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Sanità: Estensione del monolinguismo?

Il rappresentante 5S nella Dieta sudtirolese, Diego Nicolini, con mozione 146/19 aveva proposto di estendere da tre a ben sei anni la deroga all’obbligo di bilinguismo nel sistema sanitario pubblico del Sudtirolo. Nel giustificare il rifiuto di tale proposta, oggi, l’assessore competente Thomas Widmann (SVP) ha annunciato che con legge omnibus da approvare in settimana la deroga sarà già portata a cinque anni.

Il governo sudtirolese intende dunque adeguarsi alla richiesta fatta dall’Anaao — lo stesso sindacato che sta portando avanti una battaglia senza quartiere contro la formazione medica secondo il modello austriaco.

Commentando su questo blog, il rappresentante dei Verdi e avvocato Felix von Wohlgemuth qualche mese fa aveva scritto che le pressioni di Anaao non sarebbero servite a nulla, in quanto per le assunzioni fisse nel settore pubblico il bilinguismo sarebbe un requisito inderogabile e i contratti a termine oltre i tre anni non sarebbero ammessi.

Vedremo chi ha ragione, ma solitamente al peggio non c’è mai limite.

Vedi anche: 1/ 2/ 3/ 4/ 5/ 6/ 7/

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Auch BSK/VSK kritisiert ANAAO.

Gestern hat die Tageszeitung dankenswerter Weise ein Interview mit dem Sekretär der BSK/VSK-Gewerkschaft, dem Psychiater Ivano Simioni, veröffentlicht, der — wie schon der ASGB — klare Worte findet, wenn es um den Angriff der ANAAO auf die Fachausbildung von Jungärztinnen geht. Seiner Meinung nach habe die nationalistische Gewerkschaft bereits in römischen Regierungskreisen zu intervenieren versucht, um die Wiedereinführung des österreichischen Modells zu verhindern. Wenn ihre Klage nun Erfolg hätte, sieht Simioni nicht nur diese wichtige Ausbildungsschiene in Gefahr, sondern mittelfristig auch den Proporz und die Zweisprachigkeit, weil dann »keine Südtiroler mehr aus dem Ausland zurückkommen, um sich hier zu spezialisieren«.

Die Kollegen der ANAAO haben immer wieder im nationalen Sinne agiert. Deren Interesse ist es mit großer Wahrscheinlichkeit — so genau versteht man es ja nicht —, dass Südtirol der nationalen Sanität gleichgeschaltet oder zumindest ähnlich geschaltet wird. Die ANAAO als nationale Gewerkschaft will italienische Zustände herstellen. Und die Stimmung in Rom ist auch nicht autonomiefreundlich.

— Ivano Simioni (BSK/VSK) im TAZ-Interview

Der Gewerkschafter gibt zu bedenken, dass wir uns in Südtirol schwer tun würden, ein zweisprachiges Gesundheitswesen zu garantieren, wenn wir uns lediglich an die nationalen Gesetze halten würden.

Es braucht in Südtirol eigene Regeln, eigene Gesetze und eigene Ausbildungsmodelle — und diese werden zurzeit eben angefochten, und von allen Seiten her gibt es Versuche, diese zu torpedieren.

— Ivano Simioni (BSK/VSK) im TAZ-Interview

Es ist wohl an der Zeit, gemeinsam gegen die Attacken der ANAAO vorzugehen und ihr aufzuzeigen, dass wir in Südtirol nicht bereit sind, eine Verschlechterung der Gesundheitsversorgung, der Autonomie und der Zweisprachigkeit hinzunehmen, nur weil eine einzelne Gewerkschaft meint, hier eine nationalistische Politik betreiben zu müssen.

A propos ‘gemeinsam’: Haben Südtiroler Grüne und PD eigentlich auch irgendwas zu dieser skandalösen Vorgehensweise zu sagen?

Siehe auch: 1/ 2/ 3/ 4/ 5/ 6/ 7/ 8/

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Sanità, 5S: No al bilinguismo, sì all’italiano.

Ieri il consigliere provinciale Diego Nicolini (M5S) è sceso in campo a sostegno del sindacato dei medici ANAAO che pochi giorni fa ha lanciato un attacco al modello formativo austriaco negli ospedali del Sudtirolo.

Nicolini propone come soluzione l’uscita dalla gabbia del bilinguismo e la ricerca di medici in tutta Europa con una deroga di 5 anni alla regola del patentino.

— TGR Rai del 17.07.2019

La «gabbia del bilinguismo», già derogata*, non va bene. Vanno invece benone le ispezioni linguistiche del ministero a guida M5S negli ospedali e gli «assalti» dei Carabinieri all’Ordine dei medici con conseguente radiazione dall’albo del personale che non parla sufficientemente bene l’italiano.

