Die ganz alltägliche Grenzerfahrung.

Im Anschluss an »Experten vor« hat sich eine Diskussion darum entwickelt, wie sich die angeblich nicht mehr existierenden Grenzen (in unserem Falle zwischen Italien und Österreich) im Alltag eines jeden Einzelnen spürbar machen. Ich habe beschlossen, dieses Thema hier in einem gesonderten Beitrag zu behandeln, um mithilfe der Leser so viele Dinge wie möglich zusammenzutragen, welche die Auswirkungen der Grenze auf das normale Leben der Bürger zeigen. Es geht hier weniger um die Formulierung von Klagen, als um die Widerlegung der immer wiederkehrenden Feststellung, es gebe in Europa keine Staatsgrenzen mehr, weshalb es nicht nur sinnlos sei, neue aufzustellen oder alte zu verschieben, sondern auch, sich für deren Überwindung einzusetzen. Denn wieso sollte man etwas überwinden, was es gar nicht mehr gibt? — Ich will hier auch keine Gründe aufzählen, warum sich Südtirol von Italien loslösen sollte, sondern Beispiele dafür, dass die Grenze sehr wohl besteht und den Alltag der Menschen sehr konkret mitgestaltet.

Was von den Lesern bereits genannt wurde — und was mir einfällt — zunächst in beliebiger Reihenfolge:

  • Einen Zentimeter diesseits der Brennergrenze gelten italienische Gesetze, einen Zentimeter jenseits gilt österreichisches Recht; hier sind italienische Gerichte mit letzter Instanz in Rom für die Verfolgung von Gesetzeswidrigkeiten zuständig, wird die Gesetzeswidrigkeit einen Zentimeter nördlicher begangen, ist ein Gericht in Nordtirol mit letzter Instanz in Wien dafür zuständig;
  • Produkte können nicht direkt von Österreich nach Südtirol importiert und hier verkauft werden, wenn sie keine italienische Beschriftung nach genauen nationalen Vorschriften tragen; die deutsche Beschriftung ist in Südtirol völlig irrelevant; aufwändige Nachetikettierung jeder einzelnen Packung pflicht, was für den italienischen Markt bestimmte Erzeugnisse ganz klar gegenüber anderen bevorteilt;
  • Es ist i.d.R. nicht möglich, eine Versicherung (schon gar keine KfZ-Haftpflichtversicherung) im Nachbarland abzuschließen; Konditionen und Prämien unterscheiden sich aber erheblich;
  • Die Packungsbeilagen von Medikamenten sind in Österreich deutsch, in Südtirol — gesetzeswidrig — fast immer ausschließlich italienisch; die entsprechenden Zulassungen werden von Gesundheitsbehörden in Rom und Wien erteilt, wodurch eine Apotheke in Südtirol ihre Produkte nicht im Ausland beziehen darf; Apotheken in Brenner Dorf und Gries am Brenner haben also ein völlig anderes Angebot, mit anderen Preisen und Dosierungen; es ist nicht möglich, mit einem Südtiroler Rezept Medikamente entsprechend vergünstigt in Nordtirol und umgekehrt zu beziehen;
  • Firmen orientieren sich an den Staatsgrenzen, daher ist für Südtirol fast immer die italienische Niederlassung zuständig; mit allen folgen, die das zum Beispiel auf die Sprache, aber auch auf die Produktpalette hat: Bedienungsanleitungen sind häufig nicht in deutscher Sprache verfügbar; es ist mitunter schwierig, einen Computer mit deutscher Tastatur zu erwerben; Handys (z.B. htc) sind nur mit italienischer Software erhältlich; Smartphones mit QWERTY-Tastatur sind oft nicht mit deutscher Tastatur erhältlich; Haushaltsgeräte (Wasch-, Spülmaschinen, selbst von Miele mit Italienniederlassung in Südtirol) sind ausschließlich italienisch bedienbar;
  • Für Fahrzeuge in den hier erhältlichen Ausstattungsvarianten gibt es i.d.R. nur italienische Produktprospekte und Bedienungsanleitungen; Bordcomputer zwahlreicher Fahrzeuge (z.B. des deutschen Herstellers Ford!) lassen sich nicht in einer anderen Sprache als Italienisch einstellen;
  • Selbst deutsche Vertriebsketten wie Lidl oder Schlecker orientieren sich ganz strikt nach der Grenze: diesseits des Brenners gilt italienische Einsprachigkeit, meist sogar bei den Mitarbeitern (!) in Südtirol, jenseits gilt deutsche Einsprachigkeit;
  • Telefon- und speziell auch Handytarife sind dies- und jenseits der Grenze völlig andere (in Österreich viel günstiger); eine deutschsprachige Hotline bietet kein Mobiltelefonanbieter (mit Ausnahme von TIM, beschränkt auf die automatischen Ansagen) diesseits der Grenze an; ohne Wohnsitz im jeweiligen Land ist es nicht möglich, einen Handyvertrag zu unterzeichnen; Grenzüberschreitung bedeutet das Anfallen sehr teurer Roaminggebühren; 1/
  • Dies- und jenseits des Brenners herrschen unterschiedliche Straßenverkehrsordnungen, mit verschiedenen Vorschriften, unterschiedlichen Kontrollen und einem anderen Strafausmaß; Strafzettel, die man in einem Land erhält, werden nicht in’s andere Land nachgeschickt;
  • Wer von Eltern aus Gries am Brenner auf die Welt gesetzt wird erhält bei der Geburt eine andere Staatsbürgerschaft als der, dessen Eltern aus Brenner Dorf stammen; dies gilt sogar, wenn die Eltern ihren festen Wohnsitz in das jeweils andere Land versetzt haben — die Grenze wirkt also nach;
  • Unterschiedliche Einkommensbesteuerung und unterschiedliche Steuersätze z.B. bei indirekten Steuern wie der MwSt., dadurch unterschiedliche Preise;
  • Genau an der Grenze ändert auch die Stromversorgung der Züge von Gleich- zu Wechselstrom, was Mehrstromloks oder einen Lokwechsel erforderlich macht; Züge können also häufig nicht einfach durchfahren;
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41 replies on “Die ganz alltägliche Grenzerfahrung.”

