Suomi.

Soeben von einer Reise zurückgekehrt, die mich unter anderem nach Finnland geführt hat, möchte ich kurz über die Situation der dort lebenden schwedischen Minderheit berichten, wie ich sie kennengelernt und beobachtet habe.

Rund 5,5% der Landesbevölkerung ist schwedischer Sprache, was bei einer Gesamtbevölkerung von 5,3 Millionen (Stand: 2008) etwa 291.500 Individuen entspricht (zum Vergleich: ca. 348.000 Südtirolerinnen haben sich 2001 der deutschen Sprachgruppe zugehörig erklärt). Von dieser Anzahl müsste man eigentlich die rund 28.000 Bewohnerinnen von Åland wegzählen, weil die Inseln einen eigenen, halbsouveränen Status (mit regionaler Staatsbürgerinnenschaft, spezifischen Schutzmechanismen, teilweise eigener Außenpolitik etc.) besitzen.

Finnland bezeichnet sich als zweisprachiges Land, der samischen Bevölkerung im Norden (mit nur ~1.800 Sprecherinnen) kommen noch einmal gesonderte Rechte zu. Anders als Italien hat Finnland die Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen unterzeichnet und ratifiziert.

Grundsätzlich gelten Gemeinden in Finnland als zweisprachig, wenn die kleinere Sprachgruppe mindestens 8% der Gesamtbevölkerung stellt; fällt dieser Anteil unter 6%, wird die Gemeinde einsprachig. In Abweichung von dieser Regelung darf eine Gemeinde auch dann den zweisprachigen Status aufrecht erhalten, wenn die jeweils anderssprachige Bevölkerungsgruppe unter 6% liegt. Dies bedarf der Zustimmung aus Helsinki und wurde bereits in mehreren Gemeinden erprobt.
Als vor wenigen Jahren mit Turku/Åbo die Schweden erstmals in einer größeren zweisprachigen Stadt unter die 6%-Marke zu fallen drohten, wurde der Mechanismus dahingehend erweitert, dass eine Gemeinde auch dann zweisprachig bleibt, wenn die kleinere Sprachgruppe mindestens 3.000 Mitglieder zählt, was in der 177.000-Einwohnerinnen-Stadt der Fall ist.

Selbstverständlich bedarf die Prozentlösung wie in Südtirol einer amtlichen Erhebung der Sprachzugehörigkeit, was — laut von mir befragten Finninnen — noch nie politisch beanstandet wurde. Ebensowenig war angeblich jemals ein Thema, dass diese Erhebungen im Widerspruch zu EU-Recht stehen könnten, wie dies in Südtirol immer wieder zu hören ist.

Die Zweisprachigkeit einer Gemeinde wirkt sich auf zahlreiche Bereiche aus, so auf die Schulsprache, die örtliche Amtssprache¹, den Konsumentinnenschutz oder die Ortsnamen. Letztere sind aber nur dann zweinamig, wenn in beiden Sprachen historische Bezeichnungen zur Verfügung stehen — sonst bleiben sie einnamig. Produkte, insbesondere Medikamente, sind meinen Beobachtungen zufolge im gesamten Land (also selbst in einsprachig finnischen Gemeinden) de facto immer zweisprachig beschriftet. Auch die Durchsagen an den Bahnhöfen waren selbst in einsprachig finnischen Ortschaften immer dreisprachig (auf Finnisch, Schwedisch und Englisch).

