Cookinseln wollen neuen Landesnamen.

Seit Jänner wird auf den Cookinseln, einem unabhängigen Pazifikstaat in relativer Nähe zu Neuseeland (Aotearoa), wieder über einen Namenswechsel debattiert. Bei einem einschlägigen Referendum hatte sich 1994 die Bevölkerung noch mehrheitlich gegen die Annahme von »Avaika Nui« als neuen Landesnamen entschieden. Diesmal soll es jedoch anders sein, da die Initiative nicht nur von einer zivilgesellschaftlichen Plattform ausgeht, sondern auch von den Anführerinnen aller zwölf bewohnten Inseln mitgetragen wird. Obschon auch jetzt Avaika Nui zu den absoluten Favoriten zählt, gab es rund 60 unterschiedliche Vorschläge für die neue Landesbezeichnung, die die polynesische Identität des Archipels widerspiegeln soll. Das auf den knapp 19.000 Einwohnerinnen zählenden Cookinseln gesprochene Māori ist jenem in Neuseeland sehr ähnlich.

Spannend sind sowohl die historische, als auch die gegenwärtige politische Situation des Archipels: Es war 1888 auf Wunsch der Inselbewohnerinnen britisches Protektorat geworden, da befürchtet wurde, wie Tahiti von Frankreich besetzt zu werden. 1900 wandten sich die Anführerinnen der Inseln an London und beantragten die Annexion, die noch im selben Jahr stattfand. 1901 erfolgte die Eingliederung in die neuseeländische Kolonie. Das Archipel erlangte 1949 zusammen mit Neuseeland die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich und wurde 1965 ein souveräner Staat. Allerdings haben die Cookinseln bis heute einige (vor allem außenpolitische) Aufgaben an Neuseeland delegiert, die in enger Abstimmung zwischen beiden Ländern wahrgenommen werden. Eine gesonderte Staatsbürgerinnenschaft der Cookinseln existiert ebenfalls nicht: Die Bewohnerinnen sind nach wie vor neuseeländische Staatsbürgerinnen und werden von Neuseeland auch als solche behandelt. Staatschefin der Cookinseln ist die Queen of New Zealand (Kuini o Aotearoa), Elizabeth II.

Der bestehende Landesname geht auf den englischen Seefahrer und Kartographen James Cook zurück, der 1773 und 1777 auf die damals schon seit rund 800 Jahren von Polynesierinnen bewohnten Inseln kam.

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Hongkong und der »historische Realismus«.

2019: Der in Hongkong lebende Südtiroler S. K. sagt der Zett, er habe in den vergangenen Wochen »natürlich« die Zonen gemieden, wo die Proteste stattfanden. Er teile die Ziele der Demokratiebewegung »vom Herzen her«, sehe das alles aber auch realistisch. Es sei utopisch zu glauben, dass Peking diesbezüglich irgendwelche Zugeständnisse machen werde.

1989: Der in der DDR lebende Südtiroler S. K. sagt der Zett, er habe in den vergangenen Wochen »natürlich« die Zonen gemieden, wo die Proteste stattfanden. Er teile die Ziele der Montagsdemos »vom Herzen her«, sehe das alles aber auch realistisch. Es sei utopisch zu glauben, dass Moskau diesbezüglich irgendwelche Zugeständnisse machen werde.

1982: Der in Südafrika lebende Südtiroler S. K. sagt der Zett, er habe in den vergangenen Wochen »natürlich« die Zonen gemieden, wo die Proteste stattfanden. Er teile die Ziele der Anti-Apartheid-Bewegung »vom Herzen her«, sehe das alles aber auch realistisch. Es sei utopisch zu glauben, dass die weiße Regierung diesbezüglich irgendwelche Zugeständnisse machen werde.

