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Kleiner Denkanstoß.

Wir dürfen nicht Illusionen wecken, die nicht realisierbar sind.

Peter Thun, Unternehmer

Ich weigere mich, zu akzeptieren, dass wir keine Träume haben dürfen und dass wir immer nur an den kleinen Stellschrauben drehen können, anstatt das große Ganze zu verändern.

Kathrin Hartmann, Journalistin und Buchautorin

Dieser Wortwechsel ist uns aus anderen Bereichen geläufig, doch in diesem Fall ging es — im Rahmen der Brixner Nachhaltigkeitstage (»think more about«) — um verträgliches Wirtschaften. Bei welcher Wortmeldung die anwesenden Nachhaltigkeitsbefürworter geklatscht haben, muss hier gar nicht ausgeführt werden. Nur ein Denkanstoß.

Siehe auch 1/ 2/ 3/

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8 replies on “Kleiner Denkanstoß.”

Dipende dai sogni. Io, per esempio, sogno un graduale depotenziamento delle logiche nazionali e la creazione di un contesto sempre più ampio per la realizzazione delle proprie peculiarità  individuali (il che significa: rendere gli individui più importanti dei gruppi ai quali essi appartengono). Per far questo non occorre puntare alla realizzazione di unità  territoriali più piccole di quelle esistenti. Occorre fare esattamente il contrario.

Per far questo non occorre puntare alla realizzazione di unità  territoriali più piccole di quelle esistenti. Occorre fare esattamente il contrario.

Die Träume unterscheiden sich interessanterweise gar nicht einmal so voneinander. Wer hier ein “dipende dai sogni” instrumentalisiert um einen Widerspruch zwischen “Traum nach mehr Nachhaltigkeit” und “Traum nach Unabhängigkeit” zu konstruieren, liegt eigentlich nicht auf der Linie einiger der namhaftesten Referenten der Brixner Nachhaltigkeitstage.

Niko Paech, Wisenschaftler und Vordenker der sogenannten Postwachstumsökonomie, erklärte in seinem heutigen Referat, dass ein Europa der Regionen die Resilienz erhöhen würde.
Starke Regionen würden die Toleranz gegen Störungen erhöhen.

Eine weitere interessante Aussage von ihm:

Demokratie hängt von der Gestaltbarkeit der Lebensumstände ab.

Fehlende Kompetenzen und zentralstaatliche Bevormundung verhindern die Gestaltbarkeit der Lebensumstände.

Der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit und der Wunsch nach Unabhängigkeit im politischen Sinne sind sich demnach wesentlich näher, als viele zugeben möchten.

il che significa: rendere gli individui più importanti dei gruppi ai quali essi appartengono

Das ist ein sehr moderner und meiner Ansicht nach kurzsichtiger Ansatz. Dieser Gedanke ist der Ausgangspunkt für die Entwicklung hin zur Entsolidarisierung und der Anfang vom Ende des sozialen Denkens. Das Ende vom Fahnenmast wäre die absolute neoliberale aus egoistischen Individualisten bestehende Welt. Das Mittel gegen eine solche Fehlentwicklung können nur Gemeinschaften bilden, die sich über gemeinschaftlich akzeptierte Elemente konstituieren. Diese Elemente können natürlich unterschiedlichster Natur sein, wie uns ein Blick in die Welt verrät. Idealerweise muss ein Gleichgewicht zwischen dem Stellenwert des Individuums und jenem der Gemeinschaft herrschen.

Sehr guter Kommentar. Kurioserweise wird im Zusammenhang mit Selbstbestimmung und Freiheit häufig von linksorientierten Kreisen die individuelle Selbstbestimmung und individuelle Freiheit betont, in wirtschaftspolitischen Diskussionen steht die individuelle Freiheit bei der Linken nicht besonders hoch im Kurs. Lesenswert, nicht aufgrund der nichtexistenten Qualität, in diesem Zusammenhang auch der aktuelle Leitartikel der ff, in dem Herr Mair die individuelle Freiheit betont und das Recht auf Selbstbestimmung innerhalb einer Demokratie quasi negiert, da dort ja die individuellen Freiheiten garantiert würden. Eine etwas merkwürdige Herangehensweise an das Recht auf Selbstbestimmung.

@ PV: Non necessariamente. Penso che il “legame sociale” possa essere ricercato anche attivando “appartenenze” non basate sugli elementi che portano alla fondazione di “stati” o “regioni indipendenti costruite in opposizione agli stati”. Penso che possano darsi legami sociali e rapporti di mutua solidarietà  anche in contesti cosmopoliti.

Als Unternehmer beherrscht Herr Thun vermutlich die Königsdisziplin Erwartungsmanagement, insofern kann sein Satz (den ich nicht im Kontext lesen kann) im Unternehmensumfeld absolut stimmig sein. Mir persönlich ist aber die Aussage von Kathrin Hartmann viel lieber.

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