Moody’s: Bestnote gefährdet.

Ich halte nicht viel von Ratingagenturen — welche den Beginn der weltweiten Wirtschaftskrise 2007 »verschlafen« haben, und die als Privatunternehmen mittels undurchsichtiger Bewertungsprozeduren die Stabilität ganzer Länder mitbeeinflussen. Zumal jedoch die Macht dieser Unternehmen faktisch so groß ist, bleibt es eine beunruhigende Nachricht, dass Südtirol nun erstmals ausdrücklich ins Visier von Moody’s geraten ist. Die Agentur überlegt, die Kreditwürdigkeit unseres Landes demnächst herabzustufen: Mit der Höchstnote Aaa wurde bisher nicht nur der soliden Finanzgebarung des Landes Rechnung getragen, sondern auch seinem verfassungsmäßig garantierten Sonderstatus, der es teilweise vom makroökonomischen staatlichen Kontext abgrenzt. Soll heißen: Die Autonomie hat uns eine Bewertung ermöglicht, die über jener Italiens liegt — obwohl wir Teil dieses Staates sind. Diese Abgrenzung reicht jedoch jetzt, wo Italien weiter herabgestuft werden könnte, womöglich nicht mehr aus, um die Bestnote zu halten:

For the entities in the first group (Autonomous Province of Trento (Aaa), Autonomous Province of Bolzano (Aaa) and Region of Lombardy (Aa1)), the review will focus on the institutional factors that have allowed their ratings to remain above that of the sovereign. For Trento and Bolzano, this includes a unique constitutional status providing a degree of insulation from macroeconomic and financial market factors impacting the sovereign. In addition, these autonomous provinces display exceptionally strong fiscal and debt metrics supporting their high ratings.

Quelle: Moody’s.

Eine schlechtere Einstufung hätte unter anderem zur Folge, dass Kredite für Südtirol teurer werden. Außerdem wäre unser Land als Unternehmensstandort weniger attraktiv als bisher.
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29 replies on “Moody’s: Bestnote gefährdet.”

Durnwalder tut heute im Stol-Interview so, als gäbe es keine Ankündigung von Moody’s, Südtirols Bonität neu zu prüfen:

Das Land Südtirol hat von Moody’s erst vor wenigen Monaten die beste Einstufung bekommen. Das heißt, das Land Südtirol ist äußerst kreditwürdig. Der Staat Italien wird derzeit zwei Positionen niedriger eingestuft. Für Südtirol sehe ich also keine Gefahr einer Herabstufung. Wir haben keine Schulden und die Wirtschaft hierzulande wächst. Eine Abwertung wäre also nicht gerechtfertigt.

Ist es so weit, dass uns Italien mit in den Abgrund zieht? Wenn Moody’s Italien herabstuft kann alles sehr schnell gehen.

Mit der Höchstnote Aaa wurde bisher nicht nur der soliden Finanzgebarung des Landes Rechnung getragen, sondern auch seinem verfassungsmäßig garantierten Sonderstatus, der es teilweise vom makroökonomischen staatlichen Kontext abgrenzt. Soll heißen: Die Autonomie hat uns eine Bewertung ermöglicht, die über jener Italiens liegt

@ Pervasion
Zu erst sprichst dass der Sonderstatus (Abgrenzung) Südtirols von Italien für die Bessere Bewertung verantwortlich ist.
Dann sprichts du dass eine eventuelle Abstufung von Italien sich auf Südtirol auswirkt.
Dass widerspricht sich irgendwie, denn wenn der Sonderstatus dafür gesorgt hat dass Südtirol 1 Sufe besser da steht als die Lombardei (Nord-Italien) mit AA1. Wobei ein Rating von AA1, wenn man die europäsiche Gesammtsituation betrachtet immer noch Top ist.
Wenn also Südtirol bisher getrennt bewertet wurde, wobei Moody`s sowieso alle italienische Region getrennt voneinander bewerten wird.
Wieso soll sich dann eine eventuelle Verschlechterung in der Bewertung bei einer der anderen italienischen Regionen, sich plötzlich auf Südtirol auswirken?
Wen dies so wäre wie du erzählst, aus welchen Grund sollte Moody`s die finanzielle Situation der verschieden Regionen übehaupt noch getrennt voneinander bewerten?
Wenn ich Schulden mache, hast du doch noch lange keine Schulden.
Wenn die Südtiroler Verwaltung gut gewirtschaftet hat mit dem Geld dass ihr zur Verfügung steht, und davon auszugehen ist das keine Schulden vorhanden sind, dann wird auch die Bewertung positiv ausfallen, b.z.w. wie bisher auf Stufe AAA bleiben.
Welchen Sinn hätte die ganze getrennte Bewerterei sonst?

