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+++ Aktuell: Rasender Wahlkämpfer gesichtet.

Am heutigen Abend gegen 19.00 Uhr fuhr ich auf der Brennerautobahn nordwärts zwischen Bozen und Brixen ungefähr mit den vorgeschriebenen 110km/h. Da wurde ich plötzlich von einem dunklen Mercedes mit dem auffälligen Kennzeichen PC-ZS0LH überholt — einem eilig wahlkämpfenden Landeshauptmann, über jegliches Gesetz erhaben. Da habe ich mich kurzentschlossen für einige hundert Meter an die Stoßstange des Fürsten gehängt und eine Geschwindigkeit von rund 130km/h gemessen. Dies natürlich anhand meines ganz normalen Tachos.

Ja, ich gestehe es: Aus niederen »journalistischen« Gründen habe ich mich mal eben strafbar gemacht. Asche auf mein Haupt!

Doch andererseits: Wenn der erste Mann im Land nicht mit gutem Beispiel voranfährt! Wen wundert es da, dass er seinem Volk von Rasern und Lenkern nichts besseres zu schenken weiß als freie Fahrt ohne Blitzer?

Ich jedoch finde es eine Frechheit, dass der Landeshauptmann — mit Steuergeld unterwegs — derart lässig mit Gesetzen umgeht. Gesetze, die auch er erlässt, und die wir dann brav einhalten sollen. So nicht, Herr Präsident!

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32 replies on “+++ Aktuell: Rasender Wahlkämpfer gesichtet.”

oh meine güte… der artikel ist eher peinlich als sonst was. 130 km/h laut einem normalen europäischen tacho sind in realität ca. 120 km/h. also wären das ca. 109% der erlaubten geschwindigkeit. ab 140 reellen km/h, also ca 127% der erlaubten geschwindigkeit, könnte man von raserei sprechen. und zudem reden wir hier von einer autoBAHN und nicht einer überLANDstrasse.

wie gesagt ich bin nicht mehr oft im vinschgau aber praktisch immer wenn ich wochenends dort bin sehe ich die carabinieri oder die gdf am (zb graun bushaltestelle, mals bushaltestelle, spondiniger kreuzung, laaser gerade, lourdeskirche laas, schlanderser ost-kreisverkehr, kreuzung industriezone vetzan, goldrain bushaltestelle, kastelbell obstgenossenschaft, tschars etztaler cafe, schnalserhof parkplatz und schnalstal einfahrt, rabland zentrum usw usf…) oder zb erst letztens: der versteckte radar in richtung prad (ja noch vor dem 70er schild) bei der tankstelle in eyrs (wo natürlich kein fussgänger mehr gefährdet ist [kein trottoir vorhanden weder noch ein haus], da dort die ortschaft AUFHÖRT und die leute auf 70 beschleunigen anfangen)…

ich weiss nicht in welchem land du lebst, aber südtirol wirds wahrscheinlich nicht sein. so langsam geht mir deine verdrehte darstellung südtirols als das “raserparadies” mächtig auf den keks, denn es gibt auch noch leute welche diesen schwachsinn für bare münze nehmen und deine empörung allzu ernst nehmen. bleib auf dem boden.

Versteckte Blitzer gibt es in Italien — und damit auch in Südtirol — schon seit einiger Zeit nicht mehr. Radargeräte müssen mit fetten Schildern angekündigt werden, die selbst die Polizei aufstellen muss, wenn sie mit einem mobilen Gerät misst. Im Grunde verkommen die Kontrollen so zu einer Lachnummer.

In der Schweiz, wo du dich aufhältst, wird da schon ganz anders vorgegangen (siehe hier und hier).