Zum Nachetikettieren von Produkten:
idealerweise werden oft die italienischen Etiketten über die deutsche Produktbeschreibung geklebt (pure Dummheit oder Bosheit?), auch bei Firmen die hier in Südtirol verkaufen (im restlichen Italien kann ich es verstehen).

Bürokratiewahn:
jeder Gewerbetreibende kann ein Lied davon singen, wie nervend und zeitraubend der Import/Export von Diensten und Waren ist, auch innerhalb der Union. Und jetzt kommt der ital. Staat auch noch auf die Idee Intrastat auf Dienstleistungen auszuweiten. Es wird eigentlich von Jahr zu Jahr nur schlimmer.

Strafen:
hierzulande werden teils irrsinnige Strafen verhängt (Beispiele: Beschlagnahmung Auto, x Tausend Euro Strafen im Verkehr, 60T und mehr bei Privacy Verstössen, usw.). Anderswo sind die Strafen normal, dafür wird mehr für deren Einhaltung unternommen!

Steuersätze:
es ist erwiesen, daß Italien einen der höchsten Steuerbelastungen überhaupt hat (nicht nur die IRPEF o.a. sondern Totale). Kein Wunder wenn sich Unternehmen also lieber woanders ansiedeln.

Rechtssystem:
das. ital. Justizsystem ist derart ineffizient und marode, daß man es ruhig auf einen Prozess ankommen lassen kann, selbst wenn man im Unrecht ist. Die Gegenseite gibt meist vorher auf. Rechtssicherheit gehört mit zu den wichtigsten Faktoren für Firmen!

Liste kann noch lange ergänzt werden (oder gleich eigene Website erstellen? ;)

Hier noch ein Beleg dass die Grenze existiert. Österreich liegt an 16. Stelle im Korruptionsindex 2009 der Staaten weltweit, Italien an 63. Stelle, genau eine Stelle hinter der Türkei. Besser als Italien schneidet z.b Namibia, Malaysia, Samoa (alle 56. Rang) oder Kuba (61.) ab. Südtirol ist bis jetzt Teil dieses Staates, man kann sich vorstellen wieviel Firmen die international tätig sind, noch gewollt sind ihren Sitz genau auf dieses Staatsgebiet zu verlegen.

man kann sich vorstellen wieviel Firmen die international tätig sind, noch gewollt sind ihren Sitz genau auf dieses Staatsgebiet zu verlegen.

Questa poi! Esisterebbe una tendenza internazionale a voler impiantare filiali di aziende (o aziende tout court) in Sudtirolo FRENATA dalle classifiche sulla corruzione? Insomma, come se un investitore estero non riuscisse a distinguere la provincia di Ragusa da quella di Bolzano? Ma se uno non ha argomenti, possibile che rimanga solo l’alternativa dell’umorismo?

Für dieses Thema könnte man sehr wohl eine eigenen Webseite machen. Wer tatsächlich glaubt, die Grenzen existierten nicht mehr ist entweder naiv oder ein Narr.

