Enormer Wahlerfolg.

Dieser Tage stehe ich verständnislos im Abseits, wenn über Berlusconis angebliche Niederlage bei den jüngsten Kommunalwahlen gejubelt wird. Euphorie mag bei mir keine aufkommen. Gegen jemanden — in Mailand, wo er die Wahl zur Abstimmung über seine Person erklärt hat — in die Stichwahl zu müssen, dessen Koalition im Laufe der letzten Jahre mehrere Teile (UDC und FLI) verloren hat, der das Land in den politischen und wirtschaftlichen, moralischen und kulturellen Ruin getrieben hat, der die Politik zu seinem eigenen Vorteil missbraucht, der sich an Minderjährigen vergeht, dem Korruption nachgewiesen wurde, der mit dem Rechtsextremismus koaliert, der dem Ruf des Staates im Ausland schadet, der die Bürger (etwa mit dem Versuch, die kommenden Referenda trickreich abzuwenden) unverhohlen an der Nase herumführt… will mir nicht als großartiger Erfolg erscheinen. Auch dann nicht, wenn man mir bedeutungsschwanger mitteilt, der Ministerpräsident habe seine Vorzugsstimmen halbiert.

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