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Salvare la lingua normanna.

Il presidente della Normandia, Hervé Morin, ha annunciato un piano regionale per la rivitalizzazione della lingua normanna. A tale scopo, innanzitutto, sarà realizzato uno studio sociolinguistico per conoscere la situazione reale dell’idioma — giudicato in serio pericolo di estinzione dall’UNESCO e parlato da non più di 30.000-100.000 individui, secondo le stime più attendibili.

Al contempo Morin, ex ministro del governo Fillon e capo del partito Les Centristes, intende avviare l’insegnamento del normanno nelle scuole dell’obbligo della sua regione.

Queste le iniziative immediate, mentre farebbero parte del piano regionale anche l’introduzione di fondi per la segnaletica bilingue e la creazione di un’Accademia della lingua normanna, incaricata di portare avanti iniziative di normalizzazione e diffusione linguistica.

L’opposizione socialista ha fatto sapere di non condividere la proposta del presidente Morin, in quanto vi sarebbero altre priorità, e più urgenti, per esempio sul piano sociale.

Oggi il normanno ha status ufficiale solamente sull’isola autonoma di Jersey nel Canale della Manica.

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Kulturerbe Zusammenleben in Vielfalt.

Auf Empfehlung der deutschen UNESCO-Kommission wurde die kulturelle Vielfalt im deutsch-dänischen Grenzgebiet von der Kultusministerkonferenz und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien als immaterielles Kulturerbe (»gutes Praxisbeispiel«) anerkannt. Den entsprechenden Vorschlag von Sydslesvigsk Forening und Bund Deutscher Nordschleswiger — den Vertretungen der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein und der deutschen Minderheit im zu Dänemark gehörenden Nordschleswig — würdigte das UNESCO-Expertinnenkomitee als

beispielhaft für ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen in Grenzgebieten.

Aus einem früheren Gegeneinander sei ein Füreinander entstanden.

Dänemark hatte die Region bereits zuvor auf die staatliche Liste des immateriellen Kulturerbes gesetzt.

Die beiden Verbände versprechen sich von der am 11. Dezember erfolgten Anerkennung noch mehr Rückenwind für die Pflege der kulturellen Vielfalt und wollen nun die Regierungen in Kopenhagen und Berlin dazu drängen, die Einstufung als Weltkulturerbe zu erreichen.

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Die Süd-Tiroler Freiheit zitiert Ernst Moritz Arndt.

Anlässlich des heutigen UNESCO-Welttags der Muttersprache hat die STF ein Zitat von Ernst Moritz Arndt veröffentlicht.

Quelle: Süd-Tiroler Freiheit.

Der »Schriftsteller und Freiheitskämpfer« war ein deutscher Nationalist, der die angebliche Reinheit des deutschen Volkes zelebrierte, in rassistischen Kategorien dachte und vom Antisemitismus beseelt war.

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Nationalismus Racism | Zitać | | | Deutschland Südtirol/o | STF UNESCO | Deutsch

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Satire darf nicht alles!

Heute auf SüdtirolNews:

Weil die SVP mit dem PD in Südtirol ein Abkommen geschlossen hatte, im Wahlkreis (Anm.: Bozen-Unterland) keine eigenen Kandidaten aufzustellen, sondern die PD-Kandidaten zu unterstützen, sollen nun die Ortsobleute die Bevölkerung von der Wahl zweier Nicht-Südtiroler überzeugen.

Auch SVP-Bezirksobmann Oswald Schiefer hatte sich den Unmut der Parteispitze zugezogen, als er gemeinsam mit anderen bei einer Sitzung in Bozen noch verärgert verlangt hatte, „doch selbst zu den Leuten raus zu gehen und denen zu sagen, was die gute Boschi macht.“

Sein Bauchweh über die Entscheidung scheint nun aber verflogen. Ausschlag für die schnelle Genesung dürfte nicht zuletzt ein Wahlzuckerle gewesen sein. Boschi versprach nämlich, sich dafür einzusetzen, dass der Egetmann-Umzug in das immaterielle UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wird.

