Crisanti: L’Austria fa bene a non aprire.
Quotation 609

Ospite di Agorà su Rai Tre, il professore di Microbiologia Andrea Crisanti ha difeso la decisione dell’Austria di non aprire, per ora, i confini verso l’Italia:

Crisanti, fa bene l’Austria a non aprire i propri confini all’Italia?

Io penso che faccia bene…

Come fa bene?

…perché ci sono ancora un sacco di casi in Italia. Voglio dire… penso che l’Austria abbia investito quanto noi per eliminare il virus, non vedo perché debba correre il rischio di importare nuovi casi senza implementare misure di controllo. Guardi, questa è una cosa seria, eh? Io penso che anche noi dovremmo implementare delle misure di controllo verso tutti quei paesi dove l’epidemia è ancora attiva.

Tipo?

Tipo… che ne so, l’America… il Sudamerica, ci sono tantissimi paesi […] anche sui paesi europei bisognerebbe fare delle differenze, perché ci sono paesi e paesi […]. Io non è che farei entrare o non farei entrare, io stabilirei dei criteri. Voglio dire: entri in Italia e ti controlliamo sì la temperatura, tanto abbiamo visto che serve a ben poco; ti facciamo il tampone e ti verifichiamo che tu sei rintracciabile e se sei positivo ti mettiamo in isolamento. Non è che si può riaprire tutto così, eh?

Trascrizione mia.

Il prof. Crisanti (Università di Padova) si è distinto per la gestione del Coronavirus in Veneto e, in particolare, a Vo’. Recentemente è anche stato nominato membro della commissione di esperti che accompagnano la cosiddetta fase due in Sudtirolo.

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Immuni: Italienischer Covid-Tracker auf Deutsch.

Auch Italien hat nun mit Immuni eine Corona-Tracking-App fürs Smartphone. Obschon sie bereits heruntergeladen werden kann, soll sie erst nach einer Testphase richtig in Betrieb gehen.

Mich hat überrascht, dass die App tatsächlich auch auf Deutsch verfügbar ist — wiewohl es das entsprechende Portal nur auf Italienisch gibt.

Die Übersetzung ist zwar nicht perfekt, aber doch sehr solide. Besser als das, was uns manchmal von der Landesverwaltung geboten wird.

Dass bei den Sprachversionen an die autochtonen Minderheiten gedacht wurde, darf dabei zumindest bezweifelt werden: Außer auf Deutsch und Italienisch ist die App nämlich auf Englisch, Französisch und Spanisch verfügbar. Von Slowenisch, Sardisch oder Friaulisch bzw. Ladinisch fehlt jede Spur.

Bei der Auswahl der Heimatregion und des Landes (Provinz) hört die Mehrsprachigkeit dann auch schon wieder auf:

Und auch sonst merkt man, dass nur das Allernötigste übersetzt wurde: Die häufig gestellten Fragen gibt es in der deutschen Sprachversion der App nur auf Englisch, die Nutzungsbedingungen nur auf Italienisch.

Schwärzung von mir.

Da ist man dann — anders als Nutzerinnen der italienischen Version — doch wieder auf ein außerordentliches Maß an (Fremd-)Sprachkenntnissen angewiesen.

Möchte man sich die Datenschutzinformationen anzeigen lassen, landet man derzeit gar auf einer leeren Seite mit dem Hinweis »Not Found«. Für eine App dieser Art ist das dann doch ein Armutszeugnis.

Insgesamt ist das Fazit also durchwachsen. Den Südtiroler Zweisprachigkeitsbestimmungen entspricht Immuni sicherlich nicht, doch immerhin stehen die allerwichtigsten Funktionen und Informationen auch auf Deutsch zur Verfügung.

Bilder und Informationen beziehen sich auf die iPhone-Version von Immuni.

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Datenschutz Gesundheit Minderheitenschutz Ortsnamen Plurilinguismo Service Public Tech&Com | Coronavirus | | | Italy Südtirol/o | | Deutsch

Der Zweite Weltkrieg in Afrika.
Quotation 608 // Rolle Italiens

[S]chon die zeitliche Begrenzung [des Zweiten Weltkriegs] auf die Jahre 1939 bis 1945 [ist] eurozentristisch. In Afrika begann [er] 1935 mit dem Einmarsch der Italiener in Äthiopien. 1937 hatte Japan neben Korea bereits die Mandschurei besetzt und dehnte seinen Krieg gegen China nach Süden aus.Als die Achsenmächte 1945 endlich kapitulierten, war der Krieg in vielen Länder der Dritten Welt auch noch nicht zu Ende. In Algerien massakrierten französische Truppen am 8. Mai 1945, der als »Jahrestag der Befreiung« bis heute in Frankreich gefeiert wird, Zehntausende Demonstranten, die für die Unabhängigkeit des Landes demonstrierten.

