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Minoranze, Francia denunciata all’ONU.
Effetti positivi anche sull'Italia?

La Rete europea per l’uguaglianza delle lingue (ELEN), assieme a venti organizzazioni associate operanti sul territorio statale francese, ha denunciato la Francia al Relatore sulle questioni delle minoranze dell’ONU per via della permanente discriminazione delle minoranze linguistiche. La dettagliata segnalazione si basa principalmente sulla decisione del Consiglio costituzionale (la Corte costituzionale francese) di negare l’uso di caratteri speciali provenienti dalle lingue minoritarie nei nomi delle persone e di vietare l’immersione linguistica nelle scuole del sistema educativo pubblico. Entrambe le misure, assieme ad altre, erano contenute in una legge all’avanguardia sulla tutela delle minoranze recentemente approvata a larghissima maggioranza dall’Assemblea nazionale.

Secondo ELEN la volontà dei giudici costituzionali e del Ministero dell’educazione sarebbe quella di eradicare le lingue territoriali diverse dal francese. Inoltre, sostiene che la Francia con la sua politica ostile alle minoranze violerebbe ben dieci trattati internazionali da essa ratificati:

  • la Dichiarazione universale dei diritti delle persone appartenenti a minoranze nazionali o etniche, in particolare gli articoli 1, 2, 4 e 8;
  • il Patto internazionale relativo ai diritti civili e politici, articoli 17, 24, 26 e 27;
  • il Patto internazionale relativo ai diritti economici, sociali e culturali, articoli 13, 14 e 15;
  • la Convenzione internazionale sui diritti dell’infanzia, articoli 2, 7, 8, 28, 29 e 30;
  • la Convenzione dell’UNESCO sulla lotta contro la discriminazione nel campo dell’insegnamento, articoli 1 e 5c;
  • la Dichiarazione universale dei diritti umani, articolo 26;
  • la Convenzione europea dei diritti umani, articolo 14 e protocollo aggiuntivo n. 1;
  • la Carta dei diritti fondamentali dell’Unione europea, articolo 21;
  • la Convenzione internazionale per la salvaguardia del patrimonio culturale immateriale;
  • la Convenzione internazionale sulla protezione e la promozione della diversità e delle espressioni culturali.

L’esito di questa denuncia potrebbe diventare importante anche per le molte minoranze linguistiche presenti sul territorio statale italiano, in quanto ad esempio anch’esse (eccettuata quella di lingua tedesca in Sudtirolo e quella slovena) non possono godere di un insegnamento pubblico immersivo in lingua minoritaria. Un pronunciamento forte del Relatore potrebbe indurre un rafforzamento sostanziale dei diritti delle minoranze anche in quei paesi, come la Francia e l’Italia, che non hanno mai ratificato la Carta europea sulle lingue regionali o minoritarie — e quindi non hanno contratto obblighi internazionali forti in questo ambito.

Vedi anche: 1/ 2/ 3/

Discriminaziun Grundrechte Minderheitenschutz Plurilinguismo Scola | Charta der Minderheitensprachen CLIL/Immersion Good News | | | France Italy | EU Staat Italien UNESCO UNHCHR UNO Verfassungsgericht | Italiano

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Ålandinseln wollen UNESCO-Mitgliedschaft.

Kürzlich haben die gut 50.000 Einwohnerinnen zählenden Färöer bekanntgegeben, einen Mitgliedsantrag bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestellt zu haben. Eigenständiges Mitglied der UNESCO sind die zu Dänemark gehörenden Inseln bereits.

Nun kündigte die Regierung von Åland (rund 30.000 Einwohnerinnen) an, ebenfalls die Mitgliedschaft in der UNESCO, der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur, anzustreben. Sie beruft sich hierzu einerseits auf den Präzedenzfall der Färöer und andererseits auf die Tatsache, dass Bildung, Wissenschaft und Kultur großteils autonome Zuständigkeiten der Åland seien.

Aus der Mitgliedschaft ergäben sich vielfältige Mitbestimmungs- und -gestaltungsmöglichkeiten, wie die Mitarbeit in den Kommissionen, die Einbringung von Themen, die Einsichtnahme in alle relevanten Unterlagen, die Teilnahme an Sondersitzungen, der ständige Austausch mit den anderen Mitgliedern oder die Unterbreitung von Vorschlägen an den Vorstand. Nur beim Budget seien die Mitbestimmungsrechte von Mitgliedern, die keine souveränen Staaten sind, eingeschränkt.