Einige Beispiele:

Wir haben 18 Monate gewartet bis wir ein Buchungssystem installieren konnten, da für uns Amadeus Italia zuständig ist. Die haben 18 Monate!!!! benötigt, um eine bestimmte Applikation technisch hinzukriegen. Amadeus Deutschland durfte uns nicht als Kunden akzeptieren obwohl ich dies wollte. (Toll die EU)

Ich hab versucht in Deutschland eine Risiko-Ablebensversicherung und eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen (bessere Produkte als in Italien und Beschreibungen auch des Kleingedruckten auf Deutsch). Bei den meisten Versicherungen wird man nicht einmal akzeptiert, wenn man keinen Wohnsitz in DE hat. Bei einer Versicherung hätte ich dies mit einem Trick doch hingekriegt, aber dann doch nicht abgeschlossen, denn wer garantiert mir letztendlich, dass die im Schadensfall auch bezahlen, wenn ich als Kunde mit Tricks arbeite, also in Südtirol ansässig bin.

Hab für meinen Betrieb versucht eine vom Gesetz vorgeschriebene Versicherung in D oder A abzuschließen. Bis jetzt hat es aufgrund unseres Sitzes in Südtirol nur Absagen gegeben. Eine Versicherung in Wien hat Interesse bekundet, da müssen wir nun aufwändig prüfen, ob dies auch den italienischen Vorschriften entsprechend ist. Die derzeitige italienische Versicherung ist vom Kundenservice miserabel.

Bei vielen Versandhäusern (Büroartikellieferanten, Computerlieferanten usw.) heißt es meist ganz lapidar – nach Südtirol, sprich Italien können wir nicht liefern. Natürlich könnten die dorthin liefern, wenn sie möchten, aber Tatsache ist sie tun es nicht. Meist liefern diese Firmen nach D, A, CH, häufig auch nach Luxemburg oder sogar in die Niederlande, aber nicht nach Südtirol. Südtirol ist wirtschaftlich betrachtet für diese Firmen eben Italien.

Die Liste ließe sich beinahe ins Unendliche verlängern.

@anonym

Und jetzt kommt der ital. Staat auch noch auf die Idee Intrastat auf Dienstleistungen auszuweiten.

Wo hast du das gehört, das wäre definitiv der Hammer.

@niwo
liest du keine Wirtschaftszeitungen? War in der letzten oder vorletzten Ausgabe der SWZ. Jedenfalls ist das scheints schon sicher für 2010 beschlossen.

@alle:
wir könnten uns die Diskussion wesentlich einfacher und kürzer machen, wenn wir nur darüber reden würden, welche Vorteile man in Italien hat :D

Vorteile:
1. Alle Menschen mit IVA-Nummer verdienen netto ca. 1/3 mehr als sie im Ausland verdienen würden, weil mindestens 1/3 der Leistungen ohne Rechnung über den Tisch geht; und das wäre im benachbarten deutschen Ausland schon viel schwieriger!!

2. Wir haben hier im Vergleich fast doppelt so viele Zahnärzte als das benachbarte deutsche Ausland, mehr Auswahl = mehr qualität und niedere Preise – theoretisch laut kapitalistischem EU-Handbuch.

3.Im benachbarten deutschen Ausland gibt es viel weniger Korruption, aber wer würde sich dann in unserem schönen Land die öffentlichen Aufträge unter den Nagel reissen? Die Besten und nicht mehr die Freunde der Freunde?

4.Kommt es bei uns zu einer Anklage gegen einen Bürger hat der noch Zeit, sein Leben zu geniessen, oder ordentlich abzusahnen, oder sein Geld auf die Seite zu bringen, denn bis der Prozesse anfängt, vergehen in der Regel schon 18-24 Monate, und bis zum letztinstanzlichen Urteil können schon mal 10-12 Jahre vegehen. Und meistens kommt in der Zwischenzeit sowieso eine Amnestie, wenn man die “richtigen” Gesetze bricht!

5.Im benachbarten deutschem Ausland darf man auf einer “MEBO” nur noch 110 kmh fahren, denn da würde kontrolliert werden; darf man hier zwar auch nur, aber wer kontrolliert das schon?

6. Mehr fällt mir nicht ein, aber das sind doch schon mal 5 Gründe für Italien, oder?

Beispiel: Leasing bei einer bekannten Bank aus Vorarlberg mit Niederlassung in Südtirol.
Das Angebot erhält der Südtiroler noch schön brav in seiner deutschen Muttersprache.
Aber alle folgenden vielen Dokumente vom Leasingvertrag bis zum Rechnungsformular bekommt der Südtiroler Kunde nur noch einsprachig italienisch (oft Jahrzehnte lang). Ebenso wird der gesamte Schriftverkehr konsequent nur auf italienisch abgewickelt.
Sogar die Anschrift des Südtiroler Kunden wird sofort italienisiert (“alla Tolomei”). Man hat den Eindruck, am liebsten würden sie auch noch den deutschen Kundennamen übersetzen.