Am 2. Oktober 1935 erschien Benito Mussolini auf der Piazza Venezia in Rom und schrie mit seiner einpeitschenden Stimme den Versammelten zu: »Schwarzhemden der Revolution; Männer und Frauen von Italien! (…) 20 Millionen Italiener sind in diesem Moment im ganzen Land vereint. Zwanzig Millionen: ein Herz, ein Wille, eine Entscheidung. Diese Manifestation zeigt, dass die Identität zwischen Italien und dem Faschismus perfekt ist, absolut und unveränderbar. (…) Ich weigere mich zu glauben, dass die Franzosen und die Briten Blut vergießen und Europa an den Rand einer Katastrophe treiben wollen, um ein afrikanisches Land zu verteidigen, das in den Augen der ganzen Welt nicht wert ist, zu den zivilisierten Völkern zu gehören.« Beifall brandete auf. Am nächsten Morgen um fünf Uhr überschritten italienische Truppen ohne Kriegserklärung die äthiopische Grenze: mit über 300.000 Soldaten, 7.000 Offizieren, 6.000 Maschinengewehren, 700 Kanonen unterschiedlichen Kalibers, 150 Panzern und 150 Flugzeugen. Damit begann der Zweite Weltkrieg in Afrika.

Der äthiopische Historiker Richard Pankhurst kommt wie andere Wissenschaftler zu dem Schluss: »Das war der größte koloniale Krieg, der jemals in Afrika geführt wurde. Die Italiener kamen mit einer riesigen Anzahl Soldaten, dazu hatten sie die komplette Überlegenheit in der Luft. Sie setzten Giftgas ein, schwere Artillerie und überzogen die Rebellen mit Massenbombardements. Sie haben das Land förmlich überwältigt.

»Wir waren noch Kinder, als die Italiener hier in Eritrea waren«, erinnert sich der 65-jährige Arbeiter Ibrahim in der eritreischen Hafenstadt Massawa. »Wir dachten, alle Weißen seien Italiener. Im Alltagsleben existierte eine strenge Rassentrennung zwischen Schwarzen und Weißen. Diskriminierung war allgegenwärtig. Zum Beispiel durften wir in den Bussen und in den Restaurants nicht die gleichen Sitze benutzen wie die Weißen.« Italienische Siedler und Einheimische lebten in getrennten Wohngebieten; die einen in luxuriösen Stadtteilen, die Eritreer in native towns, »in Drecklöchern ohne fließendes Wasser oder öffentliche Toiletten«, wie Richard Pankhurst schreibt. Mischehen waren verboten, und die Eritreer durften nur die niedersten und härtesten Arbeiten verrichten.

