C’AA (III).

Am 25.11.2006 ist im Corriere dell’A. Adige folgender Kommentar erschienen:

La nazione “in fieri”

Negli ultimi giorni si è tornato a parlare di autodeterminazione in relazione a due proposte molto diverse. La prima proviene dagli ambienti patriottici della destra sudtirolese (politicamente rappresentata dai partiti Union für Südtirol e Freiheitlichen) e non costituisce una sostanziale novità. La seconda, apartitica e sostenuta da un gruppo di cittadini che animano una piattaforma online denominata “Brennerbasisdemokratie”, introduce invece nel dibattito un elemento di discontinuità e, a mio avviso, merita un approfondimento.

Come detto, il gruppo di lavoro per l’autodeterminazione (“Arbeitsgruppe für Selbstbestimmung”) allestito dalla destra sudtirolese non è una grande sorpresa. Per Eva Klotz e Pius Leitner, tedofori o custodi dell’inestinta brama di “libertà” del popolo sudtirolese di lingua tedesca, il futuro di questa provincia passa per un sostanziale rifiuto dell’autonomia ed è concepito come un restauro dell’appartenenza alla madrepatria austriaca, unico approdo sicuro al fine di sfuggire dalle grinfie dell’aborrito stato italiano. Per rendere la cosa un po’ più convincente e pragmatica, il documento “Südtirol – wo liegt deine Zukunft?” (Sudtirolo – quale futuro?), nel frattempo inviato in pieno stile berlusconiano ad ogni famiglia, sciorina alcuni dati di confronto tra l’Italia e l’Austria (e tra il Sudtirolo e il Tirolo del nord), giungendo alla discutibile conclusione che un “ritorno” all’Austria non sarebbe soltanto un’operazione di nostalgico restyling, ma porterebbe anche un cospicuo vantaggio economico.

Di tutt’altra natura, e molto più interessante, il contenuto della proposta autodeterministica avanzata dalla piattaforma “Brennerbasisdemokratie”. Il focus dell’analisi muove qui dalla critica rivolta alla dialettica tra una maggioranza e una minoranza intese ancora etnicamente, come blocchi contrapposti. Conseguentemente, la rivendicazione di una maggiore autodeterminazione non procede dagli interessi di un particolare gruppo (come nel caso della destra sudtirolese), ma promuove una piena integrazione e collaborazione di ogni cittadino residente in questa provincia. Per far questo si ritiene plausibile attivare un originale processo di “nation building” teso a sottolineare e a raccogliere quanto di meglio ha prodotto lo sviluppo dell’autonomia, anche e soprattutto in relazione all’emergere di una identità sudtirolese “indivisa”, concepita oltre i limiti imposti dalla vecchia logica della “nazione culturale”. Il Sudtirolo come “nazione in fieri”, dunque, immaginabile mediante la ridefinizione dei confini psicologici che ancora persistono soprattutto al suo interno.

Gabriele Di Luca
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TAZ: Der Bericht.

Wie bereits erwähnt ist in der heutigen Ausgabe der Neuen Südtiroler Tageszeitung ein Artikel über erschienen. Im Folgenden der Wortlaut des Berichtes.

Die strammen Genossen.

Die strammen Genossen

Ein Architekt aus dem Eisacktal und bekennender Sozialdemokrat will gemeinsam mit seinen Gesinnungsgenossen, die allesamt nicht aus dem rechten Lager kommen und allen drei Sprachgruppen angehören, die Selbstbestimmung in Südtirol zum Sachthema machen.

von Artur Oberhofer

Er ist Architekt im Eisacktal, perfekt zweisprachig, hat in der Schweiz studiert und einige Jahre in Spanien gelebt. Er fühlt sich als Sozialdemokrat – und ist für die Selbstbestimmung. Dieser Mann ist einer der Köpfe eines – wie er selbst erklärt – “kleinen, heterogenen Haufens von Idealisten”, die allesamt “einem eindeutig nichtrechten Milieu entspringen” und im Internet unter www.selbstbestimmung.net auftreten.