Österreichische Firma:
Nördlich der Brennergrenze – alles deutsch.
Südlich der Brennergrenze – alles italienisch (ausgenommen Angebot)

ich möchte kurz darauf hinweisen, dass weder österreich noch italien in sachen staatsbürgerschaft das ius soli pflegen, weswegen die aussage so nicht stimmt, dass wer jenseits oder diesseits der grenze geboren wird, eine andere staatsbürgerschaft bekommt, sondern jedes in österreich und italien geborene kind die staatsbürgerschaft der der eltern bzw der mutter bekommt —

@bberger

Aber das hat wirklich nichts mit der Grenze zu tun, sondern ausschliesslich mit den Geschätsabwicklungen der genannten Firma.
Bei uns z.B. sind alle Daten von Kunden und Artikeln zweisprachig gespeichert, man muss nur beim Kunden mit einem Flag entscheiden, ob italienischer oder deutscher Kunde, und alle Daten sind dann in dessen Sprache abrufbar.

@jonny

Im benachbarten deutschen Ausland

Österreich wurde 1945 vom Nationalsozialismus befreit und ist seitdem nicht mehr “deutsch” – falls das wer nicht mitbekommen hat – sondern österreichisch. Die österreichische Nation kann auch gern in Wikipedia nachgeschlagen werden, Südtirol wird hier in Wikipedia natürlich als Unterpunkt dieser Nation angeführt. Das nur nebenbei zur Info.

http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96sterreichische_Nation

@hello
für mich ist das “benachbarte deutsche Ausland” Österreich und die Schweiz, oder wie nennt man sonst die Nachbarländer, in denen Deutsch gesprochen wird?

Und sonst nichts zu sagen zu den Vorteilen in Italien??

Und sonst nichts zu sagen zu den Vorteilen in Italien?

Ich denke die Liste die du aufgestellt hast ist schon ziemlich genau das, was sich viele unter Vorteile bei Italien vorstellen. Du spielst auf Punkte an, die eigentlich illegal sind (siehe Steuerhinterziehung) und in Italien Kavaliersdelikte darstellen. Auf solche Vorteile sollte man doch verzichten können. Außerdem ist die Finanz usw. in Südtirol ziemlich genau, nicht so weiter südlich. Soviel zu meiner Meinung.

Jonny, deine sarkastische Aufzählung von »Vorteilen« ist in Wirklichkeit — wie auch anders? — eine Liste von Nachteilen. Ungeachtet dessen zeigen auch diese »Vorteile« (oder eben Nachteile), dass die Grenze durchaus existiert und konkrete Auswirkungen auf unseren Alltag hat. Somit hilfst du volens nolens mit, die These von der Grenzaufhebung zu widerlegen.

Das was bberger schildert, passt übrigens genau zu dem, was ich mit diesem Artikel bezwecke. Es geht mir nicht darum, ausschließlich rechtliche Folgen der Grenze aufzuzeigen, sondern wie sie den Alltag der Menschen konkret beeinflusst. Es ist dann völlig egal, ob es legal möglich wäre, Abhilfe zu schaffen, weil es die Menschen im Alltag ja auch nicht interessiert, aus welchem Grund das Problem besteht. Fakt ist jedenfalls, dass viele Betriebe, einschließlich österreichischer Banken, an der Grenze einen Schalter umlegen — was sicher auch damit zu tun hat, dass sie hier italienisches Recht anwenden müssen und ihre Verträge (etc.) folgerichtig von italienischen Experten ausarbeiten lassen wollen/müssen.

Ich habe übrigens schon mehrmals Vorschläge unterbreitet, wie man diese Probleme ohne Grenzverschiebung lösen könnte. Dazu muss man sich ihrer aber bewusst sein und darf nicht so tun, als bestehe ohnehin kein Handlungsbedarf mehr, weil ja EU und Schengen alles von alleine lösen.

@r. Es ist mir zwar klar, dass es nicht reicht, ein Kind in Innsbruck zur Welt zu bringen, damit es die österreichische Staatsbürgerschaft bekommt — ich habe es aber trotzdem völlig falsch formuliert. Danke für den Hinweis.

Non si capisce bene a che cosa miri questo tuo articolo, pérvasion. Volevi dimostrare l’esistenza dei confini? Beh, è del tutto OVVIO che questi confini (intesi come spazi amministrativi) esistano. Ma il punto non è l’ESISTENZA dei confini, quanto la loro trascendibilità  (è possibile vivere a cavallo di un confine?). Chi afferma che i confini NON ESISTONO non afferma ovviamente che essi (secondo determinati parametri) non si diano, ma sta semplicemente dicendo che è possibile operare in un modo (o in più modi) al fine di eludere il determinismo confinario (per così dire). È del tutto evidente che qualsiasi ipotesi di mutamento istituzionale nel senso di uno “spostamento” dei confini non abolisce gli stessi, ma per l’appunto li sposta (e allora tutto questo discorso diventa praticamente insensato). Altro discorso immaginarsi strategie per la relativizzazione dei confini. Mi sembra che sia quest’ultima opzione, quella più desiderabile.

