»Experten« für die Toponomastikkommission.
Der Bock als Gärtner

Die Südtiroler Volkspartei, welche über eine eigene Mehrheit im Landtag verfügt, war kürzlich gezwungen, dem Rechtsaußen Alessandro Urzì Zugeständnisse zu machen, um Julia Unterberger zur Landtagspräsidentin küren zu können. Die planmäßige Abwesenheit fast aller Oppositionsvertreter hatte die Beschlussfähigkeit des Landesparlaments verhindert, da Unterberger erklärt hatte, der Obstruktion einen Riegel vorschieben zu wollen.

Eines der Bonbons, mit welchen sich die Volkspartei die Anwesenheit Urzìs erkauft hatte, war die Zusage einer Toponomastikkommission, welche Vorschläge zur Lösung der Ortsnamenfrage erarbeiten soll. Vor wenigen Tagen wurde die Liste der »Experten« veröffentlicht, welche in der ersten Julihälfte von der Kommission angehört werden sollen. Darunter befinden sich Professor Carlo Alberto Mastrelli, Präsident des Istituto di Studi per l’Alto Adige (IsAA), sowie Prof. Johannes Kramer, welcher bereits mehrmals mit ebendiesem Institut zusammengearbeitet hat.

Die »Forschungseinrichtung« war noch vor der Angliederung Südtirols an Italien gegründet worden und hatte die offizielle Aufgabe, systematisch die geographische Italianisierung unseres Landes vorzubereiten und später umzusetzen. Die Arbeit des Istituto trug entscheidend dazu bei, dass die italienischen Vertreter in St. Germain nach dem ersten Weltkrieg eine Italianität unseres Landes vortäuschen und die Besetzung Südtirols rechtfertigen konnten.

Gründer und erster Vorsitzender des IsAA war kein geringerer als Ettore Tolomei, dessen Programm von 1906 noch heute unkommentiert vom Internetauftritt des Istituto geladen werden kann. Die Einrichtung ist Herausgeberin seines Prontuario sowie der nach wie vor erscheinenden Zeitschrift Archivio per l’Alto Adige. Am Ende des Faschismus wurden das Institut und sein Organ nicht umgetauft, bis heute ist die öffentliche Finanzierung sichergestellt. Im Jahr 1979 unterstrich der damalige und heutige Präsident Mastrelli eine Aussage seines Vorgängers Carlo Battisti:

Nell’affrontare i nuovi compiti, l’Istituto afferma la sua fratellanza con gli altri due Istituti regionali della Venezia Tridentina, l’ ‘Accademia degli Agiati’ di Rovereto e la ‘Società di Studi per la Venezia Tridentina’ di Trento, nell’ augurio che l’intera regione venga esplorata scientificamente con unità di intenti, sia mediante studi di particolare competenza dei tre Istituti nei singoli settori di specifica spettanza sia in opere comuni destinate ad illustrare aspetti unitari o tipici di carattere regionale, oppure parallelismi o divergenze peculiari delle due provincie che geograficamente, economicamente e storicamente costituiscono l’unità della Venezia Tridentina.

[Unterstreichung von mir.]

Carlo Battisti war schon ab 1906 Mitarbeiter von Tolomei, an der Gründung des Archivio beteiligt und wurde nach dem zweiten Weltkrieg Präsident des IsAA.

Ich empfinde es als eine schallende Ohrfeige, dass die Institutionen unserer Selbstverwaltung Vertreter dieses Instituts als »Experten« vorladen, anstatt seine sofortige Schließung zu fordern. Welche Ansichten Mastrelli und Kramer im Landtag vertreten werden, lässt sich wohl mit der hier wiedergegebenen Karte zusammenfassen, die die Homepage des IsAA ziert.

Ich hatte hier bereits die Gelegenheit, einige Aussagen Mastrellis zu kommentieren.

Siehe auch:
Faschismen Ortsnamen Politik | | | | | PDL&Co. SVP |

30 replies on “»Experten« für die Toponomastikkommission.
Der Bock als Gärtner

Kramer und Mastrelli…na gute Nacht. Ersterer ließ sich nicht davon abhalten, in der Zeitschrift des genannten Institutes zu publizieren und ebendort die Meinung zu vertreten, Tolomei habe im Übertragen der Ortsnamen ins Italienische „eine gute Arbeit geleistet“, wie er auch sonst voll des Lobes für den Prontuario ist (dieser sei schließlich „notwendig gewesen“, als Südtirol italienisch wurde), die erfundenen Toponyme im Englischen den historischen vorneanzustellen empfiehlt (da nationalsprachlich [!] und deswegen besonders gut geeignet), und all diese Aussagen durch mehr als fadenscheinige Argumente begründet.

