Tondokumente (1).

Ich habe mir vorgenommen, nur mehr in Begleitung eines Aufnahmegeräts unterwegs zu sein. Ich möchte damit spontane Äußerungen hinsichtlich der Einstellung zur anderen Sprache bzw. zu den Anderssprachigen einfangen. Die Originalaufnahme, von der einige unwesentliche Äußerungen getilgt wurden, habe ich sehr großzügig transkribiert.

Der Sprecher ist ein Mittsechziger, aus dem Pustertal gebürtig, der schon seit fast vierzig Jahren ein Lokal in dem “italienischsten” aller Bozner Stadtteile führt. Seine Frau stammt aus einem Dorf im Eisacktal. Den Anlass zur Äußerung gab die Bemerkung seiner Frau, dass in der Todesanzeige einer Familie der Vornamen der Verstorbenen in Deutsch aufscheint, während in jener der Gemeinde, die ihre Anteilnahme zum Todesfall bekundet, der Namen in der italienischen Form steht. Dies brachte das Gespräch auf die aufgezwungenen Namensänderungen während des faschistischen Regimes.

Audiodatei ‹1.

Peter.
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