Apotecri nia ladins?

de David Lardschneider

L trilinguism ie na seva dl Statut de Autonomia, dlongia l proporz y la scola particulera. La pruposta de Florian Mussner te cumiscion legislativa dl Cunsëi provinziel de mëter ite tla lege che i apotecri tla valedes ladines ne adrova nia l trilinguism, ma che l basta avëi l atestat de tudësch y talian, à l assessëur pona trat de reviers, ajache l ova nce ël “mel de vënter”, da coche n à liet ti media.

La pruposta univa purteda ite dal assessëur ladin, chël che ie per definizion l reprejentant di ladins y che muessa cialé de si rejons y de si dërc. La mutivazion fova chëla che l ie tan rie a abiné apotecri ladins tla valedes dla Ladinia. Tant che chësc ie vëira ne séi nia. Ma l ie la cuestion dl uef y dla gialina: tò ca na ezezion per la fé deventé lege ie fauz, dant iel da garantì la rejons y i duvieres, per i apotecri y pona nce per chëla categuries ulache l ne n’ie mo nia laite chësc dërt-duvier, pona pòssen – scencajo – nce avëi una o doi ezezions, che reste ezezions.

Che i cunselieres nia ladins, tudësc y talians, à fermà la pruposta, porta povester pro a pensé do n con’ di bujëns de na politica de denità, fata cun denità y che garantësce denità, nce ai ladins.

La Usc di Ladins, 16.05.2018

Discriminaziun Gesundheit Medien Minderheitenschutz Plurilinguismo Politik Recht Service Public Verbraucherinnen | | Florian Mussner | Usc di Ladins | Ladinia | SVP | Ladin

Dreisprachiges Erscheinungsbild.

Wie das Landespresseamt mitteilt, hat die Regierung Kompatscher auf Vorschlag von Landesrat Mussner (SVP) am 27. März beschlossen, das — etwas altbackene — Logo des Landes in dreisprachiger Fassung zu vereinheitlichen:


Bisher war das Logo vor allem von den Mussner unterstellten Abteilungen in der dreisprachigen, sonst vorwiegend in der zweisprachigen Version verwendet worden. Die nunmehrige Entscheidung sei eine symbolische Anerkennung der amtlichen Dreisprachigkeit sowie der Tatsache, dass die drei Landessprachen gefördert und gefordert würden.

Jeder Beitrag zur Gleichstellung und Sichtbarmachung sämtlicher Landessprachen ist aus -Sicht erfreulich.

Siehe auch:

Minderheitenschutz Plurilinguismo Politik | Good News | Florian Mussner | LPA | Ladinia Südtirol/o | SVP | Deutsch

Ladinität aberkannt.
Quotation 333

Sollte es so ausschauen, dass sich etwas ändert, dann werden wir, als Ladiner die für Grödnerisch und Gadertalisch da sind, auch eventuell ein Referendum [über die ladinische Schriftsprache] in die Wege leiten, um das zu bestätigen, was wir eigentlich immer gehabt haben, auf der kulturellen Seite. Die Sprache ist unsere [sic] Fundament. Aber noch ganz kurz zurück zum Referendum: Da muss ich sagen, da wäre eigentlich vorgesehen, dass alle mitmachen könnten — die Belluneser, die Trentiner und die Südtiroler Ladiner. Nein, wir sind der Meinung, dass dort nur ein Referendum eventuell für die Südtiroler Ladiner sein [sollte], weil eigentlich das richtige Ladinisch ist immer nur der [sic], der im Gadertal und im Grödental gesprochen wird.

— Landesrat Florian Mussner (SVP), für ladinische Kultur zuständig, spricht am 1. Dezember im Landtag Souramont und Fascia die Ladinität ab.

Siehe auch:

Minderheitenschutz Mitbestimmung | Zitać | Florian Mussner | | Ladinia Souramont Südtirol/o | Südtiroler Landtag SVP | Deutsch

ANPI in der Schule: Der Bock als Gärtner?

Wie die Landesregierung mitteilt, haben die drei Schulämter des Landes sowie die Schullandesräte Achammer, Mussner und Tommasini mit der Associazione Nazionale Partigiani d’Italia (dem Partisanenverband ANPI) eine Vereinbarung unterzeichnet.