Siehe auch: 1/

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Toponomastica, Annibale Salsa si schiera.
Il plurilinguismo e la traduzione dei nomi non sono la stessa cosa

Annibale Salsa — professore emerito di Antropologia filosofica e di Antropologia culturale presso l’Università di Genova, presidente del CAI dal 2004 al 2010, membro del comitato scientifico Dolomiti UNESCO, presidente del comitato scientifico di Accademia della Montagna del Trentino, collaboratore del «Bureau Régional d’Ethnologie et Linguistique» della Val d’Aostanon per la prima volta ha preso posizione sulla toponomastica sudtirolese, sostenendo l’abolizione dei decreti che in epoca fascista portarono alla traduzione-storpiatura dei toponimi preesistenti.

In quest’occasione lo ha fatto al fianco di Süd-Tiroler Freiheit, che a tal fine sta portando avanti una raccolta firme e che in questi giorni ha presentato un opuscolo informativo in lingua italiana (che il quotidiano A. Adige si è rifiutato di distribuire).

Salsa ha fatto notare quanto lui sia un sostenitore del plurilinguismo, ricchezza di molte regioni alpine — facendo al contempo notare che la traduzione dei toponimi non ne è una logica conseguenza.

Cambiare i nomi dei luoghi e delle persone per decreto costituisce un atto di violenza morale, psicologica e culturale. La questione della toponomastica sudtirolese, a distanza di quasi cento anni, va affrontata con serenità ed obiettività scientifica al di fuori da strumentalizzazioni ideologiche che qui hanno accecato le menti ed avvelenato gli animi.

— Annibale Salsa

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Cultura Discriminaziun Faschismen Medien Ortsnamen Wissenschaft | Zitać | | AA | Südtirol/o | CAI STF UNESCO | Italiano

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UNESCO: Posse um ladinische Sprache.
Divide et impera auf Südtirolerisch

Nach der Kritik um das Fehlen der friaulischen und ladinischen Sprachen bei der Beschriftung der über 60 Schutzhütten im Naturerbegebiet der Dolomiten will die UNESCO-Stiftung jetzt nachbessern. Das ist die gute Nachricht.

Wie jedoch die Usc di Ladins in ihrer aktuellen Ausgabe (vom 10. März) berichtet, kam es im Zuge der sprachlichen Neudefinition zu einer Intervention der Südtiroler Landesregierung. Während man sich zunächst auf die friaulische und auf die ladinische Einheitssprachen geeinigt hatte, bestanden die Landesräte Richard Theiner und Florian Mussner (beide SVP) offenbar auf Gebrauch der ladinischen Talidiome — eine weit verbreitete Strategie, um sprachliche Minderheiten zu schwächen. Damit leugnet man die kulturelle Einheit und reduziert Sprachen auf eine Ansammlung von Dialekten, was deren Würde, aber auch den praktischen Nutzen beschränkt.

Mag sein, dass die Ablehnung der Einheitssprache auch darauf zurückzuführen ist, dass bei deren Entwicklung zu sehr auf die Verständigung geachtet und somit wenigstens zum Teil Ausdrücke geopfert wurden, die für die ladinische Sprache charakteristisch sind. Doch dafür gibt es zwei Lösungen: Der konstruktive Ansatz würde zeitnahe Verbesserungen nach sich ziehen, während die nachhaltige Ablehnung und somit die Schwächung der Sprache den destruktiven Ansatz darstellt.

Absurde Folge der Südtiroler Forderungen: Fast im gesamten UNESCO-Gebiet wird — auch außerhalb Ladiniens — auf Schildern die ladinische Einheitssprache zu lesen sein, wohingegen in Gherdëina (Gröden) und Badia (Gadertal) die jeweiligen Talidiome zur Anwendung kommen.

