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Höchste Zeit für ein Ortsnamengesetz.

Jetzt ist also der Präfekt — der Wachhund Roms, den es z. B. in der Vallée d’Aoste nicht zu brauchen scheint — in der Causa Wegweiser eingeschritten, um die Zweinamigkeit auch des letzten Kaffs und der letzten Alm aus vorgeschobenen »Sicherheitsgründen« anzuordnen. Die Lächerlichkeit der Argumente kennt wirklich keine Grenzen, und der Zusammenhalt der staatlichen Institutionen ist perfekt, wenn es auch im 21. Jahrhundert darum geht, das Werk eines Verfälschers des Schlags eines Tolomei zu vollenden.

Es ist höchste Zeit:

  • die koloniale Institution des Präfekten und Regierungskommisärs endgültig abzuschaffen;
  • die Zuständigkeit des Landes Südtirol auszuschöpfen, um die Ortsnamenfrage einer gesetzlichen Lösung zuzuführen; sollte ein Gericht die Einnamigkeit von Flurnamen beanstanden, kann und muss die Causa bis zur letzten internationalen Instanz durchgefochten werden.

Gleichzeitig wären m. E. AVS und TVs sofort anzuweisen, die vollständige Zwei- und Dreisprachigkeit, sowie im Falle größerer Ortschaften ggf. auch die Zweinamigkeit wiederherzustellen.

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