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Kolonialistische Toponomastik.
Quotation

Ich zitiere hier die Aussagen von Dr. Peter Glatthard, Professor an der Universität Bern, aus dem Film Streiflichter der Zeitgeschichte – Ettore Tolomei und der italienische Nationalismus in Südtirol von Ludwig W. Regele und Franz J. Haller (Rai 2005) zum Thema Toponomastik:

[Die Umbenennung] ist eine Inbesitznahme des Gebiets, geistig-sprachlich, denn nur mit den Namen können wir ja eine Landschaft beherrschen. Also es geht hier um Macht, es ist kolonialistisch, es ist imperialistisch. Namen muss man überhaupt nicht verstehen; das ist ein bisschen provokativ, aber es ist so. Namen sind im Grunde Marken, es sind Bezeichnungen, die nicht bedeuten. Wenn Sie nach Bern fahren, müssen Sie nicht wissen, was Bern bedeutet. Es genügt der Klang »Bern«, ein Name bedeutet nichts, darum kann man ihn auch nicht übersetzen. Bei Personennamen ist das deutlich: Ein Johann Sebastian Bach ist immer Bach und es fällt niemandem ein, ihn Jean Sébastien Ruisseau zu nennen. Das genau gleiche Prinzip gilt auch für die Ortsnamen.

Also diese flächendeckende Italianisierung zielte nicht nur auf die Städte, die ja zum Teil vorher schon italienische Namen getragen haben, sondern viel wichtiger war die Einverleibung — sprachlich — des Landes, also der kleinen Orte, die sogenannten Flurnamen, in Österreich sagt man die Riednamen, vielleicht in Südtirol auch, das weiß ich nicht mehr genau. Und es sollte nun eben gezeigt werden: Das ganze Land, bis in die kleinsten Weiler, Häuser hinaus, quasi wie kapillar… das alles ist schon immer italienisch gewesen — und das stimmt einfach nicht, denn noch heute sind dort zum großen Teil, zum allergrößten Teil nur Deutsch sprechende Menschen. Also es geht immer um einen aggressiven kolonisatorischen Akt der Einverleibung eines Gebiets.

Also die Idee hinter einer solchen Italianisierung ist selbstverständlich der übersteigerte Nationalismus des 19. Jahrhunderts, und Tolomei beginnt selbstverständlich nicht erst 1919, sondern schon vor 1900 ist er ein glühender Nationalist, der schon damals die Grenze von Italien an den schützenden Alpenkamm hinaufverlegen möchte. Und dieser Nationalismus führt im Grunde in die Irre. Man kann nicht ein Gebiet, das Jahrhunderte lang eine andere Kultur hervorgebracht hat — gewachsen, historisch — einfach mit einem Federstrich von 8.300 Namen italianisieren, das ist eine aufgesetzte Italianità, eine falsche.

Im Südtirol haben wir eigentlich drei Schichten, sprachlich, also auch drei große Volksbewegungen. Einmal das Keltische, dann 15 v. Chr. kommen die Römer, bringen das Alpenromanische, das Ladinische und ab 700 die Baiern das Bairisch-Deutsche. Und so bleibt es bis 1919. Jetzt kommt das Südtirol zu Italien und erst jetzt — und das kann nicht genug betont werden — erst jetzt kommt das Italienische offiziell in diesen Raum. Und jetzt beginnt diese zwangshafte Italianisierung von der ich vorhin schon gesprochen habe; indem man die Namen italianisiert, auch Vor- und Geschlechtsnamen, sämtliche Orts- und Flurnamen, Tolomei übersetzt ja 8.300 Namen. Und flächendeckend wird nun das Südtirol sprachlich als eine italienische Provinz seit alters ausgegeben, und das ist die Geschichtsklitterung, die Geschichtsfälschung: Das Südtirol war nie italienisch, sondern es wurde jetzt zwangshaft italianisiert, um den Anschein einer alten, ja uralten Italianità zu erwecken.

Mir scheint, das Südtirol mit den Tolomeinamen seit 1923 und dann offiziell durch den Ministererlass von Mussolini 1940… ist das absolut einmalig, dass man quasi eine ethnische Säuberung durchführt, die gewachsenen Namen während Jahrhunderten auslöscht und eine konstruierte Namengebung dem Land auferlegt. Das ist doch außerordentlich singulär, vor allem singulär, dass sie im Jahr 2003 weiter besteht.

