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Unser Pöschtli.

Zum Thema Post hatte für Herbst eigentlich eine Aktion geplant. Damit war beabsichtigt, eine Qualitätsverbesserung sowie die Einhaltung der Zweisprachigkeitsvorschriften zu fordern sowie mehr Achtung für die ladinische Sprache zu erreichen. Nun ist die Landesregierung diesem Vorhaben zuvorgekommen, indem sie in Rom den Anspruch auf eine autonome Südtiroler Post erhoben hat. Dieses Bestreben entspricht nicht nur den Vorstellungen eines Gutteils der Bevölkerung, die nach funktionierenden öffentlichen Dienstleistungen geradezu lechzt (das hat die Vinschger Bahn unmissverständlich gezeigt) sondern offensichtlich auch dem Wunsch zahlreicher Postbediensteter, die sich einer Unterschriftensammlung des ASGB angeschlossen haben. Wahrscheinlich sind sie es unter anderem leid, als Sündenböcke für einen maroden Betrieb herhalten zu müssen, mit dem sie sich schon lange nicht mehr identifizieren.

Der ASGB vermisst in dieser Sache die Unterstützung der anderen konföderierten Gewerkschaften; dem schließt sich vorbehaltslos an. Es ist an der Zeit, den Bürgerinnen einen zeitgemäßen Dienst und den Arbeiterinnen bessere Bedingungen zu garantieren, anstatt zweifelhaften anachronistischen und zentralistischen Nostalgien nachzuhängen. Der Landesregierung wünschen wir viel Erfolg bei ihrem Bestreben und werden ihr im Falle eines »Übergangs« genau auf die Finger schauen, gerade auch was den Respekt sämtlicher Landessprachen betrifft.

Die geplante Aktion wird entsprechend angepasst und als Unterstützungskampagne noch im Herbst eingeleitet!

Siehe auch:
Engagement Gewerkschaften Plurilinguismo Postdienst Verbraucherinnen Zentralismus | | | | Südtirol/o | ASGB | Deutsch

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Ladinische Ortstafeln: Sëlva.

Heute morgen ist die erste Antwort auf die Anfragenserie [siehe] zu den ladinischen Ortstafeln eingegangen, und zwar vom Ambolt von Sëlva:

Selva.

Adressschwärzung von uns.

Siehe auch:
Außendarstellung Engagement Ortsnamen | affirmative action | | | Ladinia Südtirol/o | | Deutsch

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Schere raus.

Mit diesem Beitrag wird eine neue Kategorie eröffnet, die zur aktiven Beteiligung der Blogleserinnen aufruft. In dieser ersten Folge wird eine PDF-Datei zur Herstellung von Aufklebern zur Verfügung gestellt, um übers Internet hinaus bekannter zu machen.

Anleitung in sieben Schritten:

  1. Besorgt euch bedruckbares, selbstklebendes Papier im A4-Format, erhältlich im Papier- und Bürofachhandel. Dies ist dein finanzieller Beitrag zur Kausa.
  2. Ladet euch folgende PDF-Datei herunter.
  3. Öffnet die Datei mit einer geeigneten Anwendung (z.B. Acrobat Reader oder Vorschau). Das Ganze sieht dann in etwa so aus (Verkleinerung):
    Aufkleber Vorschau.
  4. Führt einen Probedruck aus und vergewissert euch, dass der Inhalt nicht über den bedruckbaren Bereich der Klebefolie hinausreicht. Passt ggf. die Ausgabegröße etwas an.
  5. Druckt nun so viele Bögen aus, wie ihr mögt – und wie ihr euch leisten könnt.
  6. Nehmt vozugsweise ein Tapetenmesser, andernfalls eine Schere zur Hand und schneidet die einzelnen Aufkleber aus. Achtet darauf, je zweimal – unmittelbar rechts und links der Trennlinie (s. Abb.) – zu schneiden, indem ihr einen weißen Bereich rund um den fetten Rahmen des Pickerls lasst. Andernfalls ist das Ergebnis schlampig.
    Sticker Ausschnitt.
  7. Geschafft. Erfahrungsgemäß sind die Aufkleber, mit einem herkömmlichen Tintenstrahldrucker hergestellt, mittelfristig wasserbeständig. Dies könnte jedoch von der Tintenart und vom Papier abhängen.

