Saluti dall’Italia.

La ministra del turismo Brambilla si esibisce in un saluto romano alla festa dei Carabinieri di Lecco.

http://www.youtube.com/watch?v=wLPcFqi6wl4

Il signore con la barba alla destra della Brambilla è il padre. Un episodio simile si è verificato nel corso di un’altra cerimonia a Varenna.

I vertici locali dell’Arma dei carabinieri non hanno voluto commentare il gesto. Le associazioni locali dell’Anpi hanno fatto un sit-in di protesta davanti alla fabbrica del ministro.

Fonte: la Repubblica.

Vedi anche:

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Eine Frage für Herrn Schedereit.

Sehr geehrter Herr Schedereit,

auf die Frage “Ist die Selbstbestimmung ein für Südtirol gangbarer Weg in die Zukunft?” antworten Sie in ff 21/09 folgendes:

Ja, aber nur unter Mitwirkung und in Übereinstimmung mit jeweils der Mehrheit von jeder der drei Sprachgruppen; oder falls ein neuer Faschismus über uns käme.

Diese Ihre Auffassung deckt sich fast zur Gänze mit jener der Plattform “Brennerbasisdemokratie”, die sich für eine Loslösung von sämtlichen Nationalstaaten und die Schaffung einer mehrsprachigen, multikulturellen “Willensnation” als EU-Region im Konsens aller Sprachgruppen einsetzt.

Meine Frage im Vorfeld der EU-Wahlen an Sie:

Ist die oben wiedergegebene Aussage eine passive Auffassung, oder werden Sie sich in irgendeiner Form auch aktiv dafür einsetzen, dass ein konstruktiver Dialog im Lande einsetzt, der schlussendlich — in Übereinstimmung mit europäischen Grundwerten — zu diesem Ziel führen kann? Welche Maßnahmen halten Sie in diesem Sinne für zielführend, um auch “Europa” für eine derartige Entwicklung zu erwärmen?

Besten Dank im Voraus für Ihre kurze Stellungnahme, über die ich sehr erfreut wäre.

Diese Anfrage wurde an Herrn Georg Schedereits Emailadresse geschickt.
Er ist EU-Kandidat der Liste Italia dei Valori.

Wichtiger Hinweis: Herrn Schedereits Antwort befindet sich unter den Kommentaren.

Faschismen Medien Politik Selbstbestimmung | | | ff | | EU |

Europa: Ascensore per i fascisti 1/3.

http://www.youtube.com/watch?v=hu3aVLKrRkU

Versione sottotitolata in italiano dell’inchiesta sui nuovi fascismi in Europa, che piazza l’Italia ai primissimi posti, con i fascisti già  tornati al potere. Contiene alcune rivelazioni davvero incredibili.

Vedi la seconda parte.

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Ein Gewissen für Ellecosta.

Toni Ebner, dessen Leitartikel zu religiösen und ethischen Themen ich immer wieder deutlich kritisiert habe, findet zum Fall Ellecosta klare Worte, denen ich mich in vollem Umfang anschließen kann:

Ab in die Mottenkiste!

Für Bürgermeister Luigi Spagnolli ist Oswald Ellecosta kein Nazi-Sympathisant. Das mag stimmen, seine Aussagen sind trotzdem unakzeptabel und aufs Schärfste zu verurteilen. Kein Politiker in Deutschland oder Österreich wäre länger als drei Tage nach so einem verbalen Ausrutscher noch im Amt.

Den Einmarsch der Nationalsozialisten am 8. September 1943 als Befreiung zu bezeichnen, ist entweder totale historische Ignoranz oder ein gefährliches Spiel mit dem Feuer. Hat der Vizebürgermeister von Bozen nicht mitbekommen, dass die Nationalsozialisten in Südtirol die Terrorherrschaft der Faschisten fortgesetzt haben, nur in einer anderen Qualität?

Hat Ellecosta nie etwas von den Judendeportationen gehört, die seine Befreier mit tatkräftige Hilfe von Südtiroler durchgezogen haben? Heute noch leben Familienangehörigen von Südtiroler Nazis in Wohnungen von Südtiroler Juden; zuerst wurden die jüdischen Nachbarn angezeigt, dann von der Gestapo angeholt, ins Konzentrationslager deportiert und dort ermordet. Und in ihre Wohnungen zogen die lieben Nachbarn ein, die gewissenlos von der menschenverachtenden Ideologie der “Befreier” profitierten.