Die Probleme die bis jetzt geschildert wurden betreffen hauptsächlich die Konsumenten, denkt mal an die Angestellten der betroffenen Firmen!
Wie niwo schon schrieb, wir müssen!!! in jeglicher Hinsicht mit italienischen Firmen zusammenarbeiten, haben also nicht die Möglichkeiten wie sie zB die Nordtiroler Betriebe haben.

Meine Rede gadilu, aber um die Grenzen zu relativieren, muss man sich ihrer Anwesenheit und ihrer konkreten Auswirkungen bewusst sein. Wenn auf jede Initiative, Grenzen in Frage zu stellen, gebetsmühlenartig das Totschlagargument bemüht wird, die Grenzen existierten ja ohnehin nicht mehr, dann wird eben gleichzeitig ein wie auch immer gearteter Handlungsbedarf geleugnet. Und dies geschieht eigentlich ständig.

È del tutto evidente che qualsiasi ipotesi di mutamento istituzionale nel senso di uno ”spostamento” dei confini non abolisce gli stessi, ma per l’appunto li sposta (e allora tutto questo discorso diventa praticamente insensato).

Damit bin ich nicht einverstanden, denn der Nachweis, dass sich Grenzen immer noch sehr konkret (administrativ, sprachlich, wirtschaftlich…) auswirken, zeigt, dass das Totschlagargument gegen eine Grenzverschiebung (»die Grenze existiert nicht«) gegenstandslos ist. Wenn ich eine Grenze versetze/verändere/anpasse, führe ich also sehr wohl auch eine (administrative, sprachliche, wirtschaftliche…) Veränderung herbei. Der Einsatz für die Loslösung von Italien schließt aber nicht aus, dass man gleichzeitig für die Relativierung der Grenzen kämpft.

come se un investitore estero non riuscisse a distinguere la provincia di Ragusa da quella di Bolzano?

Ein Investor aus Innsbruck kann sehr wohl unterscheiden, einer aus Los Angeles oder Moskau wahrscheinlich nicht. Er wird dann vielleicht im Zweifel in Rosenheim, Matrei oder Sankt Gallen investieren, anstatt in Bozen.

@pérvasion
da hast du Recht, und solche Totschlagargumente gibs mehrere:
– uns geht’s ja so gut
– die Grenzen gibs eh nicht mehr
– dafür haben wir ja die Euregio

Mit diesen 3 “Argumenten” kann man jede Diskussion im Keim ersticken :)

Noch eine Konsequenz der Grenze gefällig? Griechenland ist scheinbar pleite. Gut dass wir nicht bei Griechenland sind. Blöd nur dass Italien das nächste Land sein könnte… nun fragt euch mal ob der Staatsbankrott an der Salurner Klause halt macht oder am Brenner?

Der Einsatz für die Loslösung von Italien schließt aber nicht aus, dass man gleichzeitig für die Relativierung der Grenzen kämpft.

Beh… non vedo come ciò non potrebbe accadere. La relativizzazione dei confini tende a rendere i confini sfumati, non ne definisce di nuovi. Ma ogni discorso “los von…” è completamente impastato di retorica neo-confinaria. Del resto, basta leggere il tenore dei commenti dei tuoi ultimi commentatori…

“Es ist dann völlig egal, ob es legal möglich wäre, Abhilfe zu schaffen, weil es die Menschen im Alltag ja auch nicht interessiert, aus welchem Grund das Problem besteht”

Wenn es ein Betrieb nicht schafft, auf die Sprache seiner eigenen Kunden einzugehen, kann man doch nicht einer Grenze die Schuld geben, und wenn österreichische Banken “den Schalter umlegen”, müssen diese Banken eben den Service verbessern, oder sollten sie auch hier alles auf Deutsch machen? Was würde der Wegfall der Grenze ändern, wenn ein Betrieb nicht auf die Bedürfnisse seiner Kunden eingeht?
Ein Betrieb, der hier fussfassen will, muss, mit oder ohne Grenze, auf die Zweisprachigkeit dieses Landes eingehen, um sich durchzusetzen!

Apropos Grenze. So sieht das Ganze in einem Bericht bei T-Online Deutschland aus, der Autor könnte ein gewisser Mann mit Vornamen Ettore sein. Vor dem Abschnitt über Italien wird über Österreich berichtet, mit gewachsenen historischen Namen.

