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Deutschsprachige Ärztinnen: Berufsverzeichnis ist da.
Erste Einschreibungen

Das Berufsverzeichnis für Ärztinnen, die statt Italienischkenntnisse die Kenntnis der deutschen Sprache nachweisen möchten, ist offenbar Realität. Wie die Südtirolbeilage des Corriere heute berichtet, sollen drei Ärztinnen ein entsprechendes Kolloquium bestanden haben. Die Einschreibung eines Zahnarztes sei hingegen abgelehnt worden, da das staatliche Gesetz, mit dem die Einrichtung des Verzeichnisses für Deutschsprachige ermöglicht wurde, diesbezüglich widersprüchlich formuliert sei.

Noch im Oktober 2019 war im Hauptteil des Corriere ein Artikel des Südtiroler Journalisten Marco Angelucci erschienen, in dem er die Gleichstellung der deutschen mit der italienischen Sprache in diesem Bereich als für die Sezessionistinnen fundamentalen Passus im damaligen Europagesetz beschrieb. Der italienische Verband der Ärztekammern FNOMCeO hatte die Gleichstellung letzten September sogar als Annexion Südtirols durch Österreich und »eine Art Extraterritorialität« bezeichnet.

Nichts von alledem ist bisher durch die erneute Gleichstellung der Sprachen in diesem Bereich eingetreten: Südtirol ist nach wie vor weder staatlich unabhängig noch ein Teil Österreichs. Lediglich eine eklatante Diskriminierung von Ärztinnen, die nur Deutschkenntnisse nachweisen können — gegenüber jenen, die nur Italienisch beherrschen — wurde hiermit hoffentlich beendet. Sie hatte im Juli 2019 mit dem Ausschluss eines österreichischen Arztes aus der Kammer begonnen.

Für die Zahnärztinnen muss jetzt allerdings noch eine Lösung gefunden werden.

Siehe auch:

Discriminaziun Gesundheit Minderheitenschutz Plurilinguismo | Good News | | Corriere | Südtirol/o | | Deutsch

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Schottlandwahl 2021: Separatistische Rekordmehrheit.

Am vergangenen Donnerstag (6. Mai) haben die sechsten Wahlen zum Schottischen Parlament seit seiner Wiederherstellung im Jahr 1999 stattgefunden. Dabei werden 129 Abgeordnete gewählt, wovon 73 mit einem Mehrheitswahlsystem und 56 auf regionaler Basis nach einem Proporzwahlsystem.

Die SNP konnte dabei im Vergleich zur letzten Legislaturperiode einen Sitz hinzugewinnen. Mit 64 Abgeordneten fehlt ihr nur einer auf die absolute Mehrheit. Das ist für die Partei der Ersten Ministerin Nicola Sturgeon das zweitbeste Ergebnis nach jenem von 2011, als sie unter Alex Salmond 69 Abgeordnete erringen konnte.

Ihr bestes Ergebnis aller Zeiten erzielten diesmal hingegen die Schottischen Grünen, die fortan acht Sitze (+2) innehaben. Wie die SNP wollen auch sie ein unabhängiges Schottland und den Wiedereintritt in die EU.

In Summe ist dies mit 72 Abgeordneten die größte separatistische Mehrheit, die das Schottische Parlament je gesehen hat.

Keine unionistische Partei konnte hingegen Sitze hinzugewinnen: Während die konservativen Tories ihre bisherigen 31 Abgeordneten halten konnten, verloren die Liberaldemokraten einen (5→4) und Labour zwei Sitze (24→22).

Die neue Partei des ehemaligen SNP-Regierungschefs Alex Salmond, Alba, schaffte den Einzug ins Parlament nicht.

Eine Fortführung der bisherigen Zusammenarbeit von SNP und Grünen gilt als sicher, nachdem die SNP im Vorfeld der Wahl verkündet hatte, sie auch dann nicht aufkündigen zu wollen, wenn sie die absolute Sitzmehrheit errungen hätte.

Die alte und neue Regierungschefin Nicola Sturgeon interpretiert das Wahlergebnis als Auftrag zur Abhaltung eines zweiten Unabhängigkeitsreferendums nach jenem von 2014. Premier Boris Johnson (Tories), der davon bis dato nichts wissen will, richtete sie bereits aus, er müsse die Abhaltung einer derartigen Abstimmung wennschon gerichtlich stoppen lassen. Sie wolle nämlich an ihrem Plan auch ohne Zustimmung aus London festhalten.

