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Quicklebendiger Nationalstaat.
Quotation 5

Wir sind mitnichten auf dem Weg in ein goldenes Zeitalter, in dem sich Staaten selbst auflösen oder etwa ihre Vorrechte abgeben würden. Der Nationalstaat ist als primäre politische Einheit des internationalen Systems quicklebendig.

John C. Hulsman, ‘Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik’ in der ‘Zeit’ vom 30.12.2009

Nationalismus Politik | Zitać | | Die Zeit | | | Deutsch

12 replies on “Quicklebendiger Nationalstaat.
Quotation 5

Pé, m’interesserebbe una tua opinione/articolo sulla faccenda del doppio passaporto. E magari ricordati di rispondere alle mail, se hai tempo.

Zur doppelten Staatsbürgerschaft: Es handelt sich um einen Vorschlag, für den ich mich nicht erwärmen kann. Wird mir der österreichische Pass angeboten, werde ich ihn annehmen, da ich ihn als eine persönliche Bereicherung — ja, ich glaube schon dass das auch bereichern kann — empfinde. Auf die Frage, ob der Pass uns als Gesellschaft nach vorn bringen könnte, antworte ich jedoch mit einem klaren Nein. Salopp formuliert wird man uns nicht mehr sagen können, wir seien doch alles Italiener, so stehe es ja in unserem Pass — dafür wird es halt öfter heißen »wenn es euch hier nicht passt, dann geht doch zurück in euer (zweites) Heimatland«. Weniger salopp wird dann der Pass wohl zu einem weiteren Unterscheidungsmerkmal zwischen »echten« Südtirolern und den »anderen«, wobei die Trennlinie wenigstens nicht strikt an der Sprachgrenze verläuft.

Ein Pass, der nur an Südtiroler mit Vorfahren in der k&k-Monarchie vergeben wird, wird den gesellschaftlichen Zusammenhalt also bestimmt nicht fördern. Andererseits könnte Österreich wohl niemals — wie von den Grünen gefordert — die Passvergabe an das territoriale Prinzip binden: Das wäre dann meiner Einschätzung nach eine faktische Teil-Annexion, da Südtirol als Land per ius soli als »österreichisches Staatsgebiet« definiert würde.

1. als zugehöriger zur noch seltenen spezies der doppelstaatsbürger glaube auch ich, dass eine vergabe “von oben” unsinnig wäre: es muss jeder mensch selbst entscheiden, ober das will oder nicht.

2.eine bindung der vergabe an altösterreichische ahnen würde tatsächlich beim ahnenpass enden! ein vorgang, der im ethnogeplagten südtirol wahrhaft absurd wäre!

3.eine automatische vergabe an alle bewohner des territoriums ist auch absurd, wie oben von pervasion angedeutet.

4. ich gebe aber zu, dass mich die österreichische staatsbürgerschaft gedanklich schon mehr an diesen staat bindet, als es bei anderen südtirolerinnen der fall zu sein scheint. ich verfolge die dortige politik mehr als die bundesdeutsche, wähle dort, und habe einen großen teil der verwandschaft und freunde dort.

5. dass aber die doppelstaatsbürgerschaft die innenpolitische lage südtirols in irgend einer art verbessern könnte, halte ich für ausgeschlossen! eher das gegenteil.

@pervasion
»wenn es euch hier nicht passt, dann geht doch zurück in euer (zweites) Heimatland«
Solche Sprüche hört man auch bisher schon, dazu bedarf es keiner weiteren Staatsbürgerschaft. Aber wer dumme und beleidigende Sprüche klopfen will, der kann das mit oder ohne weiteren Pass, das macht keinen Unterschied. Wie oft musst ich mir schon anhören kein “echter Italiener” zu sein – trotz Pass!
Wieso es aber die ethnischen Spannung derart anheizen sollte ist nicht ganz nachvollziehbar. Den Italienern wird weder etwas genommen noch entsteht ihnen ein Nachteil daraus.