Zwischen Kiel und Bozen sowie zwischen Lugano und Palermo konnte man sich jeweils auf gemeinsame Schriftsprachen einigen, aber zwischen Urtijëi und Anpezo scheint dies ein Ding der Unmöglichkeit zu sein — der angeblichen Minderheitenpartei SVP sei »Dank«.

Siehe auch: 1/ 2/ 3/ 4/

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UNESCO-Naturerbe gegen Kulturerbe.

Wie das Land Südtirol mitteilt, haben die Mitgliedsländer des UNESCO-Weltnaturerbes Dolomiten gemeinsam mit den Alpinvereinen das Projekt »Schutzhütte im Dolomiten UNESCO Welterbe« lanciert.

Die erste Phase dieses Vorhabens ist mit der Überreichung der entsprechenden Plakette an 29 von insgesamt 66 im Naturerbegebiet befindlichen Schutzhütten bereits über die Bühne gegangen.

UNESCO-Schutzhüttenschild.

[N]eben der Plakette wird im Inneren der Schutzhütten eine Info-Tafel über das Dolomiten UNESCO Welterbe informieren sowie mehrsprachiges Informationsmaterial aufliegen. Auch eine Verlinkung der Schutzhütten-Webseiten mit den wichtigsten Neuigkeiten auf der Webseite der Stiftung Dolomiten UNESCO www.dolomitiunesco.info wird erfolgen.

— Landespresseamt

Die Schutzhütten seien »aufgrund ihrer einzigartigen Lage im Herzen des Welterbes sowie aufgrund ihrer Funktion besondere Multiplikatoren«, zitiert das Landespresseamt den Direktor des Südtiroler Landesamtes für Naturparke. »Sie sind geradezu dafür prädestiniert, Gäste und Einheimische für das Welterbe zu sensibilisieren.«

Zu sensibilisieren wären aber in erster Linie wohl die Verantwortlichen der »Stiftung UNESCO Dolomiten« (darunter auch das Land Südtirol) selbst, wird hier doch unter dem Deckmantel des Weltnaturerbes das örtliche Kulturerbe (die sprachliche Vielfalt) einmal mehr mit Füßen getreten.

Allein schon die Sprachreihung: An erster Stelle natürlich die lingua franca nazionale Italienisch, dann die lingua franca internazionale Englisch und erst dann die (in Südtirol meistgesprochene und wohl im gesamten Weltnaturerbegebiet als Tourismussprache wichtige) Amtssprache Deutsch.

Noch weit schwerer wiegt aber, wie die Usc di Ladins völlig zurecht bemängelt, dass die (in großen Teilen der Dolomiten dominierenden) ladinischen Orts- und Amtssprachen, einschließlich Friaulisch, völlig weggelassen wurden. Wer den Respekt für ein einmaliges Naturerbe wie die Dolomiten propagiert, sollte imstande sein, über den eigenen Tellerrand des Natur- und Landschaftsschutzes hinauszuschauen und auch der sprachlichen Vielfalt Respekt und Sensibilität entgegenbringen. Gerade, wo die »bleichen Berge« ohne die ladinische Sprache und Kultur als Lebensraum kaum zu erfassen sind.

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UNESCO Nationalnaturerbe.

Es war ein Freudentag in Südtirol, als die Dolomiten im Jahr 2009 zum UNESCO Weltnaturerbe ernannt wurden. Gleichzeitig war und ist diese Ernennung ein leuchtendes Beispiel dafür, wie tief verwurzelt die in jüngster Zeit auf so oft strapazierte nationale Logik ist – selbst in einer UN-Sonderorganisation, die über solch Profanitäten wie Nationalität erhaben sein sollte, da das Verbindende ja zu den Wesensmerkmalen der UNESCO zählt.

