Kaufland-Petition.

Kaufland-Kampa.

Die Facebookgruppe »Ungarischsprachige Kunden Süd-Slowakei« hat sich mit folgender Bitte an gewandt:

Liebe Freunde, Liebe Südtiroler,

Wir bitten Euch um Unterstützung! Kaufland toleriert die Sprache der Minderheit in Komarno nicht.

Europa ist vielsprachig. Die Slowakei ist ein Vielvölkerstaat. KAUFLAND ist eine international tätige Handelskette, die die regionale Vielfältigkeit der Sprachen nicht respektiert. KAUFLAND verkörpert eine einsprachige Kommunikation, die die Sprache der Minderheiten ablehnt. In der Slowakei leben 508,000 ungarischsprachige Bürgerinnen und Bürger. Wir haben die Handelskette gebeten, in den Regionen, wo die ungarischsprachige Minderheit eine Mehrheit bildet, zweisprachige Beschilderungen zu benutzen und die Kunden in zwei Sprachen zu informieren. Kaufland lehnt diese Bitte ab.

Wir haben eine online Petition gestartet. Eure unterstützung wäre für uns sehr wichtig. Bitte untersützt unsere Petition mit einer Unterschrift.

http://www.ipetitions.com/petition/multilingual-kaufland-slovakia/

Vielen Dank,
Ungarischsprachige Kunden Südslowakei (Fontos Vagy Mozgalom)

unterstützt die Forderung von »Fontos Vagy Mozgalom« und bittet seine Leser, den kleinen Aufwand nicht zu scheuen, sich an dieser Petition zu beteiligen. Minderheiten sollten endlich auch zusammenarbeiten und gemeinsame Ziele verfolgen, so wie dies die etablierten Nationalstaaten bereits auf eine sehr effiziente Weise machen. Vielleicht kann das vorbildliche Engagement der Ungarn in der Slowakei auch ein Ansporn für uns Südtiroler sein, die wir diesbezüglich apathisch, untätig und kaum noch zu eigenem Engagement zu bewegen scheinen.

Discriminaziun Engagement Minderheitenschutz Plurilinguismo Verbraucherinnen | | | Social Media | | |

2 replies on “Kaufland-Petition.”

Hier ist der Text der Petition:

We, the undersigned customers hereby express our wish to have bilingual inscriptions in Kaufland shopping centers in southern Slovakia, to have Hungarian inscriptions as well besides the Slovak ones. Our request is in line with the principle of cultural diversity, with the value of mutual appreciation, with numerous international examples (among them with your company’s practice in Romania) and with the Slovakian Law on Use of Minority Languages.

This is why we cannot agree with your letter sent to the Fontos vagy! movement, in which you state that monolingualism does not insult ethnic groups, and that your customers are only interested in low prices, not in the language of the inscriptions. We think that the refusal of the Hungarian customers’ legitimate demands based on unfounded reasons is insulting, and reveals a perspective according which a certain group of customers is less valuable than others.

We also consider it degrading that you treat your customers as if their only interest was the price of your products. This view is not only mistaken, but it also violates the principle of human dignity.

We hope that you will soon change your position and instead of denigrating Slovakia’s minorities Kaufland will proceed by valuing customers belonging to a minority and respecting their identity. Until then we wish to spend our money at a service provider who respects the cultural values of our region.

Die Petition kann hier unterzeichnet werden.

Ich unterstütze die Ungarn in der Slowakei sehr gerne. Es wäre schön, wenn wir umgekehrt auch eine ähnliche Petition mit Unterstützung der Ungarn aus der Slowakei gegen die Aspiag auf die Beine bringen könnten, die sich beharrlich weigert, Verbraucherinformationen auch in deutscher Sprache anzubringen, obwohl in vielen Fällen das gleiche, bei uns nur italienisch beschriftete Produkt bei Interspar in Nordtirol mit zweisprachig italienisch-deutscher Beschriftung erhältlich ist. Es fehlt also, in der Südslowakei wie in Südtirol, nicht an den Sprachkenntnissen, sondern am guten Willen. Wir haben zumindest die Möglichkeit, unsere Einkäufe in Innsbruck zu tätigen, für die Ungarn in der Slowakei ist das schon viel aufwändiger.

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