Allerdings möchten der Eisacktaler Architekt und dessen Mitstreiter vorerst nicht mit ihren Namen an die Öffentlichkeit gehen. “Es ist beeindruckend”, so erklärt der Architekt diese Zurückhaltung, “mit welchen Vorurteilen man in Südtirol noch konfrontiert wird, wenn man sich für die Selbstbestimmung einsetzt.” Das habe auch damit zu tun, dass der Selbstbestimmungsgedanke in Südtirol immer als Volkstumspolitik verstanden werde. “Links-Sein und Volkstumspolitik im herkömmlichen Sinne sind auch nicht unter einen Hut zu bringen”, so erklärt der Architekt, und er und seine Kollegen verstünden ihre Arbeit denn auch nicht als Volkstumspolitik.

Zur Zeit beschränken sich die Aktivitäten der neuen Genossen darauf, im Internet eine Plattform anzubieten. Man versteht sich als “Diskussionsgemeinschaft”, die nach Lösungen für alle in Südtirol lebenden Sprachgruppen sucht, so erklärt der Sprecher der Plattform, die sich auch “Brennerbasisdemokratie” nennt. Seine Mitstreiter seien Studenten und junge Menschen, die bereits in die Arbeitswelt integriert seien – “auch Italiener”. Die jungen Männer, darunter auch solche, die sich den Grünen nahefühlen, haben sich ein ehrgeiziges Ziel gesteckt: “Wir möchten unsere Ideen in einen breiteren Kontext stellen und die Südtiroler Nabelschau entschärfen”, erklärt der Sprecher. Selbstbestimmung müsse in Südtirol “endlich wieder ein Sachthema werden, das nicht mehr automatisch mit rechts oder braun gleichgesetzt wird”. Auch seien Links-und-Für-Selbstbestimmung-Sein kein Widerspruch, wie die Beispiele Baskenland und Katalonien bewiesen.
Der Sprecher der Diskussionsgemeinschaft verhehlt denn auch nicht, dass er und seine Kollegen sich in der Hauptsache am katalanischen Modell orientieren. “Die katalanische Entwicklung ist eine sehr interessante”, sagt der Architekt, “da sie zukunftsgewandt und inklusivistisch ist.” In Katalonien werde niemand ausgeschlossen, weder Spanier aus anderen Regionen noch ausländische Zuwanderer.

Die Stoßrichtung der Plattform: “Wir sind für die Selbstbestimmung, also dafür, dass die Südtiroler aller Sprachgruppen selbst bestimmen dürfen, wie und wo sie sich ihre Zukunft vorstellen.” Und sollte es irgendwann tatsächlich zu einer Abstimmung kommen? “Dann”, so erklärt der Sprecher der Plattform, “würden wir uns für die Unabhängigkeit einsetzen und nicht etwa für die Rückgliederung an Österreich.”
Das Ziel sei eine Lösung fernab der Nationalstaaten.

Quelle: Die Neue Südtiroler Tageszeitung Nr. 222 vom Dienstag, den 09.11.2006.

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TAZ-Leser: Willkommen!

Da in der heutigen Ausgabe der Neuen Südtiroler Tageszeitung ein Artikel über erscheint, ist zu erwarten, dass es überdurchschnittlich viele neue Leser auf unseren Internetauftritt verschlagen wird. Wir möchten diese hier bei uns willkommen heißen und sie auf ihrem Besuch begleiten:

Tageszeitung.

  • Neuen Besuchern möchten wir empfehlen, sich im Manifest und in den FAQs umzusehen, die im rechten Seitenbalken über eigene Banner verlinkt sind. Dies verschafft einen Überblick über unsere Ziele und Absichten – und womöglich werden bereits einige Ihrer ersten spontanen Fragen beantwortet.
  • Im WegZeichen, per Klick aufs Banner mit der Markierung [E5] erreichbar, finden Sie eine kleine als »Werkzeugkasten« konzipierte Artikelsammlung.
  • Auf der Hauptseite schließlich befinden sich die restlichen Artikel von Brennerbasisdemokratie. Klicken Sie jeweils auf »Kommentare« um die Stellungnahmen der Leser zu einem bestimmten Eintrag anzuzeigen. Dort können Sie auch Ihre eigene Meinung hinterlassen, wozu wir Sie ausdrücklich einladen.