All’epoca dei fatti (e fino all’agosto del 2007 quando il vizio è stato sanato con l’aggiunta di nuovi cartelli in forza del decreto Bianchi) nella zona erano sistemati solo cartelli con caratteri che non raggiungevano i tre centimetri di altezza. L’avvocato Gennaro Romano ha sostenuto di non aver visto i cartelli che segnalavano il radar e, dunque, di non essere stato posto nella condizione di rallentare in tempo utile. La prova sul campo gli ha dato ragione: le lettere sono state considerate troppo piccole per essere lette a 50 chilometri all’ora, mentre – in applicazione del codice della strada – avrebbero dovuto essere di almeno 5,21 centimetri come il legale ha puntualmente chiarito, con complicati calcoli, in una dettagliata memoria. Risultato: il giudice, a sorpresa, ha accolto la tesi di Romano aprendo la strada ad altri ricorsi in appello di quegli automobilisti multati quando ancora – sulla statale – non erano stati installati i nuovi cartelli blu in forza del decreto dell’agosto dell’anno scorso.

http://trentinocorrierealpi.repubblica.it/dettaglio/Egna-sconfitto-lautovelox-del-terrore/1510553

Nochmal:

»di non essere stato posto nella condizione di rallentare in tempo utile«

Wie kann jemand in einem Rechtsstaat erfolgreich argumentieren, er habe nicht verlangsamen können, da er nicht gewusst/gelesen hatte, dass da ein Radar steht? Sollte man eigentlich nicht schon wegen dieses rot umrahmten, runden Schildes mit der schwarzen “50” verlangsamen?

Muss ich meine Steuern auch nur zahlen, wenn mir die Finanzpolizei rechtzeitig mitgeteilt hat, dass mir in diesem Jahr eine Kontrolle ins Haus steht? Was ist das für eine schiefe Logik?

in deinem letzten punkt muss ich dir recht geben. ich stelle aber die frage wo man diese aufstellt: am ende einer ortschaft wo praktisch jeder beschleunigt, da das trottoir zu ende ist und auch kein haus mehr in sicht ist und die strasse sogar übersichtlich ist und es keinen ersichtlichen grund gibt die 50 beizubehalten; oder ob er dort aufgestellt wird wo er durch seine einschüchternde wirkung menschenleben retten kann wie zb. im dorfkern / nähe dorfkern (zb algund), so was würde ich voll und ganz unterstützen, auch ohne jegliche ankündigung, dass 30er zonen strikt eingehalten werden und die toleranzwerte innerorts wie in der schweiz stark runtergeschraubt werden – zb in einer 30er zone 50 oder in einer 50er zone 75 fahren bedeutet führerscheinentzug ohne verwarnung beim ersten mal und zugleich eine empfindliche geldstrafe, aber diese auch an dem einkommen/vermögen gemessen.

aber nur an heiklen punkten wie z.b. kindergarten, krankenhäusern, schulen, bürgerheime usw sollten diese geräte aufgestellt werden, damit man auch für die sicherheit an diesen orten AKTIV etwas getan hat. aber den kasten so aufstellen wie zb in eyrs ist pure abzocke und sonst GAR NIX anderes. damit hat man nichtmal im besten fall einem käfer das leben gerettet sondern nur die gemeindekassen wieder mal gefüllt.

und zudem vergisst du, dass in keinem anderen europäischen land die sog. ordnungshüter die möglichkeit haben, eine strafe für “gefährliche geschwindigkeit” nach gutdünken auszuteilen, welche auch recht lebhaft von unseren carabinieri genutzt wird.

solche subjektivität würde in der schweiz nicht toleriert werden. nach wie vor aber habe ich bei weitem weniger kontrollen in der schweiz und österreich zusammen erlebt als in südtirol. und in ch/at weiss praktisch jeder wo die fix installierten radargeräte stehen und wenn nicht, fährt jeder so dass er mit einer relativ niedrigen geldstrafe davon kommen würde, ist das effektiv? da ist es effektiver an x-beliebigen tagen und strecken eine alfa mit 2 carabinieris an den strassenrand zu stellen, das macht mehr eindruck als ein blechkasten und man denkt sich öfter “oh, hier könnten sie stehn”.

