Salvare la lingua normanna.

Il presidente della Normandia, Hervé Morin, ha annunciato un piano regionale per la rivitalizzazione della lingua normanna. A tale scopo, innanzitutto, sarà realizzato uno studio sociolinguistico per conoscere la situazione reale dell’idioma — giudicato in serio pericolo di estinzione dall’UNESCO e parlato da non più di 30.000-100.000 individui, secondo le stime più attendibili.

Al contempo Morin, ex ministro del governo Fillon e capo del partito Les Centristes, intende avviare l’insegnamento del normanno nelle scuole dell’obbligo della sua regione.

Queste le iniziative immediate, mentre farebbero parte del piano regionale anche l’introduzione di fondi per la segnaletica bilingue e la creazione di un’Accademia della lingua normanna, incaricata di portare avanti iniziative di normalizzazione e diffusione linguistica.

L’opposizione socialista ha fatto sapere di non condividere la proposta del presidente Morin, in quanto vi sarebbero altre priorità, e più urgenti, per esempio sul piano sociale.

Oggi il normanno ha status ufficiale solamente sull’isola autonoma di Jersey nel Canale della Manica.

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Die Süd-Tiroler Freiheit zitiert Ernst Moritz Arndt.

Anlässlich des heutigen UNESCO-Welttags der Muttersprache hat die STF ein Zitat von Ernst Moritz Arndt veröffentlicht.

Quelle: Süd-Tiroler Freiheit.

Der »Schriftsteller und Freiheitskämpfer« war ein deutscher Nationalist, der die angebliche Reinheit des deutschen Volkes zelebrierte, in rassistischen Kategorien dachte und vom Antisemitismus beseelt war.

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Toponomastica, Annibale Salsa si schiera.
Il plurilinguismo e la traduzione dei nomi non sono la stessa cosa

Annibale Salsa — professore emerito di Antropologia filosofica e di Antropologia culturale presso l’Università di Genova, presidente del CAI dal 2004 al 2010, membro del comitato scientifico Dolomiti UNESCO, presidente del comitato scientifico di Accademia della Montagna del Trentino, collaboratore del «Bureau Régional d’Ethnologie et Linguistique» della Val d’Aostanon per la prima volta ha preso posizione sulla toponomastica sudtirolese, sostenendo l’abolizione dei decreti che in epoca fascista portarono alla traduzione-storpiatura dei toponimi preesistenti.

In quest’occasione lo ha fatto al fianco di Süd-Tiroler Freiheit, che a tal fine sta portando avanti una raccolta firme e che in questi giorni ha presentato un libretto informativo in lingua italiana (che il quotidiano A. Adige si è rifiutato di distribuire).

Salsa ha fatto notare quanto lui sia un sostenitore del plurilinguismo, ricchezza di molte regioni alpine — facendo al contempo notare che la traduzione dei toponimi non ne è una logica conseguenza.

Cambiare i nomi dei luoghi e delle persone per decreto costituisce un atto di violenza morale, psicologica e culturale. La questione della toponomastica sudtirolese, a distanza di quasi cento anni, va affrontata con serenità ed obiettività scientifica al di fuori da strumentalizzazioni ideologiche che qui hanno accecato le menti ed avvelenato gli animi.

— Annibale Salsa

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Unesco: Posse um ladinische Sprache.
Divide et impera auf Südtirolerisch

Nach der Kritik um das Fehlen der friaulischen und ladinischen Sprachen bei der Beschriftung der über 60 Schutzhütten im Naturerbegebiet der Dolomiten will die Unesco-Stiftung jetzt nachbessern. Das ist die gute Nachricht.

Wie jedoch die Usc di Ladins in ihrer aktuellen Ausgabe (vom 10. März) berichtet, kam es im Zuge der sprachlichen Neudefinition zu einer Intervention der Südtiroler Landesregierung. Während man sich zunächst auf die friaulische und auf die ladinische Einheitssprachen geeinigt hatte, bestanden die Landesräte Richard Theiner und Florian Mussner (beide SVP) offenbar auf Gebrauch der ladinischen Talidiome — eine weit verbreitete Strategie, um sprachliche Minderheiten zu schwächen. Damit leugnet man die kulturelle Einheit und reduziert Sprachen auf eine Ansammlung von Dialekten, was deren Würde, aber auch den praktischen Nutzen beschränkt.

Mag sein, dass die Ablehnung der Einheitssprache auch darauf zurückzuführen ist, dass bei deren Entwicklung zu sehr auf die Verständigung geachtet und somit wenigstens zum Teil Ausdrücke geopfert wurden, die für die ladinische Sprache charakteristisch sind. Doch dafür gibt es zwei Lösungen: Der konstruktive Ansatz würde zeitnahe Verbesserungen nach sich ziehen, während die nachhaltige Ablehnung und somit die Schwächung der Sprache den destruktiven Ansatz darstellt.