1967: Der in den USA lebende Südtiroler S. K. sagt der Zett, er habe in den vergangenen Wochen »natürlich« die Zonen gemieden, wo die Proteste stattfanden. Er teile die Ziele der Civil-Rights-Bewegung »vom Herzen her«, sehe das alles aber auch realistisch. Es sei utopisch zu glauben, dass Washington diesbezüglich irgendwelche Zugeständnisse machen werde.

1957: Der in Südtirol lebende Südtiroler S. K. sagt der Zett, er habe in den vergangenen Wochen »natürlich« die Zonen gemieden, wo die Proteste stattfanden. Er teile die Ziele der Autonomiebewegung »vom Herzen her«, sehe das alles aber auch realistisch. Es sei utopisch zu glauben, dass Rom diesbezüglich irgendwelche Zugeständnisse machen werde.

1946: Der in Indien lebende Südtiroler S. K. sagt der Zett, er habe in den vergangenen Wochen »natürlich« die Zonen gemieden, wo die Proteste stattfanden. Er teile die Ziele der Satyagraha-Bewegung »vom Herzen her«, sehe das alles aber auch realistisch. Es sei utopisch zu glauben, dass London diesbezüglich irgendwelche Zugeständnisse machen werde.

1913: Der in England lebende Südtiroler S. K. sagt der Zett, er habe in den vergangenen Wochen »natürlich« die Zonen gemieden, wo die Proteste stattfanden. Er teile die Ziele der Suffragetten-Bewegung »vom Herzen her«, sehe das alles aber auch realistisch. Es sei utopisch zu glauben, dass Westminster diesbezüglich irgendwelche Zugeständnisse machen werde.

1820: Der in den USA lebende Südtiroler S. K. sagt der Zett, er habe in den vergangenen Wochen »natürlich« die Zonen gemieden, wo die Proteste stattfanden. Er teile die Ziele der Sklaven »vom Herzen her«, sehe das alles aber auch realistisch. Es sei utopisch zu glauben, dass Washington diesbezüglich irgendwelche Zugeständnisse machen werde.

Kontext: In der heutigen Zett ist ein Interview mit einem in Hong Kong lebenden Südtiroler erschienen.

In all den aufgezählten Fällen gab es selbstverständlich keine Garantie, dass die Proteste und Aufstände erfolgreich sein würden. Meistens schien die Lage zunächst sogar aussichtslos. Wäre man aber »realistisch« geblieben, wären die damit zusammenhängenden Veränderungen nie zustande gekommen.

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Josep Borrell soll Außenbeauftragter werden.

Nun haben sich also die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten auf den scheidenden spanischen Außenminister Josep Borrell (PSOE) als künftigen europäischen Außen- und Sicherheitsbeauftragten geeinigt. Eine Bestätigung durch das EU-Parlament steht zwar noch aus, dennoch möchte ich hier kurz einige Glanzleistungen des Katalanen aufzählen:

  • In Bezug auf die stets friedliche und demokratische Unabhängigkeitsbewegung in seiner Herkunftsregion sprach der bekennende Unionist 2017 von der Notwendigkeit einer Desinfektion. Diese herabwürdigende Wortwahl bestätigte er kürzlich noch einmal.
  • In einem Interview nicht nur zu diesem Thema mit der Deutschen Welle erwies er sich als äußerst dünnhäutig. Das Gespräch wollte er sogar frühzeitig beenden, weil er die Fragen von Tim Sebastian nicht goutierte.
  • Die sich verschärfende Migrationspolitik des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez (PSOE), der NROs für Seenotrettung bis zu 900.000 Euro hohe Strafen androhte, unterstützte er bis zuletzt.
  • Ebenso trug er die Position seiner Regierung zu Gibraltar mit, die eine Angliederung des »Felsen« an Spanien fordert — obschon dies von der betroffenen Bevölkerung fast einhellig abgelehnt wird.
  • Bei einem öffentlichen Auftritt behauptete er letzten November in Anspielung auf die Geschichte der USA, die Amerikanerinnen hätten, um die Unabhägngigkeit zu erlangen, nur »vier Indios« umgebracht. Für diese Bagatellisierung des Genozids an den amerikanischen Ureinwohnerinnen wurde Borrell vom American Indian Movement als Rassist bezeichnet. Er entschuldigte sich.
  • Die Aufforderung Mexikos, Spanien möge für die Conquista um Verzeihung bitten, wies Borrell im Frühling dieses Jahres aber entschieden zurück.
  • Im September 2018 war ihm von der spanischen Börsenaufsicht wegen Insiderhandels eine Strafe von 30.000 Euro auferlegt worden.