Ganz davon abgesehen dass stark industrialisierte Regionen im Norden wie die Lombardei, Piemont, Veneto, Toskana, Emiglia-Romagna seit vielen Jahren große Teile (bis zu 1/3) der finanziellen Ressourcen an die ärmeren Regionen abgeben. Nur eine Stufe niedriger bewertet werden als reiche Regionen wie Südtirol oder Trentino, die in Vergangenheit eher noch dazubekommen haben

Mark, das sage ja nicht ich, das sagt Moody’s — aber es leuchtet mir ein: Die getrennte Bewertung ist sinnvoll, weil man der unterschiedlichen Zahlungsfähigkeit und -moral der Regionen Rechnung tragen muss. Trotzdem beeinflusst die finanzielle Lage des Staates jene der Regionen, denn wenn der Staat zahlungsunfähig wird (oder in Schwierigkeiten gerät), kann er auch den Lokalkörperschaften ihre Finanzmittel nicht mehr überweisen.

Quì non stiamo parlando di paesi poveri o ricchi. L’Italia rimane un paese ricco, ma poco dinamico. Probabilmente l’indice si propone di effettuare una valutazione sulla sicurezza degli investimenti e paradossalmente un paese povero potrebbe anche essere messo meglio di uno ricco.

A me fa schifo invece l’economia di mercato, questo è il mio limite: ci capisco poco e per quel poco mi fa anche inorridire. Fosse per me tornerei subito al baratto: basta coi capitalisti, vogliamo la servitù della gleba (io per me farei il prete)! :grins:

…. aber es leuchtet mir ein: Die getrennte Bewertung ist sinnvoll, weil man der unterschiedlichen Zahlungsfähigkeit und -moral der Regionen Rechnung tragen muss. Trotzdem beeinflusst die finanzielle Lage des Staates jene der Regionen, denn wenn der Staat zahlungsunfähig wird (oder in Schwierigkeiten gerät), kann er auch den Lokalkörperschaften ihre Finanzmittel nicht mehr überweisen.

Appunto, detto in parole molto semplici, se Roma smette di ri-trasferire alla Lombardia i soldi che comunque la Lombardia è tenuta a mandare a Roma, è chiaro che il rating della Lombardia si abbassa di conseguenza. Il Lo status speciale mette il Sudtirolo al riparo da questo movimento circolare di denaro, da qui il rating „artificialmente“ alto.

Non proprio… il Sudtirolo è finanziariamente più autonomo della Lombardia, ma anche qui il movimento circolare c’è: i soldi prima li mandiamo a Roma e poi ritornano sotto forma di trasferimento. Ecco perché, nonostante tutto, anche il Sudtirolo rischia ora un abbassamento del rating.

PS: Anche l’attuale rating della Lombardia è più alto di quello statale (seppur più basso di quello sudtirolese).

La Lombardia per dire una qualsiasi regione italiana „ricca“ a statuto ordinario.

I trasferimenti statali al Sudtirolo, come al Trentino, ormai sono quasi esclusivamente per investimenti o progetti speciali, non per la spesa corrente, quindi non entrano nella contabilità  ordinaria.

pérvasion, non voglio insistere, ma qualunque sia il punto dove materialmente da voi si pagano le tasse, anzi diciamo più precisamente l’Irpef, che sia l’Agenzia delle Entrate o altro, i 9/10 non vanno a Roma per poi ritornare. Restano lì.

ein teil der steuereinnahmen des landes erfolgt über landesabgaben, welche direkt an die provinz südtirol gehen (ca. € 500 mio jährlich). bspw. IRAP, regionaler IRPEF Zuschlag etc.

zum grössten teil wird die provinz südtirol jedoch durch den staat finanziert (ca. 3,5 mrd. jährlich). der staat nimmt bestimmte steuern ein und tritt sie, gemäss den im autonomiestatut festgelegten kriterien, an die provinz südtirol ab. bspw. IRPEF, IRES, MwSt etc.

der staat schuldet der provinz, wie auch anderen autonomen regionen italiens, beträchtliche beträge. im falle südtirols belief sich die summe der seit 2006 nicht beglichenen forderungen im jahre 2009 auf ca. € 2,2 mrd. mittlerweile dürfte dieser betrag auf über € 3 mrd angewachsen sein.

eine herabstufung des ratings von südtirol hätte wohl minimale auswirkungen auf die kreditkosten der provinz. warum das land südtirol deswegen als standort weniger attraktiv für unternehmen sein sollte, leuchtet mir nicht ein.