Siehe auch:

Democrazia Politik Selbstbestimmung | Good News Indyref2 Wahlen | Alex Salmond Boris Johnson Nicola Sturgeon | | Scotland-Alba | EU SNP Vërc | Deutsch

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Regionen fordern wichtigere Rolle in Zukunftskonferenz.
Europäische Union

In einer Konferenz zur Zukunft Europas werden Bürgerinnen demnächst aufgerufen sein, über die weitere Entwicklung der EU zu beraten. Sie ist Teil des Regierungsprogramms von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (EVP) und soll am morgigen Europatag lanciert werden. Die entsprechende Plattform ist bereits online.

Doch bis zuletzt hatten Europaparlamentarierinnen damit gedroht, dem Prozess ihre Zustimmung zu versagen, da sie der Meinung sind, dass ihn die Nationalstaaten verwaschen und abwerten wollen, um einschneidende Reformen zu verhindern.

Eine wichtigere Rolle für die Regionen haben nun in einem Brief siebzehn Regionen aus zehn Mitgliedsstaaten gefordert: Åland, Balearen, Bayern, Region Bratislava/Pressburg, Flandern, Helsinki-Uusimaa/Nyland, Hessen, Kärnten/Koroška, Katalonien, Lombardei, Niederösterreich, Nord-/Osttirol, Nòva Aquitània/Akitania Berria, Provença-Aups-Còsta d’Azur, Südtirol, Varadzin und Wielkopolska/Großpolen.

Sie weisen in ihrem Schreiben unter anderem auf eine »besorgniserregende Tendenz« in der EU hin, zentralisierte Planungen oder die Umsetzung von Projekten auf gesamtstaatlicher Ebene zu verlangen, ohne die Rolle der Regionen zu berücksichtigen. Der Abstand zwischen Entscheidungsfindung und Bürgerinnen vergrößere sich so. Es sei Zeit für eine erneute Diskussion über das Europa der Regionen.

Nachdem die Regionen für die Implementierung eines erheblichen Teils der EU-Politik verantwortlich seien, fordern sie ferner eine direkte Beteiligungsmöglichkeit für sich an allen Foren der Konferenz sowie die Abhaltung einer Plenarsitzung zur Rolle der Regionen und zur Multilevel-Governance bzw. Subsidiarität.

Siehe auch:

Föderal+Regional Medien Mitbestimmung Nationalismus Politik Subsidiarität Zentralismus | Good News | Ursula von der Leyen | | Åland Baskenland-Euskadi Bayern Catalunya Europa Illes Balears Koroška-Kärnten Lombardia Nord-/Osttirol Occitània Südtirol/o | EU EU-Parlament EVP Land Südtirol | Deutsch

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Generation C.
Nichts ist verloren oder Drama, Baby, Drama!

Es ist völlig klar, dass viele Kinder und Jugendliche Schwierigkeiten mit der Bewältigung der derzeitigen Krise haben, die so weit gehen können, dass sie Pathologien der Psyche entwickeln. Besonders betroffen scheinen laut mehreren Studien Kinder aus wirtschaftlich benachteiligtem Umfeld zu sein. Die Corona-Pandemie hat nämlich soziale Ungleichheiten noch einmal verschärft. Die technischen und räumlichen Voraussetzungen zur Teilhabe am Fernunterricht, die Betreuung durch die Eltern zu Hause wie auch die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und des Abschaltens sind in einer geräumigen Vorstadtwohnung mit Garten einer gutbürgerlichen Akademikerfamilie, in der jedes Kind ein eigenes Zimmer mit Laptop und Breitbandinternet hat, gewiss andere als in einer kleinen innerstädtischen Zwei-Zimmer-Mietwohnung einer alleinerziehenden Mindestlohnbezieherin im fünften Stock ohne Balkon.

Ähnlich wie beim Long-Covid-Problem sind die politischen Entscheidungsträgerinnen und die Verantwortlichen im Gesundheitswesen gefordert, diesen Entwicklungen Rechnung zu tragen, indem sie die nötigen Ressourcen zur Verfügung stellen, die Lage wissenschaftlich erheben und auf die Erkenntnisse entsprechend reagieren. Der Gap, den Corona aufgerissen bzw. verbreitert hat, muss mit allen Mitteln wieder zugeschüttet werden – so gut es geht.

