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Ladinische Ortstafeln: Sëlva.

Heute morgen ist die erste Antwort auf die Anfragenserie [siehe] zu den ladinischen Ortstafeln eingegangen, und zwar vom Ambolt von Sëlva:

Selva.

Adressschwärzung von uns.

Siehe auch:

Außendarstellung Engagement Ortsnamen | affirmative action | | | Ladinia Südtirol/o | | Deutsch

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Schere raus.

Mit diesem Beitrag wird eine neue Kategorie eröffnet, die zur aktiven Beteiligung der Blogleserinnen aufruft. In dieser ersten Folge wird eine PDF-Datei zur Herstellung von Aufklebern zur Verfügung gestellt, um übers Internet hinaus bekannter zu machen.

Anleitung in sieben Schritten:

  1. Besorgt euch bedruckbares, selbstklebendes Papier im A4-Format, erhältlich im Papier- und Bürofachhandel. Dies ist dein finanzieller Beitrag zur Kausa.
  2. Ladet euch folgende PDF-Datei herunter.
  3. Öffnet die Datei mit einer geeigneten Anwendung (z.B. Acrobat Reader oder Vorschau). Das Ganze sieht dann in etwa so aus (Verkleinerung):
    Aufkleber Vorschau.
  4. Führt einen Probedruck aus und vergewissert euch, dass der Inhalt nicht über den bedruckbaren Bereich der Klebefolie hinausreicht. Passt ggf. die Ausgabegröße etwas an.
  5. Druckt nun so viele Bögen aus, wie ihr mögt – und wie ihr euch leisten könnt.
  6. Nehmt vozugsweise ein Tapetenmesser, andernfalls eine Schere zur Hand und schneidet die einzelnen Aufkleber aus. Achtet darauf, je zweimal – unmittelbar rechts und links der Trennlinie (s. Abb.) – zu schneiden, indem ihr einen weißen Bereich rund um den fetten Rahmen des Pickerls lasst. Andernfalls ist das Ergebnis schlampig.
    Sticker Ausschnitt.
  7. Geschafft. Erfahrungsgemäß sind die Aufkleber, mit einem herkömmlichen Tintenstrahldrucker hergestellt, mittelfristig wasserbeständig. Dies könnte jedoch von der Tintenart und vom Papier abhängen.

Vielen Dank!

Achtung wichtig: ist für missbräuchliche Nutzung und Schäden nicht verantwortlich.

Engagement | | | | Südtirol/o | BBD | Deutsch

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Ladinische Ortstafeln.

Folgende Anfrage haben wir an sämtliche Bürgermeister ladinischer Gemeinden in Südtirol versandt:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

im Laufe eines Vortrags in der Brixner Kusanus-Akademie hat Herr DDr. Karl Zeller, Parlamentarier der Volkspartei und seines Zeichens immerhin Verfassungsexperte jüngst festgestellt, die ladinischen Gemeinden unseres Landes könnten – anders als alle übrigen in Südtirol – eigenständig über ihre Ortstafeln befinden, sprich deutsche und italienische Exonyme, sowie Eindeutschungen und tolomeische Erfindungen abschaffen und nur noch den ladinischen Ortsnamen führen, wie dies etwa in Graubünden großteils der Fall ist.

Das wäre nicht nur eine klare Vereinfachung angesichts dreifach beschrifteter Ortsschilder, sondern vor allem ein klares Bekenntnis zur ladinischen Kultur und Siedlungsgeschichte. Andererseits würde dies wohl endlich den Missbrauch rein tolomeischer Ortsnamen, etwa zu touristischen Zwecken, unterbinden. Da in den ladinischen Gemeinden außerdem fast ausschließlich Ladiner leben, wäre diese Entscheidung wohl kaum – wie anderswo – mit Bedenken im Sinne des friedlichen Zusammenlebens verbunden.

