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Autorinnen und Gastbeiträge

Corona: Diffuses Deutsch.

Leserbeitrag von Hartmuth Staffler

Nachdem ich am vergangenen Mittwoch, 16. September, Kontakt mit einer Person hatte, die am 17. September positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde, habe ich am 20. September die amtliche Mitteilung erhalten, dass ich bis zum 29. September der „Quarantäne mit aktiver Aufsicht“ unterworfen bin. Wohl um mir diese unerfreuliche Nachricht etwas erträglicher zu machen, hat man den deutschen Text der Mitteilung in einem absurden, von Fehlern strotzenden Stil verfasst, der mich unwillkürlich zum Lachen veranlasst hat. Wahrscheinlich war es wohl die Absicht der Verantwortlichen, mich aufzuheitern und so mein Immunsystem zu stärken. Laut einem Pusterer Zahnklemperer würde dafür zwar Knoblauch genügen, aber nicht jeder mag dieses Liliengewächs. Erfreulich habe ich die Empfehlung des Sanitätsbetriebes gefunden, „ausreichend“ zu trinken. Bereits unsere Vorfahren wussten: Schnaps ist gut für Cholera. Unklar ist jedoch der Hinweis, dass ich angeblich engen Kontakt mit bestätigen Fällen von infektiöser diffuser Krankheit gehabt habe. Ich weiß nicht, was eine diffuse Krankheit ist, aber ich weiß dass diffus (laut Duden) so viel wie „zerstreut, verschwommen“ bedeutet. Demnach würde ich also, wenn überhaupt, nicht an einer eindeutig definierbaren Krankheit leiden, sondern an einer mit diffusem, unklarem Erscheinungsbild. Das Ganze „basierend auf das (sic!) Dekret des Landeshauptmannes, …, mit der (sic!) das Departement für Gesundheitsfürsorge des Südtiroler Sanitätsbetriebes beauftragt worden ist …“ Unsympathisch wird dann folgende Aussage: In Anbetracht der Tatsache, dass die Nichteinhaltung der Eindämmungsmaßnahmen, sofern es sich nicht um eine schwerere Straftat handelt, gemäß Artikel 650 des Strafgesetzbuches bestraft wird, wird (sic!) diesbezüglich auch die Carabinieri für die Überwachung der Einhaltung der angeordneten Maßnahme informiert.

Gesundheit Satire Sprachpfusch | Coronavirus Italianizzazione | | | Südtirol/o | Carabinieri Sabes | Deutsch

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Canestrini: Seid ein bisschen couragierter!
Quotation 623

Den Südtirolern möchte ich sagen: Seid ein bisschen couragierter! Das sagte mein Vater [RA Sandro Canestrini] auch immer. Die Südtiroler, sagte er, »credono sempre al maresciallo dei carabinieri«, die glauben immer was der Carabinieri-Hauptmann sagt und mir [als] Anwalt glauben sie nicht. Auf die Rechte muss man bestehen, ein Recht von dem nicht Gebrauch gemacht wird, wird irgend einmal vergessen. Wir reden hier zum Beispiel über das Recht auf die Muttersprache: man sollte sich da wirklich überlegen, ob es Sinn macht, dass die Südtiroler immer versuchen, es den Italienischsprechern recht zu machen und selbst Italienisch sprechen.

RA Nicola Canestrini in Treffpunkt Mensch von Rai Südtirol (26. August) – Transkription:

Siehe auch:

Lingaz Medien Minderheitenschutz Recht | Quote | | Rai | Südtirol/o | Carabinieri | Deutsch

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Postcolonial Italy – Mapping Colonial Heritage.