Perché, diciamocelo, il bilinguismo ha rotto, ma il monolinguismo italiano va difeso a spada tratta. Pagliacci… e anche ipocriti.

Vedi anche: 1/ 2/ 3/ 4/ 5/ 6/ 7/ 8/ 9/ 10/

*) il nuovo personale ha ora 3 anni per imparare la seconda lingua, purché si tratti del tedesco (perché il personale che non sa l’italiano viene invece cacciato a pedate)

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Die ANAAO-Heuchelei.

Bezüglich ihres unerhörten Angriffs auf die Ausbildung von Fachärztinnen nach österreichischem Modell in Südtirol, lässt die nationalistische Gewerkschaft ANAAO nun wissen, dass dies nicht gegen die beiden Jungärztinnen gerichtet sei. Im Gegenteil, man wolle sie genauso wie die anderen Ärztinnen und die Patientinnen schützen.

Das ist eine völlig absurde Heuchelei: Ginge es hier nicht um ein destruktives nationalistisches Spiel, sondern um einen konstruktiven Beitrag zur Klärung von Ungewissheiten, hätte man zuerst den Dialog mit der Landesregierung und mit den Betroffenen suchen können, ja müssen. Eine Anzeige kann nur die ultima ratio sein, da eine allfällige Verurteilung das Kind mit dem Bade ausschüttet. Dass hier völlig einseitig und ohne Vorwarnung die gerichtliche Keule ins Spiel gebracht wurde, zeugt davon, dass Destruktion das Ziel war.

Wenn diese nationalistische und zentralistische Gewerkschaft schon so unverantwortlich agiert, sollte sie wenigstens den Mut haben, vor der Südtiroler Gesellschaft zu ihrem feindseligen und schädigenden Verhalten zu stehen.

Siehe auch: 1/ 2/ 3/ 4/

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Auch Team Köllensperger kritisiert ANAAO.
Infragestellung der Ausbildung »äußerst unverantwortlich«

In den sozialen Medien hat nun auch das Team Köllensperger (TK) seine Kritik am Angriff der ANAAO auf die Ausbildung von Jungärztinnen nach österreichischem Modell in Südtirol kritisiert.

Unter einem Titel aus den heutigen Dolomiten:

Anaao torpediert Ärzte-Ausbildung
SANITÄT: Ärzte-Gewerkschaft fordert Annullierung der Arbeitsverträge zweier Jungärzte – [LR Thomas] Widmann: Ist Selbstverstümmelung

schreibt das Team:

  • Uns gehen die Ärzte aus, aber niemand geht auf die Straße
  • Leider gibt es keine Lobby, die sich für die Gesundheitsversorgung der Südtiroler/innen stark macht
  • Die 6er-Kommission sollte sich dringend diesem Thema widmen

Außerdem wird es »beim bereits bestehenden Ärztemangel« als »äußerst unverantwortlich« bezeichnet, »die Facharztausbildung in Frage zu stellen«. Damit werde die Grundversorgung »zunehmend gefährdet«.

Siehe auch: 1/ 2/ 3/ 4/

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ASGB verurteilt ANAAO scharf.

Die nationalistische Gewerkschaft ANAAO hat einen Frontalangriff auf das österreichische Ausbildungsmodell für Jungärztinnen in Südtirol gestartet.

In den sozialen Netzwerken postet der frohlockende Troll Berater des italienischen Gesundheitsministeriums, Costantino Gallo, worum es wirklich geht, nämlich um die Beharrung auf Südtirol als rein italienisches Besitztum:

Der Autonome Südtiroler Gewerkschaftsbund (ASGB) kritisiert das Vorgehen der ANAAO indes scharf:

Eine gewerkschaftliche Forderung, welche die Annullierung von Arbeitsverträgen zum Inhalt habe, sei nicht nachvollziehbar, und würde die Arbeit der Gewerkschaften, die sich tagtäglich für die Lohnabhängigen einsetzen, ins Lächerliche ziehen. Die Aufgabe von Gewerkschaften sei es, dafür zu sorgen, dass Löhne, soziale Absicherung und die Arbeitsbedingungen dem bestmöglichen Standard entsprächen. Genau diese Kennzeichen würden die Arbeitsverträge der beiden Auszubildenden aufweisen, die laut Anaao-Rekurs nun annulliert werden sollten.