Die Nationenzentriertheit des Welterbes zeigt sich zunächst schon einmal daran, dass nur Einzelstaaten Vorschläge für die Aufnahme in die Liste machen können. Da sich aber gerade Naturdenkmäler wie Gebirge oder Flüsse selten an Landesgrenzen halten, ist diese Regelung zumindest fragwürdig. Im Zuge der Ernennung der Dolomiten zum Welterbe wurden dann entsprechend Stimmen laut, die die Lienzer Dolomiten ebenfalls als Teil dieser Auszeichnung sehen wollten. In diesem Zusammenhang muss man allerdings erwähnen, dass die Osttiroler Kalkberge trotz ihrer morphologischen Ähnlichkeit von Geologen vielfach nicht zur Gebirgskette der Dolomiten gezählt werden. Dennoch bleibt die Grundsatzfrage, warum sich ein Welterbe an Staatsgrenzen halten muss. So kommt es dann auch zu teils amüsanten bis bizarren Situationen. Beispielsweise wurden die Wasserfälle von Iguazú auf argentinischer Seite 1984 in die Liste des Weltnaturerbes aufgenommen, jener Teil der Fälle, der in Brasilien liegt, jedoch erst zwei Jahre später 1986. Somit gibt es nun zwei Welterbe Iguazú, aber freilich nur ein zusammenhängendes System von Wasserfällen.

Beim Welterbe Dolomiten manifestiert sich die nationale Logik gleich mehrfach. Wir erinnern uns, dass Landeshauptmann Luis Durnwalder beim Festakt zur Verleihung des Welterbetitels in Auronzo di Cadore ausgepfiffen wurde, weil er die Menschen auch auf Deutsch und Ladinisch begrüßte.

Und speziell in der medialen Präsentation des Naturdenkmals ist von kultureller Vielfalt und Authentizität, wie sie die UNESCO eigentlich propagiert, wenig zu spüren. Die Webseite der Stiftung »Dolomiti-Dolomiten-Dolomites-Dolomitis UNESCO« ist zwar sauber dreisprachig (Italienisch, Deutsch, Englisch), die Domain gibt’s aber nur auf Italienisch: www.dolomitiunesco.info. Ladinisch — die Hauptsprache zumindest der Südtiroler Dolomitentäler — und Friaulisch glänzen durch Abwesenheit. Im Web 2.0 ist dann abgesehen von ein paar englischsprachigen Tweets »weltmännische« Einsprachigkeit angesagt. Die Wahl fiel dabei auf — welch Überraschung — Italienisch. Zwar wird man auf der Webseite auf Deutsch eingeladen, dem Twitteraccount der Stiftung zu folgen, dort angekommen, folgt die Kommunikation jedoch der nationalen Logik. Kein einziger Tweet auf Deutsch oder Ladinisch. Bei YouTube und Instagram das gleiche Bild. Auch publiziertes Kartenmaterial spiegelt nicht unbedingt die multikulturelle Realität der Dolomitenlandschaft wider.

UNESCO Weltnaturerbe

Dass der national-zentrierte Sprachgebrauch auch auf die UNESCO selbst abfärbt, beweist ein Besuch der (englischsprachigen) Webseite der Organisation. In der Auflistung der neun Welterbestätten in den Dolomiten ist ausschließlich von Bolzano und Trentino-Alto Adige die Rede. Und selbst die Bletterbachschlucht, die meines Wissens auch die meisten Italienischsprachigen im Lande (siehe Wikipedia) als solche bezeichnen, scheint als Rio delle Foglie auf.

Für eine Organisation, die seit dem Jahr 2000 jährlich am 21. Februar den »Internationalen Tag der Muttersprache« als Gedenktag zur »Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit« begeht, mutet diese Praxis geradezu grotesk an.

Detail am Rande: Südtirol hat noch bis zum Jahr 2016 den Vorsitz der Stiftung »Dolomiti-Dolomiten-Dolomites-Dolomitis UNESCO« inne. Und zahlen tut Südtirol freilich auch.

Siehe auch: 1/ 2/ 3/ 4/

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