Uluru: Gesperrter Symbolberg.
Klare Grenzen für den Tourismus, Respekt für Ureinwohnerinnen

Mitte der 1990er Jahre wurde der Ayers-Rock- zum Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark. Dem weltbekannten Inselberg und einer nahegelegenen Gebirgsgruppe gab man so auch amtlich die historisch gewachsenen Bezeichnungen der Ureinwohnerinnen zurück.

Ausschnitt: Google Maps. Zum Vergrößern anklicken.

Seit letzem Freitag um 16.00 Uhr (Ortszeit) ist der Uluru nun auf Wunsch der dort beheimateten Anangu zudem endgültig gesperrt. Ihn zu besteigen, ist fortan bei Androhung hoher Geldstrafen verboten. Sowohl spirituelle und kulturelle Gründe hatten die Ureinwohnerinnen in ihrem langjährigen Einsatz für die Schließung angeführt, als auch Sicherheits- und Umweltaspekte.

Es ist eine der bekanntesten und wichtigsten Naturattraktionen des Landes, wenn nicht gar die wichtigste, die Australien mit diesem beachtlichen Schritt einem ausufernden Tourismus entzieht, um sie den Ureinwohnerinnen und der Natur zurückzugeben. Zwar wird die beliebte Umrundung des Berges weiterhin möglich sein, der Weg hinauf und die zahlreichen Aufstiegshilfen (Brüstungen, Handläufe etc.) sollen jedoch weitestgehend abgetragen werden.

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Rosmini: Die »ahnungslose« Uni.

Prof. Stefania Baroncelli, von Rektor Paolo Lugli ernannte Prorektorin für Bildungsbelange an der Uni Bozen, hätte heute um 9.30 Uhr den Vortrag »Europa der Regionen: eine Vorstellung von Europa, die noch aktuell ist?« halten sollen. Ich weiß nicht, ob es dazu kam.

Ganz so ahnungslos, wie sie sich laut Salto bezüglich dem organisierenden Rosmini-Institut und den Tagungsteilnehmerinnen gibt, dürfte die Akademikerin jedoch nicht sein. Erstens, weil das Programm keineswegs »bis heute neutral war«, wie sie sagt. Die geplante Anwesenheit des russischen Neofaschisten Alexander Dugin war schon länger bekannt. Und zweitens, weil Frau Baroncelli nicht zum ersten Mal mit dem dubiosen Verein kooperiert.

Auf ihrem vier Seiten umfassenden, öffentlich im Netz abrufbaren Curriculum findet das Institut fünfmal Erwähnung. Hier die entsprechenden Auszüge:

  • Responsibilities for organizing conferences and seminars in the last 13 years:
    • 47° International Conference of the International Institute of European Studies “A. Rosmini”, Bolzano. Title “Europa: Costituzione o Trattato per suo fondamento? Sul Trattato di Lisbona e i suoi sviluppi” (together with prof. Marcello Fracanzani)
  • Selected publications:
    • Books – Edited:
      • Fracanzani MM, Baroncelli S (a cura di) (2017). Le Università: fra autonomia, formazione e informazione. INSTITUT INTERNATIONAL D’ÉTUDES EUROPÉENNES ANTONIO ROSMINI, NAPOLI:Edizioni Scientifiche Italiane, ISBN: 978-88-495-3416-0
      • Fracanzani – Baroncelli (2015), L’Ethos dell’Europa, Institut International d’Etudes Européennes Antonio Rosmini, Edizioni Scientifiche Italiane, Napoli
      • Baroncelli S, Fracanzani M (a cura di) (2012). Quale lingua per l’Europa? Welche Sprache für Europa?Institut International D’Etudes Européennes Rosmini. p. 1- 138, NAPOLI:Edizioni Scientifiche Italiane, ISBN: 978-88-495-2434-5
    • Book Chapters:
      • Baroncelli S (2012). Quale multilinguismo per l’Unione europea? Il principio di parità della lingua nell’ordinamento giuridico europeo . In: (a cura di): Fracanzani M, Baroncelli S, Quale lingua per l’Europa? Welche Sprache für Europa?Institut International D’Etudes Européennes Rosmini. p. 81-106, NAPOLI:Edizioni Scientifiche Italiane, ISBN: 978-88-495-2434-5

Da kann einer rührigen Uniprofessorin doch nicht entgangen sein, mit wem sie es zu tun hatte? Wenn doch, wäre das natürlich kein so gutes Zeugnis.

