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Zimmer, Colau und Keller am Tribunal Supremo.

Am Mittwoch dieser Woche (20. Februar) haben sich die Bürgermeisterin von Barcelona, Ada Colau (BenC), Gabi Zimmer (Die Linke) und Ska Keller (Grüne) vor dem spanischen Tribunal Supremo eingefunden, um den katalanischen politischen Gefangenen ihre Unterstützung und Solidarität zu zeigen.

v.l.n.r. Gabi Zimmer, Ada Colau, Ska Keller – Bild: Ada Colau (Twitter)

Zimmer ist Vorsitzende der Vereinten Europäischen Linken im Europaparlament, Ska Keller ebendort Ko-Vorsitzende der Grünen/EFA-Fraktion.

Die drei Politikerinnen kritisierten den laufenden Prozess unter anderem als Versagen der Politik. Es gelte in Spanien und Europa Allianzen auzfzubauen, um den Konflikt im Dialog und mit demokratischen Mitteln zu lösen. Ein Gerichtsverfahren, wie es derzeit am Madrider Höchstgericht läuft, hätte nie stattfinden dürfen.

Bürgermeisterin Colau, die demnächst als Zeugin aussagen wird, wies darauf hin, dass Gabi Zimmer und Ska Keller gemeinsam rund 100 EU-Abgeordnete repräsentieren. Beide seien extra für diesen Termin nach Madrid gereist.

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Kundgebung in Madrid floppt.

Nach nur einer Stunde war der Spuk zu Ende — die gemeinsame Veranstaltung von PP, Ciudadanos (Cs) und rechtsradikaler Vox hatte heute nur rund 45.000 auf die Straßen von Madrid gelockt. Ein Fiasko für die ganz große Kundgebung gegen die Regierung von Pedro Sánchez (PSOE), für die nationale Einheit und gegen den Dialog mit der katalanischen Regierung, deren Mitglieder Vox-Chef Santiago Abascal lieber heute als morgen hinter Gittern sehen möchte. Ein Fiasko für diejenigen, die die alljährlichen Großveranstaltungen in Katalonien im Rahmen der Diada mit Verweis auf schweigende Mehrheiten kleinreden.

Außer der Rechtskoalition, die seit kurzem in Andalusien gemeinsame Sache macht, war auch Manuel Valls zugegen. Der ehemalige französische Ministerpräsident der Parti Socialiste will im Mai für eine Plattform von Unabhängigkeitsgegnerinnen für die Nachfolge von Ada Colau als Bürgermeister von Barcelona antreten.

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Colau scrive a Juncker, Tusk e Tajani.

Poco prima che nei prossimi giorni prenda il via il processo politico nei confronti di nove imputate catalane, la sindaca di Barcelona, Ada Colau (BenC), si è rivolta al Presidente della Commissione europea, Jean-Claude Juncker, al Presidente del Consiglio europeo, Donald Tusk, e al Presidente del Parlamento europeo, Antonio Tajani, inviando loro una lettera.

Dopo aver puntualizzato di non essere una sostenitrice dell’indipendenza catalana, Colau afferma che il processo rappresenta un fallimento politico. Un’eventuale condanna approfondirebbe le divisioni e ostacolerebbe una soluzione negoziata alla questione catalana.

Ma, aggiunge la sindaca, il procedimento avrà ripercussioni anche a livello europeo — sulla stabilità politica dell’Unione e sul pieno riconoscimento dei diritti umani e delle libertà democratiche.

Ecco la versione originale in lingua inglese della missiva inviata da Ada Colau a Jean-Claude Juncker:

7 February 2019

Mr Jean-Claude Juncker
President
European Commission
Brussels

Dear President,

As Mayor of Barcelona, the capital of Catalonia, I am writing to convey my concern as well as that of the institution I represent, regarding the trial of twelve pro-independence leaders which is due to start on 12 February.

This is an anomalous situation in Europe, given the political condition of those on trial –members of parliament, ministers from the previous Catalan government and civil society leaders– and the serious crimes which they stand accused of –rebellion and sedition– carrying prison sentences of up to 74 years. Additionally, there is the case of a Spanish extreme right party could be fraudolently using the private prosecution in the trial to spread its ideology of hatred and obtain electoral gains.

Although I am not an independence supporter, nor do I share many of the decisions of the previous Catalan government, I believe that this trial is a political fiasco, placing the space for dialogue and negotiation in danger and entrusting an eminently political problem to be dealt with by the courts. Moreover, if the trial ends in guilty verdicts and sentences it will not help reassess Catalonia’s position within Spain, but it will instead serve to exacerbate division and hamper the construction of a negotiated solution.