Wo du die Radargeräte gesehen hast, kann ich schwer beurteilen. Die Statistik — und im Übrigen auch meine eigene Erfahrung, aber die ist genauso wertlos wie deine — spricht eine andere Sprache. Vielleicht hast du in CH/A weniger Geräte gesehen, weil sie besser versteckt sind (und sein dürfen) als hierzulande.

Dass vor allem an heiklen Punkten gemessen werden sollte, damit bin ich einverstanden. Grundsätzlich soll aber die Möglichkeit bestehen, dem Raser überall mal unerwartet auf den Zahn zu fühlen.

ich weiss nicht ob wir uns richtig verstanden haben, ich denke dass viele carabinieris am strassenrand / kreuzungen auch ohne radar aber dafür mit der fragwürdigen möglichkeit, jedem eine strafe für gefährliche geschwindigkeit zu geben, die abschreckendere wirkung hat als blechkästen deren position man schnell kennt und man einfach runterbremsen kann.

ja es ist ein witz dass radargeräte hierzulande ausgewiesen werden müssen. aber schaut man sich an wo die (vinschger) gemeinden die blitzkasten/mobilen radars auf/hinstellen (also bis auf in algund jene) finde ich die beschilderung der kasten trotzdem besser. die zügellosigkeit der gemeindehengste kennt bei uns ja keine grenzen.

es geht primär nur ums abzocken. konnte man auch sehr gut beobachten als viele vinschger gemeindepolizeien einen mobilen radar erhielten – keineswegs an sensiblen stellen aufstellen sondern genau an den stellen wo der kriechverkehr in normalverkehr (also beim verlassen der ortschaft) übergeht, da kann man auch richtig schön abzocken und rechtlich ist man ok und die moral interessiert niemand wenn der rubel rollt. vielleicht hat man mal den radar in der nähe eines zebrastreifens gesehn aber das sind ausnahmen, in erster linie wird es, gleich wie parkgebühren, als geldmaschine verwendet, natürlich mit den immer heuchlerischen ausreden.

übrigens wird im ticino zur zeit drüber debattiert ob man, gleich wie in italien, die blitzkasten (es gibt 10 fix montierte im tessin) markieren soll oder nicht, dann der kanton hat kein reales raserproblem und die kästen dienen (mittlerweile so gut wie unumstritten) hauptsächlich fürs abzocken, da der überwiegende grossteil der geblitzten zwischen 5-10 km/h zu schnell waren. zudem möchte man gleich wie die gemeinde pully im kanton waadt, kommende kontrollen auf der strasse im internet ankündigen. die motion wurde von einem fdp’ler eingereicht und hat anscheinend gute chancen durchzukommen.

scheinbar sind die einzigen die gegen eine kennzeichnung der kästen sind die lega dei ticinesi und die svp – aber nur weil sie die kästen komplett abgeschafft haben wollen. ok, die lega ist (auch dank bignasca und seinem ellenlangen strafregister) fast schon indiskutabel.

im kanton zürich zum beispiel stellen diese kästen eine sehr sehr grosse einnahmequelle dar, aber auch dort sind es hauptsächlich die 5-10 km/h welche den grossteil der bussen ausmachen. man kann nur sehr bedingt von erhöhung der verkehrssicherheit reden. die tatsachen sprechen franken.

entschuldigung, hatte vergessen: natürlich ist die sp dagegen. aber einer derart eu-nahen und verstaatlichungssüchtigen partei schenke ich keine allzu grosse beachtung.

