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Eigener Strichcode.

Strichcode.Es ist wieder einmal erstaunlich, in welch kleinste Details die Katalaninnen mit der Vorbereitung einer Staatsbildung vordringen. Nachdem sie entgegen aller bis dahin gültigen Regeln ein eigenes Internetsuffix (.cat) erreicht haben, verfügen sie nun auch über einen eigenen »nationalen« Identifikationscode bei Strichcodes (Barcodes). Die erst im Februar gegründete Associació Catalana del Codi de Barres (ACCB) hat es in kürzester Zeit geschafft, neben der Nummer 84 (für spanische Produkte) die Nummer 15 (ab jetzt für Produkte aus Katalonien) zu registrieren. Die Nummer 15 war eine der letzten freien IDs im GS1-System, welches die Zusammensetzung von Strichcodes reglementiert. Laut ACCB hat die gesamte Registrierung EUR 298,– gekostet und war somit ein regelrechtes Schnäppchen. Der Verein wird fortan die Vergabe verwalten und die dazugehörigen Dienstleistungen anbieten.
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6 replies on “Eigener Strichcode.”

Hier wird wieder deutlich daß die Autonomie in Süd-Tirol längst verjährt ist und sich auch nicht erneuert und weiterentwickelt. Eher geht es bei uns rückwärts.

@ko

Dass sich die Autonomie in Südtirol im Moment nicht weiterentwickelt wird wohl stimmen, doch was bedeutet verjährt? Das klingt so als ob die Autonomie, die Aufgaben, die sie bis jetzt erfüllt hat, nicht mehr imstande ist und auch als ob etwas ganz neues her müsste. Jedenfalls ist die Autonomie die Grundlage mit der man in Katalonien, im Kleinen, Schritt für Schritt, seine Ziele verfolgt.

Für Südtirol stünden auch solche Schritte an, wie die Steuerhoheit. Doch sie werden nicht angegangen. Ein anderes wäre das Zusammenfinden der verschiedenen Sprachgruppen zu fördern, und der italienischen es erleichtern sich mit dem Territorium zu identifizieren. Doch das wird vor allem von denen außen vor gelassen, die am liebsten gleich heute die Selbstbestimmung angehen möchten, ohne sich mit den realen Chancen und Risiken seriös außeinandergesetzt zu haben.

Der wohl größte Makel dieser vielgerühmten Südtirol Autonomie ist meines Erachtens, daß ALLES über die Köpfe der Menschen hinweg entschieden wurde und das Ganze nie durch eine Volksabstimmung legitimiert wurde. Genauso wie wir nie über die Selbstbestimmung abstimmen durften. Es reicht ja wenn eine Partei für uns entscheidet. Wir wurden und werden „zwangsbeglückt“.
Je mehr man sie mit anderen Autonomien wie jener in Katalonien vergleicht, desto offensichtlicher werden auch die Defizite!

@Gorgias
Die Selbstbestimmung birgt Chancen aber auch Risiken, ganz richtig. Aber der Verbleib bei diesem Staat etwa nicht?

@Gorgias
Die Autonomie ist bei den Bedürfnissen die es in den 80er Jahren gab stehengeblieben.
Sie berücksichtigt nicht die modernen Probleme wie die Zuwanderung, Veränderungen in der Wirtschtschaft durch die EU, Weiterentwicklung im Tourismus usw.
Unsere Autonimie ist darauf getrimmt die damaligen Probleme zu verwalten aber niemand reagiert auf die Gegenwart oder denkt gar an die Zukunft! Deswegen entwickelt sich die Autonomie zurück.
Meines Erachtens mag der Grund darin liegen, daß die Autonomie eigentlich nur als Übergangslösung gedacht war. Was natürlich heute niemand mehr hören will im „ach wie gehts uns gut“ Rausch.

@anonym
der Verbleib bei Italien ist und bleibt ein Risiko, siehe zB Toponomastik oder Verschuldung….

@ko
ich bin mir der Risiken sehr wohl bewusst, wie du auch. Leider die meisten Südtiroler nicht. Die Risiken der Selbstbestimmung sind meines Ercahtens weitaus geringer! Wir haben nur alle keinen Mut und Lust zur Veränderung mehr!

Mit einem Blog kommt man auch nicht zur Selbstbestimmung. Und auch nicht mit schönen Reden…

Deswegen bin ich der „Süd-Tiroler Freiheit“ beigetreten.
Bitte versteht mich nicht falsch: ich schätze sehr diesen Blog und lese ihn kontinuierlich, jedoch bin ich der Meinung, man sollte mehr tun können und politisch aktiv sein, um etwas zu verändern.

Es gibt so einiges was mir an der STF nicht gefällt, aber sie ist die einzige „Partei“ im Landtag, welche den Mut hat etwas in Richtung Selbstbestimmung voranzutreiben!

Was pérvasion betrifft, er macht hier einen super Job, er hat eine klare Vision von einem freien, plurilingualen, ökosozialen und basisdemokratischen Südtirol! Weiter so!

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