Zu einer Wiederaufnahme Schottlands in die EU im Falle seiner staatlichen Unabhängigkeit äußerte sich Borrell immerhin positiv.

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Plurilinguismo, imperialismo e lingue utili.
Quotation 560

Trascrivo e traduco una breve intervista a Juan Carlos Moreno Cabrera, andata in onda recentemente sulla TV pubblica spagnola (RTVE 2), per gli aspetti sorprendenti e forse anche provocatòri che contiene. Cabrera è professore di linguistica dell’Universidad Autónoma de Madrid, «autore di una ventina di libri scientifici, membro del consiglio consultivo di numerose riviste di linguistica, è stato membro del comitato scientifico della perizia sulle lingue del mondo portato a termine dall’UNESCO nel 2006 ed ha partecipato al progetto ‘Eurotyp – tipologia delle lingue europee’ tra il 1990 e il 1994. Ha appena presentato la prima versione elettronica del titolo ‘Los dominios del Español – guía del imperialismo lingüistico panhispanico’ (I domíni dello Spagnolo – guida all’imperialismo linguistico panispanico).»

Perché lo spagnolo è la lingua comune di Spagna, di molti paesi ispanoamericani e di alcune altre parti del mondo?

Questo è dovuto a un processo che ha avuto luogo nell’epoca coloniale, nella quale alcune lingue europee… in questo caso lo spagnolo, è stato imposto alle lingue che si parlavano in America, concretamente le lingue indigene. Quindi certamente va bene [il concetto di] «lingua che ci unisce» ma bisogna dire, ad essere corretti, che questa espansione della lingua è stata realizzata attraverso una emarginazione e minorizzazione delle lingue indigene, nel caso dell’America, e di altre lingue di Spagna, nel caso della Spagna.

Suppongo che il numero di parlanti sia un indicatore della vitalità e della ricchezza di una lingua, no?

Vediamo, nel caso di piccole quantità di parlanti… una lingua che ha 1.000 parlanti è una lingua che è in serio pericolo di estinzione. Quindi il numero è importante da questo punto di vista. Dal punto di vista dei grandi numeri, i milioni di parlanti che si possono attribuire al cinese, all’inglese, allo spagnolo, al francese… bisogna dire che in realtà non tutti parlano allo stesso modo. Cioè, il dialetto che sto utilizzando in questo momento, che ha per esempio la fricativa interdentale sorda — in «zeta» per esempio — è minoritario nella «ispanofonia», per chiamarla così. E il mio dialetto non ha 400 milioni di parlanti, e nemmeno la varietà delle Canarie, che è una varietà ricchissima, interessantissima, armonica: ha meno di 400 milioni di parlanti… o la messicana, o l’argentina.

Anche se ci capiamo…

Bene, perché le differenze non sono sufficientemente grandi da impedire la comprensione. Va detto che molte di queste differenze hanno una grande importanza dal punto di vista linguistico, dal punto di vista dei sistemi fonologici, morfologici, grammaticali. Per noi che lavoriamo in ambito linguistico ci sono differenze enormi, che evidentemente sono significative dal punto di vista grammaticale, anche se naturalmente non impediscono la comprensione. L’intercomprensione.

