Erinnerungsbilder und Gedächtniskonstruktionen.
Das Erbe des Ersten Weltkriegs in Zentraleuropa (1918-1939) – Veranstaltungshinweis

Das Kompetenzzentrum für Regionalgeschichte der Freien Universität Bozen organisiert gemeinsam mit dem Centrum für Jüdische Studien der Karl-Franzens-Universität Graz und dem Institut für Geschichte der Universität Wien eine internationale Tagung zur Erinnerung an den Ersten Weltkrieg und die Pariser Friedensverträge in der Zwischenkriegszeit (1918-1939).

Am 7. und 8. November werden hierzu am Campus Brixen (Hörsaal A1.50 der Fakultät für Bildungswissenschaften) 24 Historikerinnen aus 13 verschiedenen Staaten diskutieren.

Die Veranstaltung ist öffentlich und ohne Anmeldung zugänglich. Das Programm kann hier heruntergeladen werden.

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Gedenken an das Durchgangslager Bozen.

Das von Bürgermeister Renzo Caramaschi gewollte Mahnmal am ehemaligen NS-Durchgangslager Bozen ist Wirklichkeit. Sein Kernstück ist eine rund 13 Meter lange Wand aus gegossenen und miteinander verschweißten Glaselementen. Darauf werden im Laufe von 24 Stunden nacheinander die Namen aller identifizierten Insassinnen zu sehen sein.

Das Lager wurde im Juli 1944 errichtet und war bis zum 3. Mai 1945 in Betrieb. Für viele der Gefangenen handelte es sich dabei um eine Zwischenstation auf ihrem Weg ins Konzentrationslager, wo sie häufig ermordet wurden.

Anlässlich der Neugestaltung der sogenannten Passage der Erinnerung lädt das Haydn-Orchester heute um 20.00 Uhr ins Bozner Konzerthaus, wo unter der Leitung von Arvo Volmer bei freiem Eintritt unter anderem Stücke von Pavel Haas und Gideon Klein aufgeführt werden, die sie im KZ Auschwitz geschrieben haben.

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Catalogna, corteo di solidarietà.
Sabato alle 18.00 a Bolzano

In seguito alle durissime condanne contro i leader indipendentisti catalani, rese pubbliche lunedì, in tutto il mondo sono state convocate manifestazioni di solidarietà con la Catalogna — così anche in Sudtirolo, dove sabato 19 ottobre a partire dalle ore 18.00 si terrà un corteo.

Organizza il gruppo Iatz – jetzt śën adesso now e il luogo d’incontro è piazza Piero Siena, davanti al Museion di Bolzano.

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Rosmini, Lugli non dubita delle intenzioni.

Nell’edizione di ieri l’A. Adige cita il rettore dell’università di Bolzano, Paolo Lugli, in relazione al convegno dell’Istituto Rosmini:

Certo, se lo avessi saputo avrei subito chiesto di sospendere l’invito. E solo per Dugin.

Non dubito delle intenzioni e non entro in polemica con gli organizzatori.

Niente, all’università sembrano non (voler) capire che Dugin non è un incidente di percorso, come peraltro sabato (senza menzionare ) aveva ben riassunto anche Mauro Fattor sullo stesso quotidiano.

Prepariamoci dunque a un altro bel convegno nel 2020, sostenuto con soldi pubblici, anche se in quell’occasione — c’è da scommettere — gli organizzatori faranno attenzione a non proporre nomi troppo appariscenti.

Bella mossa — complimenti! — anche quella di Michael Rainer, presidente onorario del Rosmini, secondo una citazione del Corriere (edizione locale di sabato):

Se i relatori dovessero essere confermati io mi dimetterò immediatamente dalla presidenza onoraria.

Ma certo. Sempre che non decida di scorrere la lista degli iscritti al suo club.

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Fratelli d’Italia und der düstere Wald.

Am morgigen Mittwoch findet in der Nähe von Padua eine Veranstaltung mit dem klingenden Titel La dottrina del fascismo (Die faschistische Doktrin) statt, an der Mussolini-Enkel Caio Giulio Cesare (FdI) als Spezialgast teilnimmt.

Als Veranstalterinnen scheinen die Partei von Alessandro Urzì, Fratelli d’Italia (FdI), der Verlag Passaggio al Bosco und die rechtsradikale Studentinnenvereinigung Azione Studentesca auf.

Passaggio al Bosco, deren Name sich ausdrücklich auf den Waldgang von Ernst Jünger bezieht, führt nicht nur Publikationen wie White Guilt — Il razzismo contro i bianchi al tempo della società multietnica im Programm, sondern auch ein Buch mit dem Titel La dottrina del fascismo. Wie die morgige Veranstaltung. Autoren des Werks sind keine Geringeren als Benito Mussolini und Giovanni Gentile.

Doch damit nicht genug: Als Konferenzteilnehmer scheinen neben Vertretern von Azione Studentesca (Moderation), FdI und dem »Waldgängerverlag« auch Vertreter von Ordine Futuro (Forza Nuova), des »Kulturvereins« VFS (Veneto Fronte Skinhead) und Continuità ideale RSI (Repubblica Sociale Italiana) auf.

Haben Sie uns etwas zu sagen, Herr Urzì?

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Bozen: Faschistinnen im Festsaal.

Am morgigen 28. März findet um 20.30 Uhr im Festsaal der Gemeinde Bozen (Gumergasse 7) ein Vortrag der Autorin Francesca Totolo statt. Zuvor wird sie (ab 18.30 Uhr) in der kürzlich am Siegesplatz eröffneten Buchhandlung des CasaPound-Verlags Altaforte ihr dort erschienenes Buch Inferno SpA – Viaggio tra i protagonisti del business dell’accoglienza vorstellen.

Totolo schreibt auch für das neofaschistische Kampfblatt Il Primato Nazionale.

Die Landeshauptstadt unternimmt nicht bloß zu wenig, um den Faschistinnen Einhalt zu gebieten, sie rollt ihnen auch noch den roten Teppich zum amtlichen Festsaal aus, wo sie ihre menschenverachtende Hetze unter dem Siegel des Bozner Stadtwappens verbreiten können.

(In Meran wäre Derartiges nur noch schwer möglich.)

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Hilfe, die wirklich hilft.
Veranstaltungshinweis

Zum kommenden Mittwoch, den 27. März, laden die Stiftung Südtiroler Sparkasse und das Kuratorium Marienberger Kulturgespräche zum Vortrag des Schriftstellers Ilja Trojanow mit dem Thema

Welche Hilfe macht künftige Hilfe überflüssig?

in den Tagungssaal der Sparkasse-Academy in der Bozner Sparkassenstraße. Trojanow wurde 1965 in Sofia geboren, floh mit seiner Familie 1971 über Jugoslawien und Italien nach Deutschland. Doch schon 1972 zogen die Trojanows nach Kenia, wo auch Ilija mit einer Unterbrechung bis 1984 lebte. Von 1984 bis 1989 studierte er in München Jura und Ethnologie, lebte später in Mumbai, Kapstadt, Mainz und — derzeit — in Wien.

Was Hilfe sein und wie sie funktionieren kann, recherchierte [Ilija Trojanow] im Rahmen einer einjährigen Reise durch acht Länder in vier Kontinenten, durch intensive Gespräche mit Bauern und Aktivistinnen, Menschenrechtlern und Ärztinnen, Minenarbeitern und Lehrerinnen.

aus der Einladung

Eine Anmeldung unter der Telefonnummer 0471 316 017 ist erforderlich.
Veranstaltungsbeginn ist 19.00 Uhr.

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