Wegbereiter der Sozialdemokratie.

Nach Magnago und Benedikter, den beiden großen Schmieden der Landesautonomie, verlässt uns in diesem Jahr auch der Altvater der Südtiroler Nachkriegs-Sozialdemokratie. Egmont Jenny, der gestern 86-jährig verstorben ist, war mit Hans Dietl und Silvio Flor in wechselnder Formation an mehreren Projekten beteiligt, die als Wegbereitung einer Alternative links der Sammelpartei zu betrachten sind. Für die von ihm gegründete Fortschrittspartei (SFP) saß er fünf Jahre im Landesparlament. Obwohl diese Projekte — vermutlich angesichts der schwierigen historischen Lage — letztendlich gescheitert sind, haben sie den fruchtbaren Boden für spätere Entwicklungen geschaffen.

Jenny selbst meldete sich noch bis vor wenigen Jahren über seine Zeitschrift Südtiroler Nachrichten (über die -Seitenleiste verlinkt) regelmäßig zu politischen Themen zu Wort.

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4 replies on “Wegbereiter der Sozialdemokratie.”

Einen Nachruf für politisches Geplänkel missbrauchen… wie schäbig. BBD hat auch Magnago und Benedikter geehrt, obwohl sie auch nicht für die Selbstbestimmung waren. Die SVP hat sogar Mitolo geehrt, einen Autonomiefeind und (kotz) RSI-Kämpfer. Das wäre kritikabel gewesen.

Jacques, gadilus »Hinweis« läuft ohnehin ins Leere: Ich habe Jenny einen Wegbereiter für eine Opposition links von der SVP genannt; alle wissen, wer diese Opposition heute ist und was sie fast pauschal von der Selbstbestimmung hält. Und ich habe oft genug zu dieser Haltung Stellung genommen. So gesehen ist gadilus Hinweis vielleicht nicht schäbig, aber zumindest überflüssig und redundant.

@Jacques
Benedikter war nicht für die Selbstbestimmung? Reden wir von DEM Benedikter der mit der Klotz die Union für Südtirol gegründet hatte?

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