Während sich in der Regenzeit im Sommer 1936 überall im Land Partisanen sammelten, forderte der Duce seinen Statthalter per Telgramm auf, »Rebellen und ihre Unterstützer systematisch zu terrorisieren und zu vernichten«. Graziani befahl, die Äthiopier in den italienisch kontrollierten Gebieten zu entwaffnen und den widerständigen Klerus der orthodoxen Kirche zu ermorden. Im Krieg gegen die Aufständischen gingen die Italiener stets nach dem gleichen Muster vor: Zuerst bombardierten sie ein Gebiet flächendeckend, dann warfen sie Gasbomben und anschließend ließen sie ihre Soldaten einmarschieren. Immer wieder verübten sie dabei Massaker an der Zivilbevölkerung. Richard Pankhurst schreibt: »Diese Operationen waren von barbarischen Repressalien begleitet. Ein äthiopischer Richter berichtete, dass die italienische Armee zum Beispiel in Gorro alle unbewaffneten Zivilisten in einer Höhle zusammentrieb, auch Frauen mit Kindern auf dem Rücken sowie ein paar Schäfer, und sie mit Maschinengewehren niedermachte.«
Ein Blutbad richteten die Besatzer auch unter den Einwohnern der Hauptstadt Addis Abeba an. Als Mussolinis Statthalter Graziani nach Art des äthiopischen Kaisers im Februar 1937 Almosen an Arme im Palast verteilte, warfen zwei Eritreer zehn Handgranaten auf den verhassten Despoten. Graziani wurde verwundet, und seine faschistische Garde mähte daraufhin alle 300 im Palast anwesenden Äthiopier, darunter Blinde und Bettler, kaltblütig nieder. In den folgenden Tagen durchkämmten die Schwarzhemden sengend und mordend die ganze Stadt. Sie steckten Häuser in Brand und überrollten mit ihren Militärfahrzeugen alles und jeden, der sich ihnen in den Weg stellte. Mit Eisenstangen und Knüppeln schlugen sie Menschen wahllos zu Tode. Sie verfolgten Intellektuelle, exekutierten sie oder warfen sie ins Gefängnis. Insgesamt massakrierten die Italiener in wenigen Wochen 30.000 Äthiopier. In Addis Abeba standen zehn Galgen, an denen bis Ende März 1937 1.500 Äthiopier erhängt wurden.

Schon bei ihrem Einmarsch hatte die italienische Luftwaffe Bomben mit Yperit- und Senfgas über Seen und Flüssen, auf Äcker und Vieh abgeworfen. Kaiser Haile Selassie, der das miterlebt hatte, prangerte in seinem Exil die italienische Kriegsführung an: »Von all den Massakern dieses schrecklichen und erbarmungslosen Krieges war die Gaseinsätze am schlimmsten. Männer, Frauen und Lasttiere wurden in Stücke gerissen und kamen in den Flammen um. Die Sterbenden und Verwundeten schrieen in ihrer Qual. Die Flüchtenden wurden Opfer des tödlichen Regens. Das Gas beendete das Blutbad, das die Bomben begonnen hatten. Auch in anderer Hinsicht seien die Italiener barbarisch und grausam gewesen, sagen die Veteranen. »Sie haben Patriots umgebracht, die schon kapituliert oder die sie gefangen genommen hatten; sie haben Zivilisten, darunter viele Bauern, ermordet. Bekannte Anführer der Patriots haben sie liquidiert und noch ihre Leichen geschändet. Sie haben ihnen das Genick gebrochen und mit ihnen vor aller Augen wie mit Puppen gespielt. Sie waren wirklich bestialisch.«

Auszüge aus »Unsere Opfer zählen nicht« – Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg, Rheinisches JournalistInnen Büro / Recherche International e. V. (Hg.)

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Faschismen Geschichte Militär Publikationen Racism | Geschichtsaufarbeitung Quote | | | Afrika Italy | Alpini | Deutsch

Covid: Schienennetzbetreiber bessert nach.

Neulich hatten wir die illegalen, einsprachigen Hinweise auf die Covid-Sicherheitsvorschriften an Südtirols Bahnhöfen thematisiert . Jetzt hat der italienische Schienennetzbetreiber RFI nachgebessert, wie diese Bilder zeigen, die uns wiederum Lokführer Andreas Thanei zugeschickt hat:

Zusammenfassend kann man sagen: Deutsch kommt später, Deutsch kommt schlampig, Deutsch kommt zweitgereiht und Deutsch kommt teils mit deutlich kleinerem Schriftbild. Das ist noch immer illegal, doch im Vergleich zu vorher ist es eine klare Verbesserung. Auch so wird man als Minderheit dazu erzogen, sich zu begnügen.

Siehe auch:

Discriminaziun Gesundheit Minderheitenschutz Mobilität Nationalismus Plurilinguismo Service Public Sicherheit Vorzeigeautonomie | Coronavirus Good News Italianizzazione | | | Italy Südtirol/o | RFI | Deutsch

Briefmarken: Symptomatischer Spießrutenlauf.

Sporadisch muss ich aus beruflichen Gründen Originalunterlagen per Post verschicken. Vor einiger Zeit war dies der Fall, als ich mich für mehrere Wochen in Deutschland aufhielt.

Und das ging so:

Auf der Seite der Deutschen Post das benötigte Porto wählen, per Gastzugang mit Paypal bezahlen.