Die große Frage ist, wie verbindlich diese Vorschläge für den Landtag letztendlich sind. Denn dass so ein Ergebnis aus dem Umfeld eines Radikalen wie Urzì nicht anders ausschauen kann wird hoffentlich den Volksparteilern klar gewesen sein, als sie dieses „Zugeständnis“ gaben (wobei, wundern würde ich mich jetzt über gar nichts mehr…). Soweit ich mich erinnern kann, wurde Urzì von seinen üppig fraktionierten Rechtskollegen scharf gescholten, er ließe sich von der SVP über den Tisch ziehen. Mal schauen, ob sie richtig lagen…

Die große Frage ist, wie verbindlich diese Vorschläge für den Landtag letztendlich sind

Die Frage ist ledier eine ganz andere!!
Wie ist es möglich, dass die Jünger Tolomeis überhaupt die Möglichkeit bekommen, mit einer Toponomastikkommission die von ihrem Übervater erfundenen Namen zu beurteilen, das ist doch pervers!!!
Kann sich jemand vorstellen, dass in Deutschland die NPD beauftragt wird, den Nationalsozialismus zu beurteilen??

Ich gehe davon aus, dass die Empfehlungen keinerlei Verbindlichkeit haben. Trotzdem ist es ein — meiner Meinung nach inakzeptables — politisches Signal, dass heute als Berater dient, wer das Problem mit Hilfe eines totalitären Regimes geschaffen hat. Dies hätte die SVP kategorisch ablehnen müssen.

Der heutige AltoAdige würde den »Experten« zu genügend Sichtbarkeit und somit ihren Argumenten zu einer gewissen Verbindlichkeit (durch externen Druck) verhelfen. Vielleicht tut dies der neue AltoAdige ja nicht mehr.

Dies hätte die SVP kategorisch ablehnen müssen.

Dies zeigt in frappierender Weise die Konzeptlosigkeit der SVP auf. Anstatt gediegene Arbeitspapiere auszuarbeiten und diese auch glaubwürdig zu vertreten wird ad hoc Politik betrieben. In diesem Falle eine unakzeptable Kommission für die Wahl der Landtagspräsidentin.

Trotzdem ist es ein — meiner Meinung nach inakzeptables — politisches Signal, dass heute als Berater dient, wer das Problem mit Hilfe eines totalitären Regimes geschaffen hat.

Kann sich jemand vorstellen, dass in Deutschland die NPD beauftragt wird, den Nationalsozialismus zu beurteilen?

Dito. Die Signalwirkung aus diesem „Zugeständnis“ ist alles andere als selbstbewusst und spricht jeden Minderheitenstandards unseres Kontinents Hohn. Aber das überhaupt peinlichste ist, da habt ihr ja sowas von recht: Wie können wir uns über den Nationalstaat, Fitto und Konsorten echauffieren, wenn unsere Regierungspartei (wohlgemerkt: der selbsternannte Garant der Autonomie schlechthin) aus eigener Schwäche heraus diesen Philotolomeianern institutionelles Gewicht zuspricht?

Der Alto Adige ist ja gerade sehr damit beschäftigt, seine Leser auf die jüngste STF-Plakataktion einzupeitschen. Aber das Sommerloch ist damit noch nicht genügend ausgefüllt: Toponomastikstreit reloaded 3.0?

Oha…diesen Kommentar habe ich total übersehen! Goile Nachricht!

Hoffen wir auf das Beste und erwarten das Schlimmste ;-)

Die Zeitschrift hat, vermutlich mehr als alle Anderen, zur Entwicklung der wissenschaftlichen und politischen Debatte über die Südtirol-Frage im 20. Jahrhundert beigetragen und dokumentiert in ausgeglichener und objektiver Weise die gegenwärtige Situation des Alpenraumes und ihrer Wechselwirkungen mit der lokalen Wirklichkeit.

Hier kann man auch ein paar Ausgaben lesen:
http://www.bpi.claudiaugusta.it/de/archivioaa.cfm