5 bis 10 km/h klingt nach Bagatell. Im Ortsbereich entscheiden geringe Geschwindigkeitsüberschreitungen von 10 km/h bis 15 km/h bei einem Unfall mit einem Fußgeher bzw. Radfahrer über Leben und Tod.
Während z.B. ein Auto bei 30 km/h noch vor dem Zebrastreifen anhalten kann, wird der Fußgeher bei 45 km/h auf der Höhe des Zebrastreifens noch mit 15 km/h erfasst. Dies bedeutet schwere Verletzung oder Tod.
Noch kritischer sehen geringe Geschwindigkeitsüberschreitungen bei höherem Geschwindigkeitslimit aus. Beispiel: Limit 50 km/h, Geschwindigkeit 60 Km/h.
Aus diesem Grund ist ein Mischverkehr zwischen Fußgeher, Radfahrer und Auto nur bis zu Geschwindigkeiten von 30 km/h unproblematisch. Danach müssen Fahrspuren entflechtet werden. Deshalb machen flächendeckende Tempo 30 Zonen im Ortsbereich und Städten auch so großen Sinn, wenn sie danach auch respektiert werden. (und dies ohne Wenn und Aber)
Die wichtigste geschwindigkeitsreduzierende Maßnahme wären intelligente architektonische Straßenraumgestaltungen. Mit anderen Worten. Wenn es physisch beinahe unmöglich ist schneller als 30 Km/h durch ein Ortszentrum zu fahren, dann benötige ich auch weniger Kontrollen, da ich das Ziel ja anderwertig erreicht habe.
Dies ist aber genau der Punkt den unsere freiheitsliebenden Autofahrerparteien mal beantworten müssen. Geht es ihnen um weniger Kontrollen? Darüber kann durchaus diskutiert werden, wenn das Ziel mit anderen Methoden erreicht wird. Die massiven Wiederstände gegen jeden liegenden Polizisten und jede Fahrbahnverengung von seiten der Autofahrerverbände weisen aber in eine andere Richtung.
Ergo: sich als Opfer wegen Geschwindigkeitskontrollen aufspielen, aber rein gar nichts zur Lösung eines reelen Problems unternehmen (exorbitant hohe Opferzahlen aufgrund von Raserei) ist Heuchelei.

Das Kavaliersdelikt ist spätestens beim Landeshauptmann und seiner Vorbildfunktion keines mehr. Eventuelle Strafen werden wahrscheinlich auch noch mit Steuergeldern bezahlt.

“und zudem vergisst du, dass in keinem anderen europäischen land die sog. ordnungshüter die möglichkeit haben, eine strafe für ”gefährliche geschwindigkeit” nach gutdünken auszuteilen, welche auch recht lebhaft von unseren carabinieri genutzt wird.
solche subjektivität würde in der schweiz nicht toleriert werden.”

auch hier in der schweiz sieht die strassenverkehrsordnung diese möglichkeit vor. deswegen passen sie auf beim fahren !

ansonsten glaube auch ich, dass die enorme freiheitseinschränkung der autofahrer in südtirol nicht als volldemokratische entscheidung bezeichnet werden kann sondern eine welche eher einer diktatur der mehrheit gleicht.

Erzähl mal auf welche “enorme Freiheitseinschränkung” du dich beziehst! Ich kenne kein europäisches Land außer Italien in dem so respektlos gefahren wird und werden darf wie in Südtirol.

ok, ganz konkret:
geschwindigkeitsbegrenzungen wie 50 oder 70 kmh ausserhalb der ortschaft auf einer erstrangigen übersichtlichen freilandstrasse ohne ausweichmöglichkeiten sind für mich eine enorme einschränkung meiner persönlichen freiheit als autofahrer.
noch schwieriger zu akzeptieren wenn auf vielen dieser strassen noch vor einiger zeit 90 kmh galt.

wahrscheinlich würde ich eine solche einschränkung sogar in Kauf nehmen wenn ich beobachten könnte, dass mein opfer einen angemessenen nutzen mit sich bringt. jedoch ist es so, dass eine kosten-nutzen rechnung so mancher geschwindigkeitsbegrenzung ein tief negatives ergebnis hätte.

dieses jahr habe ich insgesamt bereits über 1.000,- an verkehrsstrafen bezahlt. meine persönlichen präferenzen sind so gelegt, dass es für mich “rationaler” ist für strafen als für die einhaltung zu optieren. eine geringere einschränkung würde ich jedoch befürworten.