Neben den Färöer gibt es schon heute zehn weitere UNESCO-Mitglieder, die keine volle Souveränität genießen — darunter das zu Frankreich gehörende Kanaky (Neukaledonien).

Siehe auch: 1/ 2/ 3/ 4/

Bildung Comparatio Cultura Föderal+Regional Vorzeigeautonomie Wissenschaft | Autonomievergleich Good News | | | Åland Färöer Finnland-Suomi | UNESCO | Deutsch

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Färöer wollen in die WHO.

Die Regierung der Färöer hat vor wenigen Tagen bekanntgegeben, dass sie für die zu Dänemark gehörenden Inseln einen Antrag um Mitgliedschaft bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestellt hat. Autonomen Gebieten stehe diese Möglichkeit offen, sie könnten so im Rahmen der Organisation eine aktive Rolle einnehmen.

Im Falle einer Aufnahme hätten die Färöer Zugang und Mitsprachemöglichkeit in der Vollversammlung und bei den Komiteesitzungen, allerdings ohne Stimmrecht. Dieses ist souveränen Staaten vorbehalten. Die politischen Pflichten sind hingegen für alle Mitglieder gleich.

Die gegenwärtige Pandemie, so die Färöische Regierung, habe die Vorteile der WHO-Mitgliedschaft noch offensichtlicher gemacht. Bei den Vereinten Nationen sind die Inseln bereits selbständiges Mitglied in den Organisationen für Ernährung (FAO), Schifffahrt (IMO) und Bildung, Wissenschaft, Kultur (UNESCO).

Siehe auch: 1/ 2/ 3/ 4/

Comparatio Gesundheit | Autonomievergleich Good News | | | Färöer | UNESCO UNO | Deutsch

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Minderheiten: Fernand de Varennes in Spanien.
UN-Sonder­berichterstatter bemängelt zahlreiche Defizite

Der UN-Sonderberichterstatter betreffend Minderheiten führt jährlich im Normalfall zwei Landesbesuche durch. Dabei trifft er sich mit Räpresentantinnen von Exekutive, Legislative und Judikative, spricht mit Vertreterinnen UN-Büros und anderen internationalen Organisationen sowie von Zivilgesellschaft und NROs. Ziel ist es, dem UN-Menschenrechtsrat Bericht zu erstatten und Verbesserungen beim Minderheitenschutz herbeizuführen.

Solche Besuche finden allerdings auf Einladung des betreffenden Staates statt. Italien war bislang nicht darunter.

Im Jahr 2019 besuchte der amtierende Sonderberichterstatter, Dr. Fernand de Varennes, Spanien. Der daraus hervorgegangene Bericht enthält Bemerkenswertes, und zwar unter anderem:

  • Punkt 58: Die abermalige Anerkennung des katalanischen Schulsystems, dessen Grundlage eine stark asymmetrische Immersion zugunsten der katalanischen Sprache ist.
  • Punkt 65: Die Empfehlung, dieses hoch erfolgreiche und von der UNESCO ausgezeichnete Schulsystem nicht durch Maßnahmen zu gefährden, die den Anteil an Unterricht in katalanischer Sprache einschränken. Im Jahr 2015 hatte das spanische Höchstgericht (Tribunal Supremo) geurteilt, dass mindestens 25% des Unterrichts in spanischer Sprache (Kastilisch) durchzuführen sei (vgl. Punkt 57).
  • Punkt 66: Die Kritik am dreisprachigen Schulmodell (Kastilisch, Katalanisch und Englisch), für das sich einige Schulen auf den Balearen entschieden haben, weil es den Unterricht in der Minderheitensprache (Katalanisch) einschränke (vgl. Punkt 86).
  • Punkte 67-70: Die Sorge über das drastische Vorgehen gegen die katalanische Unabhängigkeitsbewegung und die (Höhe der) verhängten Haftstrafen — sowie über das Signal, das dadurch an andere Minderheiten ausgesandt werde.

Autonome Gemeinschaften in Spanien üben deutlich mehr Zuständigkeiten aus, als Südtirol. Dennoch ortete der Sonderberichterstatter — auch aufgrund der Beschwerden, die von zivilgesellschaftlichen Organisationen vorgebracht wurden — teils massive Defizite beim Minderheitenschutz. Unter anderem ist dies darauf zurückzuführen, dass einschlägige Gesetze nicht umgesetzt wurden, wovon wir auch hierzulande ein Lied singen können.