[…] Una lingua che parlano tanti milioni e milioni di persone… significa che è facile da imparare? E pertanto utile nel nostro mondo globalizzato?

La prima cosa che le dirò è che in generale tutte le lingue del mondo presentano una complessità — o semplicità, secondo il punto di vista che adottiamo — similare. Orbene, se ci concentriamo su un aspetto concreto della lingua possiamo trovare differenze importanti tra una lingua e un’altra. Anche se ripeto che complessivamente le lingue presentano un grado di similità di complessità, o semplicità, paragonabile. Per esempio, si dice che lo spagnolo sia più facile da imparare perché ha cinque vocali — è uno dei grandi miti che si ripetono continuamente. Ma questo non è determinante in assoluto, perché ad esempio anche il basco ha cinque vocali, ma questo non ha fatto sì che anche questa lingua venga percepita come facile da imparare. Dall’altro lato un’altra caratteristica dello spagnolo, che condivide con altre lingue romanze, è l’esistenza di una quantità enorme di verbi irregolari. Nell’ultima grammatica della ‘Real Academia Española’ compare una lista di oltre 1.100 verbi irregolari. Se compariamo i verbi irregolari dello spagnolo con l’inglese o con il tedesco, le differenze sono abissali; pertanto è chiaro che non si può dire che lo spagnolo, o nessun’altra lingua, sia più facile da imparare e per questo si sia espansa. Si sono espanse per una serie di processi storici, sociali e culturali che hanno reso possibile questa espansione della lingua — però ho già detto che c’è un aspetto negativo, dal mio punto di vista, ed è la messa all’angolo e l’emarginazione di altre lingue tanto importanti quanto lo spagnolo, come potrebbero essere nel caso della Spagna l’aragonese, l’asturiano e anche lo stesso catalano o galiciano.

In molte occasioni si parla dei vantaggi del multilinguismo. Addirittura si parla dei benefici che avrebbe per lo sviluppo dell’intelletto, del cervello, e si pensa che un parlante che sappia lo spagnolo, l’inglese e il francese abbia più flessibilità e ricchezza. Ma ci dica, essere plurilingue, per esempio in guaranì, in aimara, in quechua, in spagnolo… a cosa serve?

Serve a molto, dal mio punto di vista, serve per capire altre culture, altre lingue, altri modi di vedere il mondo, altre forme di immaginare la relazione con la realtà che sono tanto valide, tanto interessanti, tanto ricche e che hanno tanto da dare quanto la nostra. L’idea che la mia cultura sia superiore alle altre e quindi non vale la pena imparare il guaranì, perché alla fine la cultura guaranì è inferiore o viene considerata inferiore… questa idea che ha dominato per molto tempo è un’idea che si può, diciamo, «risolvere» facilmente, è un pregiudizio che si può risolvere studiando queste culture e rendendosi conto che hanno molto da apportare al mondo globale attuale. Sono culture attuali, sono culture moderne, non sono resti preistorici […] e ce ne rendiamo conto se le studiamo e le conosciamo. Normalmente quel che ignoriamo, quel che non conosciamo, non lo valoriamo. Quindi per me è tanto importante sapere il guaranì, evidentemente in Paraguay, come sapere l’inglese negli Stati Uniti o altrove.

Si dice che una lingua è come un muscolo, che se non si utilizza si atrofizza…

…è così…

…e quindi qualcuno potrebbe pensare «allora è meglio se mi metto a studiare il cinese», perché ci sono molti più milioni di cinesi, di persone che possano imparare…

…questo è un po’ assurdo…

…non è pragmatico?

No, perché… vediamo, di quanto tempo avrei bisogno per comunicare con 400 milioni di persone per un minuto… solamente un minuto? Beh, se facciamo il calcolo avremmo bisogno di 1.500 anni, quindi non ha molto senso quest’idea che perché ha 400 milioni di parlanti una lingua la imparo, perché posso comunicare con 400 milioni di persone. Questo non è possibile, è una cosa fuori luogo, non ha senso.

