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Orden inklusive.

Laut Landespresseamt (LPA) hat sich die Landesregierung in ihrer jüngsten Sitzung dafür ausgesprochen, den Tiroler Verdienstorden künftig auch für Italienerinnen vorzuschlagen, so sie sich um das Land verdient gemacht haben. Diese Entscheidung war überfällig, zumal in einem Land, das seit jeher dreisprachig und multikulturell ist. Bisher waren Italienerinnen allein aufgrund ihrer sprachlichen und kulturellen Zuordnung von der Verleihung ausgeschlossen. Eine handfeste Diskriminierung. Ab nun hingegen soll die Grenze — spät, aber doch noch — nicht mehr ethnisch, sondern inhaltlich verlaufen. Nur über eine bewusste, gleichberechtigte Einbindung der Italienerinnen und den Abbau von Vorurteilen kann eine langfristige Zusammenarbeit zum Wohle unseres Landes funktionieren. Das ist gleichzeitig eine conditio sine qua non zur Erlangung jenes Konsens’, der eine wie auch immer geartete Selbstbestimmung für alle erstrebenswert machen könnte.

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puntCAT.

puntCAT.Eine Privatinitiative mit öffentlicher Unterstützung hat vor wenigen Monaten internationale Beachtung gefunden: Die Zulassung der Endung .cat für Internetadressen mit Katalonien-Bezug. Damit verzeichnen die Unabhängigkeitsbestrebungen des Landes erneut einen Erfolg. Zum ersten Mal überhaupt wurde nämlich ein Suffix an eine nicht souveräne Region vergeben, Zeichen dafür, dass sich Anstrengungen auch dann lohnen können, wenn das Ziel zunächst unerreichbar scheint.

Die Färöer-Inseln und Grönland, offiziell »gleichberechtigte Nationen« innerhalb des Königreichs Dänemark, haben ebenfalls eigene Suffixe, und zwar .fo und .gl.

Siehe auch:

Mitbestimmung Recht Tech&Com | Best Practices | | | Catalunya Färöer Grönland | | Deutsch

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Herr Mobilitätslandesrat.

Der Herr Landesrat ist zweifelsfrei ein streitbarer Genosse. Sein reißerisches Benehmen und eine unterschwellige Verachtung für Mitbestimmung (vgl. Brennerbasistunnel oder Frizzi-Au) sind gewiss nicht die feine englische Art. Andererseits muss man bei kühler Analyse der Fakten auch gewisse Ergebnisse seiner Politik honorieren: Anders als bei seinen Vorgängern tut sich — allen Unkenrufen zum Trotz — endlich etwas in Südtirols ÖPNV. Mit dem ehrgeizigen Projekt »Südtiroltakt« (kurz: nach Schweizer Vorbild alle Öffis aufeinander abstimmen und in einen vernünftigen, leicht zu merkenden »Takt« bringen) hält endlich Kundenfreundlichkeit in den bis dato miefigen Südtiroler Nahverkehr ein, ein klarer Pluspunkt für ein ökologischeres Mobilitätsverhalten im Land.

Dass der Landesrat seinem Ego entsprechend vor allem Medienwirksamkeit und auch schon mal Prestigeprojekte bevorzugt ist dabei nicht kontraproduktiv: Die Vinschgerbahn hat gezeigt, dass neben Funktionalität auch ein klares Image, Corporate Design und Öffentlichkeitswirksamkeit vonnöten sind, wenn man einen Dienst etablieren möchte. Dieser Aspekt wird in Südtirol i.d.R. nach wie vor vernachlässigt, der Mobilitätslandesrat hat aber als Wahlkampfmanager Erfahrung mit effizenter PR-Arbeit. Weiter so, aber bitte etwas mehr Demut vor dem Souverän.

Und vielleicht schon bald noch mehr Bahn in die Zuständigkeit des Landes holen!