Das Schulmodell sieht — ähnlich wie in Südtirol — finnische und schwedische Schulen vor, wobei die Schülerinnen auf dem gesamten Staatsgebiet verpflichtet sind, die jeweils andere Sprache zu erlernen. Laut Informationen, die ich noch nicht hinreichend verifizieren konnte, wird der Zweitsprachunterricht in der Regel erst ab dem dritten Schuljahr eingeführt. Immersionsunterricht gibt es ausschließlich für finnischsprachige Schülerinnen in solchen Gegenden, wo sie nicht die Möglichkeit haben, breiten direkten Kontakt zur schwedischen Bevölkerung zu haben. Die Kenntnisse der »anderen einheimischen Sprache«, wie Finnisch und Schwedisch als Zweitsprache genannt werden, seien jedoch in wirklich zweisprachigen Gemeinden² im Schnitt so gut, dass man — laut einhelliger Meinung von mir befragter Finninnen — nicht heraushören könne, welches die Muttersprache ist. Dies, obschon die Unterschiede zwischen den Sprachen wesentlich größer sind, als zwischen Deutsch und Italienisch, welche beide der indogermanischen Sprachfamilie angehören.
Aufgrund des staatsweit erdrückenden Anteils an Finnischsprachigen habe die perfekte Zweisprachigkeit jedoch auch den Nachteil, dass die schwedische Sprache im Laufe der letzten Jahrzehnte zurückgegangen ist, obwohl jetzt allgemein von einer Stabilisierung gesprochen wird.

Den Finnlandschwedinnen kommen Quotenregelungen zugute, die (im Sinne der affirmative action) anders als im Falle des Südtiroler Proporzes nicht auch der finnischen Mehrheitsbevölkerung zustehen. So stehen schwedischsprachigen Studenten zum Beispiel eine Mindestanzahl an Studienplätzen zu, die Quote darf aber zu Lasten der Mehrheitsbevölkerung auch übererfüllt werden.

Siehe auch:

1) an staatliche Behörden dürfen sich Bürger immer in der eigenen Sprache wenden, das gilt auch für die Gerichte;
2) es hat sich in den Gesprächen herauskristallisiert, dass amtlich zweisprachige Gemeinden nicht automatisch als voll zweisprachig empfunden werden, weil bei zu geringer Repräsentation der kleineren Sprachgemeinschaft keine breite Möglichkeit zum direkten Sprachkontakt besteht.

Bildung Comparatio Ortsnamen Plurilinguismo Politik Recherche Scola Verbraucherinnen Vorzeigeautonomie | affirmative action CLIL/Immersion | | | Åland Finnland-Suomi | EU | Deutsch

Deutschnationalismus in Reinkultur.

Zuerst Deutscher, dann Tiroler und dann Südtiroler will der freiheitliche Jungspund Michael Demanega sein. Das versichert er zumindest in seiner heutigen Pressemitteilung zur Europaregion Tirol, und rechtfertigt damit, dass Nord-, Süd- und Osttirol (also in seinen Augen wohl »Deutschtirol«) gegebenenfalls andere Wege gehen sollen, als das Trentino. Aus dem Stoff dieses verbissenen Deutschnationalismus’ sind die Tragödien des letzten Jahrhunderts gemacht, und diese Einstellung hat nicht zuletzt das mehrsprachige Tirol der Donaumonarchie gesprengt. Wer gehofft oder gar geglaubt hatte, die Freiheitlichen hätten sich mit ihrem Vorpreschen in Richtung eines unabhängigen, aber entschieden dreisprachigen Südtirols für die Kohäsion (und nicht nur für kurzsichtigen Opportunismus) entschieden, sieht sich nach diesen Aussagen von Demanega getäuscht.

Siehe auch:

Faschismen Kohäsion+Inklusion Nationalismus Politik | | | | Nord-/Osttirol Südtirol/o Tirol | Euregio Freiheitliche | Deutsch

Pujol und Mas für die Unabhängigkeit.

