Virtueller Anbieter, konkreter Vorteil.

south tyrol mobileMit CoopVoce, BT Italia, PosteMobile, Fastweb und einigen mehr gibt es seit 2007 auch in Italien sogenannte virtuelle Betreiber im Handybereich. Sie besitzen keine eigenen Mobilfunknetze und lehnen sich stattdessen an die etablierten Anbieter Tim, Vodafone, Wind und 3G an, deren Infrastruktur sie mieten.

Meist bieten sie auf bestimmte Zielgruppen oder Kundenprofile zugeschnittene Angebote, vom sogenannten »no frills« (was soviel wie »ohne Schnickschnack« bedeutet) bis hin zu eigenen Musikangeboten fürs Handy (bei MTV Mobile). In der Regel sind Anrufe mit anderen Kundinnen des selben Virtuellanbieters besonders günstig.

Dieses Konzept wäre geradezu dafür prädestiniert, ohne allzu großen Aufwand ein auf Südtirol maßgeschneidertes Angebot zu erstellen — mit dreisprachigem Service, funktionierendem Kundendienst vor Ort und besonders günstigen Tarifen ins benachbarte Ausland sowie ins Südtiroler Festnetz. Das Bonbon, mit Teilnehmern desselben Netzes noch billiger zu telefonieren, könnte sich in einem überschaubaren, geschlossenen Gebiet wie Südtirol zum besonderen Renner entwickeln.

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Colpo alla libertà della rete.

Per fortuna il Sudtirolo fa parte dell’Italia, che gli garantisce libertà, democrazia e rispetto dei principi dello stato di diritto. Almeno così alcuni hanno il coraggio di affermare.

L’attacco finale alla democrazia è iniziato! Berlusconi e i suoi sferrano il colpo definitivo alla libertà della rete internet per metterla sotto controllo. (11.05.09)

Ieri nel voto finale al Senato che ha approvato il cosiddetto pacchetto sicurezza (disegno di legge 733), tra gli altri provvedimenti scellerati come l’obbligo di denuncia per i medici dei pazienti che sono immigrati clandestini e la schedatura dei senza tetto, con un emendamento del senatore Gianpiero D’Alia (UDC), è stato introdotto l’articolo 50-bis,
“Repressione di attività di apologia o istigazione a delinquere compiuta a mezzo internet”.
Il testo la prossima settimana approderà alla Camera. E nel testo approdato alla Camera l’articolo è diventato il nr. 60.
Anche se il senatore Gianpiero D’Alia (UDC) non fa parte della maggioranza al Governo, questo la dice lunga sulla trasversalità del disegno liberticida della “Casta” che non vuole scollarsi dal potere.

In pratica se un qualunque cittadino che magari scrive un blog dovesse invitare a disobbedire a una legge che ritiene ingiusta, i provider dovranno bloccarlo. Questo provvedimento può obbligare i provider a oscurare un sito ovunque si trovi, anche se all’estero. Il Ministro dell’interno, in seguito a comunicazione dell’autorità  giudiziaria, può disporre con proprio decreto l’interruzione della attività del blogger, ordinando ai fornitori di connettività alla rete internet di utilizzare gli appositi strumenti di filtraggio necessari a tal fine. L’attività di filtraggio imposta dovrebbe avvenire entro il termine di 24 ore. La violazione di tale obbligo comporta una sanzione amministrativa pecuniaria da euro 50.000 a euro 250.000 per i provider e il carcere per i blogger da 1 a 5 anni per l’istigazione a delinquere e per l’apologia di reato, da 6 mesi a 5 anni per l’istigazione alla disobbedienza delle leggi di ordine pubblico o all’odio fra le classi
sociali. Immaginate come potrebbero essere ripuliti i motori di ricerca da tutti i link scomodi per la Casta con questa legge?