Ecologia Medien Mitbestimmung Mobilität Tech&Com Zuständigkeiten | Good News | Thomas Widmann | | Südtirol/o Svizra | SVP | Deutsch

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Catalunya (I).

Da ich, auch aufgrund meines Aufenthaltes in Spanien, die Situation in Katalonien besonders gut kenne und auch in meinen Einträgen immer wieder als Vorbild zitiere, möchte ich das Land an der nördlichen Iberischen Halbinsel von nun an – etappenweise – etwas detaillierter vorstellen. Es ist nämlich wirklich schade, dass zahlreiche Südtiroler aufgrund von Unkenntnis noch immer der Mär von der Vorzeigeautonomie aufsitzen. Wer glaubt der Beste zu sein, will von niemandem mehr etwas lernen.

Katalonien ist z.Z. wohl eines der modernsten Länder Europas – was in Barcelona vorweggenommen wird, ist oft richtungsweisend für den gesamten Kontinent. Dass sich diese Tatsache und der unermüdliche Einsatz für Selbständigkeit nicht ausschließen, sondern Teile des selben selbstbewussten Zukunftsprojektes sind, kann für unsereine(n) zunächst schonmal erstaunlich sein. In Südtirol stehen der Selbständigkeits- und der Mitbestimmungsgedanke zumeist für Rückständigkeit oder Ewiggestrigkeit. Dies liegt besonders daran, dass sich hier avantgardistische Kräfte – von extremen Positionen verschreckt – von dieser Dikussion längst verabschiedet haben. Dass ein höheres Maß an Selbstregierung (bis hin zur Unabhängigkeit) das Zentrum aller Entscheidungs- und Mitbestimmungskraft ins Land verlegt, und dass man sich dadurch (paradoxerweise?) nicht abschottet, sondern eine viel stärkere vorwärtsgewandte Dynamik entwickeln kann, ist in Südtirol kein naheliegender Gedanke.

Als erste Hilfen für eine Annäherung an die Region mit dem wohl modernsten Selbstbestimmungsgedanken veröffentliche ich hier zunächst einige Links:

  • Homepage der Generalitat – Katalanische Regierung (z.T. auf Englisch, andere Fremdsprachen)
  • Das katalanische Autonomiestatut (Englisch) in seiner aktuellen Fassung. Bereits Präambel und Artikel 1-8 zeugen von einem sehr hoch entwickelten Autonomiestatus. Dieses Statut wurde soeben vom katalanischen Parlament überarbeitet und stark ausgeweitet. Die Vorlage liegt nun in Madrid zur Diskussion auf.
  • Offizielle, selbstbewusste und mehrsprachige Vorstellung Kataloniens für Touristen: Man muss sich nicht zwangsläufig »verkaufen« und der übergeordneten Nation anbiedern, wie das unsere Tourismustreibenden oft glauben. Und Katalonien ist touristisch ja bekanntlich auch nicht auf den Kopf gefallen.
  • Language Policy Report von 2002 auf Englisch. Hier sind der unglaubliche Aufwand und die Professionalität nachzulesen, mit denen in Katalonien Sprachpolitik betrieben wird. (Vgl.: Eine Anfrage. Und ihre Antwort?).
  • Vorstellung der »Mossos d’Esquadra«, der selbständigen katalanischen Polizei, auf Englisch und Französisch. Die »Mossos« ersetzen in Katalonien nach und nach die »Policia Nacional« und sind ihr nicht etwa unter- oder beigeordnet.
  • Das katalanische Kulturinstitut Ramon Llull (Katalanisch, Kastilisch, Englisch) und seine internationale Ausrichtung. Katalonien schottet sich nicht ab und will auch nicht etwa passiv »Schnittpunkt der Kulturen« zwischen Spanien und Frankreich spielen.
  • Institut d’Estudis Autonòmics, wissenschaftliche Forschungsstelle für Studien zu Autonomie und Selbstbestimmung. Eine Fundgrube.