Der ehemalige Dozent der Uni Bozen Marcello Maria Fracanzani, dessen Name in Baroncellis Curriculum 18 Mal (worunter die fünf oben wiedergegebenen Punkte) gefunden wird, ist übrigens offizielles Mitglied des Rosmini-Instituts.

Nachtrag: Es gibt auch ein Buch mit dem Titel »Quale religione per l’Europa?«, herausgegeben von Marcello M. Fracanzani und Stefania Baroncelli fürs Rosmini-Institut im Verlag Edizioni Scientifiche Italiane, Neapel (2014).

Die Autoren:

  • Franco Cardini: Historiker, Gast der Rosmini-Tagung von 2013, ehemaliges Mitglied der rechtsradikalen MSI und Jeune Europe.
  • Danilo Castellano: Mitglied des Rosmini-Instituts. Die italienische Verfassung sieht er als von einem teuflischen Prinzip (dem freien Willen) inspiriert, an dessen Wurzel nicht die Gerechtigkeit, sondern die Anarchie stehe. Die Säkularisierung habe die Menschenrechte an die Stelle der göttlichen Rechte gestellt.
  • János Frivaldszky: Gast der Rosmini-Tagung von 2013. In seinem Buchkapitel bezeichnet er das Recht auf Abtreibung, die gleichgeschlechtliche Ehe und die Sterbehilfe im Gegensatz zu den »naturrechtlichen« Menschenrechten als »unmenschliche« Rechte (S. 57).
  • Umberto Galeazzi: Gast der Rosmini-Tagung von 2013.
  • Jerzy Ochmann: Mitglied des Rosmini-Instituts.
  • Christophe Réveillard: Mitglied des Rosmini-Instituts, vorbestraft für das Attentat auf ein Kino.
  • Andrea Sandri
  • don Michele Tomasi: damaliger Generalvikar der Diözese Bozen-Brixen, inzwischen Bischof von Treviso. Gast der Rosmini-Tagung von 2013 in Vertretung von Bischof Ivo Muser.
  • Giovanni Turco
  • José Luis Widow Lira: Gast der Rosmini-Tagung von 2013 und 2014.

Der Titel dieser Publikation, die im Curriculum von Prof. Baroncelli nicht genannt wird, ist gleichlautend mit dem Titel der Tagung von 2013 des Rosmini-Instituts.

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‘Rosmini-Institut’ tagt wieder in Bozen.
3.-5. Oktober // Erneut dubiose Persönlichkeiten erwartet

Das ominöse Rosmini-Institut, über das ich vor rund einem Jahr zum ersten Mal berichtet hatte, wird auch heuer wieder (und somit zum 58. Mal) eine Tagung in Bozen abhalten. Wie schon festgestellt, handelt es sich hier um einen Verein, der ein vormodernes und anti-aufklärerisches Weltbild verficht, wobei auffallende Parallelen zu und Überschneidungen mit Opus Dei und Franquismus bestehen.

Unter dem etwas kryptischen Titel »Die Idee Europas in nicht-vorherrschenden politischen Kulturen: Vorschläge, Projekte, Probleme« werden auch diesmal wieder Rechtsradikale und andere mehr oder minder dubiose Persönlichkeiten in der Landeshauptstadt zusammentreffen, ihr internationales Netzwerk pflegen und Gedanken austauschen.

Interessant ist dabei, dass die Tagung in Zusammenarbeit mit der Uni Bozen, mit freundlicher Unterstützung von Region Trentino-Südtirol und Sparkassenstiftung sowie unter der Schirmherrschaft von Region, Land Südtirol und Stadt Bozen stattfindet.