in ausgeglichener und objektiver Weise

Starker Tobak…Das Ziel, das Tolomei erreichen wollte, scheint ihm jetzt im Ansatz schon aufzugehen. Man lese sich in dieser Zeitschrift nur die letzte Seite des Jahres 1919 durch (701). Das ist auch das, was in meinen Augen mit dem zweisprachigen Kindergarten und Immersionsunterricht bei uns in missbräuchlicher Art und Weise (also nicht mit dem demokratischen Spanien in Katalonien vergleichbar, wo es inklusivistisch für die katalanische Kultur ist) versucht wird.
Das ist genau das, was uns in Zukunft blühen kann, dass man wie es schon gegenüber den neuen Südtirolern passiert: das Deutsche verkommt oftmals zur „Eingeborenensprache“, die oft nur noch unter uns gesprochen wird, mit Leuten von Außen wird oft nur ital. kommuniziert. SMS, Briefe und auch sonst im WWW werden größtenteils vom Otto-Normalo in Südtirol in dialekt verfasst, das ist auch nicht mehr so schnell aus den Köpfen der Leute rauszubringen. Sinngemäß schreibt hierzu Tolomei auf Seite 700 von seiner Überzeugung, die „Altoatesini“ werden „dei buoni e leali italiani, parlanti fra di loro la lingua avita, come i valdostani, e i sloveni del Friuli.“
Ich wage zu behaupten dass diese Mentalität noch immer in vielen Verantwortlichen aus dem ital. politischen Spektrum in Rom und Bozen vorhanden ist…Diese Dinge müssen doch auch angesprochen werden dürfen. Zum Thema Interkulturalität usw., das sehr viel von Leuten aus dem grünen politischen Spektrum behandelt wird: man soll mir ein Gebiet auf unserer schönen Erde zeigen, wo interkulturalität gelebt wird und nicht nur ein Wort ist. Die Geschichte hat uns doch gezeigt (auch in der Schweiz und überall in der demokratischen Welt), dass man besser miteinander auskommt, wenn man friedlich aber doch einigermaßen getrennt lebt…ich hoffe dies wird nicht zensiert…

Frage an pervasion: Falls Südtirol von Italien loskäme (wie auch immer), wärst du da für eine Entfernung aller ital. Ortsnamen? Oder was wäre dein Vorschlag?

Falls Südtirol von Italien loskäme (wie auch immer), wärst du da für eine Entfernung aller ital. Ortsnamen?

Die kurze Antwort lautet: Nein.

Und das ist die lange Antwort: Wir müssen zuerst differenzieren, denn es geht nicht um deutsche, italienische oder ladinische Ortsnamen, sondern um im Lauf der Zeit gewachsene und solche, welche uns mit einem feindlichen Akt aufgezwungen wurden.
Es wären verschiedene Lösungen denkbar: a) die rein sprach- bzw. namenswissenschaftliche, welcher im großen und ganzen die Ortsnamenserfindungen von Ettore Tolomei sowie die deutschen und italienischen Ortsnamen in den ladinischen Tälern zum Opfer fallen könnten, aber nicht Bezeichnungen wie Bolzano, Bressanone, Vadena oder Caldaro, welche bereits vor Tolomei belegt sind; b) eine Prozentlösung, wie sie die UNO empfiehlt und wie sie etwa in Finnland angewandt wird.

Ich würde mich aber für c) eine basisdemokratische Lösung starkmachen: Wie in der Schweiz sollten die Ortsbezeichnungen Zuständigkeit der Gemeinden werden. Über die amtliche Form sollten die Bürger in Volksabstimmungen befinden dürfen, wobei in Südtirol ein Mehrheitsschlüssel angewandt werden sollte, der einen einfachen Mehrheitsentscheid verhindert. Durch die Abstimmungen können Namen abgeschafft und eingeführt, ja sogar Bezeichnungen, welche von Tolomei erfunden wurden, nachträglich demokratisch legitimiert und von ihrem Makel befreit werden. Zudem würde dadurch (trotz eines einheitlichen Systems) eine Lösung möglich, die der jeweiligen Sensibilität vor Ort am besten entspricht — und die kann ja zwischen Bozen, Mals oder Niederdorf völlig unterschiedlich sein.

@ ida

ich erlaube mir einige ergänzungen, die – so hoffe ich wenigstens – auch in pervasions sinne sind (ansonsten distanziere er sich bitte):

es gibt hier mehrere ebenen bzw. aspekte, die wir beachten müssen.
wenn wir über toponomastik in südtirol sprechen, geht es immer um die amtlichkeit, die offizialität der namen. wer wie zu einem ort sagt, bleibt davon unberührt. d.h. niemand verbietet irgend jemandem zu durnwald im gsies „durna in selva“ zu sagen. jeder darf, wenn er/sie will zu urtijei „st. ulrich“ sagen und ich könnte für mich bozen in „durnigrad“ umbenennen, wenn ich das wollte.

dann geht es um exonymischen und endonymischen gebrauch. genau genommen gibt es ja keine deutschen und italienischen ortsnamen. während siebeneich eindeutig germanisch ist, ist naturns wahrscheinlich keltisch und kastelbell – schwer zu erraten – romanisch. der endonymische gebrauch des namens sollte daher ausschlaggebend sein.

das heißt nicht, das exonyme schlecht sind. sie sind nur in der regel nicht offiziell. in feldthurns etwa leben 0.98 % italienischsprachige südtiroler. daher von einem endonymischen gebrauch von velturno zu sprechen, hielte ich für übertrieben. in milano leben bestimmt mehr deutschsprachige als italienischsprachige in feldthurns. trotzdem muss ich in milano nicht auch „mailand“ auf die ortstafel schreiben. dennoch kann, darf, soll und wird jeder deutschsprachige die stadt „mailand“ nennen.

