Categories
BBD

Bozner Stadtviertelräte: Deutsch inexistent.

Bei einer beruflichen Recherche auf der Homepage der Gemeinde Bozen bin ich neulich auf die Unterseite der Stadtviertelräte gelangt, wo — wohl pandemiebedingt — auch die Videos sämtlicher Sitzungen online abrufbar sind.

Video Stadtviertelratssitzung Zentrum-Bozner Boden-Rentsch (Ausschnitt)

Ich habe dann in meiner Freizeit die Videos »quergeschaut« und erstaunt festgestellt, dass die Sitzungen ausschließlich in italienischer Sprache ablaufen.

Mit offiziellen Bevölkerungszahlen zwischen 14.705 (Oberau-Haslach) und 32.354 (Gries-Quirein) entsprechen die Stadtviertel einwohnermäßig Südtiroler Großgemeinden. Insgesamt vertreten sie mit 107.983 Bewohnerinnen rund ein Fünftel der Südtiroler Bevölkerung.

Die Bozner Stadtverwaltung betont ja ab und an mit Recht, dass in der Landeshauptstadt nicht nur die meisten Italienischsprachigen lebten, sondern dass es auch die größte deutschsprachige Gemeinde des Landes sei.

Dennoch ist in den fünf Stadtviertelräten ein Wort in der Südtiroler Mehrheitssprache — und in der Sprache von über einem Viertel der Boznerinnen — so gut wie nie zu vernehmen. Selbst in Stadtvierteln mit erheblichem deutschsprachigen Bevökerungsanteil sprechen auch die Vertreterinnen der »Minderheitenpartei« SVP in den Versammlungen Italienisch. So wie es auch alle anderen Mitglieder tun, die ich aufgrund des Namens und des Akzents der deutschen Sprachgruppe zuordnen würde.

Es ist also davon auszugehen, dass bei den anderen Gewählten nicht einmal passive Deutschkenntnisse so weit vorhanden sind, dass alle in ihrer jeweiligen Muttersprache sprechen könnten.

Umgekehrt ist mir übrigens keine noch so kleine und entlegene »deutschsprachige« Gemeinde bekannt, in der italienischsprachige Ratsmitglieder gezwungen wären, auf Deutsch zu reden, weil man sie sonst nicht verstehen würde. Vermutlich wäre das ein Skandal.

In den Bozner Stadtviertelräten finden höchstens informelle Zweiergespräche (»bisch du do?« »hearsch ins?«) auf Deutsch statt. Auch Gäste deutscher Muttersprache, die vom Rat zu irgendeinem Thema eingeladen werden, sprechen auf Italienisch. Und es geht so weit, dass etwa die Vorsitzende des Stadtviertelrats Zentrum-Bozner Boden-Rentsch, Sylvia Hofer (SVP) einen deutschsprachigen Gast aktiv dazu auffordert, Italienisch zu sprechen, weil: »dann verstehen es alle«.

Von den insgesamt 55 Mitgliedern aller Bozner Stadtviertelräte ließ es sich nur ein einziger nicht nehmen, seine Wortmeldungen auf Deutsch zu machen: Robert Auer von der SVP in der Versammlung von Zentrum-Bozner Boden-Rentsch. Dieser löblichen, wenn auch nur symbolischen Anstrengung entspricht aber keine Anstrengung der Gegenseite, denn Vorsitzende Hofer muss jede einzelne Wortmeldung ihres Parteikollegen übersetzen. Ein Armutszeugnis sondergleichen.

Und wenn es in diesem Stadtviertel so ist, ist es in den anderen nicht besser. Schon gar nicht in denen, wo die deutschsprachige Vertretung nach den letzten Wahlen weitgehend — oder ganz? — aus dem Stadtviertelrat verschwunden ist. Das macht es den anderen nicht nur sprachlich, sondern wohl auch inhaltlich einfacher. Anders als noch vor zwei Jahren wird sich etwa in Don Bosco niemand mehr für Zweisprachigkeit in der Öffentlichkeit starkmachen.