Das Problem psychisch belasteter und abgehängter Kinder ist real und gehört behandelt, – doch jetzt kommt das große aber – ABER tun wir bitte nicht so, als ob wir zur Zeit eine ganze Generation schwer traumatisierter, ungebildeter und hoffnungsloser Kinder heranzüchten würden. Das ist schlichtweg nicht der Fall, auch wenn das manche Eltern (die sich nicht notwendigerweise in eben diesen prekären Situationen befinden, in denen sie berechtigten Grund zur Klage hätten) sich selbst und ihren Sprösslingen einreden wollen. Und wenn sie lange genug durchhalten, wird ihr Bemühen vielleicht sogar zur selbsterfüllenden Prophezeiung. Doch was Kinder und Jugendliche jetzt am wenigsten brauchen ist – bei allem Bewusstsein, dass manche Familien tatsächlich existenzbedrohende Probleme haben – Jammerei, Angstmache und das Gefühl der Ohnmacht.

Doch wenn Eltern ihre Kinder vom Präsenzunterricht – den sie während der Zeit des Fernunterrichts stets herbeigesehnt haben – nur aus dem Grund fernhalten, weil sie nicht wollen, dass ihr Sprössling den deppaten (vielleicht sogar todbringenden!1!1!!!11) Fetzen im Gesicht trägt oder am “Nasenbohrertest” teilnimmt, dann vermitteln sie genau das: Angst und Ohnmacht. Absurderweise tun sie dies noch oft mit dem Argument, dass Kinder, die positiv getestet werden, dann “stigmatisiert” werden würden. Es ist aber natürlich überhaupt nicht stigmatisierend, wenn ein Kind als einziges zu Hause bleiben muss, weil es an einem völlig harmlosen Test (dessen Nützlichkeit man freilich hinterfragen darf), der vielen Kindern sogar Spaß macht (zumindest ist es bei meinem Sohn so) und ihnen ein Gefühl von Eigenverantwortung vermittelt, nicht teilnehmen darf. Wenn sie ihnen dann noch ständig vorkauen, dass wir alle nur ein Spielball irgendwelcher sinistrer Interessen von Eliten wären, die ihren perfiden Plan gegen die gesamte Menschheit mittels Giftspritze durchboxen wollen und man folglich prophylaktisch allem und jedem mit Misstrauen begegnen muss, dann ist das Trauma wohl tatsächlich perfekt. Nur ist daran dann halt nicht Corona schuld. Was Kinder in der jetzigen Situation sehr wohl brauchen sind Zutrauen, positive Impulse und freundliche, besonnene und nicht zornige Menschen, denen sie sich anvertrauen können.

Die nächste Mär ist die vom ach so großen Bildungsverlust und dem “verlorenen Jahr”. Wiederum gibt es eine kleine Minderheit, auf die das tatsächlich zutrifft. Jedoch für den Großteil der Schülerinnen und Schüler gab es 2020 vielleicht ein Defizit was konkrete Fachinhalte und (googlebares) Fachwissen betrifft, aber im Gegenzug auch enorme Impulse bezüglich (lebens)wichtiger Fähigkeiten wie Selbstorganisation, Selbstständigkeit, Eigenrecherche, Informationsbewertung, Durchhaltevermögen, Motivation, Mediennutzung usw. Auch das ist Bildung. Oder vielleicht sogar gerade das. Die Schule als Ganzes hat im vergangenen Jahr einen didaktischen und technischen Innovationsschub erhalten, der ohne Corona in diesem Ausmaß und in dieser Geschwindigkeit nicht denkbar gewesen wäre. Curricula wurden (gezwungenermaßen) entrümpelt, neue Unterrichtsformen mittels Try-and-Error ausprobiert und es wurde kommunikationstechnisch aufgerüstet. Und alle – Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft – haben gemeinsam dazu beigetragen und Großartiges geleistet. Darauf kann man auch einmal stolz sein, anstatt den nicht existenten allgemeinen Bildungsnotstand heraufzubeschwören und ein paar verlorenen Wiederholungsstunden nachzutrauern. Und wenn ich an meine eigene Schulzeit zurückdenke, habe ich gewiss gar einige Jahre “verloren”, was jedoch einem Virus namens Faulheit geschuldet war. Dennoch bringe ich einigermaßen gerade Sätze zuwege und kann zwei und zwei zusammenzählen. Lassen wir also die Kirche im Dorf!