Absurde Folge der Südtiroler Forderungen: Fast im gesamten Unesco-Gebiet wird — auch außerhalb Ladiniens — auf Schildern die ladinische Einheitssprache zu lesen sein, wohingegen in Gherdëina (Gröden) und Badia (Gadertal) die jeweiligen Talidiome zur Anwendung kommen.

Zwischen Kiel und Bozen sowie zwischen Lugano und Palermo konnte man sich jeweils auf gemeinsame Schriftsprachen einigen, aber zwischen Urtijëi und Anpezo scheint dies ein Ding der Unmöglichkeit zu sein — der angeblichen Minderheitenpartei SVP sei »Dank«.

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Außendarstellung Discriminaziun Medien Minderheitenschutz Plurilinguismo Sprachpfusch | | | Usc di Ladins | Friaul-Friûl Ladinia | SVP UNESCO | Deutsch

Alles erfunden.

Der italienische UNESCO-Vorsitzende Puglisi stellt sich in der Toponomastikfrage auf die Seite des Landeshauptmanns — allerdings mit einem sehr kuriosen Vergleich, wie im gestrigen Dolomiten-Kommentar aufgedeckt wurde:

Giovanni Puglisi, Italiens UNESCO-Präsident mag Vergleiche. Beim Festakt zur Ernennung der Dolomiten zum Weltnaturerbe ortete er Ähnlichkeiten zwischen Landeshauptmann Durnwalder und dem libyschen Revolutionsführer Gaddafi. Später kam er für seinen Ausrutscher im Palais Widmann zu Kreuze gekrochen. Wer jetzt denkt, Puglisi habe einen Riecher für Fettnäpfchen, der irrt. Unlängst ließ er nämlich den Landes-Luis gekonnt auflaufen, wie man in der Fußballersprache sagt. Bezüglich Toponomastik-Streit zog der pfiffige Präsident nämlich folgenden Vergleich: “Der Everest heißt auf der ganzen Welt Everest, ohne dass dessen Name in alle Sprachen der Welt übersetzt werden müsste.” Warum sollte es also in Südtirol anders sein. Durnwalder freute sich über Puglisis Aussagen — wohl zu früh. Mount Everest ist doch ein Paradebeispiel für Sprachimperialismus, wie ihn Tolomei betrieben hat. Es heißt sogar, George Everest, jener englische Ingenieur, nach dem der Berg 1865 benannt wurde, war genau aus diesem Grund mit der Namensgebung nie einverstanden. Auf nepalesischer Seite wird der höchste Berg der Welt Sagarmatha (“Stirn des Himmels”) genannt, während ihn die Tibeter als Chomolungma (“Mutter des Universums”) bezeichnen. Beides Beispiele dafür wie viel schöner angestammte als erfundene Namen sind.

Der Kilimandscharo wäre wohl ein besseres Beispiel gewesen, als der Everest. Trotzdem sieht man sich gezwungen zu begrüßen, dass nicht auch noch der UNESCO-Präsident einen Tolomei-Persilschein ausstellt — angesichts Puglisis bisheriger Aussagen wäre ich diesbezüglich keine Wette eingegangen.

Medien Ortsnamen | Zitać | Ettore Tolomei Luis Durnwalder | Dolo | Südtirol/o Tibet | SVP UNESCO | Deutsch

Durnwalder ausgepfiffen.

Gestern wurde den Dolomiten bei einem Staatsakt in Auronzo di Cadore (Venetien) der Titel »Weltnaturerbe« offiziell übertragen. Als er nach einer ersten Ansprache in italienischer Sprache auch einige Grußworte auf Deutsch und Ladinisch überbringen wollte, wurde der Südtiroler Landeshauptmann von lauten Pfiffen unterbrochen.

Nachtrag vom 27.08.09. Das darf doch wohl nicht wahr sein: In einem Interview mit dem Corriere dell’A. Adige rechtfertigt der italienische Unesco-Delegierte Giovanni Puglisi die Pfiffe auch noch und kritisiert, dass Durnwalder auf Deutsch gesprochen hat. Die Unverfrorenheit hat damit ein bisher ungekanntes Ausmaß erreicht.

Auszug aus dem Interview:

[…] qualcuno del pubblico ha fischiato il saluto in tedesco di Durnwalder…
Beh, li posso quasi capire.
Scusi?

Emotivamente, li posso capire, anche se ovviamente non giustificare.
In che senso?

Vada per il saluto in ladino, lingua tipica e da tutelare, ma il tedesco… Durnwalder mi ha ricordato Gheddafi [!!!!!!] che arriva in visita a Roma con sul petto le foto dei patrioti morti che hanno lottato per liberarsi dagli italiani.

Die deutsche Sprache ist also ein Affront. Das sagt ein Unesco-Delegierter, kein Ungebildeter. Vielleicht wäre endlich ein geharnischter, offizieller Protest gegen die sich ausbreitende Südtirolfeindlichkeit angebracht, die mittlerweile zum italienischen Grundkonsens geworden zu sein scheint.

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