Stiamo teorizzando molto. C’è chi ad esempio dice che lo spagnolo è lingua di comunicazione e che nelle cosiddette lingue vernacole, minoritarie o minorizzate, come diceva il nostro invitato, non è possibile comunicare, tantomeno in un mondo che cambia come quello attuale.

No, tutte le lingue umane sono lingue di comunicazione, non esiste nessuna lingua che non lo sia. Il catalano, il galiciano, il basco sono lingue di comunicazione perché le utilizzano migliaia, centinaia di migliaia di persone ogni giorno per le loro interazioni quotidiane. Anche il castigliano naturalmente: lo spagnolo è una lingua di comunicazione, ma certamente se mediante lo spagnolo possiamo farci capire in tutta la Spagna, è anche vero che in teoria — non de facto, ma in teoria — è possibile capirsi in tutta la Spagna in catalano. Perché? Perché il catalano e il castigliano sono lingue prossime, sono lingue sorelle, sono lingue che hanno convissuto per molto tempo e si sono influenzate a vicenda in modo abbastanza intenso. Quindi è tanto possibile per un castiglianoparlante capire il catalano quanto per un catalanoparlante capire il castigliano. E allora, anche se de facto non è così, il catalano è altrettanto utile, o potrebbe essere altrettanto utile per comunicare come il castigliano, dappertutto. Il galiciano è tanto valido per comunicare a Madrid quanto il castigliano per comunicare ad A Coruña. Questo in teoria, ma l’educazione che abbiamo ricevuto, e che ho ricevuto io in concreto, ha sempre girato le spalle al multilinguismo della Spagna. Non ci hanno insegnato a capire altre lingue di Spagna, non ci hanno insegnato come sono, ad ascoltarle, a sentirle in ambito nazionale. Questo ha fatto sì che siamo sordi nei confronti di queste lingue sorelle come per esempio il catalano o il galiciano… che siamo sordi, quando potremmo non esserlo. Sono lingue prossime, sono lingue con le quali possiamo comunicare tra di noi…

Potere è possibile, evidentemente, ma bisogna volere…

Il tempo necessario per capire l’inglese è molto maggiore che il tempo necessario per capire il catalano. Una persona [di lingua castigliana] con capacità minime può capire il catalano in pochi mesi. Invece questa stessa persona per arrivare a capire l’inglese in maniera efficace e rapida, avrà bisogno di tempo e sforzo molto maggiori. L’inglese è inutile nel Regno di Spagna, l’inglese non si usa nel Regno di Spagna, ma il catalano sì.

Però qualcuno Le dirà… lasciamo da parte il catalano, parliamo dell’inglese… che se io sto cercando lavoro forse sarà più utile per me — in un mondo come quello di oggi — cominciare a studiare inglese piuttosto che cominciare a studiare il catalano. Se qualcuno si trova in questo dilemma?

Vediamo, se io voglio… aspiro a lavorare in una multinazionale, è evidente che devo sapere l’inglese. Ma è anche evidente che non tutti lavoreranno come dirigenti in una multinazionale. Oggi come oggi il catalano è più utile dell’inglese per trovare lavoro. Oggi come oggi… per fortuna!

Secondo Lei, per riassumere, quali lingue bisogna imparare, al giorno d’oggi. Quali lingue sono… stavo per dire «utili»…

Beh, nell’ambito in cui ci troviamo è evidente che il catalano, il galiciano e il basco sono lingue utili. Anche l’inglese, ovviamente. E tutte queste lingue si possono imparare. Si possono imparare a capire, questo è molto importante, perché la gente normalmente identifica l’apprendimento con «uso attivo della lingua», ma si può anche imparare a capire. Possiamo imparare a capirci, ad ascoltare e a capire quel che si dice. E questo è molto più fattibile, è molto più fattibile imparare a capire dieci lingue romanze… facciamo un esempio… che l’inglese, imparare a parlare l’inglese. Mi sto riferendo a lingue come il portoghese, il francese e l’italiano: è molto più fattibile che una persona possa arrivare a capire — non parlare, ma capire — queste lingue vicine, che sono utili nei paesi dove si parlano; molto più facile che arrivare a dominare l’inglese, che davvero è inutile. Nel Regno di Spagna l’inglese è una lingua inutile.