Die persönliche Freiheit als Autofahrer ist immer abzuwägen gegen die persönliche Freiheit der anderen, unversehrt nach Hause zu kommen. Da lob ich mir jemanden, der gern sein Geld in Strafen investiert — was wiederum zeigt, wie sinnvoll es ist, ein paralleles Punktesystem zu haben, das im Notfall zum Einzug des Lappens führt.

Für meine unmittelbare Umgebung kann ich nur sagen, das meinem Urteil nach so gut wie alle Geschwindigkeitsbeschränkungen und Überholverbote gerechtfertigt sind, obwohl das für einen Auswärtigen nicht immer auf den ersten Blick nachvollziehbar ist. Weil es etwa unerwartete Kreuzungen gibt, weil auf einer gewissen harmlos aussehenden Strecke in Vergangenheit besonders viele Unfälle passiert sind, weil eine Stelle unübersichtlicher ist als man meint, weil Landwirstschaftsmaschinen unterwegs sein können. Oder schlicht um den Verkehr (Ein- und Ausfahrten) flüssiger zu machen. Im Grunde kann man sagen, dass eine sinnvolle Beschränkung umso wichtiger ist, je weniger dem nicht ortskundigen Autofahrer bewusst ist, dass sie nötig ist. Dass es dann Leute gibt, die lieber Strafe zahlen, als solche Limita zu beachten, ist eine große Gefahr.

Im Übrigen wird es schon einen Grund dafür geben, dass in Deutschland eine starke statistische Relevanz zwischen Punktestand und individuellem Unfallrisiko nachgewiesen wurde.

“Die persönliche Freiheit als Autofahrer ist immer abzuwägen gegen die persönliche Freiheit der anderen, unversehrt nach Hause zu kommen.”

genau so ist es. dies sind die bestandteile der kosten-nutzen rechnung welche zur ermittlung der geschwindigkeitsbegrenzungen herangezogen werden müssten.
die bewertung der einzelnen komponent muss jedoch technisch nicht ideologisch erfolgen. dies findet im moment nicht statt.

ja und damit nicht genug… es gibt sogar noch welche hirnverbrannte gemeinderatsmitglieder so einiger gemeinden die tatsächlich (sic!) 30 kmh abschnitte auf der staatsstrasse durch den vinschgau wollen. achja und um das zu kontrollieren sollten natürlich, wie zb in einer 2’000 einwohner gemeinde, gleich 3 blitzkästen aufgestellt werden.

was ich mich oft schon gefragt habe, ist es die ignoranz oder nur die arroganz? kann man sich wirklich einbilden durch totale behinderungspolitik des verkehrs kann man ihn einschränken? reicht das hirnschmalz nicht, um sich auszurechnen dass es dem urlauber der höchstens 2 mal im jahr durch das tal fahrt (also runter und wieder rauf) ziemlich egal sein wird ob er jetzt im stau bzw kriechverkehr steht, er lebt ja nicht da und wie gesagt es passiert 1 bis 2 mal im jahr und er denkt sich hauptsache die brenner maut gespart. dann kommt noch hinzu dass alles was sich irgendwie schneller als ein mensch fortbewegen kann auf der chronisch überforderten strecke schluderns – töll (inkl. traktoren in tunnels) reinzwängt und das als sein gottgegebenes recht versteht (wir zahlen ja auch steuern dafür – obwohl sie es nicht tun sondern die autofahrer alleine die kosten tragen), so auch zb. die ganzen radfahrer die der welt zeigen müssen wie durchtrainiert und welch harte knochen sie sind weil sie lieber auf der staatsstrasse fahren als auf dem millionenteuren radweg der praktisch durch den ganzen vinschgau gebaut wurde. jetzt hat auch noch die äpfelsession wieder angefangen, wenn man von meran bis nach schlanders fahren möchte kann man unter tags mit gut 1 stunde rechnen (. was einem zu denken gibt wieso denn die bauern die (natürlich mit steuergeldern bezahlten) geteerten wiesenwegen nicht benutzen und sich vorbildlich überhaupt nicht am gesetz halten hinter sich bildende autokolonnen (> 4 autos) bei der ersten gelegenheit passieren zu lassen. aber je nach arroganz des bauern erlaube ich mir auch kleine “scherze und vergeltungen”, wie zb traktor überholen und mit 5kmh ihn ausbremsen, oder wenn man einen der grossen kolonnenführer entgegenkommen sieht, einige zeit auf der gegenspur fahren bis er anfängt mit den händen zu fuchteln und zu fluchen… aber hey, wir sind ja hier zuhause uns gehört das alles wir dürfen alles.