Als hanebüchen bezeichnet der ASGB-Chef die Rechtfertigung dieses Rekurses seitens der Rekurssteller, die Mitarbeit der Auszubildenden könnte sich negativ auf die Arbeit des Ärzteteams auswirken und das Recht auf Gesundheit der Patienten gefährden: „Erstens wird die Arbeit von Auszubildenden von den Ausbildnern überwacht – somit ist das Recht auf Gesundheit der Patienten natürlich gewährleistet – und zweitens würde sich durch die Ausbildung ein Problem, mit welchem wir in den Südtiroler Spitälern konfrontiert sind, nämlich die langen Wartezeiten aufgrund eines signifikanten Ärztemangels, bedeutend reduzieren. Zudem würde mich interessieren, warum sich die Arbeit der Auszubildenden negativ auf die Arbeit des Ärzteteams auswirken sollte. Wenn dem so wäre, dann dürfte kein Betrieb in Südtirol mehr ausbilden.“

„Dieser Rekurs entbehrt jeglicher Vernunft. Eine der wichtigsten Maßnahmen, dem Ärztemangel aktiv entgegenzuwirken, zu versenken, ist rein rational nicht nachvollziehbar. Die Anaao und ihre Unterstützer sorgen mit dieser Maßnahme dafür, dass sich die Jungärzte im Ausland umschauen werden und dass der Sanitätsstandort Südtirol weiter an Attraktivität verliert – mit Auswirkungen für die gesamte Südtiroler Gesellschaft. Die Rekurssteller sind gefordert ihren Fehler einzusehen und zum Wohle aller ihren Rekurs zurückzuziehen“, so Tschenett.

— Pressemitteilung des ASGB

Ob auch andere Gewerkschaften — allen voran die BSK/VSK — etwas zu diesem unerhörten Vorgang zu sagen haben, mit dem jedes andere Wohl und Interesse der nationalistischen Behauptung untergeordnet wird, ist mir bislang nicht bekannt.

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Fachärztinnen, Attacke der ANAAO.
Zerstörung eines Modells

Wie die TAZ und Rai Südtirol berichten, geht die Ärztinnengewerkschaft ANAAO jetzt gerichtlich gegen die Ausbildung von Fachärztinnen nach österreichischem Modell an Südtiroler Krankenhäusern vor. Sie fordert sogar die Entlassung zweier in Ausbildung befindlicher Jungärztinnen.

Diese Damen und Herren scheinen längst nicht mehr an einer Lösung der Probleme des Südtiroler Gesundheitssystems im Sinne der Bürgerinnen, sondern nur an einer Aushöhlung autonomer Wege und an der Zerstörung des Gesundheitswesens interessiert zu sein. Wenn sie es denn jemals waren.

Es wäre höchst an der Zeit, dass breitestmögliche Teile der Zivilgesellschaft und der Politik Stellung nehmen gegen diese unerhörten Angriffe auf uns alle. Haben etwa auch PD, Grüne und Team Köllensperger irgendwas dazu zu sagen?

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Team K. für einsprachige Ärztinnen.
Zweisprachigkeitspflicht soll aufgehoben werden

Laut einem Bericht, der letzten Samstag in der Südtirolausgabe des Corriere (C’AA) erschienen war, sollen inzwischen 220 Ärztinnen des öffentlichen Gesundheitswesens keinen Zweisprachigkeitsnachweis haben, davon 95 im Gesundheitsbezirk (GB) Bozen, 57 im GB Meran, 39 im GB Brixen und 29 im GB Bruneck. Binnen drei Jahren ab ihrer Anstellung sollen sie den nötigen Zweisprachigkeitsnachweis nachholen, doch die nationalistische Ärztinnengewerkschaft ANAAO übt bereits großen Druck aus, um diese Frist auf fünf Jahre zu verlängern.

Dazu kommen dem C’AA zufolge noch insgesamt 140 freiberuflich Angestellte (18 in Bozen, 40 in Meran, 60 in Brixen und 22 in Bruneck), die meist auch nicht über die nötigen sprachlichen Voraussetzungen verfügen. Deshalb schätzt das Blatt, dass bereits rund ein Drittel der Ärztinnen ohne den entsprechenden Nachweis sind.

Erstaunliches fordert dem C’AA zufolge das Team Köllensperger, nämlich die Aufhebung der Zweisprachigkeitspflicht gerade im hochsensiblen Gesundheitsbereich. Anstatt endlich auf griffige Maßnahmen zu setzen, um die sprachlichen Kompetenzen zu verbessern, soll das Kind mit dem Bade ausgeschüttet werden.

Zum Vergleich: Die Mehrsprachigkeitsstrategie im diesbezüglich nachahmenswerten Finnland nennt die Sicherheit (Polizei…) und das Gesundheitswesen als die zwei besonders sensiblen Bereiche, in denen die finnisch-schwedische Zweisprachigkeit ganz besonders zu gewährleisten sei, und zwar nach Möglichkeit nicht nur in zweisprachigen, sondern sogar in ansonsten einsprachigen Gebieten.

Laut Astat-Sprachbarometer sind aber in Südtirol genau diese beiden Bereiche am stärksten dafür verantwortlich, dass den Bürgerinnen ihr Recht auf Gebrauch der Muttersprache verwehrt wird.

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