Seit 2009 finden in Katalonien zumeist auf kommunaler Ebene selbstverwaltete Referenda über die Unabhängigkeit des Landes von Spanien statt. Am 10. April ist nun auch die Millionenstadt Barcelona an der Reihe — eine besondere Herausforderung für die zahlreichen Freiwilligen, die es jedoch geschafft haben, nicht weniger als 317 Wahlsprengel mit je mindestens einer Urne zu organisieren, welche homogen auf das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. In den meisten Sprengeln ist es bereits möglich, seine Stimme abzugeben. Von dieser Möglichkeit haben während der laufenden Woche sowohl der langjährige Präsident Kataloniens, Jordi Pujol, als auch sein amtierender Nachfolger Artur Mas Gebrauch gemacht. Es wird damit gerechnet, dass ihre Teilnahme zahlreiche Unentschlossene dazu bewegen wird, sich bis zum 10. April in die Abstimmungslokale zu begeben.
Jordi Pujol hatte sich während seiner Amtszeit wiederholt vehement gegen die Unabhängigkeit ausgesprochen, da »der Zeitpunkt noch nicht gekommen« sei und es gelte, eine Rolle für Katalonien innerhalb Spaniens zu finden. Jetzt verlautbarte der angesehene Präsident a. D. jedoch, ihm seien kaum noch Argumente gegen eine Loslösung von Spanien im Rahmen der EU verblieben, weshalb er überzeugt mit »ja« gestimmt habe. Dabei verfügt Katalonien über eine Autonomie, welche jene Südtirols in vielen Bereichen weit übersteigt.
Der amtierende Präsident der Generalitat machte diese Woche keine Angaben über sein Abstimmungsverhalten. Im Vorfeld hatte er jedoch mehrmals öffentlich verkündet, er wisse zwar noch nicht, ob er aufgrund seines Amtes am Referendum teilnehmen solle — falls er sich dafür entschiede, komme für ihn jedoch ausschließlich die Zustimmung zur Unabhängigkeit in Frage.

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Pensiero organico d’un «classico non letto».

Nel 2011 l’associazione bolzanina del Teatro “Cristallo” dedicherà una serie di eventi ad Alexander Langer, figlio del Sudtirolo che reinterpretò in chiave moderna la vocazione all’incontro. Per l’occasione, un fascicolo raccoglierà i ricordi di quanti – pur non avendolo conosciuto personalmente – intravvedono in lui la viva testimonianza d’una possibilità. Mi hanno chiesto di realizzare uno scritto e ho accolto volentieri l’invito: un omaggio disincantato al dimenticato politico (anche “italiano”) nell’anno del 150° compleanno d’Italia. Val.

Alexander Langer, il pensiero organico d’un “classico non letto”.

di Valentino Liberto

Sulle tavole degli italiani, imbandite per il centocinquantesimo dall’Unità d’Italia, i latticini del Sudtirolo sono una costante. Chi non ha mai gustato lo yogurt di Sterzing/Vipiteno alla frutta, dall’etichetta perfettamente bilingue e con marchio «Qualität Südtirol»? In tempi non lontani, un altro vipitenese “doc” – pur estraneo alle logiche di mercato – tentò di esportare oltre-frontiera un prodotto tipico sudtirolese altrettanto pregiato e “plurilingue”. «Da decenni mi sento impegnato nello sforzo di “spiegare il Sudtirolo”; di coinvolgere l’attenzione e l’apporto di amici democratici alla causa dell’autonomia e della convivenza nella mia terra. […] Leggo nella situazione sudtirolese una quantità di insegnamenti ed esperienze generalizzabili ben oltre un piccolo “caso” provinciale. Essere minoranza, senza per questo chiudersi in lamentele e nostalgie; coltivare le proprie peculiarità, senza per questo scegliere il “ghetto” e finire nel razzismo; sperimentare le potenzialità di una convivenza pluri-culturale e pluri-etnica; partecipare a movimenti etno-nazionali, senza assolutizzare il dato etnico; […] a volte penso che tanti aspetti del futuro europeo potrebbero essere sperimentati e verificati in corpore vili, con grande profitto. Peccato che la politica dominante vada in direzione opposta e che così pochi al di là dei nostri confini provinciali se ne accorgano»*. Quanta attualità in queste parole? Non è forse muovendosi secondo il paradigma «pensare globalmente e agire localmente», oltre nazionalismi e localismi, che potremo realizzare una maggiore coesione tra le articolazioni geografiche del costituendo calderone post-nazionale europeo? Si tratterebbe, oggi come allora, di trovare lo spazio per spiegare meglio le peculiarità sudtirolesi, di procedere nella contaminazione diplomatica dello Stato d’appartenenza, affinché comprenda e includa le sue identità plurali, i microcosmi italiani, le diverse “Italie”.