Viel Spaß!

Nachtrag: Hinweis. Der Artikel ist zwar recht gelungen und gibt unsere Auffassung relativ unverfälscht wieder. Im Titel »Die strammen Genossen« erkennen wir uns aber überhaupt nicht wieder. Wir sind weder stramm, noch sind wir allesamt Genossen.

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C’AA (II).

Heute ist im Corriere dell’A. Adige, Lokalbeilage des Corriere della Sera, folgender Artikel über erschienen:

Secessione del “Sudtirolo”. Ora la chiedono a sinistra.

Bolzano – Anche loro sono per l’autodeterminazione dell’Alto Adige, ma le somiglianze con gli Schützen finiscono qui. Perché il gruppo di trentenni che ha dato vita all’iniziativa “Piattaforma per l’autodeterminazione” si sente più vicino alla sinistra che alla destra, è composta da italiani, tedeschi e mistilingue e pone tra i suoi obiettivi il miglioramento della convivenza tra i gruppi etnici. Basta dare un’occhiata al loro sito internet (www.selbstbestimmung.net) per rendersi conto che il linguaggio è piuttosto diverso da quello della destra tedesca.
Uno degli ispiratori dell’iniziativa (“non è un’associazione” spiegano), un neolaureato mistilingue di Bressanone, lo considera un punto essenziale: “Siamo persone – spiega – per lo più di sinistra. Tutti comunque pensiamo che la convivenza tra gruppi linguistici in Alto Adige debba migliorare”. Un ostacolo in questo senso, secondo il gruppo, è rappresentato dall’inserimento del Sudtirolo in uno stato nazionale: “Gli italiani – osserva – si appellano a Roma e i tedeschi a Vienna. Questo non aiuta nessuno. Sarebbe molto meglio se l’Alto Adige fosse una realtà indipendente riconosciuta dall’Ue, in grado di risolvere da sola i suoi problemi interni”. La consapevolezza di poter essere confusi con altri gruppuscoli di estrema destra non manca: “Il problema è proprio questo – spiega uno di loro -. Non possiamo permetterci di lasciare un tema così importante come l’autodeterminazione nelle mani dei nazionalisti”. S. G.

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Report.

Wer (nicht nur) heute Abend die Sendung Report auf RaiTre [Videostream] gesehen hat, weiß, warum es nicht nur wichtig ist, sich vom System Italien abzunabeln, sondern auch dafür zu sorgen, dass Ableger römischer Parteien von den Schalthebeln der Macht in diesem Lande so weit wie möglich ferngehalten werden – bis sie sich klar von ihren Mutterparteien distanzieren. Die autonome Verwaltung der öffentlichen Sache in Südtirol bewahrt uns weitgehend vor dem Sumpf der staatlichen Freunderlwirtschaft, deretwegen öffentliche Gelder auf Nimmerwiedersehen verschwinden, die öffentliche Hand zum Selbstbedienungsladen verkommt, das Allgemeinwohl ins Hintertreffen gerät. Von diesem Vorwurf ist leider keine politische Partei Italiens so richtig ausgenommen.

Ich weiß, dass ich mir mit diesem Kommentar — der einen durchaus provokativen Hintergrund hat — so einige Kritik einhandeln werde: Mit Sicherheit gibt es auch in Südtirol so manchen Skandal, auch hier sind wir nicht frei von Filz und Vetternwirtschaft. Im Gegenteil. Dennoch gibt es einen sowohl quantitativen als auch qualitativen Unterschied. Selten wird so dreist vorgegangen wie anderswo in diesem Staat, fast nie kommt es zu handfesten Gesetzesbrüchen. Und die öffentlichen Dienste funktionieren einigermaßen — obschon wir von der Normalität einer mitteleuropäischen Demokratie noch weit entfernt sind. Wir können von Glück sprechen, dass wir neun Zehntel unserer Steuergelder selbst verwalten.

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