Insgesamt hat es den Anschein, dass die Volkspartei die Landeshauptstadt sprachlich schon weitgehend aufgegeben hat. Die institutionelle — und institutionalisierte — Ausgrenzung der Minderheitensprache (und größten Landessprache) in der Hauptstadt scheint gegessen. Wenn wir uns die Vorbildfunktion von Institutionen vor Augen führen, kann einem da nur bange werden.

Mir jedenfalls war diese Realität, in diesem Ausmaß, nicht bewusst.

Im Unterschied zu vielen anderen Minderheitengebieten existiert in Südtirol auch keine Sprachpolitik, die diese Situation (auch nur in kleinen Schritten) verbessern möchte. Was schon einmal so ist, wird hierzulande — wenn kein Wunder geschieht — wohl auch so bleiben, umso mehr wenn wir die allgemeine Tendenz in Richtung lingua franca nazionale bedenken. Zudem nimmt in Bozen auch der Anteil der deutschsprachigen Bevölkerung tendenziell ab.

Liste der Stadtviertelratssitzungen von Oberau-Haslach (Youtube)

Dass man sich schließlich nicht einmal die kleine Mühe macht, wenigstens die Titel der Videos zweisprachig anzuführen, zeugt vom totalen Desinteresse für das Thema Sprache.

Siehe auch:

Democrazia Discriminaziun Minderheitenschutz Plurilinguismo Politik Recherche | Bilinguismo negato Italianizzazione | | | | SVP | Deutsch

Categories
BBD

Speicher statt Sprache.
Quotation 647

Auf die Frage der STF, warum deutschsprachige Bürgerinnen ihre Coronatestbefunde immer wieder in italienischer Sprache bekommen, antwortete LR Thomas Widmann (SVP) am 15. März schriftlich:

Der Befund wird in der Sprache ausgegeben, in der die betroffene Person im System registriert wurde.
Der Befund ist einsprachig, um Speicherkapazitäten einzusparen.

Speicherkapazitäten! Mittlerweile ist der »Minderheitenpartei« SVP wohl keine Erklärung mehr zu dumm, um ihr Versagen bei der Gewährleistung der Zweisprachigkeit zu entschuldigen.

Wie konnten Europarat und OSZE, die zu breitestmöglicher Mehrsprachigkeit aufgerufen haben, bloß auf die vielen unnötig zu opfernden Terabytes vergessen?

Siehe auch:

Gesundheit Minderheitenschutz Plurilinguismo Politik Tech&Com | Bilinguismo negato Coronavirus Quote | Thomas Widmann | | Südtirol/o | Europarat Landesregierung OSZE Sabes STF Südtiroler Landtag SVP | Deutsch

Categories
BBD

Covid-Deutsch: Widmann kontert mit Parodie.

Zum Brief der Covid-Überwachungseinheit in unfassbar fehlerhaftem Deutsch hat sich die STF mit Anfrage 1314/20 beim zuständigen Landesrat erkundigt. Der redet sich mal wieder auf Fachkräftemangel und Dringlichkeiten der Pandemie heraus, als ob für einen Rundbrief nicht eine einzige Person gereicht hätte, die der deutschen Sprache mächtig ist.

Auf Frage Nr. 5

Wird die Landesregierung den Südtiroler Sanitätsbetrieb darauf hinweisen, dass das Recht auf die deutsche Muttersprache ernst zu nehmen ist?

antwortet Landesrat Thomas Widmann (SVP) in perfektem Sabes-Deutsch:

Das geschieht immer wieder und der Sanitätsbetrieb nimmt diese Aufforderung auch ernst, leider steht auf Grund des Fachpersonalmangels nicht immer zweisprachiges Personal verfügbar [sic].

Bei Frage Nr. 6, die im Original

Wie bewertet die Landesregierung die Tatsache, dass der Südtiroler Sanitätsbetrieb bis heute nicht imstande ist, das uneingeschränkte Recht auf Gebrauch der deutschen Muttersprache zu garantieren?

lautet und bei der Beantwortung in

Wie bewertet die Landesregierung die Tatsache, dass der Südtiroler Sanitätsbetrieb bis heute imstande [sic] ist, das ein [sic] uneingeschränkte Recht auf Gebrauch der deutschen Muttersprache zu garantieren?

umformuliert wurde, beweist der Landesrat, dass ihm wohl nicht nur das Personal ausgegangen ist. Außerdem sind Kopieren und Einfügen mit den Dringlichkeiten der Pandemie ohnehin nicht vereinbar.