Per saltare gli steccati, ci vuole forza nelle braccia. Da giovane, Alexander Langer attraversò a nuoto un tratto del Lago di Garda. Ma non basta la poderosa energia degli arti per compiere un’impresa simile: servono testa, cuore, gambe, leggerezza ed equilibrio. Le stesse qualità che accompagnarono il ventenne Alex oltre le Colonne d’Ercole di Salorno, la frontiera del “mondo conosciuto” dai sudtirolesi. Appena giunto là fuori, in Toscana, iniziò a descrivere la discesa agli Inferi della “questione altoatesina” come la lenta e faticosa risalita all’Eden di un’Autonomia interetnica; fu abile nello spiegare il Sudtirolo padroneggiando la lingua di Dante e viceversa nel raccontare l’Italia ai “tedeschi”. Il viaggiatore leggero fisicamente “fuori” dall’Alto Adige/Südtirol, allontanatosi per poi finire “esiliato” dalla sudtirolesità stessa, non andò via perché stanco del provincialismo soffocante o intenzionato a “tradire” la terra d’origine; esplorò nuove strade da percorrere, l’ecologia, i movimenti per la pace e l’Europa, “importando” a casa quanto maturato nel corso del viaggio, quali esperienze di partecipazione, protesta e spirito critico. Eppure, il pensiero di Alex – messo da parte e sepolto sul fondo d’un mare nostrum inesplorato – provoca ad ogni ricorrenza una passiva sedimentazione di celebrazioni. Un “culto della dimenticanza” praticato in gran segreto da un manipolo di discepoli, i quali non riconoscono altro messia al di fuori di lui e redigono vangeli che mai nessuno leggerà. Alexander Langer è un “classico non letto”: neutralizzato, storicizzato e de-mitizzato, eppure mai del tutto decostruito. Si parla di lui come d’un personaggio del passato che guardava troppo in avanti, proiettato in un futuro che starà per sempre dinnanzi al nostro presente. Perciò, la letteratura langeriana – fraintesa nella sua essenza tutt’altro che utopista – viene evocata con retorica rassegnazione, quando i suoi scritti sono un programma politico organico, privo di esercizi di stile. Una politica di base, restia nel scendere a patti con la partitocrazia più spietata o con facili soluzioni populiste: impegnarsi politicamente significò per lui cambiare ed evolvere di continuo le proprie opinioni, metterle in discussione abbattendo ogni pregiudizio e barriera mentale, spaziale, temporale e non cadendo in atteggiamenti presuntuosi, nella scontata supponenza dei “migliori” (tipica a sinistra) tronfi dell’arroccamento in una torre d’avorio, né divenire vittime (o carnefici) dell’indignazione anti-politica, condita da facili moralismi e dall’eterno giustizialismo, verso cui Langer mosse più di una critica. Un esempio straordinariamente attuale di dedizione e sacrificio all’esercizio della ragione, di “autonomia dinamica” del pensiero individuale e della sua conversione in azione collettiva.

L’amico Gabriele Di Luca ha scritto: «Quanto poco ci abbiamo pensato, pur pensandoci molto, ad Alexander Langer. Abbiamo fatto di un albero, dalle radici profonde, dal fusto robusto e dalle fronde ombrose, il ramo storto della nostra umanità appassita. Un paesaggio in movimento è diventato un fotogramma immobile. Il Langer del 1981, immaginato in lotta per cogliere vittorie che noi stessi non avevamo il coraggio e la capacità di conquistare, quel Langer ci aveva lasciato (ma nel senso che ci aveva lasciato indietro) molto prima della sua triste dipartita. Abbiamo smesso di seguirlo diffidando o semplicemente ignorando i suoi sforzi nel cercare altre vie, più impervie e sfuggenti, della “sua” via (o meglio quella che noi ritenevamo fosse tale). Così l’abbiamo tradito prima di tutto non corrispondendo al suo imperativo: tradite voi stessi, non arrendetevi alla semplicità di qualche facile formula (non arrendetevi, soprattutto). Questa è la vita e la via di Langer dopo la sua morte. Cioè la nostra vita, la nostra via ancora con lui. Noi sudtirolesi, quella via, ce l’abbiamo difronte. Non resta che percorrerla». Ancora una volta, proviamo ad accogliere quest’invito.