Selbstverständlich gab es schon vor 1919 große Ortschaften mit legitimen, gewachsenen italienischen Namen, die auf den Handelsbeziehungen bestehen. Also Bozen-Bolzano, Brixen-Bressanone, Ora-Auer usw., aber der offizielle Name, das war immer nur einer, nämlich der historisch gewachsene. Und das andere, das war das Exonym wie wir sagen, jener Name, den eine andere Sprachgemeinschaft legitim braucht. So wie ich als Berner nach »Genf« fahre, obwohl die Stadt offiziell, weil im französischen Sprachgebiet der Schweiz gelegen, nur »Genève« heißen kann. Aber genauso fährt der Tessiner nach »Ginevra«, das ist legitim, aber das sind nicht die offiziellen Namen. Und man muss jetzt bedenken, die einzig offiziellen, geltenden Namen im Südtirol sind ab 1923 eben die italienischen Namen. Noch einmal: Das ist eine Geschichtsfälschung, die nicht mit der gewachsenen Kultur und Geschichte übereinstimmt.

Also, in Katalonien, das war der krasseste Fall, ist heute alles nur katalonisch, in Galicien nur galicisch, im Baskenland nur baskische Namen, in Andalusien haben wir den Ortsdialekten angepasste Namen — das ist die Folge [der] Entschließungen der Vereinten Nationen. Leider müssen wir feststellen, dass Italien in Südtirol das nicht gemacht hat. Nur an einem Ort hat Italien nach diesen Prinzipien gelebt, und zwar schon vorher, nämlich im Aostatal. Das Aostatal war genau gleich wie das Südtirol 1919 [?] italianisiert worden, die Sprache im Aostatal ist Frankoprovenzalisch, die Namen waren frankoprovenzalisch. Sie wurden alle eliminiert, aber — im Gegensatz zum Südtirol — im Aostatal nach (19)45, nach dem Krieg, restituiert. Dieser Prozess dauerte allerdings bis (19)85, aber heute gibt es nur noch frankoprovenzalische Namen; der einzige doppelsprachige Name ist Aoste-Aosta, aber sonst ist alles nur frankoprovenzalisch.

Durch diesen Italianisierungsakt gegenüber der deutschen, einheimischen, autochtonen Bevölkerung zeigt sich noch etwas Weiteres: Man hat von außen her den Eindruck, dass die italienische Bevölkerung sich eigentlich nicht im Innersten bemüht, den deutschsprachigen Einheimischen verstehen zu wollen. So glaubt man auch, dass man nicht deutsche Namen aussprechen könnte, denn es muss ja vertraut im italienischen Klangreservoir sein, damit man sich zuhause fühlt und nicht als Italiener in der Fremde. Aber dabei vergisst man, dass man eben ein ursprünglich deutschsprachiges Gebiet nicht mehr als deutschsprachiges Gebiet wahrnimmt.

Und man müsste sich jetzt fragen, warum ist im selben italienischen Staat eine Restitution im Aostatal im Einklang der internationalen Verpflichtungen, die Italien eingegangen ist, möglich und im benachbarten Südtirol nicht? Auf diese Frage hat bisher noch niemand eine Antwort gegeben. Es ist eine Frage, die offenbar nicht beantwortet werden will. Aber ich meine, man müsste dort den Hebel ansetzen, in Italien selber müsste man eigentlich den Staat verklagen… Warum ist eine Entfernung der faschistischen Ortsnamengebung im Aostatal — auch autonome Provinz — möglich und warum im selben Land in der anderen autonomen Provinz nicht. Also diese Rechtsungleichheit stört nicht nur mich, sondern jeden gerecht denkenden Menschen. Und der Staat müsste ja nach Gerechtigkeit für alle seine Bürger streben, und die Bürger des Südtirols in einem demokratischen Staat auch ihre sprachlichen — hier, jetzt: ihre toponomastischen — Rechte wahrnehmen zu dürfen.

Transkription, Hervorhebungen und Linksetzungen von mir. Die Zitate wurden hier in derselben Reihenfolge wie im Film wiedergegeben, die nicht notwendigerweise der Reihenfolge entspricht, in der die Aussagen getätigt wurden.

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Minorca, il capoluogo corregge il toponimo.

Nella sua sessione di ieri il Consiglio comunale di Maó (30.000 abitanti), capoluogo dell’isola di Minorca, ha deciso la modifica del nome della città: una volta conclusa la procedura prevista dalle leggi delle Isole Baleari, il toponimo castiglianizzato di Mahón non sarà più ufficiale, e rimarrà valido solamente quello catalano di Maó.

Nella delibera, approvata con i voti di Ara Maó e socialisti (PSIB) contro quelli delle destre (PP e Cs), si fa riferimento esplicito alle raccomandazioni dell’ONU (UNGEGN) in materia di nomi geografici.

Maó era rimasta, da alcuni anni, l’ultimo Comune delle Isole Baleari ad avere, oltre a quello catalano, anche un toponimo ufficiale castiglianizzato. Ma ora si cambia.

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Il Québec promuove la toponomastica autoctona.
Progetto opposto a quello della falsificazione

In Canada, e in Québec, un numero immenso di toponimi ufficiali è di origine autoctona e dunque, non raramente, di difficile pronuncia per la stragrande maggioranza degli abitanti, che sono di lingua inglese o francese.