in ch gibt es kein punktesystem und trotzdem haben sie nicht gravierende raser-probleme, vielleicht wird es auch zu wenig in den medien gepusht dass eine panik durchs volk gehn würde – was aber nicht ist kann ja noch sein.

die strafen sind ca. gleich hoch wie in südtirol, die eine höher die andere tiefer. was sozusagen ungerecht ist, da man in ch doch ca. das doppelte für die gleiche arbeit bekommt, bei zugleich niedrigeren lebenshaltungskosten.

und je nachdem wer man ist und wie gut sein vitamin b ist, hat man auch bei raserei mit darauffolgendem unfall und einem jungen toten menschen keine allzu grossen probleme, wie sich vor nicht allzulanger zeit bei einem vinschger wirt gezeigt hat.

ich sch**sse sowieso auf südtirol und seiner (für derart katholisch geprägten gegenden geradezu dogmatischen) bigotterie und doppelmoral. jeden tag glaubt man man befindet sich mitten in einem wettkampf, der olympiade der scheinheiligkeit und gespielten frömmigkeit und inszenierten menschlichkeit – niemand hat laster, niemand tut was schlechtes, alle denken positiv, menschenfreundlich und alle sind die besten in allem und korruption ist was gutes solange sie den einheimischen hilft, denn in dem fall ist es gar keine korruption.

glaubt nicht ich fantasiere oder will das so sehen weil ich selbst so gestrickt wäre, ich habe es leider oft erlebt, sogar vielfach in der (hauptächlich im vermögenden part der) verwandtschaft die in der öffentlichkeit ein image als gute tiroler und katholiken geniessen, sich aber wegen ein paar lächerlicher tausend euros gegenseitig ins grab bringen würden und sich schon des öfteren gegenseitig ausgespielt haben, angefangen vom einfachen permanenten geschleime bis hin zur ausgeklügelten manipulation durch intrigen – und es ging praktisch immer nur um geld oder grund (meistens erbschaftsgeschichten).

habt ihr euch aber jemals gefragt warum bei uns soviel kontrolliert wird? auch in firmen, restaurants oder wie zur zeit bei den äpfelklaubern? in erster linie ganz einfach weil wir ein volk von doppelzüngigen denunzianten sind die ihrem gegenüber nichtmal das weisse in den augen gönnen aber zugleich genau diesem beteuern wie gerne wir ihm alles gute gönnen (ja, ich weiss es gibt die ausnahmen) – vor wir rom für diesen zustand verfluchen, sollten wir uns selber verfluchen, aber das will ja niemand hören, wir im heiligen landl sind ja auch ganz automatisch alle heilig weil wir ja hier geboren wurden.

und nur um es klarzustellen: das ist meine persönliche meinung die durch meiner persönlichen erfahrung entstanden ist. wer beleidigende oder glaubensverletzende stellen findet kann sie gerne behalten.

@ B.-

Wie gesagt, wenn ich die Beschränkungen in meiner unmittelbaren Umgebung betrachte, dann kann ich eindeutig feststellen, dass sie in so gut wie allen Fällen angebracht und richtig sind.