ein weiterer aspekt ist das zustandekommen der meisten von den italienischsprachigen südtirolern gebrauchten namen. ein imperialistisch-kolonialistischer akt, der schon in differenzierte art und weise betrachtet werden muss – wie pervasion bereits richtig ausführte.

ich sehe keinen grund, warum leute, die 100 kilometer weit weg wohnen darüber zu entscheiden haben, wie ein berg im hintersten ahrntal – den sie noch nicht einmal sehen – heißt. das haben die menschen vor ort zu entscheiden. so wie der höchste berg der erde für mich chomolungma oder sagarmatha und nicht mt. everest heißt. so wie die australier den roten felsen von ayers rock nach uluru zurückbenannt haben und wie in grönland und südafrika die städte wieder ihre endonymen bezeichnungen zurückerhalten. nach der vetta d’italia-logik hätten doch auch ganz südtirol oder ganz italien und nicht nur die bozner darüber abstimmen müssen, wie der platz rund ums „siegesdenkmal“ heißen soll. und wenn man klockerkarkopf mit „vetta d’italia“ übersetzen kann, kann man doch auch piazza della vittoria mit friedensplatz übersetzen, oder nicht? :grins:

Die sehr ausführliche Pressemitteilung des Landtags zur Anhörung der »Fachleute« bestätigt leider die schlimmsten Befürchtungen:

Ortsnamen – Expertenanhörung vor Sonderausschuss

Mikro- und Makrotoponomastik. Private und öffentliche Namen. Abstimmung oder Bestandsaufname. Gebrauch oder Dokumente. Zu diesen Themen und Methoden der Toponomastik hat der Sonderausschuss zur Erörterung der Ortsnamensfrage heute sechs Fachleute angehört. Präsident Minniti: ”Die Toponomastik soll eine Brücke sein und keine Mauer, nur in diesem Geist ist eine einvernehmliche Lösung möglich.”

Der Sonderausschuss hat heute mit den Anhörungen von Fachleuten zur Ortsnamengebung begonnen. Landtagspräsident Mauro Minniti, der dem Ausschuss vorsitzt, hat den Anwesenden einen Überblick über die zur Frage vorgelegten Gesetzentwürfe gegeben, wobei allein jener der SVP von der zuständigen Gesetzgebungskommission gutgeheißen wurde. An der Sitzung nahmen neben dem stellv. Vorsitzenden Elmar Pichler Rolle auch die Ausschussmitglieder Maurizio Vezzali, Alessandro Urzì, Elena Artioli, Donato Seppi und Hans Heiss teil.

Prof. Johannes Kramer, Leiter der Fächergruppe Romanistik an der Universität Trier, gab einen Überblick über die Geschichte der Ortsnamensgebung, von der Orientierung an praktischen Bedürfnissen bis zur Markierung von Grenze und Herrschaftsgebiet, wo man mit historischen Namensformen die Zugehörigkeit eines Gebiets nachweisen wollte, wie eben in Südtirol. Gleichwohl plädierte Kramer dafür, Tolomeis Werk nicht wegen seiner Entstehungszeit und seiner Hintergründe wegzuwerfen, sondern sie als Bestandteil der jüngeren Geschichte zu nehmen: ”Die Historizität von Namen ist auf gar keinen Fall ihre wichtigste Aufgabe.” Südtirol sei ein mehrsprachiges Gebiet, deshalb sei es ”angebracht, dass italienische und deutsche Ortsnamen ebenfalls amtlichen Charakter haben”. Tolomeis Politik der Namensgebung ”fino all’ultimo casolare” müsse man aber nicht übernehmen, sondern entscheiden, bis zu welcher Ebene Ortsnamen zweisprachig sein müssen. Es wäre auch nicht falsch, für manche Orte, die touristisch oder anderswie Bedeutung erlangen könnten, italienische Namen bereit zu halten. Im internationalen Gebrauch hätten die Namen der Staatssprache Vorrang, gemäß dem Prinzip: ”Cuius regio eius nomina”.

Laut Prof. Carlo Alberto Mastrelli, Präsident des ”Istituto di Studi per l’Alto Adige” müsse man sich bei der Toponomastik auf jeder Ebene unbedingt an den Buchstaben des Statuts halten. Allein die Rückführung von Familiennamen in ihre ursprüngliche Form sei Privatsache, der Rest sei öffentlich. In ganz Italien, nicht nur in Südtirol, habe der Staat nach Erlangung der Einheit nach Einheitlichkeit im Namensgut gestrebt, das sei nicht erst vom Faschismus ausgegangen und das sei nicht als Unterdrückung zu sehen. Mastrelli rief dazu auf, nicht das Rad der Geschichte zurückdrehen zu wollen, sondern auch an die künftigen Namen zu denken, denn die Toponomastik lasse sich an die Bedürfnisse anpassen, auch an jene der Touristen und Einwanderer. Die Toponomastik solle auf jeden Fall nicht als Waffe zwischen Sprachgruppen eingesetzt werden.

