismus einer bereits assimilierten Minderheit — obschon etwa in Fodom Erhebungen zufolge nach wie vor mehr Ladinisch gesprochen wird, als in Ghërdeina und Badia.

Palermo sprach sich für einen dezidierten Autonomieausbau aus, stellte in einem Leitartikel für die Tageszeitung A. Adige aber auch die These auf, Südtirol müsse sich seine Autonomie verdienen. Diese abwegige Ansicht vertrat — indirekt — auch der grüne Kandidat Florian Kronbichler, der auch sonst allerlei vielsagende Abstrusitäten von sich gab. So stellte er zum Beispiel Parallelen zwischen Selbstbestimmung und Judenfeindlichkeit (wer lacht, macht sich mitschuldig) her und warnte die Grünen, man würde sie mit den Rechten identifizieren, wenn sie über die Selbstbestimmung auch nur diskutierten. Dies käme einem Bündnis mit dem »Falken« Karl Zeller gleich. Ironie des Schicksals: Nicht nur, dass Kronbichler selbst für die Grünen in die Wahl geht, nachdem diese einen Unabhängigkeitsbefürworter zu ihrer Ideenwerkstatt geladen hatten — sondern: er tritt in der Koalition aus PD, SVP und SEL auch noch als Verbündeter von Karl Zeller an.
Darüberhinaus verglich Kronbichler die Verlängerung der Landebahn am Bozner Flughafen mit der Enteignung von Obstwiesen durch den faschistischen Unrechtsstaat, bezeichnete die Deutschen pauschal als »spacconi, smaniosi di viaggiare, arricchiti e di discutibili gusti« und tat seine Sympathie für die Alpini kund. Im Falle seiner Wahl möchte er — als Vertreter Südtirols — wichtige Schutzmechanismen ersatzlos zur Disposition stellen.

Die Grünen nahmen weder in der Ortsnamenfrage, noch im Zusammenhang mit den faschistischen Relikten eine überzeugende Rolle ein. Während die Ungereimtheiten bei der Toponomastik inhaltlicher Natur waren — die Partei machte sich im öffentlichen Bereich für die Beibehaltung sämtlicher im Faschismus eingeführter Erfindungen stark und erfand dafür einen neuen, faschistisch anmutenden Slogan (ubi nomen, ibi patria) — schienen die Grünen bei den Denkmälern aus faschistischer Zeit auf Reaktion beschränkt: Konstruktive, durchaus gute Vorschläge waren nur zu hören, als eine Entfernung der Bauwerke im Raum stand.

Grüne und parteinahe Vertreter ließen durch sonderbare Auffassungen aufhorchen: Renate Holzeisen bezeichnete die Südtirolfrage als inexistent. So weit waren selbst italienische Rechtspolitiker nur selten gegangen. Die Aussage erinnert an eine ähnlich gelagerte Diagnose von Sepp Kusstatscher: Eine deutsche Minderheit könne es in Europa per Definition nicht geben, da Deutsch die meistgesprochene Muttersprache der EU sei. Damit wischte er nicht nur die Südtiroler, sondern auch die Ansprüche von Siebenbürgern, Elsässern, Schlesiern und Nordschleswigern vom Tisch. Unabhängigkeitswünsche bezeichnete er als »ewiggestrig« und »rassistisch«.

Im Zusammenhang mit dem Aufmarsch der Alpini 2012 in Bozen ist sowohl der Volkspartei, als auch PD und Grünen Verharmlosung vorzuwerfen. Sie verordneten sich — und gleich der gesamten Bevölkerung mit — Nachsicht gegenüber alten Kriegsverbrechen und nationalistischem Gehabe, wenn sie es nicht sogar befeuerten. Hauptsache Feierlaune, Ordnung, Sauberkeit und: Zusammenleben um wirklich jeden Preis.

Die Freiheitlichen legten einen Verfassungsentwurf für ein unabhängiges Südtirol vor, mittels dessen sie vorschlagen, alles zu ändern, damit alles beim Alten bleibt. Im Zusammenhang mit dem feigen Anschlag auf ein Asylantenheim in Vintl machten freiheitliche Gemeindepolitiker Aussagen, die als völlig deplaziert und menschenverachtend zu beurteilen sind. Wes Geistes Kinder sie sind, bewiesen die Blauen — falls dies denn nötig gewesen wäre — auch durch die Erhebung von Michael Demanega zum Generalsekretär: Dieser hatte erst 2011 in einem Anflug von Deutschnationalismus erklärt, er fühle sich zuerst als Deutscher und dann erst als (Süd-)Tiroler. Anstatt dringend nötige Arbeit zur vorurteilsfreien, positiven Integration von Zuwanderern zu leisten, setzten die Blauen wie gehabt auf Angst und Panikmache, womit sie dem Ziel sogar noch schadeten. Ihre nunmehr fünf Landtagsabgeordneten konnten sie indes nicht für spürbar konstruktivere Oppositionsarbeit nutzen.