Die Forscherinnen Markus Wurzer (Universität Graz) und Daphné Budasz (European University Institute) haben es sich mit weiteren Mitwirkenden zur Aufgabe gemacht, Spuren der »verschwiegenen Kolonialgeschichte Italiens« im öffentlichen Raum aufzuspüren und in einem sogenannten Digital-Public-History-Projekt der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Unter den vier bislang unter die Lupe genommenen Städten befindet sich auch die Südtiroler Landeshauptstadt, in der — nach Florenz, aber vor Rom und Venedig — die zweitgrößte Anzahl an Spuren gefunden und in eine interaktive Karte eingezeichnet wurde:

Ausschnitt aus Postcolonial Italy – Mapping Colonial Heritage

Darunter befinden sich acht Straßen- und Plätzenamen, fünf Denkmäler (einschließlich eines Exkurses zum Alpinidenkmal in Bruneck) und eine Institution:

  • Die erst 1953 und auf Vorschlag des neofaschistischen MSI so getaufte Amba-Alagi-Straße, die an den Verlust des Kolonialimperiums erinnern (und vor dem möglichen Verlust Südtirols) warnen sollte.
  • Die Antonio-Locatelli-Straße, die 1936 nach dem Piloten und »glühenden Faschisten« benannt, nach dem Krieg in Giuseppe-Craffonara-Straße umbenannt und 1949 wieder in Antonio-Locatelli-Straße rückbenannt wurde. Locatelli war als Freiwilliger im Abessinienkrieg gewesen.
  • Die Drususstraße und die Drususbrücke, deren Namen (nach dem angeblichen Romanisierer germanischer Gebiete) die kolonialistische und expansionistische Ideologie vorwegnahmen, die später auch in Libyen und Eritrea zum Zuge kam. Stellvertretend für andere imperialistische Bezeichnungen wie Julius-Cäsar-Straße, Hadriansplatz und Claudia-Augusta-Straße.
  • Die ursprünglich 1936 eingeführte via Duca D’Aosta (nach dem »Kriegshelden« und »letzten Verteidiger« des Kolonialreichs Amedeo di Savoia-Aosta), 1946 in Spitalgasse umbenannt, 1953 auf Druck von Veteranenorganisationen als Bezeichnung einer anderen Straße, der heutigen Duca-D’Aosta-Allee, wiedereingeführt.
  • Die Padre-Reginaldo-Giuliani-Straße, wie die Locatellistraße nach einem »Märtyrer« des Abessinienkrieges benannt, 1946 in Andreas-Hofer-Straße um- und 1949 in Giulianistraße rückbenannt.
  • Die Rhodosstraße, die an die Eroberung der Dodekanesinseln erinnert, die von 1912 bis 1943 zum italienischen Kolonialreich gehörten.
  • Die 1936 so benannte Tripolisstraße, deren Name 1949 auf Vorschlag eines sozialistischen Gemeinderatsmitglieds bestätigt wurde, weil sie auf den ersten Italienisch-Türkischen Krieg und nicht auf den Faschismus Bezug nehme. Bei dieser Entscheidung seien jedoch die faschistischen Kriegsverbrechen in Libyen unberücksicht geblieben.
  • Der Mazziniplatz zu Ehren des italienischen Risorgimento und somit eines vereinigten italienischen Nationalstaats. Der Platz wurde 1939 in Piazza dell’Impero und 1946 in Mazziniplatz umbenannt.
  • Das Alpinidenkmal in Bruneck.
  • Die Siegessäule am gleichnamigen Platz (hinter dem gleichnamigen Denkmal).
  • Ein Flachrelief am Siegesplatz, das unter anderem die Befreiung versklavter Völker als ein »Geschenk« der faschistischen »Zivilisation« am Höhepunkt des faschistischen Expansionismus darstellt.
  • Die Flachreliefs und Inschriften (Verse von Virgil und Horaz) an den ehemaligen INA- und INFPS-Gebäuden am Siegesplatz.
  • Das Piffraderrelief am Gerichtsplatz.

Und schließlich die Otto-Huber-Kaserne, die nach einem faschistischen »Kriegshelden« aus Südtirol benannt ist und auf die der Befreiungsausschuss Südtirol (BAS) 1956 einen Bombenanschlag verübt hat. Huber ist auch in Meran eine Straße gewidmet. Einer ähnlichen Logik der Ehrung einheimischer Faschisten folgt die Benennung der Wackernellkaserne in Mals, die noch heute unter diesem Namen (teilweise) als Carabinieri-Kaserne dient.