Die Antwort auf Frage Nr. 7 (wie die Landesregierung dies ändern will) lautet denn auch:

Die Landesregierung hat den Sanitätsbetrieb beauftragt[,] alles Mögliche zu unternehmen, damit nicht zweisprachigen [sic] Personal die zweite Sprache erlernt. Leider wurde dieses Unterfangen durch Covid 19 eingebremst.

Wenn das Satire ist, ist sie mehr als gelungen. Aber wenn das wirklich unsere Landesregierung sein sollte, mache ich mir ernsthaft Sorgen.

Siehe auch:

Gesundheit Minderheitenschutz Politik Service Public Sprachpfusch | Bilinguismo negato Coronavirus Zitać | Thomas Widmann | | Südtirol/o | Landesregierung Sabes STF Südtiroler Landtag SVP | Deutsch

Categories
BBD

Facharztausbildung hält stand.
Wann kommt das neue Berufsverzeichnis?

Im Oktober 2019 war die Ärztegewerkschaft Anaao mit ihrer Klage gegen die Ausbildung von Fachärztinnen nach österreichischem Modell in Südtirol schon einmal abgeblitzt. Das reichte dem nationalistischen Verein offenbar nicht, sodass der Weg vor das Oberlandesgericht eingeschlagen wurde.

Auch dort war ihnen jedoch kein Glück beschieden, wie die TAZ nun berichtet. Geklagt hätten Claudio Volanti und vier weitere Ärzte als »Privatpersonen«, da Volanti angeblich von einem der in Ausbildung befindlichen Jungärzte behandelt worden sei. Damit sollte vermutlich das persönliche Interesse, also die Klageberechtigung gerechtfertigt werden.

Das Oberlandesgericht hat nun jedoch »das erstinstanzliche Urteil […] umfassend bestätigt«, so die TAZ.

Interessant ist, dass derselbe Herr Volanti im Jänner zum Nachfolger von Monica Oberrauch als Präsidentin der Südtiroler Ärztekammer gewählt wurde. Leute, die unser Gesundheitssystem aus nationalistischen Gründen torpedieren, scheinen an der Spitze des Berufsverbands beliebt zu sein.

Besonders folgenreich könnte die Wahl des Anaao-Manns für die Gleichstellung der deutschen Sprache im Arztberuf sein: Mit einer Gesetzesänderung im Rahmen des Haushaltsgesetzes wurde nämlich nicht automatisch ein Berufsverzeichnis für Ärztinnen mit deutschem statt italienischem Sprachnachweis eingerichtet — vielmehr wurde die Schaffung einer solchen Sektion ausdrücklich dem Gutdünken des Kammerpräsidenten überlassen.

Dass der neue Kammerpräsident für seine nationalistischen Aktionen bekannt ist, legt nahe, dass er sich mit der Einrichtung des neuen Berufsverzeichnisses — wenn überhaupt — sehr sehr lange Zeit lassen wird. Zum Nachteil der Bürgerinnen.

Siehe auch:

Arbeit Discriminaziun Gesundheit Gewerkschaften Medien Minderheitenschutz Nationalismus Plurilinguismo Recht Service Public Vorzeigeautonomie | Bilinguismo negato Good News Italianizzazione | | TAZ | Südtirol/o | ANAAO Sabes | Deutsch

Categories
BBD

Wegen Selbstverleugnung geschlossen.
Klausen

Brechreiz erregend. Anders kann ich all die tollen Marketingexpertinnen nicht bezeichnen, die offenbar keine anderen Ideen haben, als für Profit die Minderheiten zu marginalisieren:

  • Viele ladinische Tal- und Ortschaften Südtirols (Gherdëina Val Gardena, La Ila La Villa, Calfosch Colfosco, San Ciascian San Cassiano, Al Plan San Vigilio) verkaufen sich seit Jahren nur noch unter italienischem Namen.
  • Im Englischen tragen die meisten Südtiroler Feriengebiete stolz Tolomei vor sich her.
  • Immer mehr Hotels italianisieren, latinisieren oder anglisieren ihre Namen.
  • Dort wo Tolomei nichts Missbrauchbares hinterlassen hat (Gitschberg-Jochtal), muss unbedingt ein anderer Zusatz aus dem Prontuario her.
  • Notfalls werden sogar Berge umbenannt.
  • Auch Südtiroler Wein muss Tolomeis Landesbezeichnung führen, um Absatz zu finden.
  • Viele Erzeugnisse (Milchprodukte, ObstSpirituosen usf.) werden einsprachig italienisch bzw. mit italian sounding etikettiert — Zweisprachigkeit und Authentizität müssen wohl geschäftsschädigend sein.

Nun geht bei diesem perversen Spiel aber die Ferienregion Klausen (mit Feldthurns, Barbian, Villanders) in Führung: Sie startet nicht nur — auch auf den deutschsprachigen Märkten — eine Kampagne ohne den deutschen Ortsnamen, sondern führt erstmals auch den Claim (chiusa per ferie) nur noch auf Italienisch. Und das für ein albernes Wortspiel, das schon abgedroschen klingt, bevor es richtig in Umlauf gekommen ist.

Nachtrag vom 4. März 2021: Es ist sogar noch etwas schlimmer. Das soll angeblich keine Kampagne sein, sondern eine neue Corporate Identity. Der Name Klausen fliegt also ganz aus der Marketingidentität der Ferienregion raus.

Nachtrag vom 5. März 2021: Jetzt soll die ganze Aktion doch nur ein »böser Scherz« gewesen sein.

Siehe auch:

Außendarstellung Discriminaziun Minderheitenschutz Ortsnamen Sprachpfusch Tourismus Wirtschaft+Finanzen | Bilinguismo negato Italianizzazione | Ettore Tolomei | | Ladinia Südtirol/o | | Deutsch

Categories
BBD

Zweisprachig von 8.15 bis 16.00 Uhr.
Sparkasse

Eine kurze Geschichte über die zunehmende Marginalisierung der deutschen Sprache in Südtirol:

»[…] Sehr geehrter Kunde, nach 16.00 Uhr können wir die Dienstleistung nur in italienischer Sprache anbieten. Wir bitten um Ihr Verständnis. Für den Dienst in deutscher Sprache stehen Ihnen unsere Mitarbeiter von Montag bis Freitag von 8.15 bis 16.00 Uhr zur Verfügung. Um das Gespräch in italienischer Sprache fortzusetzen, wählen Sie 1.« (Transkription von mir.)

Entweder es gibt bald Vorschriften, die so etwas untersagen — oder die Richtung ist vorgegeben. Selbst Regionalbanken wie Sparkasse und Volksbank, für die die Verwurzelung im Land einer der größten Wettbewerbsvorteile ist, scheren sich immer weniger um die (noch) mehrheitlich gesprochene Sprache.

Dass sich an dieser verhängnisvollen Entwicklung von selbst noch einmal etwas ändert, halte ich für äußerst unwahrscheinlich.

Siehe auch: |

Discriminaziun Minderheitenschutz Nationalismus Plurilinguismo Verbraucherinnen Wirtschaft+Finanzen | Bilinguismo negato Italianizzazione | | | Südtirol/o | | Deutsch

Categories
BBD

EGA: Hinweis auf Schlamperei.
SIAG

Am 7. September 2019 hatte ich in einem Blogbeitrag auf mehrere Unzulänglichkeiten hingewiesen, die mir bei einem Blick in die Elektronische Gesundheitsakte (EGA) aufgefallen waren. Unter anderem sprachliche Ungereimtheiten wie diese:

Da sich um die Übersetzung von Accesso auch ein Jahr später noch niemand gekümmert hatte, schrieb ich am 23. September 2020 eine kurze E-Mail ans Servicedesk der Südtiroler Informatik AG (SIAG). Ticket-Nr.: CALL-489695.

Der Fehler wäre von einer Webdesigner- oder Programmiererin vermutlich in 10 Minuten zu korrigieren und das Ganze keine weitere Befassung wert.