Wir möchten hiermit in Erfahrung bringen, ob Sie über diese rechtlichen Möglichkeiten bereits informiert waren, sowie ob und wann Sie planen, diesbezüglich tätig zu werden. Was halten Sie zudem von der Möglichkeit, diese Entscheidung nach Schweizer Vorbild in Form einer Abstimmung der Bevölkerung zu überlassen?

Mit freundlichen Grüßen

Eingehende Antworten werden veröffentlicht.

Siehe auch:

Engagement Ortsnamen Recht | Zitać | Karl Zeller | | Ladinia | | Deutsch

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Podiumsdiskussion.

Diesen Samstag, 9. September 2006 findet in der Cusanus-Akademie zu Brixen eine Podiumsdiskussion zum Thema »60 Jahre Friedensvertrag – 60 Jahre verwehrtes Selbstbestimmungsrecht« statt. Ab 14.20 Uhr sprechen auf Einladung des Südtiroler Schützenbundes folgende Tiroler Politiker:

  • Dr. Eva Klotz (Union)
  • DDr. Karl Zeller (SVP)
  • Pius Leitner (F)
  • Dr. Hans Heiss (Grüne)
  • Alois Wechselberger (MAS – F)
  • DDr. Erwin Niederwieser (SPÖ)
  • Bundesrat Dr. Helmut Kritzinger (ÖVP)

Moderation: Dr. Eberhard Daum

Infos: [SSB]

Rätselhaft ist, warum die Teilnahme auf die »deutschsprachigen Parteien« (Zitat Schützenbund) beschränkt wird. Dennoch ist die Diskussion mit Sicherheit eine Chance, die grundsätzliche Haltung der vertretenen Parteien zum Thema Selbstbestimmung unter die Lupe zu nehmen.

Geschichte Politik Selbstbestimmung Termin | | Eva Klotz Hans Heiss Karl Zeller Pius Leitner | | Südtirol/o | ÖVP Schützen SPÖ SVP Vërc | Deutsch

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Toponomastik links.

Aus den Grabenkämpfen der letzten Jahrzehnte hat die parlamentarische Linke unseres Landes (Linksdemokraten, Grüne) offensichtlich bleibenden politisch-ideologischen Schaden davongetragen. Anders lassen sich die – freundlich formuliert – phantasielosen Reaktionen auf den miserablen Durnwalder-Vorstoß in Sachen Toponomastik nicht erklären.

Anstatt sich für eine Annäherung der Sprachgruppen und eine nachhaltige Lösung starkzumachen, die genuin antifaschistisch und dennoch lange nicht revanchistisch ist, werden Ansichten bemüht, die wir so (nicht zufällig) von Alleanza Nazionale kennen: Die Beibehaltung sämtlicher Erfindungen aus dem Faschismus wird da gefordert, zum Teil sogar die Vorschrift, auch für »neue« Ortschaften zwei, drei Bezeichnungen zu ersinnen. Haarsträubend. Anstatt die Menschen zusammenzuführen, wird die Politik des Nebeneinanders perpetuiert und womöglich erneut institutionalisiert. Kulturelles Brachland.

Fürchten sich die Linken so stark vor Stimmverlusten, dass sie sich bei den rechten Demagogen tarnen? Oder ist es einfach nur zu anstrengend, einen kulturell anspruchsvollen Ansatz auszuarbeiten? Wie dem auch sei: Das ist eine Bankrotterklärung eines wie auch immer gearteten intellektuellen Führungsanspruchs der Politik — und gleichzeitig eine Misstrauensbekundung an die Adresse des Souveräns.

Nicht nur die Linken Kataloniens, die mit den unseren in Straßburg Seite an Seite sitzen, haben es geschafft, einen politisch konsequenten Weg einzuschlagen, selbst aus dem Nachbarland Trentino vernimmt man ganz andere Töne.