Alle Südtirol betreffenden Texte und Bilder auf dem Portal stammen vom Schweizer Historiker Sebastian De Pretto (Universität Luzern).

Siehe auch:

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L’autonomia come il Monopoly.

Normalmente un’ordinanza emessa viene rispettata e fatta rispettare in quanto tale, ma questo semplice principio sembra non valere in Sudtirolo — dove quelle emanate dal Landeshauptmann vengono regolarmente ignorate. Quindi, per far capire che anche l’ultimo provvedimento, come quelli precedenti, non lo ha scritto per divertimento, ma va preso sul serio (davvero!), Arno Kompatscher (SVP) stesso ha dovuto chiedere al Commissario del governo — la vera autorità locale, pur non eletta — di farlo sapere, per favore, anche alle forze di polizia e all’esercito. Poi, visto che in alcune realtà (almeno una: Kardaun) anche la Polizia locale aveva deciso di non applicare quanto disposto dal Landeshauptmann, si è resa necessaria un’ulteriore comunicazione del Consorzio dei comuni.

Questi fatti, se ce ne fosse stato bisogno, dimostrano in maniera ancor più chiara del solito il (non) valore dell’autonomia e il poco rispetto di cui godono le sue regole. Polizia di stato, Carabinieri, GdF e ancor più l’esercito non sono certo abituati a prendere in considerazione la normativa sudtirolese, tantomeno a darle la precedenza su quella dello stato.

E allora via a un umiliante carosello per spiegare che le ordinanze del Landeshauptmann non sono come i soldi del Monopoly.

Vedi anche:

Militär Politik Polizei Recht Service Public Vorzeigeautonomie Zentralismus | Coronavirus | Arno Kompatscher | | Südtirol/o | Carabinieri Ortspolizei Regierungskommissariat Staatspolizei SVP | Italiano

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Vollautomatisch daneben.

In der Tagesschau auf RAI Südtirol wurde heute darüber berichtet, dass die Ordnungskräfte jetzt kurz vor Ostern verstärkt Kontrollen auf Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen durchführen und dass manche dabei auch etwas über die Stränge schlagen würden. Garniert wurde der Bericht mit Bildern eben dieser Kontrollen.

Sowohl bei der Staatspolizei als auch bei den Carabinieri waren Beamte mit einer – wenn ich als Pazifist und folglich Waffenbanause das richtig recherchiert habe – Beretta M12, also einer vollautomatischen Maschinenpistole, im Bild.

Es ist mir schon öfters aufgefallen, dass in Italien bei ganz gewöhnlichen Kontrollen Beamte mit Maschinenpistolen daneben stehen. Wozu? Wollen die einen erschießen, wenn man die Eigenerklärung oder den Führerschein nicht dabei hat? Ich kann mich nicht erinnern, dass ich das in Österreich einmal erlebt hätte – außer wenn zum Beispiel ein Banküberfall passiert ist und die Exekutive die Ausfahrtsstraßen absperrt und kontrolliert.

Muss man sich wirklich Respekt auf Schwanzvergleichsniveau verschaffen? Kann man Autorität nicht auch durch Sachlichkeit, Korrektheit und Freundlichkeit gepaart mit Kompetenz erreichen? Ich bin zwar ein Laie, aber sicherheitstechnische Notwendigkeit für Vollautomaten sehe ich bei solchen Gelegenheiten beim besten Willen keine. Vielmehr vermittelt eine derartige Ausrüstung ein Bedrohungsszenario, das es nicht gibt, was aber die ohnehin schon angespannte Situation weiter verschärft. Dabei wäre es doch Aufgabe der Behörden – neben der Kontrolle der Einhaltung der Regeln – dafür zu sorgen, dass die Bevölkerung sich sicher fühlt und dass die Exekutivkräfte gerade im Krisenfall als Vertrauenspersonen wahrgenommen werden. Wenn ich kontrolliert werde und neben mir steht jemand mit einer Beretta M12 fühle zumindest ich mich alles andere als sicher und Vertrauen habe ich dann in solche Leute auch keines. Eher Angst vor ihnen.

