La divisione delle divisioni.

Non ci è dato sapere se gli esponenti locali della destra italiana cambino più spesso le mutande o la casacca — ad ogni modo le casacche non mancano, e in vista delle prossime «politiche» si stanno già mettendo in posizione schieramenti nuovi fiammanti. Si fa per dire, ovviamente, perché sia le facce che le «idee» sono sempre le solite. Dopo il MSI, AN, la svolta di Fiuggi, Unitalia, Forza Italia, il PDL (da non confondere col «PDL per Berlusconi», che in consiglio provinciale forma un «gruppo» a parte), la Destra, la Lega, le liste civiche di ogni tipo e per ogni stagione (Benussi, Oberrauch e Merano), la nascita di FLI e via discorrendo, ora ci attendono nientemeno che Forza Italia 2 (la riscossa) con Michaela Biancofiore, l’adesione di Mauro Minniti a La Destra del fascista dichiarato Francesco Storace e quella di Giorgio Holzmann al nuovo partito «senza nome» di Ignazio La Russa, che lo stesso Storace definisce un fascista. Insomma, se l’intento è quello di confondere e dividere l’elettorato unionista/centralista, l’operazione è destinata ad avere successo. Quel che però salta agli occhi è che i due «moderati» Minniti e Holzmann, ai quali certa stampa e certa politica avevano miopemente attestato una svolta postfascista (se non addirittura antifascista) si sono tranquillamente rimessi nelle fila dell’estremismo più estremista, sciovinista e xenofobo. Insomma: Nulla di nuovo per noi che avevamo visto bene.

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Faschismen Medien Politik Racism | | Giorgio Holzmann Giovanni Benussi Mauro Minniti Michaela Biancofiore | | Südtirol/o | Lega PDL&Co. | Italiano

Privatisiert den Duce! | Privatizzate il duce!

von/di Thomas Benedikter*

Biancofiore tobt, die italienische Rechte steht Kopf, Mussolinis Enkelin ist erbost, der halbe PDL fühlt sich verraten, weil ein Mussolini-Relief ins Museum muss. Der Duce selbst hätte sich über diese posthume Wertschätzung gewiss gefreut, zumal man südlich von Bozen weniger zimperlich mit seinen Standbildern umgesprungen ist. Weil zahlreiche italienische Mitbürger ohne den Piffrader-Duce in eine Identitätskrise gerutscht sind, ein konstruktiver Vorschlag: das Relief kann geklont und in den Handel gebracht werden. Gute Bildhauerlehrlinge kriegen das locker hin, in verschiedenen Größen, je nach Brieftasche. Jeder PDL- und Unitalia-Haushalt kann ihn dann ankaufen — mit einem Landesbeitrag für innovativen Denkmalschutz versteht sich — und in seinen Garten stellen. Für den öffentlichen Raum ist der Duce spät, aber schließlich doch untragbar geworden. Auf eigenem Grund kann jeder seine Mussolini-Nostalgie ausleben wie er will. Auch der Kapuziner-Wastl kann von Liebhabern geklont werden, in Südtiroler Gärten stehen genug kitschigere Figuren herum. Auf jeden Fall werden damit Arbeitsplätze im Kunsthandwerk geschaffen. Credere, obbedire, comprare.

“Libera mente” si chiama un’associazione che in questi giorni sta tappezzando la città con i suoi manifesti. Non pochi bolzanini faticano però di liberarsi la mente dagli scheletri fascisti, soprattutto quando – scolpiti in pietra – adornano qualche facciata pubblica. Il PD, che sponsorizza “Liberamente”, arriva al punto di definire “orrore” non il fatto che il Duce ci sia ancora sulla facciata di quel palazzo, ma il suo allontanamento. Quindi, sotto lo stupore dei sudtirolesi, mezza città sorge per difendere il “suo Duce”, che tutti i dichiarati antifascisti e postfascisti della città in 66 anni non sono riusciti a rimuovere. Il bassorilievo di Piffrader, artista asservito al regime fascista, un elemento di identità di tanti nostri concittadini? Per lenire la grave crisi di identità in cui cadranno una volta musealizzato il fregio, mi sembra giusto fare una proposta costruttiva: l’opera può essere copiata, riprodotta in misure un attimino più modeste e come tale essere messa in commercio come tante altre statuette di marmo classiche e meno classiche, kitsch e meno kitsch. Bravi apprendisti scultori ci riusciranno facilmente. Ognuno sarebbe libero di piazzare il “suo Duce” nel proprio giardino o salotto. A differenza dell’Italia, che ha messo in cantina centinaia di Mussolini di marmo nel 1945, il Duce trionfante sparirà dallo spazio pubblico bolzanino nel 2011, ma in privato ognuno è libero di esprimere le sue nostalgie. Benussi ogni mattina potrà tranquillamente deporre le sue rose, Seppi potrà rendere il suo omaggio con tutti i rituali che vuole. Anche l’alpino di Brunico può essere clonato per ornare giardini e atrii. Non si esclude l’erogazione di contributi provinciali per forme innovative di protezione di beni culturali, ed anche l’artigianato locale sarà contento dei nuovi posti di lavoro creati. Credere, obbedire, comprare.