Certo, per rendere la vita più semplice a tutti si potrebbe procedere a un progetto di falsificazione culturale come quello i cui effetti, da quasi un secolo, ci accompagnano in Sudtirolo, traducendo centinaia di migliaia di denominazioni. Tuttavia in Canada, come in altri paesi avanzati — e in ossequio a quanto raccomandano le Nazioni Unite —, si è scelto di intraprendere il percorso opposto, ovvero di restituire le forme storicamente stratificate anche a molti toponimi riferiti a insediamenti preesistenti all’avvento degli europei.

Per meglio promuovere e preservare un patrimonio culturale importante come quello dei nomi, in occasione dell’Anno internazionale delle lingue autoctone (2019) la Commission de toponymie del Québec ha deciso di dare il via a un nuovo e ambizioso progetto di valorizzazione e di diffusione: in collaborazione con l’Istituto culturale Avataq, la Banca dati dei nomi di luogo del Québec è stata dotata di 125 registrazioni audio con la pronuncia di altrettanti toponimi, percorso che secondo le intenzioni dovrà culminare nella dotazione di tale funzionalità di tutte le oltre 12.500 denominazioni autoctone attualmente ufficialmente riconosciute.

Mentre la «traduzione» (e falsificazione) della toponomastica serve a rendere tutto di facile digestione, quello messo in atto dalla Commission de toponymie è uno sforzo per aiutare a pronunciare correttamente i toponimi autentici a chi — per esempio — non è abituato a certe combinazioni di suoni. Quest’ultimo approccio è testimonianza di profondo rispetto per un patrimonio culturale insostituibile e di valore inestimabile.

E questa è una vera e propria lezione per il Sudtirolo, dove spesso sono tacciati di revanscismo, se non di arretratezza culturale, coloro che chiedono l’abolizione o almeno la drastica riduzione dei toponimi imposti in epoca fascista. Mentre coloro che si ritengono particolarmente aperti e progrediti non di rado propongono addirittura ulteriori traduzioni.

Il Canada invece non esita a rinunciare all’inglese e al francese, due lingue di diffusione mondiale, per lasciare (e in alcuni casi restituire) maggiore spazio e dignità alla toponomastica storicamente stratificata.

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Rut Bernardi und die Namen.
Ex iniuria ius non oritur

Unter dem Titel »Tlo bën identità« ist auf Salto ein interessanter Gastbeitrag von Rut Bernardi für die Zeitschrift Kulturelemente (Nr. 145-146) erschienen. Obwohl darin viele diskussionswürdige Themen enthalten sind, möchte ich hier jenes der Namen herausgreifen, um einen anderen Blick darauf zu werfen.

Bernardi schreibt:

Nichtsdestotrotz kann ich mich durchaus echauffieren, wenn ich auf Wanderungen Ortstafeln sehe, auf denen der italienische Name oder der vermeintlich italienische Name, der oft ein ladinischer und daher ein vorgermanischer ist, von deutschtümelnden Fanatikern schwarz übermalt ist. Oder wenn im Dokumentations-Zentrum unter dem Siegesdenkmal von faschistischen Worterfindungen die Rede ist, die laut den Ausstellungsmachern von Tolomei ungeschickt aus dem Deutschen ins Italienische übersetzt worden seien, obwohl es sich hierbei des Öfteren um autochthon ladinische Toponyme handelt, wie z.B. Braies für Prags.

— Rut Bernardi

Da sollte man vielleicht ein bisschen klarer differenzieren. Es sind meines Erachtens — wie bereits an anderer Stelle beschrieben — nicht notwendigerweise deutschtümelnde Fanatikerinnen, die die von Tolomei und Konsorten aufoktroyierten Namen durchstreichen. Es kann sich durchaus um einen intelligenten Akt zivilen Widerstands handeln. Natürlich ist es schade, wenn in diesem Zuge sowohl ladinische Exonyme, als auch historisch gewachsene italienische Endonyme mit unter die Räder kommen.
Doch im Grunde müssen wir uns bei den damaligen Namensfälscherinnen bedanken: Sie haben in ihr pseudowissenschaftliches Werk bewusst auch Vorhandenes und historisch Gewachsenes einfließen lassen, um ihre Spuren zu verwischen. Und damit ist heute für Laien im Detail nur noch schwer auseinanderzuhalten, welche Bezeichnungen welchen Ursprungs sind. Für diese Konfusion — die angeblich auch den Kuratorinnen der Ausstellung unterm sogenannten Siegesdenkmal zum Verhängnis wurde — sollten wir nicht die Opfer verantwortlich machen, sondern die Täter.

Eine Abschaffung von Tolomeis Fälschungswerk, wie sie die UNGEGN (UNO) nahelegt, würde endlich wieder für alle sichtbar machen, welche Namen frei erfunden wurden und welche nicht. Dennoch ist auch dann fraglich, ob Exonyme wie Braies für Prags oder Wengen für La Val auf einem öffentlichen Schild draufstehen sollten oder nicht.