*Alexander Langer, esattamente 25 anni fa (“Minima personalia” 01.03.1986)

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Non celebriamo l’Italia, ma le Italie.

di Alessandro Michelucci*

Molti italiani vorrebbero festeggiare il 150° anniversario dell’unità facendo tabula rasa di tutte le entità politiche e culturali non italofone che compongono lo stato italiano. La loro equazione è molto semplice: Italia = italiani = italofoni. In questo modo dimenticano che la penisola contiene popoli con storie che precedono l’unità di molti secoli. E’ necessario chiarire una volta per tutte che negando le culture non italofone presenti nella penisola:

  1. Si calpesta la Costituzione: l’articolo 6 afferma che “La Repubblica protegge con apposite norme le minoranze linguistiche”. Approvata nel 1947, la nostra fu la prima Costituzione dell’Europa post-bellica a prevedere espressamente questa tutela: è un primato del quale dovremmo essere orgogliosi.
  2. Si abbraccia lo stesso nazionalismo ottuso e intollerante che per quasi mezzo secolo ha contraddistinto la posizione del Movimento Sociale Italiano. Il partito di Almirante, infatti, dichiarava apertamente l’obiettivo di cancellare l’autonomia sudtirolese. Allo stesso modo, faceva di tutto per limitare i diritti della minoranza slovena di Trieste. In modo del tutto incoerente, però, invocava la tutela della minoranza italiana stanziata in Jugoslavia. Evidentemente i neofascisti erano mossi dall’anticomunismo e dalla slavofobia, anziché da un sincero interesse per i diritti delle minoranze. Altrimenti avrebbero capito che non si può difendere le proprie minoranze all’estero mentre si dimenticano quelle straniere che vivono in Italia.
  3. Si dimentica (o si dimostra di non conoscere) il proprio patrimonio storico. La minoranza grecanica stanziata in varie regioni meridionali è l’erede della Magna Grecia; quella albanese è arrivata nella penisola in seguito a migrazioni che risalgono alla fine del quattordicesimo secolo; in Val d’Aosta il francese è lingua ufficiale dal 1561, etc. Eppure si rivendicano poeti, scrittori e artisti vissuti nei secoli passati: Dante, Goldoni, Leopardi, Michelangelo, Petrarca…
    L’Italia non è nata come un fungo nel 1861, ma è il frutto di un lungo processo storico al quale hanno contribuito anche tanti non italofoni. Metterli da parte equivale a mutilare la propria storia.
  4. Si disprezzano delle conquiste sociali e politiche che il mondo ci invidia: pensiamo all’autonomia sudtirolese. Ogni anno Bolzano viene visitata da studiosi, giornalisti e uomini politici di tutto il mondo: dal Tibet alla Transilvania, dal Kashmir allo Sri Lanka. In questa città studiano l’autonomia locale per capire se può essere applicata ai conflitti che interessano le loro terre.
  5. Si abbraccia una posizione che contrasta con l’integrazione europea. Negli ultimi anni perfino la Francia, patria storica del centralismo e del monolinguismo, sta cambiando: nel 2008 l’Assemblea nazionale ha approvato una modifica della Costituzione riconoscendo ufficialmente le lingue minoritarie.
  6. Si discrimina secondo la logica tipica di tanti regimi autoritari o totalitari, che vedono nella varietà linguistica, anziché una ricchezza da tutelare, un nemico da abbattere.
  7. Si abbraccia una posizione che contrasta con il diritto internazionale: molti documenti dell’ONU, del Consiglio d’Europa e di altri organismo sovranazionali prevedono la tutela e la promozione delle lingue minoritarie.
  8. Si esercita una delle forme di prepotenza più odiose, quella dove il forte opprime il debole. Naturalmente non tutte le minoranze sono deboli allo stesso modo: esiste un abisso fra la situazione dei Sudtirolesi e quella die Croati molisani. Ma lo spirito è lo stesso: utilizzare la propria forza – numerica, linguistica, politica – per negare o limitare i diritti di entità culturali meno numerose. Una vera pace sociale non sarà mai possibile se la maggioranza si serve del suo peso per limitare i diritti delle minoranze.
  9. Si dimentica che in tutti i campi – dalla biologia alla flora, dalla fauna all’alimentazione – la varietà è una condizione necessaria per un corretto sviluppo. Le lingue non fanno eccezione.
  10. Si dimentica che l’Italia unita ha un senso se protegge e valorizza queste diversità, parte irrinunciabile della sua struttura, anziché cercare di annegarle in un’italianità forzata e antistorica. Altrimenti questa unità diventa una gabbia.