*) Thomas Benedikter ist Wirtschafts- und Sozialforscher in Bozen. Er ist u. a. Autor von »Autonomien der Welt« (Athesia, Bozen 2007) und »The World’s Working Regional Autonomies« (Anthem, London/Neu-Delhi 2007).
Thomas Benedikter è ricercatore a Bolzano, autore di «Autonomien der Welt» (Athesia, Bolzano 2007) e «The World’s Working Regional Autonomies» (Anthem, Londra/Nuova Delhi 2007).

Faschismen Politik Satire | Faschistische Relikte Geschichtsaufarbeitung | Donato Seppi Giovanni Benussi Michaela Biancofiore Thomas Benedikter | | Südtirol/o | Alpini PD&Co. PDL&Co. | Deutsch Italiano

Mussolini-Italiener.

mit freundlicher Genehmigung des Autors geben wir den gestrigen Leitartikel der ‘Neuen Südtiroler Tageszeitung’ wieder

von Arnold Tribus*

Hätte der gute Minister und Poet Sandro Bondi erahnt, was er mit seinem sanften und völkerverbindenden Brief an den Herrn Landeshauptmann anrichtet, dann hätte er ihn wahrscheinlich nicht geschrieben. Immerhin ist oder war er ja auch Koordinator des PDL, der Partei, die nun wegen dieser seiner Entscheidung auf die Barrikaden geht und mit Massenaustritten droht. (Keinem PDL-Mitglied wäre es eingefallen auszutreten, weil Berlusconi unkeusch ist und seine Villa in ein Bordell verwandelt hat. Das steht ihm zu, aber wegen Mussolini kann man Partei wechseln.) Zudem galt Bondi immer als Verteidiger der Abgeordneten Biancofiore, er hat sie aus dem neapolitanischen Exil zurückgeholt. Und nun planen ihre Amici, die sie ja immer mit starker Hand führte, ein “Los von Rom” und die Bildung einer von Rom abgekoppelten, “autonomen” rechten Partei. Was an der ganzen Sache aber verwundert, ist der Umstand, dass nun der Disagio, der Zorn, die Enttäuschung, die totale Gegnerschaft zur römischen Entscheidung nicht nur in den rechten Parteien entbrannt ist, sondern auch in den Linken.
Die Front, die sich gegen das Bondi-Abkommen ausspricht, ist also breit, umfasst praktisch alle Italiener, ganz unabhängig von ihrer politischen Zugehörigkeit. Nun wäre es eigentlich logisch, dass die Italiener, die sich politisch dem Mittelinksblock zugehörig fühlen und somit den Antifaschismus in ihren Genen und in ihren politischen Grundsätzen haben, jubeln, wwenn endlich alle faschistischen Denkmäler, wenn nicht beseitigt, so zumindest entschärft werden. Welcher Genosse der Republik würde sich für ein Mussolini-Denkmal einsetzen, würde dafür kämpfen, dass das Abbild des Diktators hoch zu Ross mit der Aufschrift “credere, obbedire, combattere” gerettet wird? Der in Bozen gewählte PD-Abgeordnete Gianclaudio Bressa, um den es ja sehr still geworden ist, hat eine klare Sprache gesprochen: Das Relief müsse weg, er wundere sich, dass das überhaupt noch dort sei, es handle sich um eine Apologie des Faschismus. Ähnlich die Position von Oreste Galletti und Fabio Visentin von Rifondazione Comunista, einer Partei, die im Bozner Stadtrat sitzt, die sich auch für die Abnahme des Reliefs ausgesprochen haben, aus antifaschistischen Gründen. Das wär’s auch schon, sonst findet man keinen offiziellen Italiener, der sich für die Beseitigung des Piffrader-Reliefs ausspricht. (Ich bleibe nach wie vor für die Beibehaltung, aber aus schließlich künstlerischen Gründen, der Kampf der italienischen Bozner erfolgt nicht aus Gründen der Kunst, sondern aus eminent politischen Gründen, und das macht das Ganze etwas dubios.) Warum denn gibt es immer dann eine breite italienische Einheitsfront, wenn es um die Vergangenheit geht, wenn es darum geht, faschistische Relikte zu bewahren? Warum hört der Antifaschismus der Bozner Linken auf, wenn es darum geht, die faschistischen Denkmäler zu retten? Ist denn der Faschismus tatsächlich der einzige Wert, das einzig verbindende Element der italienischsprachigen Südtiroler? Sie haben es uns ja schon einmal tragisch vorgemacht, als es darum ging, eine friedensstiftende, zukunftsträchtige Initiative des damaligen Bozner Bürgermeisters Giovanni Salghetti Drioli mit einem Referendum zu bestätigen. Es ging damals nur um den Friedensplatz, auch das war zuviel. Nun ist wohl der günstige Moment gekommen, dass sich Rechte und Linke endlich zur italienischen Einheitsfront zusammenfinden, zur italienischen Volkspartei. Es wird nicht lange dauern, und sie werden wieder gemeinsam gegen das vom Herrn Landeshauptmann gewünschte Toponomastikgesetz kämpfen müssen, ein regelrechter Angriff auf die Italianità, auf den Prontuario des Senators Tolomei. Sie werden zu diesem Themen [sic] wieder alle zusammenfinden — mit geringfügigen Differenzierungen. Der Faschismus verfolgt sie, die Italiener, er ist ihre Geschichte. Und dabei vergessen sie die Zukunft.