Ziel ist es, das Wissen um die historischen Ereignisse im Zeitraum zwischen 1919 und 1948 und insbesondere die Geschichte des Widerstandes gegen den Faschismus und Nationalsozialismus zu verbreiten.

Landespresseamt

Nun kann man den SchülerInnen nicht genug Wissen über die verhängnisvolle Zeit der nationalsozialistischen und der faschistischen Diktaturen, ihre unvergleichlichen Verbrechen, ihre Auswirkungen auf unser Land und über den Widerstand vermitteln.

Allerdings drängt sich der Verdacht auf, dass hier der Bock zum Gärtner gemacht wird, hat sich der italienische Widerstand in Südtirol — ähnlich wie in Triest und dem »julischen Venetien« — vor allem dadurch ausgezeichnet, den Verbleib bei Italien zu unterstützen. Dabei waren ungerechtfertigte Gewaltanwendung und Zusammenarbeit mit den angeblich bekämpften Faschisten keine Ausnahme:

Auf italienischer Seite gab es auch in Bozen eine Zweigstelle des “Comitato di Liberazione Nazionale” (CLN), auf deutschsprachiger Seite den “Andreas-Hofer-Bund” (AHB). Militärische Widerstandshandlungen gab es bei beiden Gruppen praktisch nicht. […] Ende 1944 tauchte der Mailänder Sozialist Bruno De Angelis in Südtirol auf. […] Claus Gatterer meinte zu De Angelis: “Sein Auftauchen akzentuierte den Importcharakter der italienischen Widerstandsbewegung in eher negativer Weise, zumal ihm — im Gegensatz zu Longon oder auch Manci — die wesentlichen Grundelemente für das Verständnis der Lage im Lande fehlten.” So wurde der CLN Bozen unter der Leitung De Angelis zu einer nationalistischen Gruppe, die als erstes Ziel den Erhalt der Brennergrenze für Italien sah. […] Die Vertreter des CLN Mailand waren über die Kapitulationsverhandlungen unterrichtet und sich im klaren darüber, daß die Südtiroler nun eine Wiedervereinigung mit Tirol wollten. Von daher war es wichtig, wer beim Einrücken der Alliierten die Macht in Südtirol hatte. Es ging darum, sich eine gute Ausgangsposition für künftige Friedensverhandlungen zu schaffen, um die Brennergrenze zu erhalten. Bruno De Angelis wurde daher nach Bozen geschickt, um die Machtübernahme des “Nationalen Befreiungskomitees” und damit Italiens in Südtirol durchzuführen. Er ging dabei äußerst rücksichtslos vor und scheute auch nicht vor unnötiger Gewaltanwendung zurück. […] Im allgemeinen Befehlsdurcheinander gelang es De Angelis schließlich, mit Hilfe der wenigen Bozner CLN-Mitglieder die Regierungsgewalt in Südtirol von den deutschen Befehlshabern übertragen zu bekommen. So wurden noch vor dem Einmarsch der Amerikaner vollendete Tatsachen geschaffen. […] Am 3. Mai 1945 übernahm der CLN endgültig die Verwaltung des Landes bis zum Brenner. Am gleichen Tag hißten Carabinieri dort die italienische Fahne. Italien hatte wieder die Regierungsgewalt in Südtirol übernommen; in Bozen war eine Regierung im Amt, die ihre Tätigkeit im Namen Italiens ausübte und dann von den Amerikanern in diesem Amt bestätigt wurde. Die […] zunehmend antideutsche Einstellung des CLN machte sich dann besonders im administrativen Bereich sofort bemerkbar. Das Bozner Unterland, Cortina d’Ampezzo und Buchenstein wurden von der Provinz Bozen abgetrennt und der Provinz Trient bzw. Belluno angegliedert. In vielen Gemeinden wurden ehemals faschistische Funktionäre wieder als Bürgermeister eingesetzt, und auch in der Bürokratie fand eine allgemeine Re-Italianisierung bzw. Re-Faschistisierung statt. Es kam zu einer direkten Fortsetzung der ehemals faschistischen Politik.