Furthermore, I believe that the pre-trial incarceration violates the rights of the accused to prepare an effective defence, and the crimes they are accused of are completely disproportionate, as deemed by various international human rights organisations, given that they have neither instigated the Catalan people or the government to commit any violence, as some European State law courts have acknowledged. As such, we cannot ignore the fact that we are faced with a political conflict, and that the best way to address this is by strenghtening dialogue instigated recently.

I would also like to take this opportunity to present you with the Institutional Declaration which was approved by the majority of political forces of Barcelona City Council, demanding a fair and impartial trial with full guarantees, calling for the accused to be released from custody so that they can prepare their defence, and to aid the task of international observers.

Lastly, I would like to inform you that I have invited a group of members from the European Parliament to follow the trial on 20 February. This is not merely an internal affair of the Spanish State. The consequences of this trial are of interest to European institutions as a whole, and will have repercussions both on political stability –currently under threat from the new rise of xenophobic populism– and the full recognition of human rights and democratic freedoms which, for over 62 years, have been a beacon guiding the way for the construction of the European Union.

Kind regards,

(Ada Colau)

Trascrizione:

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Barcelona verurteilt spanischen König.

Kürzlich hatte das katalanische Parlament auf Initiative von CatComú Podem das Vorgehen des spanischen Königs in Zusammenhang mit dem Referendum vom 1. Oktober 2017 verurteilt. Während die sozialistische Zentralregierung von Pedro Sánchez (PSOE) — trotz negativen Gutachtens des Staatsrats — darauf beharrt, die betreffende Resolution vor dem Verfassungsgericht anzufechten, zog nun der Gemeinderat von Barcelona nach.

Auf Vorschlag der radikal linken CUP unterzeichneten 29 von 41 Gemeinderätinnen (70,7%) eine »institutionelle Erklärung«, mit der der König ebenfalls verurteilt und die Monarchie als »dekadent und antidemokratisch« bezeichnet wird. Darüberhinaus werden die Repression vom 1. Oktober und die Gleichschaltung der Generalitat verurteilt. Sowohl ERC und PDeCAT, als auch Barcelona en Comú (BenC) von Bürgermeisterin Ada Colau unterstützten die Vorlage. Ciutadans (Cs) verließ aus Protest das Plenum.

Abgelehnt wurde hingegen ein Antrag der rechten Volkspartei PP, mit dem die Unabhängigkeitserklärung vom 27. Oktober 2017 hätte verurteilt werden sollen. BComú enthielt sich, PP, PSC und Cs stimmten dafür und CUP, ERC und PDeCAT dagegen. Der stellvertretende Bürgermeister, Gerardo Pissarello BenC rief die PP auf, einen politischen Ausweg für die Wünsche der Katalaninnen zu finden.

Angenommen wurde hingegen wiederum ein Text von ERC zur Unterstützung des diplomatischen Diensts von Katalonien Diplocat.

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‘Aquarius’ auf dem Weg nach València.
Der Bürgermeister der Metropole bot Hilfe an

Nachdem der italienische Innenminister Matteo Salvini (Lega) am Wochenende entschieden hatte, dem Rettungsschiff Aquarius — mit 629 Migrantinnen an Bord, darunter 123 Minderjährige und sieben schwangere Frauen — die Nutzung italienischer Häfen zu untersagen, hat die neue spanische Regierung von Pedro Sánchez (PSOE) heute den Hafen von València zur Verfügung gestellt. Das Schiff von Ärzte ohne Grenzen und SOS Mediterranée befindet sich bereits auf dem Weg dorthin.

Vorangegangen war dem Angebot der spanischen Regierung eine entsprechende Aufforderung des Bürgermeisters von València, Joan Ribó, der der linken valencianistischen Koalition Compromís pel País Valencià (CPV) angehört. Die Vizepräsidentin der Generalitat Valenciana, Monica Oltra (ebenfalls CPV) hatte sich Ribó angeschlossen und die Unterstützung der Regionalregierung zugesichert.

Auch Bürgermeisterinnen italienischer Hafenstädte hatten sich in den letzten Stunden dazu bereit erklärt, das Rettungsschiff im offenen Dissens zur Lega-5SB-Regierung einlaufen zu lassen.

Nachtrag (1): Analog zu Ribó und Oltra hatten sich auch die Bürgermeisterin von Barcelona, Ada Colau (BenC), und der katalanische Präsident Quim Torra (JxC) um die Aufnahme der Migrantinnen beworben.

Nachtrag (2): Auch das von autonomistischen und separatistischen Kräften regierte Korsika bot an, die Insassinnen der Aquarius aufzunehmen.