Die Fünfsternbewegung (5SB) von Beppe Grillo machte in Südtirol auch damit auf sich aufmerksam, dass sie im Bozner Gemeinderat die Neofaschisten von CasaPound und CasaItalia unterstützte. Ihre Vertreter waren dagegen, die rechtsextremistischen Vereine von der Liste förderungswürdiger Organisationen zu streichen. Dass dies kein Versehen war, zeigt die Tatsache, dass 5SB CasaPound auch in der Gemeinde Bologna unterstützt hat und dass Beppe Grillo selbst keine Berührungsängste zu den Faschisten hat. Der Respekt von 5SB für öffentliches und fremdes privates Gut äußert sich unter anderem dadurch, dass sie ihre Bürgerinformationen in Bozen einfach an fremde Hauswände pappen. Im Gegensatz zu den Piraten, mit denen sie oft verglichen wird, ist die Partei von Beppe Grillo keine Bottom-Up-, sondern eine Top-Down-Bewegung mit einem starken Mann an ihrer Spitze, der ohne Angabe von Gründen und ohne Einspruchsmöglichkeit Mitglieder hinauswirft, wenn sie ihm persönlich nicht in den Kram passen. Weniger bekannt ist auch, dass 5SB für den Euroaustritt und gegen die Vergabe der Staatsbürgerschaft an Kinder von Zuwanderern eintritt.

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»Nature« für die Sprachenvielfalt.

Vor wenigen Wochen hat die französische Assemblée Nationale beschlossen, den ersten Artikel der Verfassung zu ändern. Laut ihrem Vorstoß sollten die Minderheitensprachen (Korsisch, Bretonisch, Okzitanisch, Katalanisch, Baskisch, Deutsch…) erstmals ausdrücklich anerkannt werden. Die Reform wurde jedoch vorläufig vom Senat aufgehalten, nachdem die Académie française — oberste Wächterin über die französische Sprache — mit einem scharfen Communiqué auf angebliche Gefahren für die Staatssprache aufmerksam gemacht hatte: Das Ansinnen sei demnach nichts weniger als ein »Attentat« auf die nationale Identität, obwohl Artikel 2 des Grundgesetzes unverändert geblieben wäre. Und der besagt, dass

la langue de la République est le français.

Das prestigeträchtige britische Fachblatt Nature stellt sich nun mit einem ungewohnt beherzten Leitartikel auf die Seite der sprachlichen und kulturellen Vielfalt:

‘Comédie-Française’

‘Quelle horreur’! The 40 élite members of the Académie française are jumping out of their ‘fauteuils’, incensed that legislation passed by France’s National Assembly would put regional languages such as Breton, Occitan, Corse, Alsatian, Catalan and Basque into the constitution as part of the national heritage. The members are particularly outraged that the regional languages would get a mention in the first article of the constitution — which defines France as an “indivisible, lay, democratic and social republic” — ahead of the second article, which designates French as the official language. The academy, created in 1635 to guard the purity of the French language, voted unanimously this month to condemn the move as “defying logic”, and being a threat to the nation.

Actually, “defying logic”, is an apt description of the vote itself. Globalization is already threatening to extinguish half the world’s 6,000–7,000 languages. That would be a tragic loss to humanity and our understanding of it, if only because knowledge and culture are inescapably interwined with the languages within which they evolved. Languages also enrich each other, and provide a trove of data for research in linguistics and history. The other main French academy, the Académie des Sciences, should make itself heard on the matter.

Multilingualism has other practical benefits. French scientists who speak regional languages in addition to the national tongue testify that early bilingualism has helped them go on to master English and other languages. Some even argue that the thought processes involved have helped them to be better and more creative scientists.

The Académie française argues that France’s regional languages are so obviously part of its heritage that there is no need for constitutional safeguards. That is disingenuous. It is precisely the lack of constitutional recognition that has blocked France from ratifying key international treaties to conserve minority languages: the courts have ruled that ratification is forbidden by existing constitutional principles, such as the indivisibility of the Republic and the unity of the French people.

Indeed, if earlier French governments had had their way, Breton, which is spoken in Brittany, would have been eradicated long ago. Only stubborn Breton persistence has prevented this from happening, notably through the creation of the Diwan Breton-language schools from the 1970s onwards.