Unter den Teilnehmerinnen (Referentinnen, Diskutantinnen…) befinden sich diesmal unter anderem:

  • Prof. Jacek Bartyzel, vom polnischen Internetportal oko.press als »Antisemit, Ultrakatholik und Spezialist für nationalistischen Monarchismus« definitert.
  • Prof. Dino Castellano. Die italienische Verfassung bezeichnet er aus naturrechtlicher Perspektive als von einem teuflischen Prinzip (dem freien Willen) inspiriert, an dessen Wurzel nicht die Gerechtigkeit, sondern die Anarchie stehe. Die Säkularisierung habe die Menschenrechte an die Stelle der göttlichen Rechte gestellt. Seit 1993 ist er Direktor der Zeitschrift Instaurare Omnia in Christo, die 1972 von Gegnern des Scheidungsrechts gegründet wurde.
  • Alexand(e)r Dug(u)in, russischer Neofaschist und — laut Wikipedia — unter anderem »Ideengeber einer intellektualisierten extremen bzw. Neuen Rechten in Russland«.
  • Prof. Christophe Réveillard, französischer Historiker und Dozent. Wurde 1990 für das Attentat auf ein Pariser Kino (mehrere teils schwer Verletzte) zu einer Geldstrafe und drei Jahren Freiheitsentzug auf Bewährung verurteilt. Mit zwei weiteren »katholischen Integralisten« (Le Monde vom 5. April 1990) wollte er die Vorführung des Films »Die letzte Versuchung Christi« verhindern.
  • Prof. Miguel Ayuso Torres (Madrid 1961), spanischer Jurist und Philosoph. Er gilt als letzter Schüler von Eugenio Vegas Latapié, dem Mitbegründer der reaktionären, elitistischen, antisemitischen und rechtsradikalen Acción Española.
  • Prof. Franco Tamassia, Dozent an der Università degli studi di Cassino e del Lazio Meridionale. Er gehörte dem MSI-nahen Istituto di studi corporativi an. Für die faschistische MSI hat er 1979 zum italienischen Abgeordnetenhaus kandidiert.

Daneben wird auch Prof. Stefania Baroncelli von der Uni Bozen mit einem Referat vertreten sein. Die offizielle Begrüßung soll kein Geringerer als Rektor Prof. Paolo Lugli halten.

Wissen die Verantwortlichen, mit wem und was sie sich da gemein machen? Gibt es an der Uni eventuell gar engagierte Studierende und Lehrende, die sich gegen derartige Veranstaltungen auflehnen?

Siehe auch:

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Bevilacqua e l’Italia pura.
Quotation 558

Eppure, mentre i secessionismi infuriano ovunque, costituiscono la dinamica che sta lacerando da tempo tante nazioni e territori in Europa e nel mondo, l’Italia – che ha conosciuto la subalternità allo straniero dovuta alla divisione interna e dovrebbe possedere buoni anticorpi – gode di condizioni storiche vantaggiose: non ha al suo interno enclaves religiose o etniche. Non a caso Bossi aveva cercato di inventarsene una «celtica». Dunque solo l’egoismo regionale, aizzato da un gruppo estremista e cinico che ha fatto le proprie fortune personali su rivendicazioni autonomistiche e campagne di odio, mette in pericolo l’unità della Repubblica. Quell’unità necessaria anche per non stare in Europa in ordine sparso.

Questo scrive lo scrittore e «storico» Piero Bevilacqua in un commento pubblicato sul Manifesto del 12 luglio. L’Italia è davvero un paese al contrario: Ignorare, negare le enclaves religiose (ebraica, valdese… per non citare quelle di più recente arrivo) ed etniche (slovena, sarda, francoprovenzale…) e definire questa supposta purezza «condizioni storiche vantaggiose»? Agitare, pur indirettamente, lo spettro della «subalternità allo straniero» (sic)? Sproloquiare sull’autogoverno come sinonimo di egoismo e basta? Fraintendere l’Europa come un progetto, un posto in cui la nazione debba per forza rimanere unita (onde salvaguardare, probabilmente, gli interessi nazionali)?