Heute jedenfalls sind historisch gewachsene von frei erfundenen Ortsnamen vielfach nur für Sprachwissenschaftlerinnen zu unterscheiden.

Oder schließlich, wenn gegen die Italianisierung der Familiennamen zur Faschistenzeit in Ladinien, wie etwa Kostner zu Costa, Wanker zu Pancheri usw. gewettert wird, während es sich hierbei oftmals um Belege handelt, die bereits früher aus dem Romanischen ins Deutsche übersetzt worden sind. So wurde beispielsweise Da Banch zu Wangger-Wanker, Paratoni zu Perathoner usw.

— Rut Bernardi

Hierfür gilt ähnliches, wie für die Ortsnamen. Dass ladinische Namen (meines Wissens im 18. Jahrhundert) »ins Deutsche übersetzt« (oder deutsch klingend gemacht) wurden, sollte man klar ansprechen — und eine unbürokratische Möglichkeit zur Rückführung schaffen, wie es nach dem zweiten Weltkrieg für die italianisierten Namen der Fall war.

Nur weil die Faschistinnen manche Nachnamen »korrekt« aus dem »Deutschen« in ihre romanischen Ursprungsformen zurück »übersetzt« haben, macht das ihr assimilatorisches Werk aber nicht besser.

„Es gibt keine ethnische Reinheit“, sagt der slowenische Autor Goran Vojnovi. Im Roman „Unter dem Feigenbaum“ liest man wie sich heutzutage Grenzen und Nationalitäten verschieben.

— Rut Bernardi

Die Abschaffung eines Fälschungswerks mit »ethnischer Reinheit« in Verbindung zu bringen, ist meiner Ansicht nach nicht sinnvoll. Die allfällige Behebung des faschistischen Fälschungswerks — das übrigens ersonnen wurde, um gerade ethnische Reinheit vorzutäuschen — wäre vielmehr ein riesiger Beitrag, die echte sprachliche und kulturelle Vielfalt in ihrer Unverfälschtheit zur Geltung zu bringen.

Dasselbe gilt für die Möglichkeit, eingedeutschten ladinischen Nachnamen ihre ursprüngliche Form zurückzugeben.

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Una brutta figura, davvero!
Lettera aperta a Christian Pfeifer

Naturalmente rispetto la sua opinione secondo cui in Sudtirolo ogni cumulo di talpa oltre a un esonimo abbia bisogno di un secondo nome, anche se inventato. E sono contento di vivere in una terra in cui la sua e la mia opinione possono confrontarsi pacificamente. Perché devo ammettere che il suo punto di vista — e anche il suo modo di agire con la sua lettera aperta — per molti aspetti mi ha sommamente irritato.

Della sua lettera mi disturba l’aspetto postfattuale, che purtroppo però sembra essere abbastanza in voga (vedasi Trump, Erdoğan ecc.). Mi disturba che con la sua opinione lei incarni lo stereotipo del Sudtirolo arretrato e concentrato sul proprio ombelico senza la capacità  di guardare oltre il proprio naso. Mi disturba che in quanto alla soluzione di questioni di toponomastica lei metta da parte tendenze e prassi all’avanguardia a livello internazionale, come le direttive delle Nazioni Unite (ovvero l’United Nations Group of Experts on Geographical Names, UNGEGN), dipingendo invece la sua propria opinione come un’opinione maggioritaria (citazione: “[…] perché cerca di spiegare come la pensiamo veramente, noi altoatesini di lingua tedesca”), se non già  come se si trattasse della verità  assoluta. E infine mi disturbano il dilettantismo e l’etnocentrismo delle sue affermazioni.

Mi permetto di corroborare quanto finora affermato.

Col suo testo vuol far credere che la sua sia un’opinione largamente condivisa, anche e soprattutto fra la popolazione di lingua tedesca. Esistono però dati statistici — gli unici a riguardo, se non erro — che contraddicono questa sua pretesa e ne smascherano l’inesattezza, lontana dalla realtà  dei fatti. Secondo il barometro linguistico del 2014, infatti, il 71,4% delle cittadine e dei cittadini di lingua tedesca sono dell’avviso che le località  in Sudtirolo non debbano avere, capillarmente, due/tre nomi. E pur sempre un quarto degli italofoni è dell’opinione che i nomi di Tolomei non siano necessari sempre e ovunque. Recentemente poi alcuni esponenti in vista della comunità  italiana del Sudtirolo (tra gli altri Carlo Bertorelle, Enzo Nicolodi e anche Alberto Stenico) hanno espresso le loro perplessità  nei confronti del prontuario di Tolomei, che lei invece difende. In tutto, il 58,1% delle e dei sudtirolesi non sono d’accordo con lei. Inoltre il barometro linguistico evidenzia una chiara tendenza: il numero di coloro che non pretendono il mantenimento dei toponimi del Tolomei, nel corso di 10 anni (rispetto al barometro linguistico del 2004) è aumentato fra i 3 e i 7 punti percentuali, in tutti i gruppi linguistici.