Womit jedoch sehr oft großes Schindluder getrieben wird, das sind Geschwindigkeitsbeschränkungen im Baustellenbereich. Anders als im benachbarten Ausland hat man i. d. R. den Eindruck, dass da ein beliebiges Schild hingeknallt wird, nur weil es gerade zur Hand ist. Das können dann auf einer vielbefahrenen Landstraße ohne große Beeinträchtigungen schon mal 10 oder 20km/h sein. Lädt nicht gerade dazu ein, die Schilder ernstzunehmen.

@ wiesion:

in ch gibt es kein punktesystem und trotzdem haben sie nicht gravierende raser-probleme, vielleicht wird es auch zu wenig in den medien gepusht dass eine panik durchs volk gehn würde – was aber nicht ist kann ja noch sein.

Vielleicht wird aber auch nur straff kontrolliert — wie ich selbst in 6 Jahren Schweiz erleben durfte!?

“Wie gesagt, wenn ich die Beschränkungen in meiner unmittelbaren Umgebung betrachte, dann kann ich eindeutig feststellen, dass sie in so gut wie allen Fällen angebracht und richtig sind.”

bereits beim ersten mal habe ich das gelesen …

ja wir können das thema auch nach stammtischmanier behandeln. dann wird der auf dem barhocker neben ihnen sitzende mit einem bier in der hand entgegnen, dass er der meinung ist die beschränkungen in seiner unmittelbaren umgebung sind in so gut wie allen fällen übertrieben und falsch.dann wird es so weiter gehen bis jeder im gasthaus sitzende seine subjektive wahrnehmung preisgegeben hat.
die geschwindigkeitsbegrenzungen haben aber eben nicht wie laut ihrer aussage subjektiv demokratisch bestimmt zu werden sondern müssen wie jede soziale regulierung – und jetzt wiederhole ich mich – nach harten technisch/statistischen kalkulationen in der kosten-nutzen rechnung bestimmt werden.

warum führt die demokratie in dieser sache zu nicht-effizienten ausgängen: weil die individuen die risiken nicht abschätzen können und deswegen nicht korrekt bewerten und folglich zu falschen regulierungsmaßnahmen greifen welche zu einem sozialen wohlfartsverlust führen.

mit dem “kleinen” unterschied von 109% und 204% der erlaubten geschwindigkeit und ganz zu schweigen von der schlechten witterung.

landesluis mit 120 statt 110kmh auf autobahn (auch noch wahrscheinlich gute witterung, oder pérvasion?) und haider mit 143 statt 70kmh auf nasser landstrasse. das eine reicht knapp zum marginaldelikt, das andere ist regelrechter wahnsinn.

ich selber bin kein fan vom landesluis und seiner politik, aber der versuch ihn anhand derartiger bagatellvergehen zu diffamieren ist wirklich niederträchtig.

ps: “über die toten nur gutes” sagt ein altes sprichwort; aber haider’s unfalltod war das resultat blanker raserei und nichts anderes.

na, als ich mit 110 unterwegs war, wurde ich vom Landesluis überholt … der war mindestens mit 140 unterwegs, wahrscheinlich noch mehr. Würde ich regelmäßig so schnell fahren, würde ich irgendwann eine saftige Strafe bekommen, der Landesluis aber bekommt nie eine, weil seine Kenntfafel (“Ziviilschutz”) alles erlaubt.
Das Prinzip der Gleichheit vor dem Gesetz ist also beim Luis aufgehoben, und das ist kein “Bagatelldelikt”.

die pc targa für politiker ist wieder ein kapitel für sich. 10 kmh übertretung auf der autobahn sind und bleiben aber eine bagatell. wie ich vorher schon gesagt hatte, ab 140 kann man schon von raserei sprechen.