Und hat Ellecosta auch nicht mitbekommen, wie die Nazis mit den politischen Gegnern nach dem 8. September 1943 verfahren sind? Wer es nicht geschafft hätte zu flüchten, wurde verhaftet, peinlich verhört, misshandelt und in die Konzentrationslager deportiert. Die Südtiroler Nazi-Gegner hatten nur das Glück, dass dieses Terrorregime 1945 zusammengebrochen ist und Hitlers Schergen in Südtirol zu wenig Zeit hatten, um richtig aufzuräumen.

Viel unheil haben sie trotzdem angerichtet und viel Leid verursacht. Ellecosta vergisst die vielen jungen Männer, die damals ihr Leben an der Front oder sonst wo in einem sinnlosen Krieg verloren haben. Sicher, viele sind mit Begeisterung in den Krieg gezogen; dass sie wirklich mit ebenso viel Begeisterung auf den Schlachtfelder verblutet sind, ist unwahrscheinlich.

Es ist dann auch eine Tatsache, dass die Südtiroler Nazis mit Vorliebe die Söhne der Dableiber an die Front geschickt haben, wohin diese sicher nicht wollten und wo sie unfreiwillig als Kanonenfutter für Adolf Hitler missbraucht wurden.

Und trotz all dieser furchtbaren Ereignisse, haben die Südtiroler nach dem Krieg zusammengestanden, egal ob sie auf der Seite der Nazis waren oder auf der anderen Seite.

Frieden und Eintracht mussten wieder in dieses Land einziehen. Der 8. September 1943 sollte deshalb das bleiben, was er immer war: ein historisches Datum, das die einen mit Freudentränen erlebten und die anderen mit Schmerzenstränen. Wer aber den 8. September 1943 als “Befreiungstag” ansieht, hat von der Südtiroler Geschichte nichts verstanden und gehört dorthin, wo derartige Ideen bleiben sollen: in die Mottenkiste!

Toni Ebner, Dolomiten, am 28. April 2009.

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Zweierlei Maß.

Auf einem Auge blind: Ähnlich wie die Rechten und die Schützen, die nur den Faschismus der anderen sehen, müssen sich auch die Linken im Lande den Vorwurf der Einseitigkeit gefallen lassen. Schade. Während sie den Schützenmarsch großmäulig kritisieren, sind ihnen die Willkür der Polizei und Unitalias Kranzniederlegung kein Wort wert. Auch die Alpini zeigen, wie weit es mit ihrem Demokratieverständnis her ist, wenn sie außerstande sind, sich von Seppis Provokation zu distanzieren. Er trug immerhin einen Alpinihut, als er im Beisein von Neonazis zusammen mit seinem ehemaligen Kommandanten eines Kriegsverbrechens gedachte.

Und wessen Kundgebung wird der Polizeipräsident beim nächsten Mal verbieten?

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Ellecosta untragbar.

Die letzten Tage haben gleich mehrere — Achtung Euphemismus — Ungereimtheiten in der Vergangenheitsbewältigung zutage befördert. Dazu gehören auch die Äußerungen Oswald Ellecostas, Vizebürgermeister der Stadt Bozen, der am 25. April nicht an den Feierlichkeiten zum Befreiungstag teilgenommen hat. Während dies meiner Ansicht nach noch hinnehmbar gewesen wäre, da er von anderen Amtsträgern seiner Partei vertreten wurde, sind die Beweggründe, welche er für sein Fernbleiben nennt, wahrlich skandalös. Ohne mit der Wimper zu zucken behauptet der SVP-Hardliner, für ihn habe der 25. April nichts mit Befreiung zu tun — wennschon, dann sei er 1943 von der Wehrmacht befreit worden. Mag mit dem Einmarsch der Nazis auch die kulturelle Unterdrückung der Südtiroler teilweise nachgelassen haben, hing damit jedoch die Fortsetzung von Gewalt und Diktatur, sowie der Beginn neuerlicher Verfolgungen in Südtirol zusammen. Nicht zuletzt die jüdische Gemeinde in Meran wurde noch einmal Opfer gezielter Angriffe und unglaublichen Leids, deren sich auch zahlreiche Südtiroler schuldig gemacht haben.

Die Aussage Ellecostas ist mit seinem hohen Amt in der Landeshauptstadt unvereinbar. Grüne und Linke haben sich teilweise zu einer Rücktrittsforderung durchgerungen, der sich jeder demokratisch denkende Mensch anschließen sollte. Hoffentlich protestieren auch die antifaschistischen Schützen gegen Ellecostas Ausfälle.

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