”Amtlich sind nur 8.000 Ortsnamen in Südtirol, der Gesamtbestand liegt über 100.000”, stellte Egon Kühebacher, ehemaliger Lehrbeauftragter der Universität Innsbruck und ehemaliger Experte des Landesarchivs, ”und es steht nirgends geschrieben, auch nicht im Autonomiestatut, dass man bodenständige Namen übersetzen muss.” Laut Kühebacher ist die Unterscheidung zwischen amtlichen und nichtamtlichen Namen wesentlich für eine Lösung der Frage: Amtlich können nur geschichtlich gewachsene, nichtamtlich alle Namen sein. Man könnte auch eine Liste nichtamtlicher Namen erstellen, für den Gebrauch innerhalb der anderen Sprache. In nichtamtlichen Schriftstücken könne auch ausschließlich der nichtamtliche Alternativnamen verwendet werden. Die nichtladinischen Namen ladinischer Ortschaften sollten hingegen gänzlich gestrichen werden, bis auf wenige Namen wie St. Ulrich oder Wolkenstein. Für Berge, Straßen, Flüsse und anderes sollten nur die gewachsenen Namen verwendet werden: Castel Maretsch, piazza Walther usw. So hätten die deutschsprachigen Südtiroler die Gewissheit, dass ihre Kultur und Geschichte respektiert wird, wobei das Heimatrecht der Italiener unangetastet bleibe – abzuschaffen sei nur die Verankerung im Faschismus. In vielen Gebieten, wo die Bevölkerung mittlerweile zweisprachig sei oder die angestammte Sprache gar verloren gegangen sei, seien die angestammten Namen geblieben, etwa in der deutschen Gemeinde Zarz in Slowenien, im Aostatal oder in den Sieben und den Dreizehn Gemeinden, berichtete Kühebacher.

Die italienischen Namen in Südtirol sind nicht improvisiert, sondern Ergebnis einer langen geschichtswissenschaftlichen Arbeit, deren Verlauf man zurückverfolgen kann”, erklärte Daniela Giaimo, die für das staatliche Forschungsinstitut eine Diplomarbeit zum Thema verfasst hat. Tolomeis ”Prontuario” habe dieser langen Arbeit nur offiziellen Charakter gegeben. In ihrer Forschungsarbeit zu den Namen im Vinschgau und im Burggrafenamt habe sie elf Kriterien festgemacht, die für die Erstellung der italienischen Namen verwendet wurden: Ähnlichkeit (Martell/Martello), Anpassung der Schreibweise (Kampei/Campei), vorhandener italienisch-dialektale Bezeichnung (Lagundo), Beibehaltung (Trafoi, Gomagoi), Wiedereinführung lateinischer Bezeichnungen (Castelbello) und andere. Dabei seien auch Fehler gemacht worden (Schönau, aus ”Schenna-Au”, wurde Prato di Lagundo). Nur wenige italienische Namen würden nicht diesen Kriterien entsprechen, aber die Toponomastik sei keine exakte Wissenschaft. ”Ich finde es unverständlich, wenn man nach hundert Jahren noch über den Fehler ’Vetta d’Italia’ diskutiert, denn dieser Name wird weit über Südtirol hinaus verwendet.” Die italienischen Namen seien im Jahrzehnt 1906-16 entstanden, nicht unter dem Faschismus, andererseits würden viele deutsche NAmen ihren lateinischen Ursprung nicht verleugnen können. Die doppelte Bezeichnung der Orte sei ein Recht jeder Person und als solches nicht verhandelbar. Namen in der eigenen Sprache zu haben, auch in der Mikrotoponomastik, seien die Voraussetzung, sich in diesem Land nicht nur als Gast fühlen zu können. Giaimo verwies auf das Autonomiestatut, das die Zweisprachigkeit vorschreibe, und diese Pflicht könne nicht bei der Mikrotoponomastik aufhören. Mit dieser Arbeit sollten aber Experten italienischer Muttersprache betraut werden, die sich ihrerseits deutschsprachige Kollegen konsultieren. Ergänzen dürfe man, streichen nie, schloss Giaimo.