Briefmarke drucken, Einwurf. Fertig. Zur Not hätte es vor dem nächstgelegenen Postamt einen Briefmarkenautomaten gegeben.

Schnitt, Ortswechsel.

Gestern war es auch hier in Südtirol wieder so weit, dass ich etwas verschicken musste. Und das ging so:

Auf der Homepage der italienischen Post wird nur ein Abholdienst für Dokumente und Pakete (ab 8,50€ pro Sendung) angeboten, darüberhinaus ein merkwürdiger — für mich unbrauchbarer — Onlineversand, bei dem die zu verschickenden Unterlagen digital an die Post übermittelt, dort ausgedruckt und analog zugestellt werden. Dann kann ich sie gleich mailen.

Ich muss also zum nächstgelegenen Postamt fahren — wo ich aber leider vor verschlossener Tür stehe. Wegen Corona (!) sind die Öffnungen seit März auf Dienstag, Donnerstag und Samstag, jeweils nur vormittags, beschränkt. Einen Briefmarkenautomaten gibt es hierzulande nicht und im nahen Dorfladen sind derzeit auch keine Briefmarken vorrätig. Einen letzten Versuch wage ich im Nachbarsdorf, wo mir im Laden erklärt wird, dass sie »momentan« leider »keine Briefmarken kriegen«. Läuft.

Ins Hauptpostamt nach Brixen schaffe ich es leider nicht mehr — gleich habe ich einen Termin und ohnehin schon fast eine Stunde verloren.

Der reduzierten Öffnungszeiten gewahr, fahre ich also heute (obwohl es zeitlich gar nicht passt) nochmal zum Postamt und kaufe gleich mehrere Marken auf Vorrat. Einen Tag und drei unnötige Kontakte später kann mein Brief endlich seinen Weg aufnehmen.

Vielleicht sollte in diesem Staat mehr über (unbürokratische) Digitalisierung und weniger über die Abschaffung von Bargeld nachgedacht werden.

Siehe auch:

Bürokratismus Comparatio Postdienst Service Public Tech&Com | Coronavirus | | | Deutschland Italy Südtirol/o | | Deutsch

SVP: Seenotrettung für Salvini.

Die Staatsanwaltschaft von Palermo wirft dem vormaligen italienischen Innenminister Matteo Salvini von der rechtsradikalen Lega vor, im August letzten Jahres 164 aus der Seenot gerettete Migrantinnen illegal an Bord der Open Arms festgehalten zu haben: Eine besonders perfide Form der Freiheitsberaubung, weil sie Menschen in einer extremen Notlage betrifft.

Nach 20 Tagen ordnete Richter Luigi Patronaggio schließlich die Evakuierung des vor Lampedusa ausharrenden Schiffes an, da die Rettung von in Seenot Geratenen nicht nur keine Straftat, sondern sogar eine gesetzliche Verpflichtung ist.

Der Immunitätsausschuss des Senats hat heute aber ein negatives Gutachten zum Gesuch des Ministertribunals von Palermo abgegeben, das ein Verfahren gegen den hochrangigen Politiker einleiten möchte. Neben den Stimmen der Rechten (Lega, Forza Italia und die faschistische FdI) war das Abstimmungsverhalten der »rebellischen« 5SB-Politikerin Alessandra Ricciardi, ihres ehemaligen Parteikollegen Mario Michele Giarrusso und — besonders traurig — des SVP-Vertreters Meinhard Durnwalder ausschlaggebend für die vorläufige Rettung Salvinis.

Für die Aufhebung der Immunität stimmten hingegen die Vertreterinnen der politischen Mehrheit (PD, LeU und 5SB). Die Renzi-Partei Italia Viva enthielt sich.

Ob das Plenum des Senats der Empfehlung des Immunitätsausschusses folgen wird, ist derzeit noch ungewiss. Im Februar hatte es in einem ähnlichen Fall, der das Küstenwachenschiff Gregoretti betraf, der Einleitung eines Verfahrens zugestimmt.