‘Yec’hed mat’ (to your health) to that — because regional and minority languages, like endangered species, merit protection. Languages that aren’t revitalized through constant exercise die out. It’s hypocritical that France, which is one of the first to staunchly defend its own elegant national language, should deny that same right to regions that wish to keep their own languages alive and vibrant. The National Assembly’s legislation was rejected last week by France’s conservative Senate. But it could yet be reintroduced, and should be: for the sake of both science and its own rich heritage, France should remove the constitutional obstacles as quickly as possible, and ratify the European Charter for Regional or Minority Languages.

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Autorinnen und Gastbeiträge

Trinationale Nachbarschaft.

Von einer Schweizer Bekannten – mittlerweile eine fleißige Leserin dieses Blogs – empfange ich dankend und veröffentliche einen Bericht zur grenzüberschreitenden Kooperation.

Agglo Basel.

Die Stadt Basel hat viele Nachbarn. Die meisten davon sind keine Schweizer. Und ein Grossteil spricht eine andere Sprache. Zwei Staatsgrenzen und eine Kantonsgrenze hindern die Stadt auf allen Seiten am Wachsen und zwingen sie zum Dialog.
Drei Bahnhöfe und unzählige Grenzübergänge bilden das Tor zur Stadt. Die Hallen stehen auf Schweizer Grund. Die Gleise sind trinational: einmal schweizerisch, einmal deutsch und einmal französisch. Sie winden sich als schmale Bänder durch die Stadt. Ein knapp 10m breiter Streifen Frankreich. Und 20m Deutschland. Man kann diese Stücke Ausland auf Brücken überqueren.
Bis zu 120.000 Pendler strömen täglich zur Arbeit in die Stadt. 1Mio. Franzosen, Deutsche und Schweizer nützen das vielfältige kulturelle Angebot.

Finanziert wurde alles – vom Theater bis zur Bewältigung des Verkehrsaufkommens – bis vor nicht allzu langer Zeit vom Kanton Basel-Stadt mit seinen ca. 190.000 Einwohnern. Das war ein einseitiges Geben. Und geprägt von dauernden Bemühungen, die Unterlassungen der Anderen auszugleichen.

Also wird ein erstes Netzwerk geknüpft. Zuerst ganz klein: die VOK (Vorortskonferenz). Dann die NBK, die NBG und wie sie alle heissen. Dann etwas weiter aber immer noch innerhalb der eigenen Staatsgrenzen. Gemeinden und Städte aus vier verschiedenen Kantonen schliessen sich zusammen zur Region Nordwestschweiz. Kultur-, Transport- und Bildungswesen treten unter diesem gemeinsamen Label auf.

Parallel dazu erfolgt die Ausweitung der Verkehrskreise über die Grenzen hinweg: die Regio du Haut-Rhin, die Regio Schwarzwald-Oberrhein und die Regio Basilensis (www.regbas.ch) (als Teil der Region Nordwestschweiz) schliessen sich im Jahr 1995 zur Regio TriRhena (www.regiotrirhena.org) zusammen. Jedes Land stellt 25 Vertreter. Obwohl der Anteil der Einwohner sehr ungleich verteilt ist (10%, 30%, 60%). Es geht nicht um Macht und Geld. Sondern um ausgewogene Ideen.
Die RegioTriRhena ist ein trinationaler Lebens- und Wirtschaftsraum, der Südbaden, die Nordwestschweiz und das Oberelsass umfasst. Dieses Gebiet mit rund 2,3 Millionen Einwohnern und über 8.700km² ist durch eine jahrhundertealte gemeinsame Geschichte geprägt, was sich bis heute in Sprache (Alemannisch, Südbadisch, Schweizerdeutsch und Elsässisch), Architektur und Kultur ausdrückt. Übergeordnetes Ziel des RegioTriRhena-Rats ist es, die “trinationale Region am südlichen Oberrhein im zusammenwachsenden Europa zu stärken, um im Wettbewerb der Regionen besser bestehen zu können”.
Die Zusammenarbeit umfasst Bereiche wie Life Sciences, Banken, Transport und Messewesen. Was bedeutet, dass die Schweizer zum Beispiel endlich die Erlaubnis erhalten, mit eigenen Zügen und S-Bahnen die trinationale Agglomeration verkehrstechnisch an den Knotenpunkt anzubinden. Will ich nach Mulhouse in Frankreich, steige ich am Schweizer Bahnhof in die Schweizer S-Bahn. Natürlich kann ich auch auf den französischen Vorortszug warten, der 50m weiter vom französischen Bahnhof verkehrt. Aber der Transport im modernen Schweizer Pendlerzug ist ungleich komfortabler. Das gleiche gilt für die Verbindung nach Deutschland. Die Basler Strassenbahnen fahren sowieso schon lange bis an die Grenze. Eine Linie (die längste Strassenbahnlinie Europas, http://www.blt.ch/wir_portrait.asp) durchquert erst drei Kantone, verlässt dann die Schweiz und fährt ein Stück durch Frankreich, bevor sie auf heimatlichen Boden zurückkehrt.
Mit der Strassenbahn nach Frankreich. Zum Abendessen beispielsweise. Dann kann mal soviel guten Vin de l’Alsace trinken, wie man meint, vertragen zu können.

