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Murgia critica Figliuolo ma per il governo è «odio».

Nel corso della trasmissione Di Martedì (La7) del 6 aprile scorso la scrittrice, attivista politica (femminista e antifascista, ma anche indipendentista sarda) Michela Murgia ha così commentato la nomina del gen. Francesco Figliuolo a Commissario straordinario per l’emergenza Covid da parte del governo di Mario Draghi:

Naturalmente da un uomo che viene da un contesto militare non ci si può aspettare che un linguaggio di guerra. Mi domando se un linguaggio di guerra sia quello giusto da utilizzare con chi non è militare, cioè con tutto il resto del paese. A me personalmente spaventa avere un commissario che gira con la divisa, non l’ho mai subíto il fascino della divisa.

Però se funziona…?

Eh… funziona su chi? È questo che non capisco, cioè questo fascino per l’uomo forte… io gli unici uomini che ho visto in divisa davanti alle telecamere che non fossero le forze dell’ordine che stavano dichiarando un arresto importante sono i dittatori negli altri paesi. Io quando vedo un uomo in divisa un po’ mi spavento sempre, non è che mi sento più al sicuro. Non sono sicura che la categoria bellica sia la categoria con cui si può responsabilizzare un paese.

Trascrizione mia.

A causa di queste affermazioni, più che legittime, Murgia è stata presa di mira da stampa e politici non solo di destra. Quel che però stupisce è che sia apparsa perfino una specie di censura sul sito del Ministero della Difesa, a firma della Sottosegretaria di Stato alla Difesa del Governo Monti, Stefania Pucciarelli (Lega), che definisce le parole di Murgia un’offesa «nei confronti dei nostri militari».

Non sono i militari, con le loro divise, a spaventare le persone (come dice Murgia). Sono invece le esternazioni di odio ed ogni forma di avversione nei confronti degli appartenenti alle Istituzioni a ferire chi ha prestato un giuramento davanti al Tricolore; una dichiarazione di fedeltà alla Repubblica con solenne impegno di osservare la Costituzione e le leggi. Parliamo di uomini e donne che, per quel giuramento, sono disposti a sacrificare la propria vita per tutelare la sicurezza degli italiani.

— Sen. Stefania Pucciarelli

Trovo estremamente preoccupante che una critica, anche forte, verso l’impiego delle forze militari in ambito civile venga ufficialmente censurata come un’offesa a «italiani e militari», «esternazione di odio» e «avversione nei confronti degli appartenenti alle istituzioni» da una rappresentante del governo.

Che le persone di cui parliamo siano disposte a sacrificare la propria vita, inoltre, non mi sembra una constatazione granché tranquillizzante. Anzi.

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Mit Kanonen auf Viren.

Die neue Regierung von Mario Draghi führt die Militarisierung der Pandemie und die Kriegsrhetorik, die ihr zugrunde liegt, in logischer Konsequenz fort: Der bisherige, von Premier Conte ernannte außerordentliche Covid-Notstandskommissär Domenico Arcuri wird entlassen und mit dem Alpini-Kommandanten Francesco Paolo Figliuolo ersetzt — als starker Mann vom starken Mann ernannt. Gefreut haben sich über diese weitere Eskalation im angeblichen Krieg gegen die Pandemie vor allem Matteo Renzi (Italia Viva) und Matteo Salvini (Lega) — aber auch Giorgia Meloni von der oppositionellen neofaschistischen FdI hat gratuliert. Die Erwartungen seiner neuen Fans dürfte Figliuolo zumindest rhetorisch vorerst schon erfüllt haben, als er bei der Amtsübernahme versprach, für »unser Vaterland« und »meine Nationsgenossen« arbeiten zu wollen. Jetzt braucht der kriegserprobte Soldat (Afghanistan, Kosovo…) nur noch seine Truppen gegen das Virus in Stellung zu bringen.

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Mehr Impfstoff für Afrika: Draghi dagegen.

Deutschland und Frankreich schlagen vor, dass die EU den afrikanischen Ländern 13 Millionen Impfdosen schenkt. Mit dieser vergleichsweise geringen Anzahl könnten auf dem Kontinent zumindest alle Mitarbeiterinnen der Gesundheitsberufe geimpft werden, so die Überlegung. Zu diesem Angebot sollen sich Angela Merkel und Emmanuel Macron — nicht gerade linksgrün versiffte Träumerinnen — auch deshalb entschieden haben, weil die Pharmakonzerne von afrikanischen Ländern deutlich höhere Preise für den Impfstoff verlangen, als sie die EU durch ihr gemeinsames Vorgehen erzielen konnte. Dadurch rückt für viele ärmere Staaten die Immunisierung der Bevölkerung in weite Ferne.