Siehe auch:

Faschismen Kohäsion+Inklusion Ortsnamen | | Luis Durnwalder | | Catalunya Südtirol/o Trentino | PD&Co. Vërc | Deutsch

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Grundsatzerklärung.

Über den entsprechenden Banner in der rechten Seitenleiste des Blogs gelangt man ab sofort zur »Werkstatt: Manifest!«, wo schrittweise sämtliche Prinzipien gesammelt und geordnet werden, denen sich verpflichtet fühlt, sowie die Ziele, die sie sich setzt.

Der Beitrag der Leserinnen und Teilnehmerinnen dieses Blogs in Form von Anregungen ist ausdrücklich erwünscht.

Interna Mitbestimmung | | | | Südtirol/o | BBD | Deutsch

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Fragen Sie Ihren Arzt. Nicht.

Fragen Sie besser den Landeshauptmann.

In der Schweiz: Seit jeher dreisprachige Packungsbeilagen bei Medikamenten. Mit der Gesundheit der Menschen wird nicht gespaßt.

Aspirin.

In Südtirol: Trotz einschlägiger Bestimmungen nach wie vor keine Heilung in Sicht. Dabei besteht laut Verbraucherzentrale akuter Handlungsbedarf.

Bevölkerungstabelle.
[ST=Südtirol | TI=Kanton Tessin]
Quelle: Wikipedia.

Dass es dabei nicht auf Zahlen — sondern auf Weigerung und Scheinargumente — ankommt, zeigt der direkte Bevölkerungsvergleich zwischen Südtirol und dem italienischsprachigen Teil der Schweiz. Den Pharmaunternehmen ist also die Gesundheit der Pazienten im Prinzip egal, ihre Ethik ist die des Geldes.

Das bedeutet aber auch, dass in Südtirol — im Gegensatz zur Eidgenossenschaft — Politik und Justiz in ihrer Eingriffs- und Aufsichtsfunktion versagt haben; der Vorwurf der Fahrlässigkeit muss auf diese Institutionen ausgedehnt werden.

Wann endlich wird das starke Land mit den Starken stark, um die Schwachen zu schützen?

Siehe auch:

Comparatio Gesundheit Minderheitenschutz Plurilinguismo Verbraucherinnen | Bilinguismo negato Packungsbeilagen | Luis Durnwalder | | Südtirol/o Svizra Ticino | Land Südtirol | Deutsch

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Selbstbestimmungsflagge.

In Anlehnung an andere Unabhängigkeitsbewegungen ist die Flagge entstanden, die unseren Selbstbestimmungswillen unterstreichen soll. Sie will nicht die bestehenden Symbole unseres Landes ersetzen, sondern neben ihnen Bestand haben, solange das Ziel einer vollkommenen Eigenregierung nicht erreicht ist:

independence_exp.jpg

Sie beinhaltet folgende Elemente:

  • die rotweiße Landesflagge als territoriales Symbol.
  • das blaue Dreieck, als Symbol für die Demokratie und den Rechtsstaat mit seinen Gewalten (Legislative, Judikative, Exekutive) und darauf
  • das Pentagramm, das zahlreiche Unabhängigkeitsbewegungen als Zeichen der Freiheit verwendet haben und nach wie vor verwenden. Es steht für die humanistische Zentralität des Menschen, seine Zacken geben abstrakt Kopf und Gliedmaßen wieder.

Dadurch repräsentiert diese Flagge auf ideale Weise die Gedanken, die hinter der hier vertretenen politisch-gesellschaftlichen Ausrichtung stehen. Ihre Verwendung ist positiv, d.h. sie richtet sich nicht gegen etwas, sondern steht für ein konkretes Ideal.

Zum Herunterladen, etwa für den Einbau in den eigenen Webauftritt:

Banner klein. Banner klein mit Rand. Banner klein sw.

 

Kann, muss aber nicht mit der verlinkt werden. Auch geeignet als Email-Footer oder Handylogo.

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