— aus Steininger, Rolf: Südtirol im 20. Jahrhundert, S. 205ff.

Auch der Politologe Günther Pallaver schreibt (in der Tageszeitung vom 02.09.2011):

Die italienische Resistenza (das nach der Ermordung Manlio Longons von Bruno De Angeli geleitete CLN) war von Nationalisten und Faschisten unterwandert. Ihr primäres politisches Ziel war die Aufrechterhaltung der Brennergrenze.

Der italienischsprachige Südtiroler Historiker Andrea Di Michele berichtet in einem Aufsatz von der Eingliederung der stramm nationalistischen Bewegung Giovane Italia sowie ehemaliger Faschisten ins Bozner »Befreiungskomitee«:

È con De Angelis che avvenne l’inquadramento nel CLN dei resistenti nazionalisti della «Giovane Italia», nonché l’infiltrazione nelle formazioni partigiane di ex fascisti desiderosi di ricrearsi una verginità  politica. Ciò si inseriva nello sforzo di dare forza numerica ad un’organizzazione militare che, secondo le stesse dichiarazioni di De Angelis, doveva porsi come obiettivo principale quello di assumere i poteri al momento dell’ormai prossima resa tedesca. […] Il fatto di riuscire ad assumere formalmente il governo della provincia in nome delle autorità  italiane al momento della resa tedesca, veniva visto come decisivo per garantire il mantenimento dell’Alto Adige in mani italiane. L’interesse di De Angelis non era solo di tipo nazionale, ma anche di carattere economico: i suoi strettissimi legami con il mondo industriale lombardo lo portavano a rappresentare gli interessi di quelle forze economiche fortemente interessate all’«oro bianco» (l’energia elettrica) prodotta [sic] in Alto Adige.

Zweifel an der jetzt abgeschlossenen Vereinbarung zwischen Land und Partisanenverband — respektive am vorgeblichen Ziel, »insbesondere die Geschichte des Widerstandes gegen den Faschismus und Nationalsozialismus zu verbreiten« — kommen außerdem auf, wenn an anderer Stelle in der Pressemitteilung des Landes davon die Rede ist, dass

der Geschichte des Durchgangslagers in Bozen-Gries, der Zeit des “Alpenvorlandes” und den Formen des Widerstands in der Bevölkerung besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden soll.

Sowohl das Durchgangslager als auch die Operationszone Alpenvorland fallen in die Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft. Im Grunde nicht schlimm, sondern geradezu großartig, wenn die SchülerInnen tatsächlich objektiv über die damaligen Verbrechen der Nazis, die weitverbreitete Kollaboration in Südtirol und den Widerstand aufgeklärt werden.

Die Geschichte des italienischen Partisanentums in Südtirol bewirkt jedoch, im Zusammenspiel mit der Tatsache, dass die »besondere Aufmerksamkeit« nur auf der einen Seite liegen soll, während die 20 Jahre Faschismus offenbar vernachlässigt werden, zumindest einen merkwürdigen Beigeschmack.

Das Protokoll sieht außerdem Initiativen vor, die sich mit dem Widerstand und dem Freiheitskampf befassen; hierbei sind Projekte zur Wiederentdeckung der Gedenkstätten und zur Verankerung der grundlegenden Werte der italienischen Verfassung geplant.

— Landespresseamt

Auch dies scheint keineswegs unproblematisch zu sein. Der CLN hatte dazumal mit dazu beigetragen, dass die BürgerInnen nach langen Jahren der Diktatur nicht über die staatliche Zugehörigkeit Südtirols befinden durften. Und die italienische Verfassung verhindert kraft ihrer »grundlegenden Werte« bis heute — und wenn möglich sogar in alle Ewigkeit — dass ein derartiger Entscheid jemals möglich wird.

Nur konsequent ist dann auch, dass das Projekt »zudem einen kontinuierlichen Austausch mit dem gesamtstaatlichen Institut Centro Turistico Studentesco CTS« vorsieht. Die alten Ziele der Partisanen, Südtirol im Sinne eines Verfassungspatriotismus in die italienische Nation zu integrieren, scheinen nach wie vor aktuell zu sein. Und die Landesregierung spielt willig mit.