Naturalmente non possono esistere diritti senza doveri: le minoranze, da parte loro, devono conservare un atteggiamento leale nei confronti dello stato.

Infine, una considerazione doverosa. Coloro che vorrebbero negare i diritti delle minoranze in Italia talvolta sono anche gli stessi che col loro voto accettano un’inesistente “Padania”, mentre vorrebbero che Bolzano e Catania, tanto per fare un esempio, fossero italiane allo stesso modo. In questo caso la contraddizione è talmente ridicola che non ha bisogno di commenti.

* presidente del Centro di Documentazione sui Popoli Minacciati, Firenze

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La fête pour la fête.

Mentre s’avvicina la ricorrenza dell’unità d’Italia (17 marzo) istituzioni e organizzazioni fanno a gara per improvisare atti «una tantum» che diano una parvenza festosa a una giornata istituita per decreto governativo.

E meno l’unità è reale e sentita dalla popolazione, più si lavora su un piano simbolico completamente slegato, cercando un significante a prescindere dal fatto che il significato, quel significato che si cerca di «attivare», non esiste.

L’ultima trovata in ordine cronologico è la proposta estemporanea del CONI di suonare l’inno nazionale prima di ogni evento sportivo da oggi fino a domenica. Un festeggiamento imposto dall’alto che qui in Sudtirolo diventa una grottesca citazione colonialista.

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«Alto Adige» wines for the US.

Vor einem knappen Jahr, im April 2010, referierte Johannes Gutmann, Inhaber der Firma Sonnentor, an der Berufsschule Brixen, im Rahmen des “Tages der Meister” zum Thema “Vom Spinner zum Winner”. Der Niederösterreicher Gutmann, dessen Markenzeichen die abgewetzten Lederhosen seines Großvaters sind, vermarktet heute weltweit bäuerliche Bio-Spezialitäten unter der Marke “Sonnentor”. Von Null ist es dem Querdenker Gutmann gelungen eine Weltmarke zu kreieren. Neben einigem Glück bedarf es hierfür auch ein ausgezeichnetes Gefühl für die richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt.

Den anwesenden Südtiroler Meisterinnen und Meistern gab er zwei Ratschläge mit: Erstens in ihren Produkten Geschichten zu erzählen. Südtirol sei ein reiches Land an Traditionen und Geschichten und diese müssen mit den ausgezeichneten Produkten, die unser Land erzeuge, erzählt werden. Zweitens beschwörte er die SüdtirolerInnen die Chancen zu erkennen, die unter anderem der italienische Markt für hochwertige Produkte aus den Alpen böte.
In einem Gespräch im Anschluss seiner Ausführungen fragte ich Gutmann um eine Meinung, ob sich Südtirol in Italien unter dem Begriff “Sudtirolo” oder “Alto Adige” zu vermarkten.
Sudtirolo war seine Antwort — wie soll man denn unter einem historisch aufgezwungenen Namen auch seine Traditionen und Geschichten verpacken.