Vielen Dank!

Achtung wichtig: ist für missbräuchliche Nutzung und Schäden nicht verantwortlich.
Engagement | | | | Südtirol/o | BBD | Deutsch

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Podiumsdiskussion.

Diesen Samstag, 9. September 2006 findet in der Cusanus-Akademie zu Brixen eine Podiumsdiskussion zum Thema »60 Jahre Friedensvertrag – 60 Jahre verwehrtes Selbstbestimmungsrecht« statt. Ab 14.20 Uhr sprechen auf Einladung des Südtiroler Schützenbundes folgende Tiroler Politiker:

  • Dr. Eva Klotz (Union)
  • DDr. Karl Zeller (SVP)
  • Pius Leitner (F)
  • Dr. Hans Heiss (Grüne)
  • Alois Wechselberger (MAS – F)
  • DDr. Erwin Niederwieser (SPÖ)
  • Bundesrat Dr. Helmut Kritzinger (ÖVP)

Moderation: Dr. Eberhard Daum

Infos: [SSB]

Rätselhaft ist, warum die Teilnahme auf die »deutschsprachigen Parteien« (Zitat Schützenbund) beschränkt wird. Dennoch ist die Diskussion mit Sicherheit eine Chance, die grundsätzliche Haltung der vertretenen Parteien zum Thema Selbstbestimmung unter die Lupe zu nehmen.
Geschichte Politik Selbstbestimmung Termin | | Eva Klotz Hans Heiss Karl Zeller Pius Leitner | | Südtirol/o | ÖVP Schützen SPÖ SVP Vërc | Deutsch

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Toponomastik links.

Aus den Grabenkämpfen der letzten Jahrzehnte hat die parlamentarische Linke unseres Landes (Linksdemokraten, Grüne) offensichtlich bleibenden politisch-ideologischen Schaden davongetragen. Anders lassen sich die – freundlich formuliert – phantasielosen Reaktionen auf den miserablen Durnwalder-Vorstoß in Sachen Toponomastik nicht erklären.

Anstatt sich für eine Annäherung der Sprachgruppen und eine nachhaltige Lösung starkzumachen, die genuin antifaschistisch und dennoch lange nicht revanchistisch ist, werden Ansichten bemüht, die wir so (nicht zufällig) von Alleanza Nazionale kennen: Die Beibehaltung sämtlicher Erfindungen aus dem Faschismus wird da gefordert, zum Teil sogar die Vorschrift, auch für »neue« Ortschaften zwei, drei Bezeichnungen zu ersinnen. Haarsträubend. Anstatt die Menschen zusammenzuführen, wird die Politik des Nebeneinanders perpetuiert und womöglich erneut institutionalisiert. Kulturelles Brachland.

Fürchten sich die Linken so stark vor Stimmverlusten, dass sie sich bei den rechten Demagogen tarnen? Oder ist es einfach nur zu anstrengend, einen kulturell anspruchsvollen Ansatz auszuarbeiten? Wie dem auch sei: Das ist eine Bankrotterklärung eines wie auch immer gearteten intellektuellen Führungsanspruchs der Politik — und gleichzeitig eine Misstrauensbekundung an die Adresse des Souveräns.

Nicht nur die Linken Kataloniens, die mit den unseren in Straßburg Seite an Seite sitzen, haben es geschafft, einen politisch konsequenten Weg einzuschlagen, selbst aus dem Nachbarland Trentino vernimmt man ganz andere Töne.