Meiner Ansicht nach wichtigste kennzeichnende Merkmale der katalanischen Bestrebungen:

  1. Im Gegensatz zum Baskenland absolute Ablehnung von Gewalt zur Erlangung der Selbstbestimmung;
  2. Anders als in Südtirol werden die Unabhängigkeitsbestrebungen gerade von linken und ökosozialen Kräften unterstützt, forciert und dementsprechend mitgestaltet;
  3. Problem- und Konfliktlösung im gesellschaftlichen Konsens;
  4. Inklusivistischer Ansatz: Alle (legal) auf katalanischem Territorium lebenden Menschen sind Katalanen und erfreuen sich der gleichen Rechte;
  5. Nutzung der entstehenden Handlungsspielräume zur Umsetzung eines advantgardistischen katalanischen Zukunftsprojektes in Gesellschaft, Politik, Kultur.

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Medienregime.

Ich verlinke hier eine Videodatei, die man gesehen haben sollte. Es handelt sich um eine norwegische Dokumentation über den italienischen Ministerpräsidenten, die in Italien nie ausgestrahlt wurde. Das Dokument stammt aus der Datenbank des Italienischen Rundfunks der Schweiz (RTSI, Radio Televisione della Svizzera Italiana), wo die Dokumentation Thema einer Sendung im Aktualitätsformat »Falò« war. Die Schlussfolgerungen über den Zustand des uns administrativ übergeordneten Staates überlasse ich dem Zuschauer; ebenfalls darüber, dass eine Ausstrahlung in italienischer Sprache nur in der Eidgenossenschaft möglich war. Jeder weitere Kommentar meinerseits erübrigt sich eigentlich.

Dokument:

Voraussetzungen zur Ansicht: Breitbandanschluss und RealPlayer.

Ich kann im Grunde nur noch dazu auffordern, den Link weiterzuleiten und das Video gerade jetzt in der Vorwahlzeit bekannt zu machen, weil es noch einmal ganz klar ins Gedächtnis ruft, was unterschwellig ohnehin jeder weiß.

Nachtrag: Die italienische Zeitschrift »Diario« will noch vor der Parlamentswahl im Frühjahr eine DVD herausgeben, die eine neue kritische Dokumentation über Berlusconi nach dem Muster der Michael-Moore-Filme beinhaltet.

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Pistendienst zum Zweiten.

Der weiter unten im Eintrag »Pistendienst« beschriebene Einsatz beginnt Früchte zu tragen. Nachdem ich dort bereits die ersten Reaktionen der Betroffenen (Carabinieri und Weißes Kreuz) veröffentlicht hatte, gibt es jetzt das erste handfeste Engagement:

Sehr geehrter Herr Constantini,

es gibt am Kronplatz effektiv Beschilderungen welche auf den “soccorso Piste” aufmerksam machen und wo das Logo der Carabinieri und des Weißen Kreuzes abgebildet sind. Wir haben nie unser Einverständnis gegeben unser Logo für diesen Zweck zu benutzen.
Vielen Dank für Ihren Hinweis wir werden nun versuchen herauszufinden wer diese Schilder gedruckt hat und dass diese zweisprachig sein sollten [sic!].

Mit freundlichen Grüßen

Ivo Bonamico (Direktor des Weißen Kreuzes, Anm.)

Da hat also jemand nicht nur die Sprachbestimmungen, sondern auch Lizenz- und Urheberrechte gebrochen, indem er das Logo des WK benutzt hat. Das Foto hat übrigens Herr Bonamico seinem Mail angehängt, was zeigt, dass er sich tatsächlich schlau gemacht hat. Mal sehen, ob die Schilder wirklich ausgetauscht werden, am Besten auf persönliche Kosten des Unbelehrbaren, der die einsprachige Variante veranlasst hat.

Engagement Minderheitenschutz Plurilinguismo Verbraucherinnen | Bilinguismo negato Zitać | | | Südtirol/o | Carabinieri | Deutsch

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Pistendienst.

