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Homophobie: Zanvit gegen Gennaccaro.

Der junge Gemeinderatskandidat der Liste Neue Welle Bozen, Danilo Zanvit Stecher, ruft den neuen Bozner Stadtrat Angelo Gennaccaro (Für Bozen) auf, seine Unterschrift unter dem homophoben Manifest von Generazione Famiglia LMPT zurückzuziehen — oder sein Amt zurückzulegen. Gennaccaro ist in der neuen Stadtregierung von Renzo Caramaschi für Jugend, Sport und Bürgerbeteiligung zuständig.

Zanvit Stecher, der seine Homosexualität nicht verleugnet, weist darauf hin, dass homophobe Ansichten nicht mit der Mitgliedschaft in einer Mittelinkskoalition vereinbar seien. Sollte Gennaccaro seine Unterschrift zurückziehen, sei allerdings auch klar, dass ihm ein Stadtratsessel mehr wert sei, als die eigene Wählerinnenschaft.

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Bereit für ein Friedensdenkmal?

Anlässlich der Vorstellung eines Ausstellungskatalogs für das im Keller des Bozner Siegesdenkmals befindliche Dokumentationszentrum hat sich der neue Bürgermeister der Landeshauptstadt, Renzo Caramaschi (parteilos), erdreistet, die Umbenennung des faschistischen Monuments ins Spiel zu bringen: Friedensdenkmal statt Siegesdenkmal, später vielleicht auch die Umbenennung des Siegesplatzes in Friedensplatz — die Zeiten hätten sich geändert, seit die Stimmbürgerinnen im Jahr 2002 die bereits erfolgte Namensänderung rückgängig machten.

Caramaschi stellte unverzüglich klar, dass sein Vorschlag nicht Teil des Koalitionsabkommens, sondern vielmehr eine persönliche Meinung sei.

Ob Bozen aber tatsächlich endlich so weit ist, dem »Frieden« zuzustimmen, ist weiterhin zweifelhaft. Post-, Neo- und Immernoch-Faschisten signalisierten unverzüglich ihre Ablehnung, wie etwa der angeblich geläuterte Giorgio Holzmann. Und wurden medial ernstgenommen.

Das Tagblatt A. Adige lässt heute den italienischen Kunstkritiker Vittorio Sgarbi zu Wort kommen, der noch vor fünf Jahren die italienischsprachigen Südtirolerinnen mit den Jüdinnen im Dritten Reich und den damaligen Landeshauptmann Luis Durnwalder (SVP) mit Adolf Hitler verglichen hatte. Natürlich erteilte er nun auch dem Ansinnen, dem Denkmal einen neuen Namen zu geben, eine Abfuhr.

Während der letzten Jahre wurden unter anderem das Bozner Realgymnasium, eine Meraner Schule und eine Straße in Sterzing umbenannt. Gleichzeitig ließ die Gemeinde Bozen einen neuen »faschistischen« Kultort errichten.

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Coprire i monumenti fascisti.

In un’intervista concessa al quotidiano Tageszeitung Renzo Caramaschi, neo sindaco di Bolzano, propone di far coprire, per 15 giorni, i monumenti fascisti di Bolzano. La proposta fu avanzata per la prima volta da Süd-Tiroler Freiheit, come ricorda lo stesso Caramaschi.

Al contempo, nonostante i nostalgici del fascismo abbiano ripreso a celebrare il significato originale dei monumenti, il primo cittadino del capoluogo sudtirolese si dice favorevole a mantenerli — quali simboli «di un decennio (sic) che non vorremmo rivivere».

A mio modesto parere sarebbe comprensibile coprire i monumenti se si trattasse di una strategia definitiva, che ne evitasse l’abuso e ne permettesse la visita solo a determinate condizioni — ma a coprirli per pochi giorni si rischierebbe di ottenere l’effetto contrario, finendo per fare l’ennesimo favore ai «fascisti del terzo millennio», i quali, va ricordato, hanno già lodato la riapertura al pubblico del monumento alla vittoria, incluso il percorso museale nella parte interrata.

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CasaPound feiert Battisti am Siegesdenkmal.

Trotz eines ausdrücklichen Verbots, das Bürgermeister Renzo Caramaschi (parteilos) der rechtsextremistischen Vereinigung und — zur Kenntnis — dem Polizeipräsidenten Lucio Carluccio hatte zukommen lassen, konnte CasaPound am Dienstag offenbar völlig unbehelligt drei Lorbeerkränze am Bozner Siegesdenkmal niederlegen. Dies belegen Fotos, die die Faschisten des dritten Jahrtausends im Internet veröffentlicht haben. Andrea Bonazza trug dabei einen Alpinihut.

Die Ehrung erfolgte in Gedenken an die Hinrichtung des Irredentisten Cesare Battisti am 12. Juli 1916 durch Österreich-Ungarn. Die Kränze wurden jeweils unter den Büsten von Cesare Battisti, Damiano Chiesa und Fabio Filzi platziert.

Daraufhin besichtigte die neofaschistische Delegation noch die Ausstellung im Keller des faschistischen Siegesdenkmals, um die »küntlerische Schönheit« zu bestaunen und »den tief historischen und patriotischen Inhalt« zu feiern. Anlass sei das 90jährige Jubiläum der Grundsteinlegung gewesen. Auf den von der Bewegung veröffentlichten Bildern ist zu sehen, wie die NeofaschistInnen eine offizielle Führung in Anspruch nehmen.

An den Straßenschildern der Battisti, Chiesa und Filzi gewidmeten Straßen in Bozen brachten die Extremistinnen zudem Trikoloreschleifen an.

Was unternehmen Politik und demokratische Institutionen, um das immer ungeniertere Treiben von CasaPound in unserer Landeshauptstadt einzudämmen? Und: Muss man die »Historisierung« des faschistischen Monuments möglicherweise noch einmal überdenken, um ein »bejahendes Gedenken« zu unterbinden?

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