Dass es auch anders geht, habe ich Minuten nach Ende des Berichts der Tagesschau zufällig auf Twitter entdeckt:

Freilich gibt es auch in Deutschland genügend Fälle, wo – nicht nur in Coronazeiten – von Seiten der Polizei unangemessen reagiert wurde. Dennoch ist der atmosphärische Vergleich irgendwie bezeichnend. Man kann Regeln auch respektvoll und ohne Maschinenpistolen durchsetzen. Und in Anbetracht der deutschen Corona-Zahlen gelingt das im Moment auch recht gut.

Ich habe keine statistischen Belege dafür, aber das martialische Auftreten der Einsatzkräfte und auch der Einsatz des Militärs zu “Sicherheitszwecken” im Inland scheint mir schon ein italienisches Spezifikum zu sein. Wie gesagt – Beamte mit vollautomatischen Waffen wären mir bei Routinekontrollen in Österreich noch nie aufgefallen. Auch war ich unlängst in New York. Ich hätte mir ob des 9/11-Traumas nach wie vor eine massive Polizeipräsenz, zumindest an den neuralgischen Orten wie Ground Zero usw., erwartet. Fehlanzeige. Zumindest sichtbar gab es die nicht. Und schon gar keine Maschinenpistolen.

Bei einer Rundreise durch die Toskana vor einiger Zeit wiederum hat mich die Präsenz von schwer bewaffneten Einsatzkräften in den Städten richtiggehend bedrückt. Neben dem napoleonischen Anachronismus der Gendarmerie (aka Carabinieri) – also Armeeeinheiten mit Polizeibefugnis, die beispielsweise in Deutschland, Österreich und der Schweiz längst abgeschafft wurden, konnte man auch zahlreiche vollbewaffnete Soldaten an den von Touristen bevölkerten Plätzen sehen. Höhepunkt waren Soldaten mit vollautomatischen Waffen, die direkt am Eingang des Fiorentiner Domes standen.

Wiederum die Frage: Wozu? Gefühl der Sicherheit? Bei mir hat es das Gegenteil bewirkt. Schutz vor Anschlägen? Im und um den Dom tummelten sich tausende Menschen. Da kann man auch im Falle eines Angriffes nicht mit einer vollautomatischen Waffe um sich schießen. Ausdruck von Stärke? Bewaffnete Soldaten in Friedenszeiten in einer Stadt sind ein absolutes No-go und eher ein Ausdruck demokratischer Hilflosigkeit.

Jedenfalls werde und mag ich mich an solche Anblicke nicht gewöhnen.

Nachtrag 13.04.2020

In der gestrigen Tagesschau am Ostersonntag wurde darüber berichtet, dass die Glocken des Bozner Domes zwar zur Ostermesse läuteten, jedoch logischerweise keine Gläubigen vor Ort am Gottesdienst teilnehmen durften. Der Kommentar dazu im Bericht: “Militär kontrolliert auch hier die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen.”

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Befehl von Comandante Alfa.

Während der letzten Tage und Wochen wurde vor allem abstrakt davor gewarnt, welche Gefahr der aktuelle Ausnahmezustand für den Rechtsstaat darstellen könnte. Am Samstag hat in Italien jedoch ein hochrangiger Staatsdiener a. D. greifbar gemacht, was in dieser Phase in so manchem Hitzkopf vorgehen könnte.

Der sogenannte Comandante Alfa, bis heute anonymes Gründungsmitglied der Carabinieri-Sondereinheit GIS, veröffentlichte auf Facebook einen wirren Eintrag, der von vielen als verdeckter Aufruf zum Staatsstreich verstanden — und entsprechend scharf kritisiert — wurde.