Se guardiamo un po’ oltre i confini della nostra terra vediamo che tale opinione maggioritaria non è appannaggio di un’eventuale arretratezza sudtirolese, bensì corrisponde alla prassi internazionale per dirimere le questioni di toponomastica ispirata alle specifiche direttive dell’ONU. Se dunque lei, per il Sudtirolo, vuol proporre una soluzione anacronistica e fuori dal mondo questo è suo pieno diritto, ma deve accettare la resistenza che si formerà  nei confronti della logica nazionalistica intrinseca alle sue idee. In molti paesi del mondo — imprimis, naturalmente, quelli in cui governano o hanno governato forze socialdemocratiche e liberali — si osserva una tendenza a rielaborare il proprio passato colonialista e totalitario, non solo per quanto concerne la toponomastica. Barack Obama ha restituito il nome originale — Denali — al monte più alto dell’America settentrionale, conosciuto per decenni come Mt. McKinley. Non penso che con tale passo abbia sminuito il diritto di sentirsi a casa degli abitanti di provenienza europea in Alaska. Il monolite sito nell’Australia centrale dopo un breve episodio (150 anni) è tornato a chiamarsi Uluru (e non più Ayers Rock). In Groenlandia, Sudafrica, Spagna, Francia, Canada e perfino in Cina si è dato il giusto peso agli endonimi, togliendo lo status di ufficialità  ai nomi di dubbia storicità  — cosa che ovviamente non vieta a nessuno di continuare a usare tali denominazioni. Così come, senza alcun problema, possiamo usare l’esonimo Mt. Everest per quello che in Cina ufficialmente ha il nome tibetano (!) di Qomolangma e sul lato meridionale porta il nome nepalese di Sagarmatha.

Solo qui da noi evidentemente l’ufficialità  della Vetta d’Italia è sacrosanta. Secondo l’ONU le condizioni che hanno portato all’introduzione di un nome sono da tenere in considerazione quando decidiamo quali toponimi debbano essere ufficiali, un aspetto che indubbiamente va a sfavore del mantenimento delle invenzioni del protofascista Ettore Tolomei. Ancor più significativo però è l’effettivo utilizzo locale di un nome e il suo status di endonimo o di esonimo. Ragione per cui ad esempio non capisco perché gli esonimi di St. Ulrich/Ortisei o Stern/La Villa debbano essere ufficiali, nonostante si tratti, se vogliamo, di nomi stratificatisi storicamente. Va da se che gli italofoni potranno comunque continuare a chiamare Ortisei il paese di Urtijëi e La Villa il paese di La Ila.

Il fatto che ci si ostini a parlare quasi esclusivamente di toponimi tedeschi e italiani e solo raramente ci si riferisca agli endonimi e agli esonimi dimostra il basso livello e l’etnocentrismo di un dibattito poco scientifico e poco oggettivo. Kastelbell, Tscherms, Naturns ecc. non sono nomi “tedeschi”. Così come gran parte dei toponimi in Sudtirolo sono di origine retica, celtica o romana. Al contempo quasi mai si distingue fra bilinguismo e binomismo.

Evidentemente non si possono nemmeno “abolire” dei nomi. Gli si può solo togliere lo status di ufficialità , e questo a sua volta può ma non deve per forza influenzarne l’utilizzo. Altrimenti non esisterebbero Flazpis (Latzfons), Fochina (Ahornach), Mailand (Milano) o Monaco (München).

E mentre molti nella nostra terra, anche e soprattutto sudtirolesi di lingua italiana, si battono per un’identità  comune lontana dai gruppi linguistici (scuola plurilingue) dovremmo davvero percepire il nostro territorio come un’entità  etnicamente separata? Non vorrà  mica questo?

Questa lettera (versione originale in tedesco) è la risposta a un articolo di Pfeifer apparso su Südtiroler Wirtschaftszeitung.

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Brutta figura, wie wahr!
Offener Brief an Christian Pfeifer

Ich respektiere selbstverständlich, dass Sie der Meinung sind, jeder Maulwurfshügel in Südtirol solle neben der endonymen Bezeichnung auch die tolomeische tragen und ich bin froh, in einem Land zu leben, in dem Ihre und meine Meinung in einen friedlichen Diskurs treten können. Denn ich muss Ihnen sagen, dass mich Ihre Ansicht — wie auch Ihr Vorgehen mit dem offenen Brief — in vielen Aspekten ungemein irritiert haben.