Oberrhein.

Seit neustem in Planung ist die Verlängerung der Linie 8. Bisher hat sie an der Grenze halt gemacht. Aber das ist so mühsam. Denn hinter der Grenze muss man dann zu Fuss laufen. Anstatt also Endschlaufen an der Grenze zu bauen und die Strassenbahn über die gleiche Strecke zurückzuführen, soll sie nun in einer grossen Kreisbewegung durch Deutschland über die Dörfer nach Basel zurück fahren. Initiiert und finanziert wird das ganze hauptsächlich wie gewöhnlich von der Stadt Basel (im Falle der S-Bahnen von der Schweizer Bundesbahn) mit Beteiligung der beschenkten Gemeinden. Die Pendler können aufs Auto verzichten. Und die ausländischen Nachtschwärmer in aller Ruhe das Ausgeh-Angebot der Stadt nutzen. Und dabei fleissig Geld ausgeben.
Der Basler Flughafen (www.euroairport.com) ist das Umkehrsystem der Bahnhöfe: er liegt auf französischem Boden und nur die Zufahrtsstrasse und die Betriebsgebäude sind schweizerisch.
Die deutschen tragen ihn zu einem Drittel mit. Deshalb heisst er Euroairport Basel-Mulhouse-Freiburg.
Verkehrskreise sind nützlich. Und man kann nie genug davon haben. Also gibt es zusätzlich seit einem Jahr den Trinationalen Eurodistrict Basel, den TEB oder eben ETB (www.eurodistrictbasel.eu). Er kümmert sich – in Weiterführung der Aufgaben des TAB (Trinationale Agglomeration Basel, anerkannt auf nationaler Eben in allen drei Ländern als Planungsregion) um die grenzüberschreitende Raumplanung.
Und die Oberrheinkonferenz (www.oberrheinkonferenz.org) begründet ihre Daseinsberechtigung wie folgt: “Das deutsch-französisch-schweizerische Oberrheingebiet stellt sich für seine Bewohner als gemeinsamer Lebensraum dar. Die unterschiedlichen Kulturen und Traditionen sind heute kein Hindernis mehr, sondern begründen den besonderen Reichtum dieser Region im Herzen Europas.” 9 Arbeitsgruppen setzen sich mit Themen wie Transport und Verkehr, Klimaschutz, Kultur und Bildung, Gesundheit, Wirtschaft u. Raumordnung auseinander. Der Oberrhein als europäisches Modell für grenzüberschreitende Nachbarschaft.

Eurodistrict.

Nachbarschaftsbeziehungen sind gemäss Definition funktional. Gute Nachbaschaftsbeziehungen benötigen für ihr Gedeihen eine optimale funktionale Verknüpfung. In allen Bereichen. Und für alle in der Muttersprache.

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ISLRF.
Minderheitensprachen Frankreichs treffen sich in Barcelona

Am kommenden Wochenende tritt in Barcelona, auf Einladung der katalanischen Bressola-Schulen Nordkataloniens, das Institut Supérieur des Langues de la République Française (ISLRF) zusammen. Dabei handelt es sich um das Bildungs- und Forschungsinstitut, das die Bressola-Schulen, die elsässischen von ABCM-Zweisprachigkeit, die baskischen Seaska, die bretonischen Diwan und die okzitanischen Calandreta vereint. Diese Schulen werden derzeit von rund 10.000 Schülern in 120 Zentren besucht.

Damit treffen sich in Barcelona die wichtigsten Akteure des Regionalsprachunterrichts. All diese Schulen praktizieren die Immersion in der betreffenden Sprache und beteiligen sich an der Wiederbelebung der unterschiedlichen kulturellen Identitäten innerhalb des französischen Staates. Sowohl die katalanischen, als auch die elsässischen, bretonischen und okzitanischen Schulen haben während der letzten Jahre ein großes Wachstum erlebt und konfrontieren sich derzeit mit der Herausforderung, einer immer größerwerdenden Nachfrage zu begegnen.

Quelle: Racó Català 

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