@Otto
1. auf jeden Fall müsste sie beantragt werden. Eine “Zwangsbeglückung” wär nichts.

2. Jeder Vergleich mit dem Ahnenpass ist daneben (ich denke jeder weiß aus welchem Grunde der Ahnenpass damals gebraucht wurde).
Irgendwie muss ein Staat eine nachvollziehbare Regelung festlegen, wer berechtigt ist und wer nicht und die ganze Welt kann schließlich nicht Österreichische Staatsbürger werden. Andere Staaten machen das genauso, Italien nicht auch?

4. tun die meisten deutschen Südtiroler das nicht auch? Ich meine die Poltik in D/AT mehr verfolgen als in Italien? Wir schauen nun mal deutschsprachiges Fernsehen und lesen deutschsprachige Nachrichten/Zeitungen usw.

5. Vor allem wenn die Sache so stümperhaft angegangen wird wie gehabt und für die SVP scheints nur dazu dient, verloren gegangenen Boden wieder gut zu machen. Wieso macht man das nicht professioneller und parteiübergreifend?

Die Doppelstaatsbürgerschaft empfinde ich persönlich vor allem als eine Absicherung und eine engere Bindung an unser (trotz allem) Vaterland. Aufgezwungen werden darf sie nicht, so werden sie sich auch nur jene holen, die sie wirklich haben wollen.

Ascoltando le argomentazioni di anonym e di altri che la pensano come lui (a cominciare da Sven Knoll, che rappresenta un paradigma vivente di questo generi di discorsi) si evince soltanto questo dato: in Sudtirolo esiste una minoranza di persone che non vorrebbe essere considerata italiana e per questo richiede un attestato di non italianità . Tutto qui. Non esistono motivazioni più profonde di questo movente sentimentale. Non esistono esigenze stringenti, fattori che incidono davvero nella vita degli individui. Nulla. Solo vaghe paure posticce (ancora Knoll, il quale teme che gli immigrati divengano un giorno italiani, e basterebbe fargli vedere un filmato sui fatti di Rosarno per tranquillizzarlo) da vecchio reduce di Sigmundskron. E questa puerile ricerca di certificati e timbri da tenere in tasca come i bambini tengono in tasca le fionde.

@gadilu
ich dachte du wärst Mandoline spielen? Aber scheinbar findest du zwischendurch doch noch Zeit für persönliche Angriffe. Wohl denn…

Noch vor Kurzem hast du die Doppelstaatsbürgerschaft auch für alle hier lebenden Italiener gefordert (ohne mir dies natürlich je begründen zu können). Und jetzt meinst du sie wär für “mich und meinesgleichen” nur ein “attestato di non italianità “? Brauch ich nicht, ich weiss daß ich kein Italiener bin. Ich bin italienischer Staatsbürger (aber Deutscher). Wenn du Probleme hast zwischen Staatsbürgerschaft und Nationalität unterscheiden, dein Problem.

Übrigens: ich hab grad mein tägliches Telefonat mit Sven geführt und er bat mich, dich auf diese Online Umfrage hinzuweisen:
http://www.stol.it/content/view/tedErgebnis/64377
Man kann über solche Umfragen streiten, aber bei eine so hohen Beteiligung wird das Bild ziemlich konkret (die deutsche Forschungsgruppe Wahlen spricht von zuverlässigen Ergebnissen ab 1000-1500 Befragten).
Wie du siehst ist die Gruppe derer, die sich eine Doppelstaatsbürgerschaft wünschen gar nicht mal so klein… alles Kinder die sich ein zusätzliches Stückchen Papier in der Tasche wünschen.

Non ho mai detto di volere una doppia cittadinanza per tutti (sarebbe comunque una cazzata, anche se non così grossa di quella che prevede la doppia cittadinanza accoppiata alla tessera di purezza etnica). Del resto la discussione è perfettamente inutile e già  archiviata. Nessuno, in Austria, pensa anche lontanamente a un’ipotesi del genere. E ci mancherebbe altro.

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