Mich stört an Ihrem Brief das Postfaktische, das im Moment leider en vogue zu sein scheint (siehe Trump, Erdoğan und Co.). Mich stört, dass Sie mit Ihrer Meinung das gängige Stereotyp verkörpern, dass Südtirol hinterwäldlerisch sei und immer nur Nabelschau betreibe ohne über den Tellerrand zu blicken. Mich stört, dass Sie progressive internationale Tendenzen und Gepflogenheiten in Toponomastikfragen wie auch die diesbezüglichen Richtlinien der Vereinten Nationen respektive der United Nations Group of Experts on Geographical Names (UNGEGN) ausblenden und stattdessen Ihre davon abweichende Meinung, wenn schon nicht zur unumstößlichen Wahrheit, dann doch zur Mehrheitsmeinung, hochstilisieren (Zitat: “[…] perché cerca di spiegare come la pensiamo veramente, noi altoatesini di lingua tedesca”). Und zu guter Letzt stören mich auch der Dilettantismus und die Ethnozentriertheit Ihrer Aussagen.

Ich erlaube mir jetzt, all diese Vorwürfe argumentativ zu untermauern.

Ihr Text suggeriert, dass Ihre die — gerade auch unter Deutschsprachigen — vorherrschende Meinung sei. Es gibt jedoch statistische Daten — meines Wissens die einzigen diesbezüglich — die Ihren Anspruch widerlegen und als reines Bauchgefühl fernab von Realität und Fakten entlarven. Laut Sprachbarometer 2014 sind 71,4 Prozent der deutschsprachigen Bürgerinnen und Bürger der Meinung, dass es in Südtirol nicht flächendeckend zwei bzw. drei offizielle Bezeichnungen für Ortschaften und Fluren braucht. Und immerhin mehr als ein Viertel der Italienischsprachigen meint, dass die tolomeischen Namen nicht überall notwendig sind. Erst unlängst haben sich bekannte Vertreter des italienischsprachigen Kosmos in Südtirol (unter ihnen Carlo Bertorelle, Enzo Nicolodi oder auch Alberto Stenico) gegen den Prontuario ausgesprochen, den Sie verteidigen. Insgesamt sind demnach 58,1 Prozent der Südtirolerinnen und Südtiroler aller Sprachgruppen nicht Ihrer Meinung. Zudem lässt das Sprachbarometer eine klare Tendenz erkennen. Die Anzahl derer, die nicht auf den tolomeischen Bezeichnungen beharren, ist innerhalb von zehn Jahren (Sprachbarometer 2004) in allen Sprachgruppen zwischen drei und sieben Prozentpunkte gestiegen.

Wenn man nun ein wenig über den Tellerrand blickt, erkennt man, dass obige Mehrheitsmeinung kein “rückwärtsgewandtes” Südtiroler Spezifikum ist, sondern vielmehr internationalen Gepflogenheiten und von der UNO bezüglich der Lösung von Toponomastikproblemen publizierten Richtlinien entspricht. Wenn Sie nun für Südtirol einen von der Außenwelt isolierten anachronistischen Sonderweg vorschlagen, ist das Ihr gutes Recht. Sie müssen dann aber auch akzeptieren, dass es Widerstand gegen die, diesem Ansinnen innewohnende, nationalistische Logik gibt. In vielen Ländern weltweit — vor allem natürlich in solchen, wo linke, sozialdemokratische und liberale Regierungen an der Macht sind bzw. waren — ist der Trend zu einer offensiven Aufarbeitung von kolonialistischem und totalitärem Erbe, was nicht nur Orts- und Flurnamen betrifft, zu beobachten. So hat Barack Obama dem über Jahrzehnte als Mt. McKinley bekannten höchsten Berg Nordamerikas wieder offiziell seinen ursprünglichen Namen Denali zuerkannt. Ich denke nicht, dass er durch diesen Schritt den europäischstämmigen Menschen das Recht, sich in Alaska heimisch zu fühlen, verwirkt hat. Der Monolith im Zentrum Australiens heißt ebenfalls nach einer kurzen 150-jährigen Episode wieder Uluru (und nicht mehr Ayers Rock). In Grönland, Südafrika, Spanien, Frankreich, Kanada, ja sogar in China wurde Endonymen der ihnen zustehende Stellenwert zuerkannt und im Gegenzug historisch zweifelhaften Bezeichnungen der offizielle Status aberkannt — was natürlich niemanden daran hindert, diese Bezeichnungen weiter zu verwenden. So wie wir den höchsten Berg der Welt exonym Mt. Everest nennen können, obwohl er in China offiziell die tibetische (!) endonyme Bezeichnung Qomolangma und auf der Südseite das in Nepal gängige Endonym Sagarmatha trägt.

Nur bei uns ist eine offizielle Vetta d’Italia offenbar sakrosankt. Für die UNO sind die Umstände, unter denen Namen zustandegekommen sind, ein Aspekt, der bei der Erstellung offizieller Namenslisten von Bedeutung ist und der gegen die Beibehaltung der Erfindungen des Protofaschisten Ettore Tolomei spricht. Bedeutender jedoch ist der lokale Gebrauch und ob es sich um endonyme oder exonyme Bezeichnungen handelt. Daher ist es für mich beispielsweise auch nicht nachvollziehbar, wieso exonyme Bezeichnungen wie St. Ulrich bzw. Ortisei oder Stern bzw. La Villa — obschon diese, wenn man so will, “historisch gewachsen” sind — Offizialität genießen sollen. Deutschsprachige werden natürlich weiterhin St. Ulrich sagen, aber offiziell sollte der Ort ausschließlich Urtijëi heißen, und Stern La Ila.