Si stanno dotando delle armi per bloccare in Italia Facebook, Youtube, il blog di Beppe Grillo e tutta l’informazione libera che viaggia in rete e che nel nostro Paese è ormai l’unica fonte informativa non censurata. Vi ricordo che il nostro è l’unico Paese al mondo, dove una media company, Mediaset, ha chiesto 500 milioni di risarcimento a YouTube.
Vi rendete conto? Quindi il Governo interviene per l’ennesima volta, in una materia che vede un’impresa del presidente del Consiglio in conflitto giudiziario e d’interessi.
Dopo la proposta di legge Cassinelli e l’istituzione di una commissione contro la pirateria digitale e multimediale che tra poco meno di 60 giorni dovrà presentare al Parlamento un testo di legge su questa materia, questo emendamento al “pacchetto sicurezza” di fatto rende esplicito il progetto del Governo di “normalizzare” il fenomeno che intorno ad internet sta facendo crescere un sistema di relazioni e informazioni sempre più capillari che non si riesce a dominare.

Obama ha vinto le elezioni grazie ad internet? Chi non può farlo pensa bene di censurarlo e di far diventare l’Italia come la Cina e la Birmania.
Oggi gli unici media che hanno fatto rimbalzare questa notizia sono stati Beppe Grillo dalle colonne del suo blog e la rivista specializzata Punto Informatico.

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Wider den Methodenzwang.

mit Wertschätzung den Abgewandten

Das Totschlagargument von Unabhängigkeitsgegnern und -zweiflern (wie resignierenden Befürwortern) lautet häufig: Ist nicht, geht nicht. Denn in der Tat gibt es keine juristische Grundlage, auf die man sich in dieser Angelegenheit berufen könnte. Doch ist das Grund genug zu resignieren?

Meines Erachtens gilt, was Wissenschaftstheoretiker und Philosoph Paul Feyerabend für die Forschung feststellt gerade auch für die Politik: Neues wurde immer dann erreicht, wenn Wege abseits definierter Methodiken und Vorschriften eingeschlagen wurden. Gerne auch mit einem Hauch Naivität — denn Dogmatismus kann in einem menschgemachten Bereich erst recht nicht zielführend sein, wenn er schon in der absoluten Wissenschaft versagt.

In diesem Blog habe ich schon mehrfach gezeigt, wie anderswo »Utopisches« erlangt, die Grenze des nicht Machbaren unmerklich und nonchalant verschoben werden konnte. Ohne auf müßige Präzedenzfälle wie Kosovo und Montenegro zurückzugreifen, ist Katalonien — immer wieder Katalonien — ein Meister darin, seine Souveränität happenweise zu erweitern, indem es Einschränkungen aussondiert, in Frage stellt und sukzessive überwindet, anstatt in Zweifeln zu erstarren. Anything goes.

Zwei Fallbeispiele.

① puntCAT: Ein infranationales Territorium hat noch nie ein eigenes Internet-Suffix bekommen, doch Katalonien wünschte diese Anerkennung seiner Eigenständigkeit. “Wenn wir in der ganz richtigen Wirklichkeit noch kein anerkanntes Land sind, so wollen wir dieses Ziel wenigstens in der immer wichtigeren virtuellen Welt erreichen”. Dafür gab es dazumal ganz klare Regeln der internationalen Vergabebehörde ICANN, wonach nur Länder der ISO-3166-1-Länderliste ein eigenes Suffix beantragen können.

Die Katalanen hätten sich enttäuscht zurücklehnen oder in interne Grabenkämpfe verstricken können, wenn sich die Zweifler durchgesetzt hätten. Doch für Katalonien war klar: Wir werden uns nicht a priori damit zufrieden geben, dass nicht geht, was nicht sein darf. Die private puntCAT-Stiftung wurde von öffentlicher Hand immer stärker unterstützt, in einer Sache, die aussichtslos war.

Doch einige Jahre später sollte sich zeigen, dass der Einsatz seine Wirkung nicht verfehlt hat. Über einen Umweg (.cat wurde als erste und bisher einzige Sprach- statt einer Länderdomain vergeben) konnten Widerstände ausgeschaltet, das gesteckte Ziel erreicht werden. Ein Ziel, das man mit Sicherheit nicht erreicht hätte, wenn man auf die Realisten gehört hätte. Denn realistisch hätte es .cat nie geben dürfen und bis heute nicht gegeben.