Es hat ja seine Gründe warum sich bestimmte Politiker sosehr über jede Radarkontrolle aufregen. Ich glaub, dass diesen Personen diesbezüglich auch jedes Problembewusstsein fehlt.
Ein kleines Detail am Rande: hab heute mittag erfahren, dass die Grünen die Installation des “autovelox tutor” Systems, das auf etlichen italienischen Autobahnen schon sehr gut funktioniert, für die Brennerautobahn beantragt haben. Bei diesem System wird auf gesamten Autobahnabschnitten die Durchschnittsgeschwindigkeit von allen Verkehrsteilnehmern gemessen. Sollte jemand nur kurzfristig geringfügig die Geschwindigkeit überschreiten passiert nichts, sollte jemand notorisch Rasen, entwischt er diesem System nicht mehr. Auf den Autobahnabschnitten auf denen dieses System schon läuft sind die Unfälle und die Unfalltoten signifikant gesunken.
Anscheinend soll sich unser LH zum Vorschlag der Grünen folgendermaßen geäußert haben “brauchen wir nicht”.
Das sagt eigentlich alles zu diesem Thema. Dass jeder km/h der auf der Brennerautobahn zu schnell gefahren wird, für das Eisacktal ein Mehr an Lärm- und Schadstoffemissionen bedeutet sei nur am Rande erwähnt.

Die Autoindustrie trägt direkt und indirekt auch massiv zur Raserei bei. Hohe Geschwindigkeiten werden im Autoinneren heute gar nicht mehr als solche wahrgenommen. Die dabei suggerierte Sicherheit existiert aber ab gewissen Geschwindigkeiten nicht einmal in dicken Karossen.

NB: ich finde es eigentlich lächerlich, dass man bei jährlich 50.000 Verkehrstoten in der EU über das Thema Raserei derartige Diskussionen führen muss. Aber das letzte “Wildwest Biotop” scheint noch recht immun zu sein gegen wissenschaftliche Erkenntnisse.

”autovelox tutor” Systems

ja, funktioniert, aber es wird nur teilweise eingeschaltet, weil sonst so viel Strafzettel anfallen, dass der Verwaltungsaufwand für die Ausstellung der Strafen zu groß wird.

Freilich, man bräuchte so ein System.

ja für das system könnte man auch mich gewinnen :-)
aber ich glaube der grund warum die nicht den ganzen tag laufen dürfen liegt eher im datenschutz oder täusche ich mich (die daten werden ja von jedem auto gespeichert oder, von a nach b in der und der zeit)?

zudem würde es mich wundern dass italien einmal sagen würde der verwaltungsaufwand von irgendwas würde den nutzen von irgendwas übersteigen, da man ja nichts lieber macht als mit steuergeldern um sich zu werfen und vorzüglich die eigenen bürger abzockt ;-) (was in diesem fall sogar nur bedingt stimmen würde)

jeder kann entscheiden langsam zu fahren oder schnell mit strafe.
in dieser hinsicht ist durnwalder wohl so gleich vor dem gesetz wie jeder andere.
die strafen zahl er ja selbst.

niwo hat mich (bereits vor mehreren Tagen) gebeten, diese Unterlagen zu veröffentlichen:

Tabelle Abstimmungsverhalten.
/ = abwesend | a = enthalten

Das ist das Abstimmungsergebnis des Regionalrats zu einem Beschlussantrag der Grünen (am 16.9.2008), die darauf abzielten, auf der Brennerautobahn das »Tutor-System« einzuführen. Geradezu beschämend das Stimmverhalten einiger Südtiroler Abgeordneter.

Im Anhang der Beschlussantrag und das amtliche Protokoll.

PDF Antrag. PDF Protokoll.

noch krasser ist eigentlich dass 31% abwesend sind… ist das standard?

wie soll auf der art die sowieso schon mehr schlecht als recht funktionierende “demokratie” überhaupt etwas zustande bringen wenn praktisch jeder dritte abgeordnete fehlt?

d.h. dass 31% der bevölkerung bei solchen abstimmungen nicht vertreten ist… und wieder viva la banana!

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