“Größte Schneedecken in Italien

Italien konnte, bezogen auf die vergangene Woche insgesamt, die größten Mengen an Neuschnee in Europa verbuchen. Die stärksten Schneefälle gab es im Nordwesten – im Piemont, der Lombardei und dem Aostatal, in den letzten Tagen auch in Alto Adige. Trotzdem herrscht noch keine geschlossene Schneedecke vor, so dass in Friuli die Saisoneröffnung wegen Schneemangels vertagt werden musste. Der meiste Schnee Europas fiel in den letzten sieben Tagen in Val d’Ultimo: 190 Zentimeter waren es dort insgesamt. Nur knapp dahinter lag Val Senales / Schnals mit 160 Zentimetern und in Cortina d’Ampezzo waren es immerhin noch 110 Zentimeter. Der Arabba Marmolada Gletscher meldet derzeit den tiefsten Schnee weltweit: 312 Zentimeter liegen dort auf den höher gelegenen Pisten. Fast genauso sieht es auf dem Presena Gletscher über Passo Tonale aus. Das Skiressort Bormio, schon früh in dieser Saison offen, hat inzwischen 190 Zentimeter Schnee auf seinen Pisten angesammelt. Auch Madesimo und Cervinia – Breuil bringen es auf anderthalb Meter.”

http://reisen.t-online.de/schneehoehen-schneefall-in-den-alpen-haelt-an/id_20837968/index

auch in Holland dasselbe Bild, “Alto Adige” wird zur Marke in Europa und in der Welt:

http://www.agf.nl/nieuwsbericht_detail.asp?id=53662

@jonny
viele Betriebe müssen sich leider an die Staatsweite Kette hängen (Opel oder Allianz Italia zB) und die haben kein Interesse für uns 5 Hanseln ihre ganze Struktur zu ändern.
Betriebe die hier her expandieren müssen ebenso fü den italienischen Markt gerüstet sein und verzichten daher verständlicherweise gleich auf deutsche Software oder stellen italienische Firmen an um die Sitze hier auszurüsten. Daß das der einheimische Tischler nicht machen braucht ist mir klar…

Nebenbei bemerkt kann ich als Kunde der Südtiroler Sparkasse im Ausland meine Bankomatgeschäfte nur in italienisch oder englisch tätigen!

Wer oder was hat deiner Meinung nach also Schuld wenn nicht die heilige Brennergrenze??? Dank dieser Grenze sind wir in Italien und solange die besteht ist daran auch nicht zu rütteln.

Ein Betrieb, der hier fussfassen will, muss, mit oder ohne Grenze, auf die Zweisprachigkeit dieses Landes eingehen, um sich durchzusetzen!

Offensichtlich ist das nicht der Fall. Nicht bei ausländischen und schon gar nicht bei italienischen Banken. Selbst die Südtiroler Banken haben nur die gängigsten Formulare, Unterlagen und Dokumente auch auf Deutsch übersetzt, geht es in’s Detail (eines Anlage- oder Versicherungsgeschäftes) kommt man häufig nur mit Italienisch weiter. Anderswo wurde erkannt, dass dies nicht eine Angelegenheit für den freien Markt, sondern für den Konsumentenschutz ist — und dementsprechend reagiert. Dies geht allerdings nur, wenn die Realitätsverweigerung aufhört, dass die Grenze eh nicht existiert.

oder sollten sie auch hier alles auf Deutsch machen?

Nein, das sollten sie gerade nicht. Aber die Tatsache, dass sie an der Grenze den Schalter von Deutsch auf Italienisch umlegen (und nicht von Deutsch auf Mehrsprachig, wie in der Schweiz), zeigt, dass die Grenze nach wie vor als solche funktioniert. Und Südtirol wird eben als Italien perzipiert, solange es keine eigene »Persönlichkeit« hat.

Also, nochmal von vorn:
Es gibt die Grenze, und deshalb arbeiten die Grossfirmen einsprachig italienisch. Passt nicht!
Gäbe es keine Grenze, also Südtirol zu Österreich, würden die gleichen Grossfirmen alles einsprachig auf deutsch machen. Passt auch nicht!(aus meiner Sicht)
Hätten wir aber den Freistaat, gäbe es auch eine Grenze, und wie würde es da funktionieren? Würde der Kunde dir Grossfirmen zu Mehrsprachigkeit zwingen, durch Boykottierung?
Und wenn es gar keine Grenzen mehr gäbe?? Alles Englisch?

@ko
Wir sind keine Tischlerfirma, wir haben einen italienischsprachen Südtiroler als Chef, der Hauptsitz unserer Firma liegt in Hamburg, und trotzdem werden die Kunden in ihrer Sprache bedient! Die Software stammt von einer Firma in Salzburg, mit Aussensitz in Bozen, und funktioniert perfekt zweisprachig! Pichler Holz in Bozen erhält Lieferscheine, Rechnungen, usw. auf deutsch, und die Fiat in Turin auf italienisch, und das würde sich durch eine Grenzverschiebung- oder auflösung auch nicht ändern!