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Impermanent fixity of the nation-state.
Quotation 544

While the ridgeline of the Alps’s ice caps is on the move today, many of the place-names Tolomei imposed remain, and they are likely to outlast the border that the Italian government wanted to imagine into permanence. Taking the long view of Italy’s northernmost boundary from the vantage point of its colonial history shows how this border is, in a way, the opposite of what it appears to be in atlases and Italian textbooks: an arbitrary outer border to a new state, rather than a destined marker for all time. The border seems etched in the mountaintop, but it is as impermanent as other landmarks of nature are, especially those touched by climate change; with it, so too is the symbolic fixity of the nation-state that tied its boundary to the Alpine crests.

Mia Fuller, Associate Professor in Italian Studies at Berkeley, in Laying Claim – Italy’s Internal and External Colonies. Fuller is a cultural anthropologist and urban-architectural historian.

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Die Heuchelei von der Heuchelei.
25. April

Die STF kritisierte anlässlich des 25. April, der in Italien als Tag der Befreiung vom Nazifaschismus begangen wird, dass es sich bei den Feierlichkeiten um Heuchelei handle, da der Faschismus fröhliche Urständ feiere — zumal in Südtirol, wo weiterhin faschistische Relikte und Ortsnamen aufrecht geblieben seien oder neofaschistische Kräfte im Gemeinderat der Landeshauptstadt sitzen. Das wäre eine durchaus mögliche und auch nachvollziehbare Kritik am 25.-April-Ritual, die sich auch diametral von derjenigen unterscheidet, die die Rechten in Italien alljährlich vorbringen, um den Gedenkveranstaltungen fernzubleiben.

Dem Einwand der STF wäre ganz grundsätzlich entgegenzuhalten, dass es sich trotzdem durchaus lohnt, dem historischen Ereignis der Befreiung zu gedenken, wie wenig ernsthaft anschließend auch ein tatsächlicher Bruch (und wie sehr hingegen in vielerlei Hinsicht ein nahtloser Übergang) stattgefunden hat.

Warum die Kritik der STF jedoch auf sie zurückfallen muss, ist aber die Heuchelei, mit der sie anderen Heuchelei vorwirft: Wer sich mit deutschnationalen Burschenschaften trifft, unbeirrt zum Wiener Akademikerball tanzt, die Identitären verehrt und an rechtsextremistischen Vernetzungstreffen teilnimmt, hätte vor der eigenen Haustür genug zu tun.

Siehe auch:

Faschismen Geschichte Ortsnamen Politik | Faschistische Relikte Geschichtsaufarbeitung | | | Italy Südtirol/o | STF | Deutsch

Notre Dame und die Kohärenz.
Quotation 540 // Ein Hilfeschrei

Im Zusammenhang mit dem dramatischen Brand an der Notre-Dame-Kathedrale von Paris hat der Journalist und Politiker David Grosclaude (Partit Occitan) in seinem Blog eine beachtete »Reflexion über den Fetischismus derer, die nicht verstanden haben, dass materielles und immaterielles Kulturgut der selben Rücksicht und der selben Achtung bedürfen« veröffentlicht, woraus ich hier zitiere:

Das materielle Erbe ist nichts ohne das immaterielle. Ohne die Worte, die es begleiten, ohne das Wissen, das sich in ihm verbirgt und das es in Bewegung gesetzt hat, ist ein Monument nichts anderes als ein Haufen Steine.