Der wunderbare Tag hat mich heute mal wieder auf die Skipisten gelockt. Selbst am Kronplatz werden einem da kleine Ärgernisse nicht erspart, doch insgesamt war es ein richtiges Vergnügen, in Begleitung netter Freunde über den Pulverschnee zu segeln.

Trotzdem hat mich ein Schild der Carabinieri, das an jeder Ecke des Skigebiets montiert wurde derart verärgert, dass ich wieder ein paar Protestschreiben verfasst habe, die ich wie gewohnt anhänge. Auf dem Schild wird auf die Pistenrettung der Ordnungshüter und des Weißen Kreuzes hingewiesen, und zwar ausschließlich in italienischer Sprache. Was amtliche Mitteilungen betrifft, so habe ich in Südtirol den Eindruck, dass es nur zwei Optionen gibt: Zweisprachigkeit. Oder italienische Einsprachigkeit. Ich frage mich ohnehin, warum wir den Pistendienst einer staatlich-militärischen Institution anvertrauen müssen, die sich noch nie besonders um die Rechte der Südtiroler Minderheit bemüht hat. Da werden Gesetze gebrochen, über deren Einhaltung man eigentlich selbst wachen müsste. Wenn das auch noch eine derart wichtige, im Notfall lebensrettende Information betrifft, so ist das schon haarsträubend!
Hier die betreffenden Emails:

1. An das Weiße Kreuz und zur Kenntnisnahme an die Verbraucherzentrale:

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf Südtirols Skipisten sind neuerdings Schilder zu finden, die auf die Pistenrettung aufmerksam machen. Außer jenem der Carabinieri, prangt darauf auch das Logo des Weißen Kreuzes. Und: Diese Schilder sind ausschließlich in italienischer Sprache verfasst. Mal ganz vom Minderheitenschutz und dem Respekt vor der einheimischen Bevölkerung abgesehen, sollten doch gerade derart wichtige Informationen auch in deutscher Sprache geliefert werden. Wie kommt es dazu, dass einem deutschen Gast oder im Prinzip auch einem Einheimischen ein Hinweis vorenthalten wird, der im Notfall Leben retten könnte?

Ich freue mich auf eine diesbezügliche Antwort
Mit freundlichen Grüßen
Simon Constantini, Brixen

2. An die Carabinieri:

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit kurzem wurden an Südtirols Skipisten Schilder angebracht, die auf den Pistendienst der Carabinieri aufmerksam machen und die nötigen Telefonnummern der Bereitschaftsdienste mitteilen. Leider ist diese Information nur einsprachig auf Italienisch verfasst, obschon laut Autonomiestatut der autonomen Provinz Bozen-Südtirol sämtliche Mitteilungen grundsätzlich in beiden Landessprachen, also Deutsch und Italienisch zu erfolgen haben. Mich wundert zum einen, dass die Ordnungshüter selbst die Gesetze nicht einhalten, über die sie zu wachen hätten. Außerdem sollte man sich wie ich finde gerade bei derart wichtigen – im Notfall lebensrettenden! – Informationen keine Ausnahme erlauben.

Ich bitte Sie höflichst um eine diesbezügliche Stellungnahme.
Es würde mich freuen, wenn dieser Misstand bald behoben würde.

Mit freundlichen Grüßen

Simon Constantini, Brixen (BZ)

Die ersten Stellungnahmen sind bereits eingetroffen. Ich veröffentliche sie in den Kommentaren zu diesem Eintrag, um mein Blog nicht unnötig zu dehnen.

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Eine Anfrage. Und ihre Antwort?

Am 20. September 2005 habe ich den Landesräten Kasslatter Mur und Widmann – sowie zur Kenntnisnahme der Verbraucherzentrale Südtirol – eine Anfrage zukommen lassen, die den »Sprachschutz als Konsumentenschutz« betrifft.