Die Moral von der Geschicht, die Grenze existiert, ist aber keine Entschuldigung, denn ohne Grenze würde doch alles beim alten bleiben, wahrscheinlich mit Verschiebung der benutzten Sprache, weil wir sind ja Tiroler!

Bezügl. Firmen&Grenze&Sprache:
hier sind eindeutig die Firmen schuld und dumm obendrein. Da investieren sie jede Menge Geld in CRM Systeme & Co. und sind dann nicht imstande mit den Kunden in der jeweiligen Sprache zu kommunizieren.
In einem europäischen Markt sollte das eigentlich die Normalität sein, Realität ist aber: Italien = Italienisch, Deutschland = Deutsch usw.
Traurig aber wahr.
Ich frag mich wie das in der Schweiz funktioniert, dort wird das Problem in der Form kaum existieren, oder?

@anonym

Ich frag mich wie das in der Schweiz funktioniert, dort wird das Problem in der Form kaum existieren, oder?

In der Schweiz funktioniert das, da die Drei bzw. Viersprachigkeit des Landes dort einfach ein allgemeingültiger Konsens ist. Dies äußert sich auch in kleinen Details. Wer mit dem Zug auf der Gotthardlinie unterwegs ist wird feststellen, dass der Schaffner nördlich des Gotthardtunnels die Fahrgäste zuerst auf Deutsch anspricht und dann auf Italienisch. Auf der Südseite des Gotthardtunnels, im schweizerischen Tessin kommt derselbe Schaffner und spricht die Fahrgäste zuerst auf Italienisch an und dann auf Deutsch. Dasselbe bei den Durchsagen im Zug. Zwischen dt. und fr. Schweiz ist das auch so geregelt.

Bei der Namensgebung ist in der Schweiz der Grundstandard die Einnamigkeit. Nur in seltenen Fällen gibt es zwei Namen, wie z.B. Biel/Bienne, Freiburg/Fribourg oder Sion/Sitten. Diskussionen wie bei uns würden in der Schweiz als völlig lächerlich empfunden.

Auf den Punkt gebracht: Die Schweiz ist in offiziellen Dokumenten und Beschriftungen sehr gründlich was die Mehrsprachigkeit anbelangt. In der Namensgebung haben sprachkolonialistische Ansätze keine Chance.

In Südtirol sind die offiziellen Landesdokumente ja auch halbwegs zweisprachig (leider nicht dreisprachig), da die Mehrsprachigkeit einen bestimmten Konsens darstellt.
Die Dokumente oder Beamten, die vom Staat kommen sind in der Regel einsprachig italienisch, da eine mehrsprachige Region laut Staatsräson nicht existiert.

@niwo:
danke für die Info, interessant. Die Frage war aber mehr wie die Unternehmen sich dort verhalten, auch die von ausserhalb.

Ab 1. Jänner können homosexuelle aber auch heterosexuelle Paare nördlich des Brenners eine sogenannte Lebenspartnerschaft eingehen. In Südtirol ist das wegen der Zugehörigkeit zu Italien nicht möglich obwohl die Gemeinde Bozen schon lange für ein solches Modell ist.

Ich war heute bei Trony in Brixen (!!). Da habe auch ich mir kurz die Tastaturen der ausgestellten Rechner angeschaut und nachgezählt: Von 27 Notebooks hatten 26 eine italienische Tastatur und eines eine deutsche. Entspricht ca. 3,7%. Das deutsche Modell ist auffällig durch eine deutsche Flagge gekennzeichnet und wird als einziges (!) ohne Betriebssystem verkauft — die Vermutung liegt nahe, dass Trony keine deutsche Version auftreiben konnte.

Natürlich kann man sagen, Trony verzichtet damit auf einen Teil der Brixner Kundschaft — selber Schuld. Irgendwann ist das aber auch für den Kunden schädigend, da seine Auswahlmöglichkeit drastisch eingeschränkt ist. Wer nicht die Möglichkeit hat, über die Grenze (!) zu fahren, wird irgendwann auf die deutsche Tastatur und das deutsche Betriebssystem verzichten.

Ein Südtiroler Spitzensportler (z.B. aus der Gde. Brenner) muss für die italienische Nationalmannschaft an den Start gehen, wird schonmal in Turin, Mailand oder Rom trainieren, v.a. italienische Ärzte/Trainer/Funktionäre zur Seite haben, den Carabinieri oder den Finanzern angehören, nach einem Sieg die Trikolore in die Hand gedrückt bekommen, bevorzugt von italienischen Medien interviewt und gefeiert werden, vor allem in Italien Fans haben, vorwiegend italienische Sponsoren (und somit Werbeauftritte in Italien) bekommen — und also sportlich voll und ganz »national« in Italien integriert sein.