Die Ortsnamensfrage ist mehr eine politische und soziale Frage als eine sprachwissenschaftliche, meinte Cäcilia Wegscheider, Toponomastikexpertin beim Landesarchiv. Sie fragte, ob die Vorgangsweise Tolomeis, seine Kriterien bei der Findung der italienischen Namen, heute noch eine Bedeutung habe. Vom Nebeneinander zum Miteinander komme man nur durch Konsens und Kompromiss. Wo man sich auch nach gegebenen Lösungen umschaue, es bleibe immer die politische Lösung. Die Sprachwissenschaft könne eine Hilfe bei der Unterscheidung von Endonymen und Exonymen geben. Die italienischen Namen seien längst aus dem Kontext ihrer Entstehung herausgetreten, aber man müsse erheben, welche Namen für die Identität wichtig sind. Es sei Unsinn, Namen, die niemand kennt und verwendet, gesetzlich festzuschreiben. Es würde nicht funktionieren, alle Namen des ”Prontuario” festzuschreiben, dieser sei überholt – längst hätten sich neue deutsche und italienische Namen gebildet. Die ”Malga Sasso” (Steinalm”) gehöre inzwischen zur Identität, viele andere Namen nicht. Wegscheider richtete einen Appell an die Politik, die Ortsnamensfrage endlich zu lösen, dabei aber auch die Gesellschaft und die Sprachwissenschaft anzuhören: ”Eine Toponomastik mit Maß und Ziel.”

Johannes Ortner, ebenfalls Toponomastikexperte beim Landesarchiv, hielt es für durchaus möglich, festgelegte Namen zu ändern, und stellte das finnische Modell vor, das für zwei- oder mehrsprachige Gebiete geeignet sei, eine Kombination zwischen historischer und Prozentlösung. Demnach werde ein Ort, in dem eine Sprachgruppe mehr als acht Prozent der Bevölkerung ausmacht, zweisprachig benannt. Damit könnte der ”Prontuario” ad acta gelegt werden, ohne die italienischen Namen zur Gänze zu streichen. Es gebe auch anderswo eine nichtitalienische Toponomastik im italienischen Staat. Die Prozentlösung, die von der UNO vorgegeben sei, sei international die erste Wahl, aber sie sei kompliziert. Es gäbe alternativ dazu auch eine basisdemokratische Lösung, demnach würde in jeder Gemeinde, in jeder Fraktion abgestimmt. Dabei könnte sich eine Bevölkerung auch aus touristischen Gründen für die Beibehaltung der tolomeischen Namen aussprechen, diese würden dann demokratisch legitimiert. Zur Mikrotoponomastik verwies Ortner auf die ladinische Toponomastik mit vielen einnamigen Beispielen. Welche Lösung man auch bevorzuge, es werde nicht ohne mehr Engagement gehen.

Nach dieser Expertenrunde gaben die Ausschussmitglieder ihre Stellungnahmen ab.
Donato Seppi (Unitalia) bescheinige allen angehörten Fachleuten ein profundes Wissen, aber es werde schwer sein, Schlüsse aus ihren Vorträgen zu ziehen, wenn die Meinungen so konträr seien. Für ihn sei jedenfalls klar, dass ein Namen nicht dem gehöre, der ihn trage, Ortschaften seien seit jeher von außen bezeichnet worden. Daher könne er auch nicht einer Abstimmung auf Ortsebene zustimmen, wie sie Ortner vorschlage. Er kritisierte, dass das mit öffentlichen Mitteln finanzierte Landesarchiv solche Vorschläge machen könne. Anschließen könne er sich den Meinungen von Mastrelli, Kramer und Giaimo.

Alessandro Urzì (FLI) fragte, ob die Einladung zur Anhörung an das Landesarchiv ergangen sei, oder namentlich an die beiden Vortragenden. Im Detail fragte er auch nach näheren Erläuterungen zum Beispiel ”Steinalm”. Der Ausschuss habe keine Entscheidungen zu treffen, sondern den Horizont zu erweitern, insofern sei jede Meinung nützlich. Mit einigen heute vorgebrachten Meinungen sei er einverstanden, andere hätten ihm gezeigt, dass die Politik eine Grenze vor bestimmten Lösungsmethoden ziehen müsse.

Die heutigen Vorträge seien repräsentativ für die verschiedenen Positionen zur Toponomastik, meinte Hans Heiss (Grüne). Er stellte fest, dass das Landesarchiv keinen zuständigen Mitarbeiter für Ortsnamen mehr habe, und das sei ein Mangel, das Thema werde von freien Mitarbeitern betreut, die heute hier ihre durchaus originellen Vorschläge gebracht hätten. Mit Egon Kühebacher sei er nicht immer einer Meinung, aber er schätze dessen intellektuelle Redlichkeit und wissenschaftliche Akribie.

”Steinalm” sei auch als intuitive Bezeichnung zu sehen, erklärte Carlo Alberto Mastrelli, denn das könne man sich bei einer steinigen Alm auch vorstellen. Die Zweinamigkeit nütze beiden Sprachgruppen, auch sich selber besser zu verstehen.

Die Toponomastik sei nicht nur eine Sache der Sprachwissenschaft, meinte Johannes Kramer, hier spielten auch juristische und geografische Aspekte eine Rolle. Er wolle die Arbeit Tolomeis nicht verteidigen, aber seine Namen seien da, und davon müsse man ausgehen. Der historische Hintergrund eines Namens sei interessant, sei aber vor der heutigen Fragestellung nicht das wichtigste Kriterium.