Über das hier zusammenfassend Erwähnte hinaus beinhaltet der Bericht auch interessante Erkenntnisse zu anderen Minderheiten wie Roma, Gehörlose, Zugewanderte oder Musliminnen. Ein Besuch des Sonderberichterstatters würde sich auch bei uns durchaus lohnen.

Siehe auch: 1/ 2/ 3/ 4/ 5/ 6/ 7/ 8/ 9/

Minderheitenschutz Plurilinguismo Publikationen Racism Recht Repression Roma+Sinti Scola | affirmative action Best Practices CLIL/Immersion Good News | | | Catalunya Illes Balears Italy Spanien Südtirol/o | UNESCO UNO | Deutsch

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Iceman Ötzi Peak.

Aus Respekt vor den Moneten Gästen werden die Ebners am Schnalstaler Gletscher Natur und Kultur opfern und den Grawandspitz in einen Selfie-Insta-Tiktok-Park verwandeln müssen. Wir wissen alle wie das ist: Wenn es der Respekt gebietet, kann sich die Athesia nicht mehr zügeln.

Und weil die Gäste unisono darum gebeten haben, den Gipfel nicht nur umzugraben, sondern auch -zubenennen, und zwar bitteschön in feinstes Englisch, wird der Iceman Ötzi Peak schon bald das Licht der Welt erblicken. Prehistoric Lives Matter. Südtiroler Tscheggl Lives können das natürlich nicht nachvollziehen. Aber: Auch sie werden begeistert sein, wenn sie erfahren, dass man von dort oben sowohl die Staatsgrenze (wie am Brenner!) als auch den Pfad der Transhumanz (UNESCO!) erblicken kann.

Was von einem Grawandspitz aus unmöglich war, ist am Iceman Ötzi Peak ein Kinderspiel.

Denen, die — wie der Heimatpflegeverband — die respektlose Frage aufwerfen, wem denn die Berggipfel gehören, lässt die Gletscherbahn via Stol eine (ausgesprochen respektvolle) Antwort zukommen:

  • Erstens sei der Gipfel gar nicht umbenannt (sondern lediglich einem Lifting unterzogen und wie nach der Annexion toponomastisch bereichert) worden;
  • Zweitens: Corona (passt einfach immer);
  • Und drittens gehören die Berge natürlich weiterhin allen (Aktionären der Gletscherbahn). Deshalb wurde der Gipfel für alle zugänglich gemacht. Die 50.000, die wegen der Pandemie in Lohnausgleich sind und sich kein Ticket kaufen können, wollen eh nicht hinauf.

Siehe auch: 1/ 2/ 3/ 4/ 5/ 6/

Arch+Raum Außendarstellung Cultura Ecologia Grenze Ortsnamen Satire Tourismus Wirtschaft+Finanzen | Coronavirus | | Athesia Stol | Südtirol/o | UNESCO | Deutsch

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Plurilinguismo, imperialismo e lingue utili.
Quotation 560

Trascrivo e traduco una breve intervista a Juan Carlos Moreno Cabrera, andata in onda recentemente sulla TV pubblica spagnola (RTVE 2), per gli aspetti sorprendenti e forse anche provocatòri che contiene. Cabrera è professore di linguistica dell’Universidad Autónoma de Madrid, «autore di una ventina di libri scientifici, membro del consiglio consultivo di numerose riviste di linguistica, è stato membro del comitato scientifico della perizia sulle lingue del mondo portato a termine dall’UNESCO nel 2006 ed ha partecipato al progetto ‘Eurotyp – tipologia delle lingue europee’ tra il 1990 e il 1994. Ha appena presentato la prima versione elettronica del titolo ‘Los dominios del Español – guía del imperialismo lingüistico panhispanico’ (I domíni dello Spagnolo – guida all’imperialismo linguistico panispanico).»

Perché lo spagnolo è la lingua comune di Spagna, di molti paesi ispanoamericani e di alcune altre parti del mondo?

Questo è dovuto a un processo che ha avuto luogo nell’epoca coloniale, nella quale alcune lingue europee… in questo caso lo spagnolo, è stato imposto alle lingue che si parlavano in America, concretamente le lingue indigene. Quindi certamente va bene [il concetto di] «lingua che ci unisce» ma bisogna dire, ad essere corretti, che questa espansione della lingua è stata realizzata attraverso una emarginazione e minorizzazione delle lingue indigene, nel caso dell’America, e di altre lingue di Spagna, nel caso della Spagna.