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Flüchtlingskrise und Rechtsextremismus in Südtirol.

Seit Monaten flüchten Menschen aus den Krisenregionen im Nahen Osten nach Europa und auch zu uns nach Südtirol, wo man versucht, die — im Vergleich zu benachbarten Regionen in Österreich und Deutschland relativ wenigen — Geflüchteten im Land zu verteilen. Die damit zusammenhängende Verunsicherung mancher Südtirolerinnen versuchen nun rechtsextremistische Parteien und Bewegungen immer dreister für sich zu nutzen, um hierzulande Fuß zu fassen.

  • Schon mehrere Wochen ist es her, dass die neofaschistische CasaPound an Flüchtlingsunterkünften in Südtirol (zum Beispiel in CasaPound fora!Pfitsch) Banner und Plakate mit fremdenfeindlichen Parolen anbrachten;
  • Die prekäre Situation am Bozner Boden, wo die Geflüchteten mit illegaler Prostitution und einer gewissen Vernachlässigung des Quartiers durch die Gemeindeverwaltung zusammentreffen, versuchen die Neofaschistinnen nun schon seit geraumer Zeit für sich auszuschlachten, indem sie sich als Garantinnen für Recht und Ordnung gerieren. Ihre menschenfeindlichen Ansichten wurden kürzlich durch ein Fest konterkariert, an dem auch die Geflüchteten beteiligt waren;
  • Diese Woche führte der »Veneto Fronte Skinhead« auch in Bozen, wie in Städten Oberitaliens, eine Einschüchterungsaktion durch, bei der vor dem Sitz verschiedener Hilfsorganisationen (Volontarius, Caritas…) die Silhouetten toter »Italiener« deponiert und Flugblätter bedrohlichen Inhalts hinterlegt wurden;
  • Die vom Land organisierte Informationsveranstaltung zum Flüchtlingsthema in Urtijëi missbrauchte (unter dem Beifall zahlreicher Anwesender) der Bozner CasaPound-Chef Andrea Bonazza für eine Show in eigener Sache. Ein Video, das im Netz kursiert, zeigt, wie unbeholfen und tatenlos die Verantwortlichen, einschließlich Soziallandesrätin Martha Stocker und ihr Kollege Florian Mussner, auf diese dreiste Provokation reagierten. Auch im Nachhinein war vonseiten des Landes keine Verurteilung des Vorfalls zu vernehmen.


Gerichte, Politik, Medien und Zivilgesellschaft scheinen zu versagen, wenn es darum geht, den menschenfeindlichen Extremisten Einhalt zu gebieten. Erst kürzlich wurde ein Wiederbetätigungsverfahren gegen Bonazza, der Kontakte zur »Goldenen Morgenröte« pflegt, eingestellt, obwohl er sich in einem Radio-Interview offen als Hitler- und Mussolinifan geoutet hatte. Unbehelligt blieben er und seine schwarzbraunen Kameraden auch in Zusammenhang mit den Vorfällen rund um den Auftritt von Matteo Salvini in Bozen.

Siehe auch:

Faschismen Migraziun Mitbestimmung Racism Recht Solidarieté Soziales | | Andrea Bonazza Florian Mussner Martha Stocker Matteo Salvini | | Südtirol/o | CPI Lega SVP | Deutsch

Aus fürs Pässeblasen?

Temposünder sind in Südtirol bislang eine besonders geschützte Spezies:

  • Die italienische Straßenverkehrsordnung verbietet es seit Jahren auch in Südtirol, Geschwindigkeitskontrollen ohne Vorwarnung (Kennzeichnung mit einem Schild) durchzuführen.
  • Staatliche Verordnungen erschweren zudem die Installation fester Radarmesstationen, die nur mit Zustimmung des Präfekten und nur auf besonders gefährdeten Strecken aufgestellt werden dürfen.
  • Auch Ex-Landeshauptmann Luis Durnwalder hatte sich noch durch seine Aversion gegen Geschwindigkeitskontrollen hervorgetan.
  • Zu allem Überfluss wurden Unfallzahlen vom zuständigen Landesrat systematisch schöngeredet.

