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(Aus)weglos oder willenlos?
Quotation 128

Wer etwas will, sucht Wege, wer etwas nicht will, sucht Gründe.

— Harald Kostial, Nürnberger Unternehmer

Diese gelungene Erweiterung des altbekannten “Wo ein Wille, da ein Weg”-Gedankens, trifft tagtäglich auf den politischen Diskurs in Südtirol zu. Ein Großteil der Energie hat sich auf das Bewahren und Verteidigen — und den damit einhergehenden Reflex der “Das geht nicht, weil”-Argumentation — verlagert. Das Visionäre und das Gestalterische geraten dadurch ins Hintertreffen. Für zukunftsweisende Politik ist dies eine fatale Diagnose.

Siehe auch: 1/ 2/ 3/ 4/

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One reply on “(Aus)weglos oder willenlos?
Quotation 128

Eine schöner Spruch. Für den aktuellen politischen Diskurs in Südtirol könnte man auch folgende Frage stellen: Was ist der Unterschied zwischen Venetien und Südtirol? In Venetien schützt der Landeshauptmann (dort Governatore genannt), also die höchste politische Instanz der “Serenissima”, sogar mutmaßlich gewaltbereite Seperatisten. Bei uns hingegen diffamieren und ignorieren die höchsten politischen Instanzen samt gleichgeschalteten Medien sogar friedliche Selbstbestimmungsbefürworter. Da sieht man auch den Charakter der Südtiroler Bevölkerung. Na ja, aber eine differenzierte Meinung zu vertreten (gegen den Willen der Staatsgewalt oder vermeintlicher Mehrheit) gehörte wohl noch nie zu den Stärken der Südtiroler Bevölkerung. Und für uns Südtiroler habe auch ich einen guten Spruch parat:

Man darf die Mehrheit nicht mit der Wahrheit verwechseln.

Jean Cocteau

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