Und zu guter Letzt hat Corona – zumindest vorübergehend – mit einer Unsitte aufgeräumt, die der kindlichen Psyche meines Erachtens mitunter mehr Schaden zufügen kann als ein eigenartiges, verzichtreiches aber für die meisten von uns doch bewältigbares Jahr, vor allem – und man verzeihe mir den Whataboutism – wenn man sich die Situation von Menschen in Kriegs- und Krisengebieten vor Augen führt. Die Unsitte, die ich meine ist die Dauerbespaßung unseres Nachwuchses, der ihnen vielfach Terminkalender beschert, die jenen von Topmanagern ähneln, und die kindliche Spontaneität und Kreativität gnadenlos abwürgt. Aufstehen, Schule, Mittagessen, Sportverein, Musikschule, noch ein Sportverein, Nachhilfe, Gute Nacht.

Corona – natürlich außerhalb der Lockdowns – hat es möglich gemacht, dass sich Kinder wieder spontan und ungezwungen – und vor allem ohne Erwachsenenaufsicht mit vagen Regeln und Zeitlimits – im Freien (!) – anstatt vor dem Computer – treffen und die Welt erkunden, ohne dass einer mitten in der spannendsten Entdeckung oder ausgerechnet während des Elfmeterschießens sagt: “Ich muss weg. Mama fährt mich zum Fußballtraining.” (Meinen Kindern, die maximal einen Fixtermin in der Woche haben, ist das vor Corona nicht selten passiert). Im Lockdown durften Kinder auch endlich wieder ihr Menschenrecht auf Langeweile in Anspruch nehmen und waren gezwungen, zunächst nervig und dann kreativ zu sein, anstatt von ihren “Frühförderern” von einem Event zum nächsten gekarrt zu werden. Und Eltern haben tatsächlich mehr Zeit mit ihren Kindern verbracht, anstatt Chauffeur zu spielen. Quality-Time auf Neudeutsch. Freilich, Oma und Opa haben sie vermisst. Und manch anderes auch. Aber sie haben auch so viel gewonnen in dieser Zeit, was vieles von den Entbehrungen aufgewogen, wenn nicht gar überwogen hat. Der Wunsch, das einiges davon bleibt, ist groß. Die Hoffnung, dass dies tatsächlich passiert, wenn wieder Normalität einkehrt, eher klein.

Auch meine Kinder wünschen sich, dass Corona bald vorbei ist. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass sie keinen Schaden davontragen werden, da ich sie sogar aufblühen habe sehen. Egal was kommt, das spontane und kreative Kindsein, die schönen und prägenden Erfahrungen und die Schritte in die Selbstständigkeit, die sie in diesem Jahr gemacht haben, kann ihnen niemand mehr nehmen. Es war eine gewonnenes Jahr.

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Korsika startet mit korsischer Immersion.

Ab dem für September geplanten — aber pandemiabhängigen — Schulbeginn 2021/22 starten in Korsika die ersten beiden Immersionsschulen mit korsischer Unterrichtssprache. Sie sind Teil des Eskolim-Netzwerks, dem sämtliche Vereinsschulen auf französischem Staatsgebiet angehören: Diwan (Bretagne), Seaska-Ikastola (Baskenland), Bressola (Katalonien), Calendreta (Okzitanien) und ABCM-Zweisprachigkeit (Elsass und Lothringen). Die Schulen sind zwar privat, aber kostenlos und laizistisch sowie voll staatlich anerkannt.

Mit dem kürzlich verabschiedeten — doch von République en Marche angefochtenen — Minderheitenschutzgesetz könnten die ersten vollimmersiven Schulen oder Schulzüge demnächst auch im Rahmen des öffentlichen Schulsystems entstehen.

Die beiden Schulen von Scola Corsa werden im Herbst in den Gemeinden Bastia und Biguglia starten. Weitere Ortschaften haben aber bereits ihr Interesse bekundet, auf ihrem Gebiet ebenfalls Schulen in korsischer Sprache zu errichten.