Gegen den deutsch-französischen Vorschlag soll sich einem Bericht von le Monde zufolge der neue italienische Regierungschef Mario Draghi ausgesprochen haben — weil er angeblich einen Glaubwürdigkeitsverlust der EU befürchte, wenn sie anderen Ländern Dosen zur Verfügung stellt, bevor die eigene Bevölkerung geimpft ist.

Nix mit »helfen wir ihnen vor Ort«, dem rechtspopulistischen aiutiamoli a casa loro. Selbst das ist noch nicht egoistisch genug.

Doch wenn der Ruf der sogenannten Werteunion unter mangelndem Egoismus tatsächlich leiden würde, sollten wir uns ernsthaft Sorgen machen.

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Anfechtungen: Neue Regierung, altes Glück.

Vier Tage, nachdem der Regierung von Retter Mario Draghi — auch von der SVP — das Vertrauen ausgesprochen worden war, beschloss sie am 22. Februar schon die Anfechtung des Südtiroler Landeshaushalts und des Stabilitätsgesetzes. Davon betroffen wären insbesondere die Corona-Hilfen, die das Land demnächst auszahlen möchte.

Am darauffolgenden Tag soll sich die neue Regionenministerin Mariastella Gelmini (FI) in einem Treffen mit LH Arno Kompatscher (SVP) schon wieder gesprächsbereit gezeigt haben.

Die Frage stellt sich quasi von selbst: Warum wird eine Anfechtung beschlossen, bevor es zu politischen Verhandlungen kommt?

In weniger zentralistischen Ländern wäre eine derart aggressive Vorgehensweise wohl kaum vorstellbar. Bleibt nur zu hoffen, dass Draghi unsere Autonomie jetzt nich genauso rupft wie damals Monti.

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Politik Staat vs Land Vorzeigeautonomie Wirtschaft+Finanzen Zentralismus | Coronavirus | Arno Kompatscher Mario Draghi Mario Monti | | Italy Südtirol/o | Land Südtirol PDL&Co. SVP Verfassungsgericht | Deutsch

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Der nächste Heiland.

Mit dem Goldman-Sachs- und EZB-Mann Mario Draghi hat Italien nur acht Jahre nach dem Abgang von Namensvetter Monti wieder einen Retter in der Not. Er kommt, nachdem Matteo Renzi (Italia Viva) mitten in der Pandemie eine Regierungskrise angezettelt hatte.

Die einzige Opposition gegen die neue Regierung, deren Vereidigung noch heute ansteht, ist dabei neofaschistisch (FdI). Alle anderen im italienischen Parlament vertretenen Parteien — von LeU über die 5SB bis zur Lega — werden Supermario 2 wohl ihr Vertrauen aussprechen, da sie fast alle auch im Kabinett vertreten sind.

Dabei dürfte die gestern Abend verkündete Ministerinnenliste wohl selbst die hartgesottensten Fans und die blauäugigsten Beobachterinnen enttäuscht haben: Der Berlusconi-Vertraute Renato Brunetta (FI) als Verwaltungsminister, Leonardo-Finmeccanica-Mann Roberto Cingolani als Minister für die ökologische Wende — bei gleichzeitiger Abschaffung des Umweltministeriums — oder die Bestätigung von Luigi Di Maio (5SB) als Außenminister sind nur einige von vielen schwer verdaulichen Brocken.

Trotz gegenteiliger Prognosen scheint das Kabinett stark nach Parteibuchüberlegungen zusammengesetzt worden zu sein.

Aus Südtiroler Sicht ist insbesondere auch die Tatsache bitter, dass mit Mariastella Gelmini eine Frau von Forza Italia das Regionenministerium übernimmt. Nicht auszuschließen, dass die Regierung Draghi bezüglich Autonomiefeindlichkeit in die Fußstapfen von Mario Monti tritt.

Siehe auch:

Democrazia Ecologia Föderal+Regional Politik | | Mario Draghi Mario Monti Matteo Renzi Silvio Berlusconi | | Italy Südtirol/o | 5SB/M5S FdI Lega PD&Co. PDL&Co. SVP | Deutsch