Diese Voraussetzungen machen unser Land — im Zusammenspiel mit der Attraktivität bestimmter Bergstrecken — zu einem internationalen Raserparadies. In einschlägigen Internetforen wird das sogenannte Pässeblasen besungen und auf die äußerst »kundenfreundlichen« Geschwindigkeitskontrollen hingewiesen.

Die neue Landesregierung und der alte Landesrat Florian Mussner scheinen der Raserei nun auch aufgrund schlechter Unfallstatistiken endlich doch einen Riegel vorschieben zu wollen. Dazu soll vorerst ein »Pilotprojekt« an der Mendelstraße gestartet und dann möglicherweise auch auf andere besonders gefährdete Strecken ausgeweitet werden. Dass es dafür auch Ausnahmen von der absurden Vorwarnungspflicht für Radarmessungen geben wird, scheint allerdings unwahrscheinlich. In jedem Fall ist — die Landesautonomie lässt wieder einmal grüßen — die Zustimmung des Präfekten erforderlich.

Schritte, endlich die hohen Opferzahlen auf Südtirols Straßen zu senken, sind aber mit Sicherheit zu begrüßen.

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Souramont tla Euregio.

Souramont. Der Dreierlandtag hat der Euregio Tirol keine Hymne gegeben, er hat etwas viel Wichtigeres gemacht: Einstimmig wurde auf Antrag von Florian Mussner (SVP) beschlossen, die ladinischen Gemeinden von Souramont in die Euregio einzubinden. Vor sieben Jahren hatten sich die Bürgerinnen der drei Gemeinden in einer gemeinsamen Volksabstimmung für einen Wechsel von der Region Venetien zum Land Südtirol ausgesprochen. Nun wurde zumindest eine konkrete — wenngleich schwache — Form der institutionellen Zusammenarbeit gefunden: Souramont wird einen gemeinsamen Vertreter namhaft machen, der fortan an den Beratungen des Dreierlandtags als Beobachter teilnehmen soll.

Anpezo, Col und Fodom sind gemeinsam mit den ladinischen Gemeinden in Südtirol und Trentino auch Teil der Lia di Comuns Ladins.

Siehe auch:

Mitbestimmung Politik | Good News | Florian Mussner | | Ladinia Souramont Südtirol/o Trentino Venetien-Vèneto | Euregio SVP | Deutsch

Souramont: Landesregierung für Angliederung.

Bei einem Treffen zwischen Luis Durnwalder, Landesrat Florian Mussner (beide SVP) und Vertreterinnen der ladinischen Gemeinden Anpezo, Col und Fodom (derzeit Region Venetien) bekräftigte der Landeshauptmann seine positive Einstellung zu deren Angliederung an Südtirol. Dies geht aus einer Mitteilung des Landespresseamtes hervor. Die ehemals zu Tirol gehörigen Ortschaften wurden während der faschistischen Herrschaft von Südtirol abgetrennt und der Provinz Belluno zugeschlagen. Nachdem die Bürgerinnen schon 2007 mittels Referendum ihren Willen zur Rückgliederung geäußert hatten, sprach sich vor wenigen Wochen endlich auch die Region Venetien für die Behandlung der Angelegenheit durch das römische Parlament aus.

Mindestens zwei Maßnahmen könnten von Südtirol aus schon jetzt in die Wege geleitet werden:

  • Von offizieller Seite: Die Schaffung einer Comunité Comprensoriala Ladina, wie sie schon lange gefordert wird und in die man die drei neuen Gemeinden zum Zeitpunkt ihres Übergangs eingliedern könnte. In der Zwischenzeit bestünde die Möglichkeit, sie mit Beobachterstatus zu den Sitzungen der Körperschaft einzuladen.
  • Vonseiten Südtiroler Parteien: Der Aufbau eigener Strukturen vor Ort und die Teilnahme an den dortigen Gemeindewahlen, damit die Bürgerinnen ihren politischen Willen, zu Südtirol zu gehören, auch bei Wahlen kundtun und erneuern können.
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