Er könne nicht mehr schweigen, schrieb der stets mit verschleiertem Gesicht und »uniformiert« auftretende Ex-Kommandant der militärischen Polizeieinheit in ernst-verurteilendem Ton, denn Italien befinde sich im Krieg. Die Notverordnungen der Regierung seien jetzt überflüssig, konfus, ein Beitrag zu unserer Schwächung. Wie Salzschrot, während — metaphorisch — echte Geschosse nötig wären.

Und dann (zwischen sexistischen und migrationsfeindlichen Ausfällen) die im Befehlston formulierte Aufforderung:

Stellt das Heer auf, Verhängt ein Ausgehverbot, schließt die Grenzen, die Häfen, versiegelt unser Land zu Europa, das uns allein gelassen und an der Nase herumgeführt hat, ohne dass uns einer unserer Regierenden verteidigt hätte.

Übersetzung:

Ungeachtet der wahren Absicht hinter dem Posting* lässt sich kaum plastischer aufzeigen, wie subversive Kräfte die Lage ausnützen könnten, um ihre Ziele durchzusetzen. Ob ein Aufruf wie der von Comandante Alfa auf fruchtbaren Boden stößt, hängt davon ab, wie stark einerseits die demokratischen Abwehrkräfte sind und wie verbreitet und gut organisiert andererseits antidemokratische Strömungen im sogenannten deep state sind.

Siehe auch:

*) wenn der Aufruf als Startsignal (miss-)verstanden werden kann, wäre die reale Absicht tatsächlich unerheblich

Democrazia Faschismen Grenze Grundrechte Militär Politik Polizei Racism Repression | Coronavirus Zitać | | Social Media | Europa Italy | Carabinieri | Deutsch

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Drei, vier, Polizei.
Quotation 592

Wir haben die Staatspolizei, wir haben die Carabinieri, wir haben die Finanzwache, wir haben die Ortspolizei, mit zum Großteil sich überschneidenden Aufgaben. Und ich habe den Eindruck, dass diese Einheiten in ihrer eigenen Bürokratie ersticken, statt auf der Straße tätig zu sein.

Markus Mayr, Generalanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft Trient, Außenstelle Bozen, in der heutigen Tagesschau von Rai Südtirol

Siehe auch:

Bürokratismus Polizei | Quote | | Rai | Italy Südtirol/o | Carabinieri Staatspolizei | Deutsch

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Conte zwei: Enthaltung zu wohlwollend?

Während der letzten Tage war die SVP mehrfach kritisiert worden, weil sie der neuen Regierung Conte aus 5SB und PD nicht das Vertrauen aussprechen will. Stattdessen hat sich die Sammelpartei für eine wohlwollende Enthaltung entschieden, wie es Senatorin Julia Unterberger ausdrückt.

Nun scheint aber, dass Gesundheitsministerin Giulia Grillo (5SB) im Amt bleiben wird. Sie hat sich während der letzten Monate im Umgang mit unserem Land für einen strikten Konfrontationskurs (Anfechtungen, Carabinieri, Inspektorinnen…) entschieden, lösungsorientierte Ansätze vermissen lassen und einen Herrn zu ihrem Südtirolberater ernannt, der uns als genetisch kompromittiert betrachtet.

Sollte sich an der Personalie Giulia Grillo nicht in letzter Sekunde doch noch etwas ändern, fände ich sogar eine Enthaltung der SVP nicht angemessen. Dann müsste es eigentlich eine klare Gegenstimme sein, denn so wie bisher kann es in diesem hochsensiblen Bereich nicht weitergehen.

Nachtrag vom 5. September: Gesundheitsminister wird Roberto Speranza (LeU). Ich lasse den Namen ein gutes Omen sein.

Siehe auch:

Gesundheit Politik Polizei Service Public Staat vs Land Vorzeigeautonomie Zentralismus | | Giuseppe Conte Julia Unterberger | | Italy Südtirol/o | 5SB/M5S Carabinieri PD&Co. SVP | Deutsch