Siehe auch:

Grundrechte Migraziun Politik Racism Recht | | Matteo Renzi Matteo Salvini Meinhard Durnwalder | | Italy | 5SB/M5S Lega PD&Co. PDL&Co. SVP | Deutsch

“Die Einstufung Südtirols als Risikogebiet entbehrt jeglicher Grundlage.”
Südtirol auf Platz 3 weltweit was COVID-19-Todesopfer betrifft

Im vollen Bewusstsein, dass COVID-19-Vergleichszahlen zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit großer Vorsicht zu genießen sind, sticht die hohe Zahl der Toten in Südtirol dennoch ins Auge. Wäre Südtirol ein unabhängiger Staat, läge es weltweit (!) hinter Belgien und Spanien und noch vor Italien auf Platz drei jener Länder mit den meisten Todesopfern relativ zur Einwohnerzahl gesehen. Von diesem Ranking ausgenommen sind Zwergstaaten mit weniger als 200.000 Einwohnern.

Grafik zum Vergrößern anklicken.

Während in Südtirol 560 COVID-19-Todesfälle pro 1.000.000 Einwohner zu beklagen sind, sind es im österreichischen “Hotspot” Tirol “nur” 143. Und das bei einer annähernd gleich hohen Rate an bestätigten Infektionen pro 1.000.000 Einwohner (ST 4975, N/OT 4712). Das dritte Euregio-Land Trentino ist mit 843 Todesfällen pro 1.000.000 Einwohnern noch einmal stärker betroffen als Südtirol.

Nachdem die Entrüstung groß war, als das Robert-Koch-Institut Südtirol am 5. März 2020 zum Risikogebiet erklärte (Zitat Handelskammerpräsident Michl Ebner: “Diese Einstufung Südtirols als Risikogebiet entbehrt jeglicher Grundlage, wir fordern eine Neubewertung und haben bereits in diesem Sinne beim RKI interveniert.“) und auch Contes zentralistisch verordneter “Lockdown” für Südtirol kritisch beäugt wurde, muss man mittlerweile fast froh sein, dass sozusagen von außen interveniert wurde, denn sonst wäre es wohl noch viel schlimmer gekommen.

Der Südtiroler Politik wie auch den Verantwortlichen des Sanitätsbetriebes müssen obige Zahlen schwer zu denken geben. Während zu den Vorfällen rund um Ischgl eine Untersuchungskommission eingerichtet wurde, scheint es in Südtirol abgesehen von dem von Salto aufgedeckten Schutzausrüstungsskandal kaum Diskussionen über ein möglicherweise tödliches Missmanagement zu geben.

Siehe auch:   

Außendarstellung Comparatio Gesundheit Medien Politik Service Public Staat vs Land Tag+Nacht Tourismus Transparenz Umfrage+Statistik Wissenschaft Zentralismus Zuständigkeiten | Coronavirus Covid-Stats | | Salto | Belgien Deutschland France Irland Italy Nord-/Osttirol Österreich Spanien Südtirol/o Svizra Tirol Trentino United Kingdom USA | Euregio Land Südtirol Sabes | Deutsch

Lohnausgleich beim NISF – dank SVP.

Landesrat Philipp Achammer (SVP) kritisiert einer Pressemitteilung des Landes zufolge das NISF, weil die Auszahlung des außerordentlichen Lohnausgleichs langsam und umständlich verlaufe. Die Berechtigten gerieten aus diesem Grund in wirtschaftliche Schwierigkeiten — Achammer spricht von einem »unhaltbaren Zustand«.

Lustig: Ende November noch hatte die SVP einen Antrag der Grünen versenkt, dessen Ziel es war, die Abwicklung von Arbeitslosengeld und Lohnausgleichskasse vom NISF in die Verantwortung des Landes zu übernehmen. Dafür gäbe es sogar bereits die rechtlichen Voraussetzungen (DFBGvD 28/2013).

Sinngemäße Begründung von Fraktionssprecher Gert Lanz gegen das Ansinnen: mit dem NISF funktioniere alles wunderprächtig. Die Zuständigkeit für die Vergabe der Leistungen wolle man nur übernehmen, wenn man auch inhaltlich mitbestimmen kann.

Wir wissen also, wer für den »unhaltbaren Zustand« (mit-)verantwortlich ist. Doch leider können sich die, die jetzt vergeblich auf ihr Geld warten, davon nichts kaufen.

Siehe auch:

Arbeit Bürokratismus Faktencheck Gesundheit Politik Service Public Vorzeigeautonomie Wirtschaft+Finanzen Zuständigkeiten | | Philipp Achammer | LPA | Italy Südtirol/o | NISF SVP Vërc | Deutsch