Auf italienischem Staatsgebiet gibt es vollimmersive öffentliche Schulen in der Minderheitensprache nur für Deutsch in Südtirol. Es wäre allerdings an der Zeit, auch den Ladinerinnen ein ähnliches Modell anzubieten — oder zumindest im Rahmen des bestehenden paritätischen Systems (Deutsch und Italienisch) die Präsenz der ladinischen Minderheitensprache massiv auszubauen.

Siehe auch:

Comparatio Minderheitenschutz Plurilinguismo Scola Service Public | CLIL/Immersion Good News | | | Corsica Ladinia | | Deutsch

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Im Herbst kommt ORF Sport+.

Zwischen Herbst 2021 und Sommer 2022 wird die terrestrische Fernsehübertragung hierzulande auf den DVB-T2-Standard umgestellt. Aufgrund der effizienteren Kodierung kann die RAS dann auch ihr Angebot erweitern. Dies geht aus der Antwort von LR Thomas Widmann (SVP) auf eine entsprechende Anfrage der STF hervor. Demnach sei bereits geplant, ab Herbst 2021 das Fernsehprogramm ORF Sport+ in Südtirol zu verbreiten.

Damit wird die bestehende Palette öffentlich-rechtlicher TV-Sender ergänzt, die schon heute zehn deutschsprachige, ein italienischsprachiges (RSI-La1) und ein zweisprachig deutsch-französisches Programm (arte) umfasst. Die Umstellung auf DVB-T2 lässt in Zukunft noch einen weiteren Ausbau zu.

Siehe auch:

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Barcelona klagt gegen Salvini.
Seenotrettung

Der ehemalige italienische Innenminister Matteo Salvini wird sich ab September in Palermo einem Gerichtsverfahren stellen müssen, weil er dem Rettunggschiff Open Arms im August 2019 untersagt hatte, mit 160 Migrantinnen an Bord einen italienischen Hafen anzulaufen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Lega-Chef Freiheitsberaubung vor.

Nach zwanzig Tagen vor der italienischen Küste gestattete die Justiz der Open Arms schließlich, in Lampedusa anzulegen und die an Bord verbliebenen Geretteten den italienischen Behörden zu übergeben. Zahlreiche von ihnen hatten die zu Sizilien gehörende Insel bereits schwimmend erreicht, besonders Geschwächte waren hingegen schon zuvor an Land gebracht worden.

Die Stadt Barcelona hat nun beschlossen, sich ins Gerichtsverfahren gegen den ehemaligen Innenminister einzulassen, um einerseits den durch die Blockage zu Lasten des Rettungsschiffs entstandenen finanziellen Schaden einzuklagen und andererseits die Werte und das Ansehen der katalanischen Hauptstadt zu verteidigen, die durch das Vorgehen und die Aussagen von Salvini verletzt worden seien.

Die NRO Proactiva Open Arms hat ihren Sitz in Badalona bei Barcelona, Heimathafen des Schiffes ist die baskische Stadt Bilbo. Präsident Quim Torra (JxC) hatte Open Arms im August 2019 die katalanischen Häfen zur Verfügung gestellt.

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Migraziun Politik Recht Solidarieté | Good News | Matteo Salvini Quim Torra | | Catalunya Italy Sicilia | JxCat Lega | Deutsch

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Bündner Parlament für Bahnverbindung Scuol-Mals.

In seiner gestern zu Ende gegangenen Aprilsitzung hat der Grosse Rat, das Parlament des Kantons Graubünden, ein unmissverständliches Signal zugunsten der Bahnverbindung zwischen Scuol und Mals gesetzt: Mit 105 zu 0 Stimmen beauftragten die Abgeordneten am Montag die Regierung, bis Ende nächsten Jahres ein Konzept beim Bund einzureichen. Damit kann das fehlende Teilstück einer direkten Zugstrecke von Südtirol in die Schweiz in den Ausbauschritt (AS) 2040/45 aufgenommen werden. Die Jahreszahlen dieser Ausbauschritte geben jeweils das geplante Fertigstellungsdatum an — nicht den Baubeginn.

Schon im Dezember hatte eine Mehrheit von 67 Abgeordneten dazu aufgefordert, dem Projekt eine höhere Priorität als bisher einzuräumen.

Nicht nur für die internationale Anbindung Südtirols, sondern insgesamt für die Verbesserung der Ost-West-Erschließung im Alpenraum ist dieses relativ kurze Verbindungsstück von strategischer Bedeutung.

Siehe auch:

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