Die Tatsache, dass bei uns in der Toponomastikdiskussion meist ausnahmslos von deutschen und italienischen Ortsnamen und sehr selten von Endonymen und Exonymen die Rede ist, zeugt von der niveaulosen Ethnozentriertheit der Debatte fernab jeglicher Sachlichkeit und Wissenschaftlichkeit. Kastelbell, Tscherms, Naturns usw. sind nicht “deutsch”. So wie ein Großteil der Namen in Südtirol auf rätische, keltische und romanische Bezeichnungen zurückgeht. Auch wird kaum zwischen Zweisprachigkeit und Zweinamigkeit unterschieden.

Man kann Namen auch nicht “abschaffen”. Man kann ihnen nur den offiziellen Status aberkennen. Den Gebrauch kann, muss das aber nicht beeinflussen. Andernfalls dürfte es ja auch kein Flazpis (Latzfons) und kein Fochina (Ahornach), kein Mailand (Milano) und kein Monaco (München) geben.

Und während viele im Lande, auch und gerade italienischsprachige Südtiroler, für eine gemeinsame Südtiroler Identität losgelöst von den Sprachgruppen kämpfen (Stichwort: gemeinsame Schule), sollen wir um jeden Preis das Gebiet, in dem wir leben, in ethnisch getrennten Realitäten wahrnehmen? Das kann doch nicht Ihr Ernst sein?

Dieser Brief (italienische Fassung) ist eine Replik auf einen Artikel Pfeifers, der in der SWZ erschienen ist.

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Bolzano come Koper.

Maurizio Tremul, presidente dell’Unione degli Italiani di Slovenia e Croazia, nel 2015 era venuto in Sudtirolo su invito di Süd-Tiroler Freiheit per parlare di doppio passaporto. I membri della minoranza italiana nei due paesi ex iugoslavi, infatti, hanno diritto al passaporto italiano, mentre sembra che Roma sia intervenuta per evitare che cittadine e cittadini sudtirolesi potessero ricevere quello austriaco.

Lo scorso 30 novembre invece Tremul è tornato a Bolzano su invito di Alessandro Urzì (AAnC) per parlare di toponomastica. Nel corso del convegno «I nomi contesi» ha sostenuto — imperniandovi il suo discorso — che il nome sloveno di Capodistria, Koper, sarebbe stato inventato nel secondo dopoguerra, ma oggi nessuno si sognerebbe di cancellarlo.

Quando si parla di toponimi si citano vari criteri, più o meno validi, per decidere quali denominazioni debbano avere carattere ufficiale e quali no. Ne cito alcuni fra quelli a cui più comunemente si fa riferimento in Sudtirolo:

  • La stratificazione storica: secondo questa interpretazione, i nomi che si sono evoluti storicamente mediante l’uso da parte delle popolazioni autoctone (endonimi) e quelle vicine (esonimi) hanno diritto a venire mantenuti, mentre i nomi inventati a tavolino allo scopo di assimilare e snazionalizzare gli abitanti di questa terra non dovrebbero avere status ufficiale;
  • La consistenza dei gruppi linguistici: la comunità linguistica che raggiunge una determinata percentuale di abitanti (spesso si parla del 10%, a volte del 20%) sul totale della popolazione in un comune avrà diritto all’ufficializzazione dei toponimi da essa usato;
  • L’uso: attraverso precise ricerche scientifiche si verifica quali toponimi vengano effettivemente utilizzati dalla popolazione per decidere quali mantenere e quali no.

Anche le Nazioni Unite (l’ONU) raccomandano di affidarsi a simili criteri il più possibile oggettivi per dirimere le controversie legate alla toponomastica. E a tal proposito va da se che si possono immaginare anche combinazioni delle ipotesi elencate.

Ad ogni modo: se Tremul intendeva difendere la toponomastica del Tolomei, l’esempio di Koper/Capodistria è assolutamente inservibile. Infatti:

  • La denominazione slovena sarà anche stata ufficializzata solo nel dopoguerra, ma si tratta di un toponimo stratificatosi storicamente e in uso da secoli.
  • La popolazione di lingua slovena a Koper/Capodistria rappresenta la maggioranza.
  • E dunque è abbastanza evidente che il toponimo viene usato quotidianamente dagli abitanti della città.

Un nome di luogo che corrispondesse agli stessi requisiti di Koper in Sudtirolo (come Bolzano, Bronzolo o Salorno) non rischierebbe certo di perdere l’ufficialità, anche se Alessandro Urzì vuol far credere il contrario.