Hier die Abschrift meiner Anfage sowie die Antwort der Verbraucherzentrale, die bestätigt, dass das Problem besteht:

Sehr geehrte Landesrätin Kasslatter Mur,

sehr geehrter Landesrat Widmann,

wie man vernimmt wird in nächster Zeit ein Ikea-Markt in Bozen seine Tore eröffnen. Unter anderem in diesem Zusammenhang möchte ich in Erfahrung bringen, welche Maßnahmen die Landesregierung ergreift, um sicherzustellen, daß solche und ähnliche Betriebe, die sich in Südtirol niederlassen, auch über ihre gesetzliche Pflicht hinaus (auch) die deutsche Sprache für ihre Kommunikation benutzen. Keine ernstzunehmende moderne Sprach- und Kulturpolitik kann m.E. eines diesbezüglichen Gesamtkonzeptes entbehren, denn Sprache lebt v.a. durch Kommunikation und die wird heute teilweise von Konzernen bestimmt. Außerdem ist es ein erheblicher Beitrag zum Konsumentenschutz (und zur Stärkung seiner Mündigkeit), wenn der Verbraucher bei Einkauf, Beratung etc. seine eigene Sprache gebrauchen kann. Ich glaube kaum, daß man diese Entwicklung einzig dem freien Markt überlassen soll und kann.

Die Generalitat de Catalunya – die katalanische Regierung – etwa hat ein modernes und sehr erfolgreiches Maßnahmenpaket geschnürt, um mit gezielten gesetzlichen Bestimmungen und begleitenden Fördermaßnahmen dafür zu sorgen, daß möglichst viele Betriebe in Katalonien die dortige »landeseigene Sprache« sowohl in der internen Kommunikation als auch und vor allem in der Öffentlichkeitsarbeit verwenden. Diese Sprachpolitik hat dazu geführt, daß etwa Unternehmen wie Ikea, MediaMarkt, McDonald’s und alle führenden Tankstellenbetreiber sowie Bankinstitute entweder freiwillig oder aufgrund gesetzlicher Bestimmungen durchwegs von der katalanischen Sprache Gebrauch machen.

Hat das Land Südtirol ein ähnliches Gesamtkonzept? Besteht in der Landesregierung Interesse, derartige Maßnahmen zu ergreifen? Hat das Land die nötigen Mittel (in Form von Zuständigkeiten) um eine zeitgemäße Sprachpolitik zu betreiben?

Mit freundlichen Grüßen

Simon Constantini, Brixen

(PS: Bei Interesse kann ich Ihnen gerne die katalanische Vorlage zukommen lassen, die ggf. als Vergleich und Basis für eine südtirolspezifische Initiative dienen kann.)

Sehr geehrte Frau (sic) Constantini,

da sich diesbezüglich immer wieder leidgeprüfte KonsumentInnen an uns wenden, sehen wir hier großen Handlungsbedarf.

Es ist derzeit leider so, dass nicht einmal in jenen Bereichen wo es gesetzliche Vorgaben in Bezug auf die Zweisprachigkeitspflicht gibt (wie beispielsweise im delikaten Bereich der Arzneimittel oder bei den Konzessionären von öffentlichen Dienstleistungen) die Gesetze eingehalten werden und die Politik bzw. die Kontrollbehörden nichts unternehmen. Wir konnten bzw. können das Problem verständlicherweise nicht schultern.

Sollten Sie Interesse haben, an der Sache dranzubleiben, so können Sie mit unserer vollen Unterstützung rechnen. Gerne sehen wir Ihren Nachrichten entgegen.

M.f.G.

Walther Andreaus
Verbraucherzentrale

Von der Landesregierung habe ich bis dato leider keine Antwort erhalten.

Siehe auch:  

Engagement Minderheitenschutz Plurilinguismo Recht Verbraucherinnen | Packungsbeilagen Produktetikettierung | Thomas Widmann | | Catalunya Südtirol/o | GENCAT Land Südtirol VZS | Deutsch