Ortner und sie selbst arbeiten derzeit an einem Nachfolgeprojekt zum Flurnamenprojekt der Universität Innsbruck, gab Cäcilia Wegscheider bekannt, das Landesarchiv stelle den Arbeitsplatz zur Verfügung. Es gehe darum, Namen zu erfassen, man frage z.B. einen Bauern, wie sei Grund heiße. Es gehe nicht um die politische Berechtigung eines Namens. Was die Steinalm betreffe, würde sie ”Malga Sasso” beibehalten, das habe zeitgeschichtliche Bedeutung, auch wenn eine negative. Auf Nachfrage von Urzì erklärten Wegscheider und Ortner, beim neuen Bozner Viertel Rosenbach könne man durchaus den Namen ”Mignone” verwenden, wenn dieser in Gebrauch sei.

Hans Heiss fragte, wie sich das Prinzip der staatlichen Souveränität über die Namen mit der EU verträgt sowie mit der Autonomie der Regionen und Provinzen. Der Staat könne seine Zuständigkeit durchaus an die Regionen weitergeben, antwortete Prof. Kramer, das sei in Südtirol geschehen.

Auch wenn manche Namen nicht in Gebrauch seien, so müssten sie dennoch beibehalten werden, erklärte Daniela Giaimo auf eine Frage von Heiss. Die Namen von Tolomei würden schließlich auch in der Kartografie gebraucht. Für Johannes Kramer ist der ”Prontuario” nicht die Bibel, aber etwas, auf das man sich beziehen müsse. Die Grenzen zwischen Toponomastik und Hodonomastik seien fließend, oft würden Straßen nach Orten benannt, fügte Carlo Alberto Mastrelli hinzu. Dem Prontuario könne man nicht buchstabengetreu folgen, meinte hingegen Cäcilia Wegscheider, jeden Hofnamen zu übersetzen, sei unsinnig. Vor allem zu den Flurnamen finde man in den alten Militärkarten oft unsinnige Übersetzungen, Missverständnisse und Fehler, fügte Johannes Ortner hinzu.

Die Namen von Staat, Regionen und Provinzen seien von Verfassung und Staatsgesetzen bestimmt, stellte Elmar Pichler Rolle fest. Für Gemeindenamen sei die Region zuständig, für die Fraktionen die Gemeinde. Für die Flurnamen, die Mikrotoponomastik sei kein Gesetzgeber bestimmt worden. Der SVP-Gesetzentwurf sehe vor, den Gebrauch dieser Namen zu erheben und eine amtliche Bezeichnung zu ermöglichen, wobei auch deutsche Namen verschwinden und neue eingeführt werden könnten.

Alessandro Urzì stellte die Frage, ob auch eine treue italienische Urlauberfamilie, die seit Jahrzehnten nach Südtirol kommt, Anrecht auf die Namen in ihrer Sprache habe. Wenn man in bestimmten Orten nur die einheimische Bevölkerung nach dem Namensgebrauch fragen würde, würde es viele italienische Namen nicht mehr geben. Cäcilia Wegscheider betonte die Unterscheidung zwischen Endonymen und Exonymen. Wenn die Urlauber hier Namensrecht hätten, müssten wir es auch für Mailand und Florenz haben.
In der Mikrotoponomastik hätten Exonyme keine Bedeutung, meinte hingegen Johannes Kramer. Eine Abstimmung auf Gemeindeebene werde aber in Italien nicht möglich sein, da laut Staatsgesetz das Land zuständig sei.
Elmar Pichler Rolle bezog sich auf eben diese Zuständigkeit und meinte, es gebe die Möglichkeit, die Toponomastik dort zu korrigieren, wo bestimmte Namen nicht im Gebrauch sei. Würde man das Statut so auslegen wie Urzì oder Mastrelli, müsste man Tausende Namen übersetzen, die Tolomei noch nicht übersetzt hat.
Alessandro Urzì bezeichnete den Gesetzentwurf der SVP als einseitig, er erwartete sich einen gemeinsamen Entwurf aus dem Landtag. Das Statut sehe immerhin auch vor, dass getrennt nach Sprachgruppen abgestimmt werden könne. Urzì beantragte, die Bestandsaufname der Vereinigung ”Rocca dei nani” aus den Neunziger Jahren in die Aktensammlung der Kommission aufzunehmen. Wenn man dem Gebrauch der Namen nachgehe, so müsse man auch den Gebrauch in Dokumenten berücksichtigen.

Zur Begründung der Amtlichkeit gewisser Namen meinte Egon Kühebacher, in den meisten mittelalterlichen Urkunden seien die ursprünglichen Namen latinisiert worden. Die lateinische Namen sei damals auch im Sprachgebrauch gewesen, meinte hingegen Johannes Kramer; bei der heute gesuchten Lösung sei auch der nach Generationen unterschiedliche Sprachgebrauch zu berücksichtigen. Für Carlo Alberto Mastrelli muss die Amtlichkeit durch Dokumente begründet werden; die Erwähnung in einem staatlichen Dekret habe dabei mehr Gewicht als ein Gemeindebeschluss.