Nun mal im Ernst. Die Herabstufung kommt nicht von ungefaehr. Sicher sind Ratingagenturen die Raubritter der Moderne, doch sie greifen nicht grundlos und unueberlegt an. Sie wissen genau, wo im System etwas faul laeuft. Die Informanten laufen hier auf sehr unteren Ebenen ab. Die Protokolle werde dann auf hoher Ebene erzeugt. Eine aufgabe fuer WikiLeaks.
Das Land Suedtirol stoehnt unt dem Joch der Vetternwirtschaft, welche sich auch in privaten Unternehmen immer mehr zeigt, und schon erste Recht wo Kapital vorhanden ist. Einfach ausgedrueckt, Suedtirols Banken haben an entscheidenen Stellen Fachignoranten aufkommen lassen, was sich frueher oder spaeter bitter raecht.
Andererseits funktioniert die amerikanische Wirtschaft nur durch Kriege und Auspluenderung anderer Laender. Also was tun in einer Zeit wo sich kein geeigneter Gegner findet?

Mit Ratingargenturen ist es wie mit Geld … man muss schon dran glauben, sonst haben sie beide keinen Wert.

Ratingargenturen sind keine unabhängigen Institute sondern werden von ihren Kunden -den Banken- finanziert. Diese profitieren zugleich von veränderungen der Ratings.

Das nenn‘ ich Vetternwirtschaft und empfinde ich als kriminell. Und wie Kriminelle das Land/Region in dem ich lebe bewerten ist mir egal. Diesen Luxus gönn ich mir.

Eine schlechtere Einstufung hätte unter anderem zur Folge, dass Kredite für Südtirol teurer werden. Außerdem wäre unser Land als Unternehmensstandort weniger attraktiv als bisher.

Weiters glaube ich nicht, dass für ein Unternehmen ein Rating ausschlaggebend für eine Investition ist. Wenn man viel Geld investieren will informiert man sich schon genauer und verlässt sich nicht auf 3 Buchstaben, die von einem nicht unabhängigen Institut vergeben werden.

Du widersprichst dir diesbezüglich selbst, lieber gruber: Wenn Ratings wirklich nicht ausschlaggebend wären (wie du im zweiten Kommentar schreibst) könntest du die Agenturen nicht für kriminell halten (wie du im ersten Kommentar schreibst), denn das werden sie — wenn überhaupt — erst dadurch, dass sie ernstgenommen werden.

Ich heiße dieses System nicht gut, ganz im Gegenteil, doch meines Erachtens liegt das Problem nicht bei denen, die die Ratingagenturen finanzieren, um sich selbst geschönte Bewertungen ausstellen zu lassen — sondern bei jenen, die diesen Bewertungen glauben. Das ist doch so, als würde ich einen Kreditanwärter fragen, ob er kreditwürdig ist (und wenn er dies bejaht, dann glaube ich ihm blind).

Den Luxus, Ratings von Moody’s & Co. sehr skeptisch zu begegnen, leiste ich mir ja auch, aber was bringt es mir, wenn es für mich als Bürger und Steuerzahler trotzdem konkret spürbar wird? Man braucht ja nur zu sehen, wie sich nach Moody’s Ankündigung, Italien genauer unter die Lupe zu nehmen, die italienischen Staatsanleihen im Vergleich zu deutschen Bund verteuert haben. Das verursacht dann eine konkrete Verteuerung der italienischen Staatsschuld, welche aus unseren Steuern finanziert wird.

Wennschon muss man dieses System ändern, es einfach zu ignorieren bringt wohl nicht viel.

Last but not least reicht es aber auch nicht, grundsätzlich zu sagen, Ratingagenturen liegen immer falsch. Man muss sich schon im einzelnen anschauen, ob sie richtig liegen könnten oder nicht… und dass mit Italiens Verschuldung etwas im Argen liegt, könnte durchaus zutreffen.

und dass mit Italiens Verschuldung etwas im Argen liegt, könnte durchaus zutreffen.

Laut Meldungen aus den Medien ist Italien zur Zeit im Ranking der verschuldeteten Staaten weltweit (!) auf Platz drei, also könnte dies in der Tat zutreffen… sehr vorsichtig formuliert.
@m.gruber
Entschuldigung, aber deine Versuche die Lage von Italien gutzureden kann ich nicht nachvollziehen. Du klingst wie manche Südtiroler Studenten aus Innsbruck. Die meinen aus etwas Ferne auch oft, Italien sei einigermaßen toll :). Wenn sie dann ein bissl später in der beruflichen Realität hier in Südtirol aufwachen, sieht das Ganze dann meist ein wenig anders aus…

Könnten wir uns darauf einigen, dieses Thema möglichst unideologisch zu behandeln… d.h., ohne die Situation in Italien aufgrund der eigenen Italophilie schönzureden, und ohne andererseits wieder in ein sinnloses Bashing zu verfallen? Ich weiß, dass das einigen nicht leichtfällt, doch ich wäre euch sehr dankbar.