② Der Sport: Die Katalanen wollen eigenständig an internationalen Sportbewerben teilnehmen, doch internationale Sportverbände, die spanische Politik und vor allem auch das spanische Gesetz sagen unisono: Nein. Katalonien argumentiert: Auch andere infranationale Gebiete — wie Schottland, Wales, die Färöer-Inseln — sind Mitglied internationaler Sportverbände. Ein Widerspruch. Die spanische Politik, die spanische Gesetzgebung können nicht Einfluss nehmen auf überstaatliche Organisationen. Zwei Widersprüche.

Man macht sich also in mühevoller Kleinarbeit daran, zuerst in unbedeutenden, dann (gemäß öffentlicher Auffassung) immer wichtigeren Sportarten die internationale Anerkennung zu erlangen. Man spielt bei internationalen Meisterschaften, zum Teil im etwas offeneren und spanienkritischeren Südamerika mit. Und stets mit tatkräftiger Unterstützung der katalanischen Regierung. Schlussendlich zieht man vor den internationalen Sportsgerichtshof in Lausanne, der feststellen muss, was nicht mehr leugbar ist: Der Ausschluss Kataloniens von internationalen Sportverbänden fußt auf einer Reihe von Widersprüchen und kann juristisch nicht aufrecht erhalten werden.

Jetzt geht es (ganz euphemistisch) »nur noch« darum, die einzelnen Verbände von einer Mitgliedschaft zu überzeugen. Das kann in manchen Sportarten noch Jahre dauern, doch eins ist sicher: Die Katalanen werden nicht aufgeben. Eine Pioniersleistung, die auch uns vielleicht irgendwann zugute kommen wird, da wir nicht mehr werden sagen können: Ist nicht, geht nicht.

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Kommentarfunktion liberalisiert.

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Ich wünsche viel Spaß beim Kommentieren!

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Transart.

Vibrierend wie nie zuvor hat auch in diesem Jahr die Transart ihren Lauf genommen. Ausgehend von der Musik, dem Thema dieser Ausgabe, bewegt sie sich programmatisch am Limit unterschiedlicher Kunstgattungen, sondiert Kontraste und Affinitäten aus, wagt sich experimentell an den äußeren Rand des Kunstbegriffes — um dessen Um- und Neudefinition sie nicht in Verlegenheit gerät.

Die Transart bietet dabei reichlich mehr Tiefgang als die maue Manifesta, und geht direkt auf Tuchfühlung mit dem Zeitgeist. Das Organisatorenteam bedient sich dazu der Mitarbeit höchstrangiger Akteure des internationalen Kunstgeschehens genauso wie unbeschriebener, dafür aber bisweilen umso waghalsigerer Lokalmatadoren – und führt einen Dialog auf Augenhöhe mit den Rezipienten. In diesem Sinne ist die Veranstaltung dazu angetan, den Humus im Lande nachhaltig zu verändern und in Schwingung zu versetzen.

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Trentino: T9 auf Ladinisch.

Die Landesregierung des Trentino hat auf Vorschlag des Comprenjorie Ladin de Fascia einstimmig beschlossen, 28.000,- Euro in die Entwicklung eines Kurzmitteilungs-Spracherkennungssystems (sog. T9) für die ladinische Variante jenes Tales zu investieren. Damit soll der alltägliche Gebrauch der Sprache gefördert werden. 76% der Fassaner gaben in einer Umfrage an, Ladinisch bereits jetzt beim Verfassen von SMS regelmäßig zu gebrauchen.

In Zusammenhang mit dieser Initiative verlautbart Monica Sabà ta, Direktorin von Linguapax Europe, einer gemeinsamen Initiative von Unesco und Gencat, dass Sprachen, die den Sprung in neue Medien und Technologien verpassen, zum Aussterben prädestiniert sind.

Die Union Generela ist vom Trentiner Projekt begeistert und prüft die Möglichkeit, es auf alle Varianten des Ladinischen auszudehnen.

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