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Das Toleranz-Paradoxon.
Quotation 574

Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die unbeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.

Karl Popper in Die offene Gesellschaft und ihre Feinde

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Hindernisse.
Quotation 573

Verbringe die Zeit nicht mit der Suche nach einem Hindernis. Vielleicht ist keines da.

– Franz Kafka

Siehe auch: 1/ 2/

Feuilleton/ · Quote/ · · · · · Deutsch/
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Fremde (statt) Heimat.
Quotation 572

Jede Fremde ist besser[,] als eine Heimat, die einen nicht leben lässt.

Herta Müller, Literaturnobelpreisträgerin, bei den heurigen Literaturtagen Lana, zitiert von der TAZ am 5. September

Siehe auch: 1/ 2/ 3/ 4/

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Può.
Quotation 567

È accaduto, quindi può accadere di nuovo.

— Primo Levi

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Menschendrang.
Quotation 566

Erringen will der Mensch, er will nicht sicher sein.

— Johann Wolfgang Goethe (* 28.08.1749)

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Bisogna «distruggere» gli stati nazione.
Quotation 559

Perché se iniziamo con la Catalogna, dopo che succede con [gli] altri paesi? Non costruiamo, ma distruggiamo.

Traduzione:

Queste parole dell’amico Tajani (amico dell’SVP, delle cose buone fatte da Mussolini e del Sudtirolo che non crea problemi), riportate da El Español, mi hanno riportato alla mente una bellissima affermazione di Pablo Picasso che avevo letto qualche tempo fa:

Ogni atto di creazione è, prima di tutto, un atto di distruzione.

Mi sembra un concetto che calza a pennello, ché per portare a compimento il progetto creativo europeo bisogna (prima o contestualmente) «distruggere» gli stati nazione — almeno in senso lato. Quello di Tajani invece mi sembra un inutile manicheismo.

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Die Verjuristifizierung des Politischen.
Ein unterschätztes Problem?

Eines vorneweg: Ich habe nichts gegen Juristen. Sie sind ein ganz wesentlicher Bestandteil einer funktionierenden Demokratie. Dass Juristen die Judikative dominieren, liegt in der Natur der Sache. Ich erachte es jedoch als schwerwiegendes Problem, dass Juristen auch in der Legislative sowie in der Exekutive extrem überrepräsentiert sind.

Es ist mir durchaus bewusst, dass man nicht alle Juristenpolitiker über einen Kamm scheren und dass meine folgende These als Vorurteil ausgelegt werden kann. Ich bin jedoch der Meinung, dass die juristische Denkweise mit dringend notwendiger, visionärer Politik nicht wirklich kompatibel ist. Juristen sind es gewohnt, innerhalb vorbestimmter Bahnen Wege zu finden. Das haben sie über Jahre trainiert. Um jedoch eine Gesellschaft bzw. ein politisches System voranzubringen, muss man außerhalb vorgefertigter Grenzen denken. Wie oft haben wir zum Beispiel vom Juristen Karl Zeller gehört, dass eine Forderung “rechtlich nicht möglich” sei? Wenn ein Vertreter der Legislative sagt, dass eine Vision/eine Idee/eine Forderung rechtlich nicht möglich sei, zeigt das, wie sehr er im juristischen Denken verhaftet geblieben ist und somit die gestalterische Kraft der Politik negiert. Doch das ist ja gerade das Schöne an der parlamentarischen Demokratie: dass man Visionen und Ziele erarbeiten kann und dann die rechtlichen Rahmenbedingungen schafft, um diese Visionen und Ziele zu erreichen. Wenn wir immer bloß im Rahmen des “rechtlich Möglichen” verharren, ist Politik nur mehr eine verwalterische und keine gestalterische Macht mehr. Und genau das ist meines Erachtens im Moment der Fall – da muss ich jetzt gar nicht den Fall Katalonien strapazieren, wo manche auch ein politisches Problem auf juridischem Wege zu lösen versuchen.

Ein anderes Beispiel für die gängige Logik, dass das Politische zwingend juridisch bestimmt ist, war der Autonomiekonvent. Dabei konnte der Landtag für den K33 nämlich fünf Experten ernennen. Die Wahl – für den wissenschaftliche Input eines visionären Zukunftsprozesses – fiel dabei auf fünf Juristen. Kein Politikwissenschafter, kein Soziologe, kein Volkswirtschafter. Alles Juristen. Ganz so, als ob nur jene, die die Regeln interpretieren, sie auch formulieren dürfen. Im Grunde eine brandgefährliche Entwicklung.

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Tell people what they don’t want to hear.
Quotation 537

If liberty means anything at all it means the right to tell people what they do not want to hear.

— George Orwell

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