@Steffl:
Ich rede nicht über Italien, versuche auch nicht die Situation in Italien schönzureden. Aber diese Aussage kann nicht stimmen:

Laut Meldungen aus den Medien ist Italien zur Zeit im Ranking der verschuldeteten Staaten weltweit (!) auf Platz drei, also könnte dies in der Tat zutreffen… sehr vorsichtig formuliert.

Italien hat momentan laut Moody’s ein Aa2 Rating (17. juni), was zum 3 höchsten Wert im Ranking gehört. Bei anderen Agenturen ist es etwas niedriger. Vielleicht hast du das gemeint.

@pérvasion :

Du widersprichst dir diesbezüglich selbst, lieber gruber: Wenn Ratings wirklich nicht ausschlaggebend wären (wie du im zweiten Kommentar schreibst) könntest du die Agenturen nicht für kriminell halten (wie du im ersten Kommentar schreibst), denn das werden sie — wenn überhaupt — erst dadurch, dass sie ernstgenommen werden.

Nein, ich widerspreche mir nicht. Du konstruierst den Widerspruch selbst, indem du mir das Wort „ernstnehmen“ in den Mund legst. Ich spreche jedoch davon, dass ein Rating „nicht ausschlaggebend für eine Investition“ ist. Man kann auch etwas ernstehmen ohne, dass es ausschlaggebend ist. Widerspruch aufgelöst ?

Widerspruch aufgelöst ?

Nein, gar nicht. Das Wort »ernstnehmen« lege ich dir gar nicht in den Mund, es ist von mir und gehört zu meiner Aussage.

Du sagst: Ratingagenturen sind kriminell.

Ich sage: Was du als Vetternwirtschaft beschreibst, kann per se gar nicht kriminell sein, denn es ist kein Vergehen, sich selbst ein gutes Zeugnis auszustellen (Banken besitzen Anteile an Ratingagenturen und/oder bezahlen sie dafür, eine positive Bewertung zu erhalten). Problematisch, also im weitesten Sinne kriminell kann sowas nur werden, wenn dieses positive Zeugnis »ernstgenommen« wird und dadurch konkrete Folgen erzeugt.

Du sagst ja selbst: Die Banken profitieren von den Veränderungen der Ratings.

Ich sage: Man müsste dafür sorgen, dass Ratingagenturen nicht mehr so viel Macht haben. Das liegt aber gar nicht an ihnen selbst, sondern an denjenigen, die ihnen die Macht zugestehen (indem sie sie ernstnehmen).

Du sagst: Du leistest dir den Luxus, Ratings zu ignorieren (sie sind dir egal).

Ich sage: Schön, einverstanden, doch solange sie objektiv wichtig sind (weil sie von »den Märkten« ernstgenommen werden) können wir sie gar nicht ignorieren. Wir können sie zwar hinterfragen und bekämpfen, doch solange sie so mächtig sind wie gegenwärtig, werden sie sich auf unser aller Leben auswirken, ob wir es mögen oder nicht.

@m.gruber

Doch ich meinte, dass Italien das Land ist mit weltweit am drittmeisten Schulden. In diesen Tagen öfters in der Tagespresse Südtirols zu lesen und auch in vielen anderen Medien, z.B. in diesem hier:

http://www.finanzwirtschafter.de/17439-italien-groesste-schuldenlast-in-ganz-europa/

Ja, das können die meisten Südtiroler immer noch nicht fassen, dass sie zu so einem Land gehören, weils uns ja NOCH immer gut geht, vor allem auch durch die Verhandlungen Österreichs, bitte nicht vergessen. Wenns so weiter geht mit Italien fangen sogar die Wirtschaftler an zu „zündeln“, nachzulesen in der heutigen Ausgabe des Tagblattes, Titel: „Wirtschaft will los von Rom“.

@Steffl :

Doch ich meinte, dass Italien das Land ist mit weltweit am drittmeisten Schulden.

Achso, dann hab ich falsch verstanden … vor lauter Rating und Ranking.

@pérvasion :
Passt.

@ m.gruber

Wirtschaftsminister Giulio Tremonti hat das Fass noch zum Überlaufen gebracht. Er wies darauf hin, dass Italien das Land mit der drittgrößten Staatsverschuldung der Welt sei und dass die Gefahren für Italiens Staatsfinanzen weniger vom Haushalt als vom Finanzmarkt ausgingen.

wenn die aussage, die nicht stimmen kann, vom finanzminister jenes landes getätigt wird, um das es geht, wird’s wohl doch irgendwie stimmen.

italiens schuldenstand beträgt meines wissens 116% des bip (absolute zahlen machen da ja keinen sinn. natürlich haben kleine staaten weniger schulden als große. natürlich haben die usa absolut mehr schulden als italien. es geht um die relation zur wirtschaftsleistung)

quelle: http://derstandard.at/1227287831676

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