Suppongo che il numero di parlanti sia un indicatore della vitalità e della ricchezza di una lingua, no?

Vediamo, nel caso di piccole quantità di parlanti… una lingua che ha 1.000 parlanti è una lingua che è in serio pericolo di estinzione. Quindi il numero è importante da questo punto di vista. Dal punto di vista dei grandi numeri, i milioni di parlanti che si possono attribuire al cinese, all’inglese, allo spagnolo, al francese… bisogna dire che in realtà non tutti parlano allo stesso modo. Cioè, il dialetto che sto utilizzando in questo momento, che ha per esempio la fricativa interdentale sorda — in «zeta» per esempio — è minoritario nella «ispanofonia», per chiamarla così. E il mio dialetto non ha 400 milioni di parlanti, e nemmeno la varietà delle Canarie, che è una varietà ricchissima, interessantissima, armonica: ha meno di 400 milioni di parlanti… o la messicana, o l’argentina.

Anche se ci capiamo…

Bene, perché le differenze non sono sufficientemente grandi da impedire la comprensione. Va detto che molte di queste differenze hanno una grande importanza dal punto di vista linguistico, dal punto di vista dei sistemi fonologici, morfologici, grammaticali. Per noi che lavoriamo in ambito linguistico ci sono differenze enormi, che evidentemente sono significative dal punto di vista grammaticale, anche se naturalmente non impediscono la comprensione. L’intercomprensione.

[…] Una lingua che parlano tanti milioni e milioni di persone… significa che è facile da imparare? E pertanto utile nel nostro mondo globalizzato?

La prima cosa che le dirò è che in generale tutte le lingue del mondo presentano una complessità — o semplicità, secondo il punto di vista che adottiamo — similare. Orbene, se ci concentriamo su un aspetto concreto della lingua possiamo trovare differenze importanti tra una lingua e un’altra. Anche se ripeto che complessivamente le lingue presentano un grado di similità di complessità, o semplicità, paragonabile. Per esempio, si dice che lo spagnolo sia più facile da imparare perché ha cinque vocali — è uno dei grandi miti che si ripetono continuamente. Ma questo non è determinante in assoluto, perché ad esempio anche il basco ha cinque vocali, ma questo non ha fatto sì che anche questa lingua venga percepita come facile da imparare. Dall’altro lato un’altra caratteristica dello spagnolo, che condivide con altre lingue romanze, è l’esistenza di una quantità enorme di verbi irregolari. Nell’ultima grammatica della ‘Real Academia Española’ compare una lista di oltre 1.100 verbi irregolari. Se compariamo i verbi irregolari dello spagnolo con l’inglese o con il tedesco, le differenze sono abissali; pertanto è chiaro che non si può dire che lo spagnolo, o nessun’altra lingua, sia più facile da imparare e per questo si sia espansa. Si sono espanse per una serie di processi storici, sociali e culturali che hanno reso possibile questa espansione della lingua — però ho già detto che c’è un aspetto negativo, dal mio punto di vista, ed è la messa all’angolo e l’emarginazione di altre lingue tanto importanti quanto lo spagnolo, come potrebbero essere nel caso della Spagna l’aragonese, l’asturiano e anche lo stesso catalano o galiciano.

In molte occasioni si parla dei vantaggi del multilinguismo. Addirittura si parla dei benefici che avrebbe per lo sviluppo dell’intelletto, del cervello, e si pensa che un parlante che sappia lo spagnolo, l’inglese e il francese abbia più flessibilità e ricchezza. Ma ci dica, essere plurilingue, per esempio in guaranì, in aimara, in quechua, in spagnolo… a cosa serve?