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The Restoration of Minority Toponyms.

In my former post I cited some relevant paragraphs contained in the United Nations’ Manual for the standardization of geographical names , in order to give an understanding of how toponymy is generally considered by the international scientific community. However, there are more specific views about the situation in South Tyrol, which can be found in the Training Course on Toponymy forming part of the “documents and literature” of the United Nations Group of Experts on Geographical Names (UNGEGN) and which I’d like to publish here:

In the northern part of Italy, up in the Alps, is the region of South Tyrol. It is a strategic region as it controls the mountain passes onto Vienna and Germany. It belonged to the Austrian Empire, but when Austria lost the First World War Italy annexed it. It had been a German-speaking area for over a thousand years, but the Italians next imposed their language on the area. In the middle of the capital Bozen or Bolzano they erected a triumphal arch with the Latin text on it: “We have brought culture to the barbarians”. And from one day to another they changed the place names. As a matter of fact they changed all names, they even changed family names and names on tombstones in cemeteries. They did so because they did know the power of names. In figure 1 [not shown here, ed.] you will see names like Sterzing, Wiesen, Deutschhaus (or Lichtenberg, Schlanders and Laas). These names have connotations of German dishes like Bratwurst, or Schinken or roasted chestnut. The figure is taken from an Italian map made of this Austrian area before the First World War.

In figure 2 [not shown here, ed.] you will see exactly the same area, but instead of Sterzing, Wiesen and Deutschhaus (Lichtenberg, Schlanders and Laas) the map bears the names Vipiteno, Prato and La Commenda (or Montechiaro, Silandro and Lasa) for the same localities. And these names bring memories of Italian dishes like pasta and prosciutto con melone. But, more important, these names on the map make the area look like an Italian area. That is the power of names. Naming things conveys power to the one who bestows the names! A comparison of figures 1 and 2 will show that it is indeed the same area. Imagine that from one day to another your hometown and the street on which you live would be re-baptized and receive a name in a foreign language! In 1945 South Tyrol was again assigned to Italy by the Allied forces, on the condition that it would respect the German culture and language of the area. Well, place names are part of the language and of culture, but up till now no German place names have entered any official Italian maps of South Tyrol. There is only one commercial publisher, the Italian Touring Club, which publishes atlases and maps with bilingual names for the area. It does so either because it wants to reflect the local situation that has bilingual road signs now, or because it also publishes the maps for a German-speaking clientele.

The use of names on maps is nearly as important as the use of boundaries. Naming things conveys power to the one who bestows the name. Reversely, if one is in control over something one can name it: one’s children or one’s house. Italian names show they have been bestowed by Italians, they show Italian sovereign rights. So if names are in Italian, it is an Italian region. Vice versa, if it is part of Italy, it should have Italian names. That is the reasoning, at least. It is the reasoning of nationalism, a very important force, last century, in Western Europe. As topographic mapping is considered to be some sort of sovereign right, just like taking censuses, and as topographic mapping is usually performed by the state’s civil servants, there is a tendency for minority language toponyms to be represented on the map in some transformed way, adapted to the state languages or to the raison d’etat, that is to reasons of state.

From the cultural viewpoint it should be a nation’s prerogative to preserve the cultural heritage of its population, its minority language population included. Toponyms are parts of this cultural heritage and should therefore be preserved in their minority language versions. The national authorities should also act as a go-between and allow foreign cultural communities to take cognisance of its minority language communities, toponyms included. By paying taxes the members of minority language communities share in the costs of national topographic surveys and the production of topographic maps. They should have the right therefore to see their home area represented on these maps as they know it, and not disguised in an unfamiliar onomastical cloak.

Based on this European experience a package of measures has been established that should ensure the restoration of minority toponyms: it consists of the following steps

a) Delimitation of minority language area boundaries
b) Introduction of bilingual transitional periods on the map: so after a majority names edition a bilingual edition is published which precedes a monolingual minority language edition
c) Official restoration of minority language name versions
d) Exclusive minority language rendering
e) Accompanied by the rendering of marginal information also in minority language

In Europe we have developed the feeling that recognition of their language and culture is an important contribution to the strengthening of the identity of minority language communities. The official use of their toponyms in the minority language is part of that recognition. The rendering of toponyms on maps might seem an insignificant aspect of this official recognition, but it should be stressed that these names often are the first and only representation by which the minority language community can manifest itself to outsiders. The acknowledgement of minority language toponyms on the map can be considered as an official recognition and acceptance of the minority language community.

A national state is nowadays considered responsible for the cultural heritage of all minority language communities, and minority language names also belong to this cultural heritage.

in Ferjan Ormeling, Jörn Sievers and Hans Stabe (eds.), Training Course on Toponymy, Enschede, Frankfurt and Berlin 2002.

See also 1/ 2/ 3/ 4/ 5/

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