Alles andere als provinziell.

Der Spiegel Online würdigt in einem Bericht die Uni Bozen:

Laptop statt Lederhose

von Jan Friedmann

Die idyllische Region Südtirol in Norditalien gönnt sich in Bozen eine Edeluni für ein Luxusstudium mit Alpenblick. Bei nur 3000 Studenten kennt jeder jeden – man führt ein akademisches Leben wie vor einer Fototapete, wenn auch mit einem Nachtleben wie in Delmenhorst.

[…]

3000 Studenten verteilen sich auf eine Handvoll Fakultäten an den drei Standorten Bozen, Brixen und Bruneck, darunter rund 200 Deutsche. Die Gäste aus dem Norden schätzen das gute Studienumfeld bei vergleichsweise freundlichen Gebühren: “Ich bezahle genauso viel wie in Deutschland, bekomme dafür aber eine Top-Uni”, meint Franca Liza Brandmüller, 25. Die Nürnbergerin studiert Wirtschaft und Management, sie ist sehr froh über ihre Ortswahl.

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9 replies on “Alles andere als provinziell.”

“edeluni”, “luxusstudium”, “top-uni”

ich sage ja nicht diese beschreibungen sind hochgegriffen oder übertrieben. grössenwahnsinnig trifft es eher.

was bozen top macht würde mich interessieren.
ausser die ledersessel natürlich.

Als Erbsenzähler ist mir im Artikel von Jan Friedman natürlich sofort folgender Satz (im zweiten Teil) aufgefallen: “Die deutschsprachige Mehrheit betrieb eine Politik der Distanzierung von Rom und setzte teilweise absurde Proporz- und Sprachregeln durch.”
Wäre ganz interessant zu wissen welche absurden Proporz und Sprachregeln der Autor meint. Weiters wäre ganz interessant zu erfahren woher Journalisten die Kompetenz hernehmen um solch saloppe Behauptungen aufzustellen.
Um die Sache etwa polemisch zu kommentieren: Wenn anstelle von Österreich unsere Schutzmacht Deutschland gewesen wäre, dann hätten wir in Südtirol nie irgendwelche absurden Sprach- und Proporzregeln nötig gehabt. In den 60er Jahren hätte die dt. Bundesregierung dann wohl sehr wahrscheinlich für jeden auswanderungswilligen Südtiroler ein Kopfgeld von ca. 5000 DM bezahlt und einige interessante Jobs in den Wäldern Süddeutschlands als Holzfäller angeboten. So in etwa wurde das Minderheitenproblem der dt. Bundesregierung ja auch in Siebenbürgen gelöst. Dort leben mittlerweile noch ca. 5000 deutschsprachige – besondere Sprachregeln sind deshalb nicht mehr nötig.
Nun, Jan Friedman ist nicht die dt. Bundesregierung, aber etwas weniger neunmalkluge Aussprüche wären im Journalismus angebracht, oder wurden Teile des Artikels im “Exil” = Bar am Kornplatz bei etwas zuviel Veneziano recherchiert.
Diese Polemik hat nun zugegebenermaßen nichts mit dem eigentlichen Thema des Artikels, der Uni Bozen zu tun. Generell bin ich aber über jeden Euro, der sinnvoll in Bildung investiert wird froh.

hahahaha… der beitrag ist ja hochgradig lächerlich und unseriös :) und schliesse mich B. und niwo an, aber mir fällt noch auf:

“Lebenshaltungskosten: vergleichbar mit Deutschland”

da frag ich mich doch ob der autor jemals in deutschland ODER in bozen/südtirol war…

die lebenshaltungskosten sind in südtirol (ganz besonders in bozen) absurd hoch und in keinster weise zu rechtfertigen – ich lebe in der schweiz/liechtenstein mit sicherheit günstiger (alleine fleisch ist teurer, aber sogar die milch ist pro liter um 30 cent günstiger und von den mieten fangen wir mal gaaar nicht an zu reden, autofahren ist welten günstiger [dafür öv teurer], versicherungen sind bezahlbar). bin ab und an in baden-württemberg – und da lebt man um einiges günstiger als in der schweiz. und da behauptet tatsächlich jemand die lebenshaltungskosten wären VERGLEICHBAR ich glaube ich lach mir noch den arsch ab… und wenn ich mir so die polititschen statements lese erst recht :D

Interessant wie man bisweilen aus Piefkelandia zu berichten weiß. Die schreiben erst bevor sie denken…Dieser Autor hat sich scheinbar vorher nicht selbst informiert und vielleicht irgendwelche aus der Luft gegriffenen Geschichten von Bozner Studenten aus Deutschland zu Papier gebracht ;).

Piefkelandia… senti, senti. Crucchetti vs crucconi?

cruccetti und crucconi versteh ich jetzt nicht, tut mir leid, bin tiroler. arrivederci

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