Serve a molto, dal mio punto di vista, serve per capire altre culture, altre lingue, altri modi di vedere il mondo, altre forme di immaginare la relazione con la realtà che sono tanto valide, tanto interessanti, tanto ricche e che hanno tanto da dare quanto la nostra. L’idea che la mia cultura sia superiore alle altre e quindi non vale la pena imparare il guaranì, perché alla fine la cultura guaranì è inferiore o viene considerata inferiore… questa idea che ha dominato per molto tempo è un’idea che si può, diciamo, «risolvere» facilmente, è un pregiudizio che si può risolvere studiando queste culture e rendendosi conto che hanno molto da apportare al mondo globale attuale. Sono culture attuali, sono culture moderne, non sono resti preistorici […] e ce ne rendiamo conto se le studiamo e le conosciamo. Normalmente quel che ignoriamo, quel che non conosciamo, non lo valoriamo. Quindi per me è tanto importante sapere il guaranì, evidentemente in Paraguay, come sapere l’inglese negli Stati Uniti o altrove.

Si dice che una lingua è come un muscolo, che se non si utilizza si atrofizza…

…è così…

…e quindi qualcuno potrebbe pensare «allora è meglio se mi metto a studiare il cinese», perché ci sono molti più milioni di cinesi, di persone che possano imparare…

…questo è un po’ assurdo…

…non è pragmatico?

No, perché… vediamo, di quanto tempo avrei bisogno per comunicare con 400 milioni di persone per un minuto… solamente un minuto? Beh, se facciamo il calcolo avremmo bisogno di 1.500 anni, quindi non ha molto senso quest’idea che perché ha 400 milioni di parlanti una lingua la imparo, perché posso comunicare con 400 milioni di persone. Questo non è possibile, è una cosa fuori luogo, non ha senso.

Stiamo teorizzando molto. C’è chi ad esempio dice che lo spagnolo è lingua di comunicazione e che nelle cosiddette lingue vernacole, minoritarie o minorizzate, come diceva il nostro invitato, non è possibile comunicare, tantomeno in un mondo che cambia come quello attuale.

No, tutte le lingue umane sono lingue di comunicazione, non esiste nessuna lingua che non lo sia. Il catalano, il galiciano, il basco sono lingue di comunicazione perché le utilizzano migliaia, centinaia di migliaia di persone ogni giorno per le loro interazioni quotidiane. Anche il castigliano naturalmente: lo spagnolo è una lingua di comunicazione, ma certamente se mediante lo spagnolo possiamo farci capire in tutta la Spagna, è anche vero che in teoria — non de facto, ma in teoria — è possibile capirsi in tutta la Spagna in catalano. Perché? Perché il catalano e il castigliano sono lingue prossime, sono lingue sorelle, sono lingue che hanno convissuto per molto tempo e si sono influenzate a vicenda in modo abbastanza intenso. Quindi è tanto possibile per un castiglianoparlante capire il catalano quanto per un catalanoparlante capire il castigliano. E allora, anche se de facto non è così, il catalano è altrettanto utile, o potrebbe essere altrettanto utile per comunicare come il castigliano, dappertutto. Il galiciano è tanto valido per comunicare a Madrid quanto il castigliano per comunicare ad A Coruña. Questo in teoria, ma l’educazione che abbiamo ricevuto, e che ho ricevuto io in concreto, ha sempre girato le spalle al multilinguismo della Spagna. Non ci hanno insegnato a capire altre lingue di Spagna, non ci hanno insegnato come sono, ad ascoltarle, a sentirle in ambito nazionale. Questo ha fatto sì che siamo sordi nei confronti di queste lingue sorelle come per esempio il catalano o il galiciano… che siamo sordi, quando potremmo non esserlo. Sono lingue prossime, sono lingue con le quali possiamo comunicare tra di noi…

Potere è possibile, evidentemente, ma bisogna volere…

Il tempo necessario per capire l’inglese è molto maggiore che il tempo necessario per capire il catalano. Una persona [di lingua castigliana] con capacità minime può capire il catalano in pochi mesi. Invece questa stessa persona per arrivare a capire l’inglese in maniera efficace e rapida, avrà bisogno di tempo e sforzo molto maggiori. L’inglese è inutile nel Regno di Spagna, l’inglese non si usa nel Regno di Spagna, ma il catalano sì.

Però qualcuno Le dirà… lasciamo da parte il catalano, parliamo dell’inglese… che se io sto cercando lavoro forse sarà più utile per me — in un mondo come quello di oggi — cominciare a studiare inglese piuttosto che cominciare a studiare il catalano. Se qualcuno si trova in questo dilemma?

Vediamo, se io voglio… aspiro a lavorare in una multinazionale, è evidente che devo sapere l’inglese. Ma è anche evidente che non tutti lavoreranno come dirigenti in una multinazionale. Oggi come oggi il catalano è più utile dell’inglese per trovare lavoro. Oggi come oggi… per fortuna!