Siehe auch:
Faschismen Kohäsion+Inklusion Ortsnamen | | Luis Durnwalder | | Catalunya Südtirol/o Trentino | PD&Co. Vërc | Deutsch

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Grundsatzerklärung.

Über den entsprechenden Banner in der rechten Seitenleiste des Blogs gelangt man ab sofort zur »Werkstatt: Manifest!«, wo schrittweise sämtliche Prinzipien gesammelt und geordnet werden, denen sich verpflichtet fühlt, sowie die Ziele, die sie sich setzt.

Der Beitrag der Leserinnen und Teilnehmerinnen dieses Blogs in Form von Anregungen ist ausdrücklich erwünscht.
Interna Mitbestimmung | | | | Südtirol/o | BBD | Deutsch

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Fragen Sie Ihren Arzt. Nicht.

Fragen Sie besser den Landeshauptmann.

In der Schweiz: Seit jeher dreisprachige Packungsbeilagen bei Medikamenten. Mit der Gesundheit der Menschen wird nicht gespaßt.

Aspirin.

In Südtirol: Trotz einschlägiger Bestimmungen nach wie vor keine Heilung in Sicht. Dabei besteht laut Verbraucherzentrale akuter Handlungsbedarf.

Bevölkerungstabelle.
[ST=Südtirol | TI=Kanton Tessin]
Quelle: Wikipedia.

Dass es dabei nicht auf Zahlen — sondern auf Weigerung und Scheinargumente — ankommt, zeigt der direkte Bevölkerungsvergleich zwischen Südtirol und dem italienischsprachigen Teil der Schweiz. Den Pharmaunternehmen ist also die Gesundheit der Pazienten im Prinzip egal, ihre Ethik ist die des Geldes.

Das bedeutet aber auch, dass in Südtirol — im Gegensatz zur Eidgenossenschaft — Politik und Justiz in ihrer Eingriffs- und Aufsichtsfunktion versagt haben; der Vorwurf der Fahrlässigkeit muss auf diese Institutionen ausgedehnt werden.

Wann endlich wird das starke Land mit den Starken stark, um die Schwachen zu schützen?

Siehe auch:
Comparatio Gesundheit Minderheitenschutz Plurilinguismo Verbraucherinnen | Bilinguismo negato Packungsbeilagen | Luis Durnwalder | | Südtirol/o Svizra Ticino | Land Südtirol | Deutsch

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Selbstbestimmungsflagge.

In Anlehnung an andere Unabhängigkeitsbewegungen ist die Flagge entstanden, die unseren Selbstbestimmungswillen unterstreichen soll. Sie will nicht die bestehenden Symbole unseres Landes ersetzen, sondern neben ihnen Bestand haben, solange das Ziel einer vollkommenen Eigenregierung nicht erreicht ist:

independence_exp.jpg

Sie beinhaltet folgende Elemente:

  • die rotweiße Landesflagge als territoriales Symbol.
  • das blaue Dreieck, als Symbol für die Demokratie und den Rechtsstaat mit seinen Gewalten (Legislative, Judikative, Exekutive) und darauf
  • das Pentagramm, das zahlreiche Unabhängigkeitsbewegungen als Zeichen der Freiheit verwendet haben und nach wie vor verwenden. Es steht für die humanistische Zentralität des Menschen, seine Zacken geben abstrakt Kopf und Gliedmaßen wieder.

Dadurch repräsentiert diese Flagge auf ideale Weise die Gedanken, die hinter der hier vertretenen politisch-gesellschaftlichen Ausrichtung stehen. Ihre Verwendung ist positiv, d.h. sie richtet sich nicht gegen etwas, sondern steht für ein konkretes Ideal.

Zum Herunterladen, etwa für den Einbau in den eigenen Webauftritt:

Banner klein. Banner klein mit Rand. Banner klein sw.

 

Kann, muss aber nicht mit der verlinkt werden. Auch geeignet als Email-Footer oder Handylogo.
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