In dieser Hinsicht waren die Tränen und die Aussagen gewisser Persönlichkeiten während jenes Abends unerträglich. Einige von ihnen lassen täglich Kathedralen und Monumente unseres Erbes vernichten, ohne etwas zu sagen. Es passiert sogar dass sie auf die Glut blasen.

Sie sind Opfer eines Fetischismus, der dazu führt, dass sie vergessen, dass das immaterielle Gut genauso wichtig ist, wie das andere. Beide entwickeln sich im Laufe der Zeit, passen sich an, erleiden Schmähungen, Unfälle, Gewalt: doch wir sollten die gleiche Rücksicht auf sie nehmen. Das ist nicht der Fall.

Die vernichteten Kathedralen, die brennenden Schlösser, die Schätze, die in Rauch aufgehen sind nicht immer jene, die man mit einer Eintrittskarte und dem Smartphone in der Hand besuchen kann.

Wenn uns Mélenchon, Macron, Hollande, Fillon, Sarkozy und die anderen an ihren Emotionen über den Verlust, den der Brand von Notre Dame darstellt, medial teilhaben lassen, kann ich nicht anders, als ihre Unfähigkeit zur Kohärenz zu bedauern. Ich kann nicht vergessen, dass das dieselben sind, die schweigen (oder sich gar freuen), wenn die Kulturmonumente, die unsere Sprachen sind, Schritt für Schritt mangels Achtung und Rücksicht — von einer Politik, die die sprachliche Vielfalt zerstört — vernichtet werden. Dabei sind das Monumente, die so gut es geht Jahrtausende an Historie, Millionen Seiten Literatur und Millionen Tage der Menschheitsgeschichte in sich tragen.

Sie haben aber einen Makel: Sie brennen nicht in einem Mal vor dem Auge einer Kamera ab. Das sind Monumente, die in Stille einstürzen, unterhöhlt werden und sterben.

Selbstverständlich wird man Notre Dame wieder aufbauen müssen, wie man es mit jedem anderen Monument dieser Bedeutung, das gebrannt hätte, auch hätte tun müssen; doch es ist auch Kohärenz gefragt. Das materielle und das immaterielle Erbe vermischen sich.

Die baskische, die korsische, die bretonische, die okzitanische, die katalanische Sprache, die Sprachen der amerikanischen Ureinwohnerinnen, die der Kanakei, die kreolischen Sprachen usw. sind ebenfalls brennende Kathedralen.

Ich habe zum Brand in Paris das Wehklagen derjenigen vernommen, die uns noch vor einigen Tagen, Wochen, Jahren erklärten, dass der Einsturz unserer sprachlichen Kathedralen Schicksal sei und vielleicht sogar gut für den Fortschritt der Menschheit; jedenfalls aber, dass man dabei [untätig] zusehen müsse.

All jene, die nichts für das immaterielle Erbe gemacht haben und die politischen Mittel gehabt hätten, etwas zu tun, haben sich zum Brand von Notre Dame geäußert — von rechts und von links. Seit Jahren versprechen und reden die einen wie die anderen von kultureller Vielfalt, ohne irgendetwas zu tun. Und wenn sie etwas machen, dann immer nur für das, was weit weg ist und exotisch erscheint. Humanismus für den externen Gebrauch, aber nie irgendwas für das, was sie vor der eigenen Nase haben. Dabei müssten sie wissen, dass die Steine keinen Wert haben, außer durch die Geschichte, die sie geschnitten und gezeichnet hat, und durch die Frauen und Männer, die sie erwähnt, benannt, erläutert haben.

Notre-Dame de Paris hätte, auch wenn zur Gänze zerstört, unter der Feder von Victor Hugo weitergelebt, Quasimodo und Esmeralda hätten weiterhin den Geist der Literaturliebhaberinnen bewohnt und damit das Gebäude am Leben erhalten, mit all den anderen, die etwas darüber geschrieben haben.

Übersetzung:

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