Secondo Lei, per riassumere, quali lingue bisogna imparare, al giorno d’oggi. Quali lingue sono… stavo per dire «utili»…

Beh, nell’ambito in cui ci troviamo è evidente che il catalano, il galiciano e il basco sono lingue utili. Anche l’inglese, ovviamente. E tutte queste lingue si possono imparare. Si possono imparare a capire, questo è molto importante, perché la gente normalmente identifica l’apprendimento con «uso attivo della lingua», ma si può anche imparare a capire. Possiamo imparare a capirci, ad ascoltare e a capire quel che si dice. E questo è molto più fattibile, è molto più fattibile imparare a capire dieci lingue romanze… facciamo un esempio… che l’inglese, imparare a parlare l’inglese. Mi sto riferendo a lingue come il portoghese, il francese e l’italiano: è molto più fattibile che una persona possa arrivare a capire — non parlare, ma capire — queste lingue vicine, che sono utili nei paesi dove si parlano; molto più facile che arrivare a dominare l’inglese, che davvero è inutile. Nel Regno di Spagna l’inglese è una lingua inutile.

Vedi anche: 1/ 2/ 3/ 4/

Arbeit Bildung Colonialismi Cultura Geschichte Medien Plurilinguismo Publikationen Scola Soziales Wissenschaft | Quote | | | America Baskenland-Euskadi Catalunya Galiza Italy Spanien | UNESCO | Italiano

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Dolomiten: Welterbe weiterhin national?

Das UNESCO-Weltnaturerbe Dolomiten wird am 26. Juni zehn Jahre alt und ist (mit Südtirol, Trentino, Belluno, Pordenone und Udine) noch immer auf italienisches Staatsgebiet beschränkt. Vor fast genau sechs Jahren hatte uns der damals zuständige Landesrat Elmar Pichler Rolle (SVP) versichert, Südtirols Vorsitz nutzen zu wollen, um die Einbindung der Lienzer Dolomiten ins Welterbe voranzubringen. Doch seitdem ist es um dieses Vorhaben sehr leise geworden.

Angesichts des jetzigen Jubiläums wäre es vielleicht an der Zeit, einen neuen Vorstoß zu wagen. Natur macht nicht an politischen Grenzen halt.

Siehe auch: 1/ 2/ 3/ 4/

Ecologia Grenze Politik | | Elmar Pichler Rolle | | Friaul-Friûl Italy Ladinia Nord-/Osttirol Südtirol/o Trentino Venetien-Vèneto | SVP UNESCO | Deutsch

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Die Berg-Annexion.

In Südtirol scheint mir — anders als übrigens im benachbarten Trentino — die Meldung etwas untergegangen zu sein, dass sich Venetien (speziell Venedig) die Dolomiten »einverleibt« hat. Das neue Tourismuslogo degradiert das UNESCO-Naturerbe zu einem Anhängsel der Lagunenstadt und fährt über die anderen Gebiete, die Anteil an der Gebirgsgruppe haben, einfach drüber: Südtirol, Osttirol, Trentino, Friaul. Das wäre so, als würden wir die »bleichen Berge« als »The Mountains of [South] Tyrol« bewerben.

Umso dreister ist die einseitige Aneignung, wenn wir berücksichtigen, dass mit Anpezo, Fodom und Col drei zu Venetien gehörende Gemeinden, die nicht unerheblichen Anteil an den Dolomiten haben, vor über zehn Jahren per Volksabstimmung ihren Wunsch kundgetan haben, wieder an Südtirol angegliedert zu werden. Sie werden jetzt noch enger an Venedig gebunden.

Nicht zuletzt wurde beim Logo des UNESCO-Welterbes darauf geachtet, die Bezeichnung der Gebirgsgruppe in allen historisch gewachsenen autochtonen Varianten — wichtig scheinen mir hier vor allem Ladinisch und Friaulisch (Dolomites und Dolomitis) — zu berücksichtigen. Doch auch dies wird durch die neue venetische Marke einfach ausgehebelt.

Siehe auch: 1/ 2/ 3/ 4/

Außendarstellung Ortsnamen Politik Tourismus Wirtschaft+Finanzen | | | | Friaul-Friûl Ladinia Nord-/Osttirol Souramont Südtirol/o Trentino Venetien-Vèneto | UNESCO | Deutsch