Außendarstellung/
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Olympiaprotest in Anpezo auf Erfolgskurs.
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Die Union de i Ladis de Anpezo (ULd’A) hatte kürzlich dazu aufgerufen, ab sofort und für die gesamte dauer der Olympischen Winterspiele ladinische Flaggen auszuhängen. Damit sollte ein stiller, dafür aber gut sichtbarer Protest gegen diese Großveranstaltung, die damit einhergehenden, massiven und umweltzerstörenden Eingriffe sowie insbesondere auch gegen die Marginalisierung der ladinischen Kultur und Sprache
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Demütigung für Antholz und Südtirol bei Olympia.
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Die nationalistischen Dynamiken verkennend, die mit einem solchen Großereignis einher gehen, hatte Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) im Jahr 2019 behauptet, wir könnten dank Olympischer Spiele im Schlepptau von Mailand und Anpezo die weltweite Aufmerksamkeit nutzen und die Besonderheiten Südtirols aufzeigen. Bislang ist erwartungsgemäß das Gegenteil eingetreten, nämlich eine weitere Unterordnung gegenüber Italien und nationaler Symbolik.
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Klausen verkörpert das italienische Lebensgefühl.
I Borghi più belli d’Italia–
Erst vorgestern hatte ich die Borghi più belli d’Italia thematisiert, zu denen auch fünf Südtiroler Gemeinden zählen. Anlass war die Teilnahme ihres Gründers und Präsidenten an einem Diskussionspanel von Atreju, dem Parteifest der neofaschistischen Fratelli d’Italia. Inzwischen bin ich auch auf die Website der Tourismusgenossenschaft Klausen-Barbian-Feldthurns-Villanders gestoßen, wo der Gründungsmitgliedschaft von Klausen bei den sogenannten
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I Borghi più belli d’Atreju.
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Mehrere Südtiroler Ortschaften halten es für sinnvoll und notwendig, sich als Borghi più belli d’Italia bezeichnen zu lassen. Dieses Prädikat beruht nicht etwa auf einer Auszeichnung, sondern wird — neben der Erfüllung einiger Voraussetzungen — durch die kostenpflichtige Mitgliedschaft in einem Verein ermöglicht. Die teilnehmenden Gemeinden fördern damit freiwillig ein (banal-)nationalistisches Narrativ und setzen dafür
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Mehrere Zufälle bei der Brennerautobahn.
Minorisierung–
Als bedeutende Dienstleisterin im Land, aber auch als Visitenkarte unseres Landes gegenüber Abertausenden Gästen und Durchreisenden, glänzt die Brennerautobahn bekanntlich stets mit einem besonders sensiblen und verantwortungsvollen Umgang sowohl mit den Landessprachen als auch mit den Ortsnamen in Südtirol. Die mit einem grünweißroten Logo versehenen Fahrzeuge des sogenannten Verkehrsdienstes waren bis vor einiger Zeit in
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Auslieferung an den Luxustourismus.
Quotation–
Ich bedaure die Umbenennung sehr, aber die gesamte Operation von der Umwidmung in ein Luxury Retreat bis zur Umtaufe entspricht der Auslieferung wichtiger Teile Südtirols an den Luxustourismus. Kultur wird nicht mehr respektiert, sondern dient als Marketingfaktor. Der traditionelle Name weicht einem marktgängigen Label. Hans Heiss, Historiker, über die Umwandlung der Sonnenburg in ein Hotel
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Katalonien und Euskadi bald Unesco- und UNWTO-Mitglieder?
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Kürzlich haben die Färöer einen Antrag auf Mitgliedschaft in der Welthandelsorganisation (WTO) gestellt, nachdem sie bereits in die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingetreten waren. Doch auch Katalonien und Euskadi sollen Teil internationaler Organisationen werden, genauer gesagt der Unesco und der Weltorganisation für Tourismus (UNWTO), die beide zu den Vereinten Nationen gehören. Den Antrag auf Mitgliedschaft will die
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Welterbe Canederli.
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Der italienische Gastronationalismus, eine Spielart des banalen Nationalismus, ist an seinem vorläufigen Höhepunkt angelangt — mit der Ernennung der italienischen Küche, was auch immer das genau sein soll, zum immateriellen Unesco-Weltkulturerbe. Welche Folgen das etwa für Südtirol hat, zeigt sich bereits: Vizelandeshauptmann Marco Galateo von den neofaschistischen Fratelli d’Italia ließ es sich nicht nehmen, umgehend