In Italia, su un quotidiano di sinistra, si può. Senza problemi.

Vedi anche:

Föderal+Regional Medien Nationalismus Religiun Selbstbestimmung | Medienkritik Zitać | | il manifesto | Italy | Lega | Italiano

Kruzifix! Trentiner Krippenpflicht.

Endlich sind vielerorts Parteien an der Macht, die sich um die wahren Probleme der Menschen kümmern. Denn während vielen Mitbürgerinnen am Ende des Geldes zu viel Monat übrig bleibt, hatten sich die Altparteien stets um irgendwelche lebensfremden Luxusprobleme gekümmert.

Maurizio Fugatti (Lega), seines Zeichens neuer Trentiner Landeshauptmann, hat nun endlich angekündigt, neben einem Kruzifixerlass für Klassenräume auch die seit langem sehnlichst erwartete Krippenpflicht einführen zu wollen.

Damit ist nicht der pflichtmäßige Besuch einer Kinderkrippe gemeint, sondern natürlich die zwingende Errichtung einer Weihnachtskrippe in jeder Schule.

Das Nähere — Ochs- und Esel-, Marien- und Josefspflicht, Erscheinungsfristen für Jesukind, Morgenstern und Holy Kings*, mögliches Kamelverbot — wird hoffentlich schon bald ein Rundschreiben der Schullandesrätin regeln.

Siehe auch:

*) von denen mindestens einer mit problematischem Pigmentanteil

Politik Religiun Satire | | | | | Euregio Lega |

«Provocazioni razziste e xenofobe.»

A un lettore, Roberto Fabbro, che fra le altre cose in una lettera farneticante scrive che

  • «passando davanti al Monumento alla Vittoria o al bassorilievo di Piffrader» non si dovrebbero vedere offese «ma solo opere artistiche di indiscutibile bellezza che andrebbero tutelate dalla stupidità umana»;
  • lo statuto di autonomia prevedrebbe «l’italiano come prima lingua» (il che è falso) ma «aprendo qualsiasi sito pubblico si trovano le definizioni (sic) prima in tedesco e poi in italiano» (il che è altrettanto falso);
  • «come cattolico convinto della riappacificazione, mi dispiace e mi imbarazza dover mettere sullo stesso piano la richiesta del Vescovo» di rinominare piazza della Vittoria in piazza della Pace e la stupida «iniziativa dello Heimatbund, entrambe provocazioni razziste e xenofobe»;
  • «Ciò che è stato fatto negli ultimi quarant’anni è opportunismo politico, è apartheid allo stato puro, è odio nei confronti di tutto ciò che è italiano, è convivenza a senso unico. Il rispetto è dovuto solo ad una etnia, e solo in questa direzione si guarda.»
  • la decisione del sindaco di Bolzano Caramaschi di non riposizionare lupa romana e leone di San Marco prima delle celebrazioni del 4 novembre (alla luce di tutto ciò) non è sensibilità, ma accondiscenza

e infine lancia la divertentissima «provocazione» di cambiare

il nome da Bolzano a Pretoria del Nord. Tutto sommato in questa provincia, in quanto ad apartheid, non abbiamo niente da imparare da nessuno.

il direttore del quotidiano A. Adige Alberto Faustini (colui che va ai festival delle resistenze a parlare di non so che) risponde così:

La sua provocazione finale è eccessiva, ma il resto del suo ragionamento merita rispetto e attenzione (e anche una risposta del sindaco). Anch’io speravo che il 4 novembre potesse diventare la “festa” di tutti. […]

E perché lo sperava davvero molto, il giorno prima sbatteva in prima pagina al suo giornale un fondo in cui la vittoria (anzi: la Vittoria) veniva ribadita e rivendicata.

Vedi anche:

Faschismen Kohäsion+Inklusion Medien Militär Nationalismus Plurilinguismo Politik Racism Religiun | Faschistische Relikte Medienkritik Zitać | Alberto Faustini Renzo Caramaschi | AA | Südtirol/o | | Italiano