*) Arnold Tribus ist Herausgeber und Direktor der ‘Neuen Südtiroler Tageszeitung’, Bozen.

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Le scoperte di Michaela.

L’onorevole Biancofiore del PDL è andata nientemeno che in Guatemala per fare una scoperta straordinaria: all’ambasciata italiana del paese latinoamericano ha scovato una cartina militare austro-ungarica del secolo XIX nella quale il Sudtirolo figurerebbe «pieno zeppo» di toponimi italiani. Non solo Bolzano e Merano, ma perfino Egna, Montagna e Luson — afferma la deputata. Chi glielo va a spiegare, alla nostra scienziata, che in alternativa poteva tranquillamente consultare la cartina («depuratissima») degli Schützen, standosene comodamente a Bolzano? Sì, perché Neumarkt/Egna e Montan/Montagna figurano con doppia denominazione anche lì. Mentre Luson, mi spiace per lei, è storicamente un toponimo ladino (che incoerentemente, facendo male, gli Schützen non hanno riportato — mentre invece l’esercito imperiale lo aveva recepito).

E se la National Geographic fosse interessata alla scoperta? E se la Michaela avesse trovato un’occupazione utile, che la porti lontano, molto lontano, all’aria aperta? Il viaggio in Guatemala non sarebbe stato del tutto inutile.

Ortsnamen Politik Satire | | Michaela Biancofiore | | America Südtirol/o | PDL&Co. Schützen | Italiano

L’eguaglianza è razzismo?

Durante la campagna elettorale in corso sia Michaela Biancofiore (PDL) sia Donato Seppi (Unitalia) hanno definito la proporzionale una norma «razzista».

È piuttosto ironico che a fare queste affermazioni siano gli esponenti di partiti uno più, l’altro poco meno xenofobo: Quando si tratta di schedare e prendere le impronte digitali ai bimbi rom — in base alla loro appartenenza etnica! — o di svantaggiare gli stranieri nell’assegnazione di alloggi, Biancofiore e Seppi sono sempre in prima fila.

La proporzionale cosiddetta etnica, va detto, è sicuramente anacronistica, ma allo stesso tempo funzionale ad un impianto autonomistico altrettanto superato — e dunque assolutamente necessaria. Va inoltre ricordato che la proporzionale è una norma che previene, e certamente non favorisce, la discriminazione, in quanto inquadra la distribuzione del pubblico impiego in un contesto statistico assolutamente oggettivo*.

Par dunque di capire che per le destre è razzista solo ciò che non consente di avantaggiare spudoratamente gli italiani discriminando tutti gli altri.

*) In realtà , gli unici a venire svantaggiati a causa del loro numero davvero esiguo sono i ladini. E non è poco. Ma non è certamente a loro che si riferiscono i «nostri».

Faschismen Migraziun Minderheitenschutz Politik Racism Roma+Sinti Soziales | Sprachgruppenproporz | Donato Seppi Michaela Biancofiore | | Ladinia Südtirol/o | PDL&Co. | Italiano

Wer solche Freunde hat…

Immer öfter machen die Südtiroler Linksdemokraten in jüngster Zeit das Spiel der Rechten und Rechtsrechten. Letzter Streich: Landeshauptmann-Stv. Luisa Gnecchi hat in der Tourismuswerbung einen zweifelhaften Erfolg verzeichnet, indem sie die Bezeichnung »A. Adige« übers Hintertürchen wieder hereingeholt hat. Die absurde, trennende italienische Bezeichnung für unser Land, die gerade im linken und alternativen Milieu ein Auslaufmodell ist, bekommt so unverdienterweise wieder einen amtlichen Frischestempel aufgedrückt — wie kürzlich von Michaela Biancofiore (FI) lautstark gefordert. Dabei wären die Energien der Genossen im Engagement, der Bezeichnung »Sudtirolo« im Sinne des Zusammenlebens und der gesellschaftlichen Kohäsion endlich die offizielle Anerkennung zukommen zu lassen, wesentlich besser investiert.

Sudtirolo.

Siehe auch:

Kohäsion+Inklusion Ortsnamen Politik | | Luisa Gnecchi Michaela Biancofiore | | Südtirol/o | PD&Co. | Deutsch