In seinen Schlussworten lobte Präsident Mauro Minniti die Fachkenntnis der Referenten. Viele von ihnen hätten unterschiedliche Einschätzungen der Materie gezeigt. “Dies zeigt, dass das Thema sehr komplex ist, vor allem, wenn es die Politik anstelle der Kultur aufgreift. Aber ich bin überzeugt, dass die Toponomastik eine Brücke sein soll und keine Mauer, eine Verbindung und kein Hindernis zwischen Menschen mit unterschiedlichem historischen und kulturellen Hintergrund. Wenn dies von allen verstanden wird, auch von allen Politikern, so sehe ich keine Schwierigkeit, dieses Thema ein für alle Mal und im Ausgleich zu lösen. Ich finde, das ist die Botschaft, die wir aus der heutigen Anhörung des Sonderausschusses zur Toponomastik mitnehmen sollten.”

Positiv überrascht bin ich lediglich über Johannes Ortner (Toponomastikexperte beim Landesarchiv), welcher eine ähnliche Position vertritt, wie ich. Ich kannte bisher in Südtirol niemanden, der den basisdemokratischen Weg in Betracht zieht.

:top:

es ist zum plärren

Präsident Mauro Minniti lobte die Fachkenntnis der Referenten

viele der politiker und einige der experten argumentieren auf kindergartenniveau und scheinen keine ahnung von konventionen und begrifflichkeiten der toponomastik zu haben.

Für Carlo Alberto Mastrelli muss die Amtlichkeit durch Dokumente begründet werden; die Erwähnung in einem staatlichen Dekret habe dabei mehr Gewicht als ein Gemeindebeschluss.

wahnsinn. sonst fällt mir dazu nichts ein.

Es ist derart schlimm, dass man gar nicht weiß, wo man mit der Kritik anfangen soll… eigentlich sollten sich die Aussagen der meisten dieser Experten von alleine disqualifizieren — doch anscheinend sehen das »unsere« Abgeordneten anders.

Sì… all’inizio volevo cominciare a criticare alcuni punti… ma andando avanti ho preso paura. Boh… sembra che alla fine siano quasi tutti d’accordo a salvare gran parte dei nomi di Tolomei, chi per un motivo, chi per l’altro. Si arriva persino al ridicolo quando si afferma che la sua opera è scrupolosa perchè si affida a ben 11 criteri diversi… wow… queste sì che son argomentazioni!

@ fabivs ed altri

völlige zustimmung.
chaos pur.
argumentation unter kindergartenniveau.

einerseits werden argumente zugelassen, innerhalb derer sich institutionen selbst legitimieren. das ist ungefähr so, wie wenn jemand in einem streitfall sich selbst als sachverständigen zu rate zieht und den streitgegenstand als beweismittel vorbringt. d.h. beispielsweise vor gericht wird über ein stück grund gestritten. eine partei behauptet, die andere hätte sich das stück grund unrechtmäßig einverleibt, indem es einfach sich selbst als besitzer ins grundbuch eingetragen hat. als rechtfertigung bringt die andere partei nun das argument, dass der besitz ja im grundbuch vermerkt sei und spricht diesem vermerk auch noch eine höherrangige legitimität zu. das ist absurd.

der absurditäten nicht genug, befürchte ich, dass auch bei der „gesamtlösung“ alles andere als transparent vorgegangen werden wird. da wird einfach von irgendwelchen personen (wie kommen die dazu das zu entscheiden???) über einzelne namen gefeilscht wie am basar. keine regeln, keine linie, keine internationalen standards. einfach nur gutdünken. nachvollziehbar oder gar begründet sind die entscheidungen nicht.

heinrich, mir graut’s vor dir

Ein konkreter Hinweis, dass unser aller Denk- und Diskussionsarbeit hier nicht für die Katz‘ ist: Hans Heiss hat mir geschrieben, dass sich Herr Ortner vom Landesarchiv (den er als Referenten vorgeschlagen hatte) in der Toponomastikkommission explizit auf die Brennerbasisdemokratie berufen hat.

tolle nachricht.
wäre schön, wenn der blog tatsächlich ein faktor in der regionalen politlandschaft werden könnte. wenn er das nicht bereits ist, da ja wie’s scheint gar einige politiker mitlesen.

Macht einfach weiter so, es werden immer mehr, die verstehen, was BBD wirklich erreichen will, und das ist gut so.

Gratuliere

Jonny

Ich bin sehr darüber erleichtert, dass mein „Bauchweh-Thema“ bei so viel Engagement im BBD nun etwas entspannter verläuft!

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