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Ada Colau ospite di ‘Propaganda Live’.

La sindaca di Barcellona, Ada Colau (BenC) a Propaganda Live, ieri sera su LA7, ha parlato del caso Open Arms e del nuovo attacco della «giustizia» spagnola all’indipendentismo catalano. Presente anche Erri De Luca.

Alternativamente vedi su BBD o sul sito de LA7.

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Ada Colau boicotta il ricevimento del re.

Riproponiamo qui una dichiarazione della sindaca di Barcellona, Ada Colau (BenC), pubblicata in occasione del Mobile World Congress con sede nella capitale catalana:

Ieri [sabato 24 febbraio] ho dichiarato che non avrei partecipato al ricevimento ufficiale del Re, quello che colloquialmente si conosce come «il baciamani». Invece parteciperò alla cena e all’inaugurazione del Mobile World Congress, dove converrò col Re e altre istituzioni. Lì entreremo in contatto con rispetto fra rappresentanti di diverse istituzioni che hanno lavorato intensamente perché questa edizione del Mobile diventi un successo. Però una cosa è il rispetto istituzionale e un’altra l’adorazione. Ancor più coi tempi che corrono.

Dopo le cariche della polizia del primo ottobre (a Barcellona città ci sono state cariche in 27 scuole), il Re non ha avuto neanche un minimo gesto d’empatia verso la gente che ne ha sofferto, mentre ha fatto un discorso durissimo con cui ha avallato la linea repressiva — invece di tentare di calmare il conflitto e apportare serenità, che è ciò che in principio ci si aspetterebbe da un capo di stato.

Inoltre, negli ultimi tempi abbiamo visto come la libertà d’espressione si limita a un ritmo preoccupante. Nella cornice di questa limitazione si cerca di rendere intoccabile la figura del Re e di ottenere che qualsiasi critica sia accompagnata dalla paura.

Questa settimana un rapper è stato condannato a tre anni e mezzo di reclusione per le sue canzoni. E anche se alcuni dei suoi testi mi causano un profondo dispiacere e mi provocano avversione, trovo un’aberrazione che gli si infligga un anno [di reclusione] per ingiurie alla corona.

In una democrazia avanzata qualsiasi carica pubblica, anche il Re, deve poter essere criticata e messa in forse. A maggior ragione se non si tratta di una carica elettiva ma ereditaria. Per tutto questo, oggi e domani avrò un incontro cordiale col Re, ma non parteciperò al baciamani che, come indica la denominazione stessa, è un atto di adorazione e di vassallaggio improprio per una democrazia del XXI secolo.

Traduzione:

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Barcelona: Stadtregierung zerbricht an Artikel 155.

Nachdem die katalanischen Sozialistinnen (PSC) und ihre spanische Mutterpartei (PSOE) beschlossen hatten, der Repressionspolitik von Mariano Rajoy (PP) den Rücken zu stärken, war die Ratsmehrheit von Barcelona ins Wanken geraten. Dort regierte Ada Colau um die linke Plattform Barcelona en Comú (BenC) gemeinsam mit der PSC.

Nun hat eine einschlägige Mitgliederbefragung von BenC ergeben, dass 54% der Abstimmenden das Ende der Koalition wünschen — weshalb Bürgermeisterin Colau den Sozialistinnen nun die Zusammenarbeit aufkündigen wird. Die Befragung war ausdrücklich organisiert worden, da die Rolle der PSC in der Basis von BenC für großen Unmut gesorgt hatte.

Das Ergebnis ist auch deshalb ein starkes Signal, da BenC keineswegs eine separatistische Plattform ist. Dennoch standen ihre Mitglieder im Stadtrat während der vergangenen Wochen stets hinter der abgesetzten legitimen katalanischen Regierung, sprachen sich gegen die Fernsteuerung der Generalitat durch Madrid (gemäß Verfassungsartikel 155) aus und kritisierten die politisch motivierten Inhaftierungen mit deutlichen Worten. Ada Colau tat dies auch ganz offiziell in ihrer Rolle als Bürgermeisterin der katalanischen Hauptstadt:

Vizebürgermeister Gerardo Pisarello (BenC) ließ die Medien nun wissen, dass man sich zur Bildung einer Minderheitsregierung entschieden habe. Eine »Duldung« darf er sich dabei von PDeCAT, ERC und CUP erwarten, die Barcelona en Comú während der letzten Wochen mehrmals dazu aufgerufen hatten, die PSC fallen zu lassen.

Pisarello bedauerte in seiner Ansprache an die Presse, dass die Sozialistinnen den Weg des Dialogs verlassen hätten, um sich der Linie von PP und Ciutadans anzuschließen.

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