Auf meine auf Deutsch verfasste E-Mail erhielt ich aber am darauffolgenden Tag eine Antwort in italienischer Sprache:

Gentile sig. Constantini,
grazie per averci segnalato questo errore.
Provvederemo a correggerlo al più presto.

Lustig — oder auch nicht: Ein Hinweis auf Verletzung der Zweisprachigkeitspflicht wird von der SIAG mit einer weiteren Verletzung derselben quittiert.

Oder aber: Auf einen Hinweis auf Schlamperei folgt eine weitere Schlamperei. Und die nimmt kein Ende. Heute habe ich abermals die EGA geöffnet und — guess what — bald vier Monate später ist »al più presto« noch immer nicht eingetreten.

Siehe auch:

Plurilinguismo Service Public Sprachpfusch Tech&Com | Bilinguismo negato Zitać | | | Südtirol/o | Land Südtirol | Deutsch

Categories
BBD

Covid: Tabellen bleiben einsprachig.

Die STF hat sich bei LR Thomas Widmann (SVP) wegen der einsprachigen Corona-Tabellen erkundigt (Anfrage Nr. 1136/20). Die Antwort ist so fadenscheinig, gleichgültig und minderheitenfeindlich ausgefallen, wie sie nur sein könnte.

Laut zuständigem Landesrat wurden die Tabellen zu Beginn der »Corona-Phase« eingeführt und

auch wegen des enormen Datensatzes einsprachig gehalten, um sie so leserlich wie möglich zu gestalten.

Die Leserlich- und Übersichtlichkeit ist eine sehr beliebte Ausrede. Bei Feinden der Mehrsprachigkeit.

Dieser diskriminierenden Haltung zufolge sind Straßenschilder, Produktetiketten und vieles mehr auch viel übersichtlicher, wenn sie nur in einer Sprache — der lingua franca nazionale — gehalten sind. Nur falls zwischendurch einmal etwas einsprachig Deutsch oder Ladinisch ausfallen sollte, ist die Unübersichtlichkeit kein so wichtiges Argument mehr.

Dass das Land, dessen Autonomie darauf beruht, dass seine Bevölkerung mehrsprachig ist, nun auch schon wie ein beliebiger FdI-Abgeordneter argumentiert, ist eigentlich tragisch. Für die, die sich der Mehrsprachigkeit verweigern wollen, bietet es damit einen perfekten Aufhänger.

Überdies ist die Ausrede mit der Übersichtlichkeit gerade im digitalen Bereich ohnehin völlig unhaltbar, da bei entsprechendem Willen problemlos Lösungen implementiert werden könnten, die das Umschalten zwischen zwei, drei oder auch fünfzig Sprachen erlauben, ohne der Übersichtlichkeit einen Abbruch zu tun.

Die deutschen Gemeindebezeichnungen seien nun — so Widmann weiter — nachgetragen und die Tabelle nach diesen geordnet worden. Doch:

Die Bezeichnungen bzgl. der Herkunft der Neuinfektionen bleiben allerdings einsprachig [italienisch], da diese Bezeichnungen vom Labor so festgelegt und gehandhabt werden und die Übersetzung der einzelnen Bezeichnungen nicht sinnvoll erscheint, auch aus dem Grunde, dass sie sich ständig ändern. Zudem würde eine zusätzliche Übersetzung dieser Spalte die Lesbarkeit der Tabelle erschweren.

Ich notiere: Laut Gesundheitslandesrat gilt die Zweisprachigkeitspflicht nur noch unter der Voraussetzung, dass nicht »das Labor« irgendwas anderes festlegt und dass die »Lesbarkeit« nicht darunter leidet. Was auch immer das heißt, denn für mich wäre die Tabelle auf Deutsch mindestens genauso lesbar.

A propos Lesbarkeit: Darauf wurde etwa bei diesem Brief dann doch eher weniger geachtet.

Siehe auch: |

Discriminaziun Gesundheit Nationalismus Plurilinguismo Politik Service Public Tech&Com | Bilinguismo negato Coronavirus Italianizzazione Zitać | Thomas Widmann | | Südtirol/o | Landesregierung STF Südtiroler Landtag SVP | Deutsch