Das Unitalia-Einmaleins.

Vor wenigen Tagen hat die Gemeinde Bozen grünes Licht für den Bau unterirdischer Anrainerparkplätze durch Ad-Hoc-Genossenschaften gegeben, um — wie es heißt — die Oberfläche nach und nach von parkenden Autos zu befreien. Dieses Ansinnen wird durch die Verpflichtung erreicht, gleich viele Oberflächenparkplätze zu streichen, wie unterirdische entstehen. Damit sollen Flächen für Fahrrad- und Gehwege sowie Busspuren freiwerden.

Unitalia macht nun mit einer Flugblattaktion mobil gegen diesen Plan, denn — so die Rechsextremisten (unisono mit dem PDL) — sonst werde in Bozen bald niemand mehr ein Auto besitzen, der sich nicht auch einen Stellplatz leisten kann. Wenn aber nur so viele Oberflächenparkplätze gestrichen werden, wie unterirdisch neue entstehen, bleiben für jene, die sich keine Garage kaufen nach Adam Riese gleich viele Parkplätze am Straßenrand erhalten. Es gilt lediglich sicherzustellen, dass die, die einen Stellplatz erwerben, nicht weiterhin die Anwohnerplätze an der Oberfläche nutzen dürfen.

Dessen unbeschadet bin ich der Meinung, dass das Auto ein Luxusartikel werden kann, den nicht jeder besitzen muss — wenn die Öffis dementsprechend funktionieren, was aber leider noch nicht immer der Fall ist.

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