Die EOS (Export Organisation Südtirol), die für die Vermarktung der Südtiroler Betriebe zuständig ist, beschreitet in den USA wieder einmal andere Wege. Alto Adige — wines of the Italian Alps ist der Leitfaden der durch die Webseite [Link] führt. In einem Untermenü erklärt man den BesucherInnen in einem Nebensatz zwar, dass Alto Adige die älteste Weinregion des deutschen Sprachraumes ist, ansonsten vermeidet man sämtliche historisch gewachsenen Ortsnamen wie der Teufel das Weihwasser. “Today there are about 12,750 acres of vineyard planted in Alto Adige, which lie in the valleys along the Adige River between Silandro and Salorno along the Isarco River between Bolzano and Bressanone.”

Lieber als eine starke eigene Marke “South Tyrol” aufzubauen, die die Vielfalt unseres Landes betont, fährt man im Kielwasser des “stile italiano” der im Bereich der hochwertigen Lebensmittel sicherlich einige Vorteile bringt, aber eben nicht unser Land in der vollen kulturellen, sprachlichen und historischen Bandbreite darstellt. Sind dies die Geschichten, die wir mit unseren Produkten erzählen wollen?

Nicht verwunderlich, dass der Name Südtirol international so gut wie unbekannt ist. Vor etlichen Jahren wurden weltweit die 1000 bekanntesten Tourismusdestinationen ermittelt. Während Nordtirol sehr wohl dazu zählte fand man Südtirol nirgendwo. Ohne Namen existiert man eben nicht oder noch schlimmer, unter falschem Namen verleugnet man den Inhalt – eine marketingmäßige Todsünde. Eine Binsenweisheit, die noch nicht zu unseren hochbezahlten Marketingexperten der EOS vorgedrungen zu sein scheint.

Siehe auch:

Außendarstellung Landwirtschaft Ortsnamen Verbraucherinnen Wirtschaft+Finanzen | Italianizzazione | | | Südtirol/o USA | | Deutsch

Catalogna: Mozione per l’autodeterminazione.

CiU e ERC sostengono la mozione presentata da Solidaritat Catalana che «rispetta e sostiene» le consultazioni e ribadisce «il diritto all’autodeterminazione del popolo catalano» · I verdi di ICV si astengono mentre PSC, PP e Ciutadans votano contro

Il Parlament de Catalunya ha approvato oggi una mozione che esprime il pieno supporto della camera catalana ai referendum autogestiti sull’indipendenza che in centinaia di comuni si sono già celebrati. La mozione presentata da Solidaritat Catalana (SI) ha avuto il pieno supporto del partito di governo CiU e della sinistra repubblicana (ERC). Al suo primo punto difende il riconoscimento del «diritto all’autodeterminazione dei popoli come diritto irrinunciabile per il popolo catalano». Il testo afferma inoltre che il Parlament «è la sede della sovranità del popolo catalano» e sostiene il diritto della società civile «a esprimersi liberamente attraverso le consultazioni alla cittadinanza», ringraziando anche i volontari per l’impegno organizzativo. Il testo iniziale di SI conteneva un ulteriore punto, col quale il parlamento riconosceva l’indipendenza del Kosovo (mai ratificata dallo stato spagnolo), ma la formazione indipendentista l’ha ritirato in cambio del supporto di CiU.

Inoltre, il testo «rispetta e sostiene» le consultazioni sull’indipendenza che sono ancora in corso d’organizzazione, come quella di Barcellona per il prossimo 10 aprile. In questo senso il collettivo Barcelona Decideix (Barcellona Decide) aprofitterà del successo della mozione per chiedere la cessione di uno spazio della camera per installarvi un’urna durante le consultazioni indipendentiste.

Fonte: Racó Català.

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