Ein Nordtiroler Spitzensportler (z.B. aus der Gde. Gries am Brenner) muss für die österreichische Nationalmannschaft an den Start gehen, wird schonmal in Wien, Stams oder Bregenz trainieren, v.a. österreichische Ärzte/Trainer/Funktionäre zur Seite haben, dem Bundesheer angehören, nach einem Sieg die rot-weiß-rote Flagge schwenken, bevorzugt von österreichischen Medien interviewt und gefeiert werden, seine Fans vor allem in Österreich haben, vorwiegend österreichische Sponsoren (und somit Werbeauftritte in Österreich) bekommen — und also sportlich voll und ganz »national« in Österreich integriert sein.

Ich will keinen Vergleich (besser/schlechter) anstellen. Für eine nicht existierende Grenze sind das dann aber doch recht konkrete Auswirkungen.

[Die Unterschiede können freilich stärker/schwächer ausfallen, je nachdem wie stark die jeweilige Sportart »südtirolspezifisch« ist, also italienweit vor allem in Südtirol ausgeübt wird.]

Beispiel 1
Südtiroler Reiseveranstalter können die Hurtigruten (das norwegische Postschiff) nun nicht mehr direkt buchen, sondern werden an die Vertretung der Hurtigruten in Italien verwiesen. Kommunikation natürlich auf Italienisch.

Beispiel 2
Bisher hat das russische Konsulat in Genua für die Beantragung eines Einreisevisums immer auch österreichische Reiseversicherungen akzeptiert. (bei der Beantragung eines russischen Visums wird der Abschluss einer Reiseversicherung von den russischen Konsulaten zwingend verlangt). Nun heißt es dort lapidar, alle eingereichten Dokumente müssen in italienischer Sprache verfasst werden.

Zwei Beispiele, die zugegebenermaßen nicht den Alltag bestimmen, aber auch aufzeigen, dass innerhalb der EU die nationalstaatlichen Grenzen das Maß aller Dinge sind.

Das mit Trony ist typisch für die südtiroler Wirtschaft aber leider kann der einzelne Händler daran nichts ändern, sondern muß tun was die jeweilige XXX-Italia vorschreibt!

Ich arbeite auch in einem solchen Betrieb und kriege ab und zu auch mal Telefonate oder Emails der “Obrigen” im Sitz mit Bemerkungen ala “siamo in Italia” wenn Kunden oder wir uns beschweren. Aber es gibt ja keine Grenzen und Märkte…

Für uns und unsere Kunden ist das Alltag und im Vergleich zu meinen Kolegen in Innsbruck sogar ein trauriger Alltag!

Wenn ich mich nicht täusche, so sitzen der hiesigen Filiale der Trony-Kette deutschsprachigen Unternehmern vor. Wenn man natürlich in Brixen die Kunden so bedient, dann bedienen sich diese im nahen Ausland.

Wir haben grad heute einen neuen iMac über Bologna beim Apple-Store bestellt: mit deutscher Tastatur und deutscher Bedienungsanleitung.

Ich habe gerade letzte Woche für meine Eltern einen iMac beim Apple Store in Bozen besorgt. Bestellt wurde ein italienisches Modell, dann im Laden die Verpackung geöffnet und die Tastatur ausgetauscht. Die Anleitung ist auf Italienisch. Der Verkäufer meinte, sie bekämen zwar manchmal auch deutsche Modelle, es sei aber eher umständlich und dauere bei einer Bestellung meist viel länger. Übrigens dürfen sie nicht direkt in Deutschland bestellen, sondern zwangsläufig bei Vertriebspartnern von Apple Italia, die dann den Import umständlich mit Umweg über ihre italienischen Lager abwickeln. Nur bei Laptops sei es einfacher.

Ganz schön kompliziert, dafür dass die Grenze nicht existiert.

Wir lassen es von einem Verwandten in Bologna bestellen (Rabatt) und nach Bozen liefern. Zuerst hieß es, die Tastatur gäbe es auf Italienisch oder Englisch, dann aber ging es doch. Es handelt sich um telefonische Kontakte, kein persönliches Vorsprechen bei Apple-Store.

Noch was der Tarif des österreichischen Anbieters 3 ist der günstigste den man in Italien kriegen kann für 7,50 € Freimengen für alle europäischen 3Netze: 1.000 Minuten, 1.000 SMS und 1GB in Italien, Großbritanien, Irland, Schweden oder Dänemark nutzen.

Ridiculous, nebenbei ist man dann komplett anonym bietet sich z.B für Whistle Blowing optimal an

Da hat aber jemand die Bedeutung von Roaming missverstanden… Roaming betrifft nämlich per Definition nur denjenigen, der sich mit seinem Mobiltelefon außerhalb des Heimatlandes (oder streng genommen: außerhalb seines eigenen Mobilfunknetzes) befindet. Was auch einmal mehr zeigt, wie blödsinnig — und irreführend — es ist, zu behaupten, in Europa gebe es keine Grenzen mehr.

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