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Ohne Grenze? Keine Autonomie.

Die patriotenfeindlichen Autonomiepatrioten halten den patriotischen und den unpatriotischen Unabhängigkeitsbefürwortern gern Vorträge zum Thema Grenze. Grenzen gebe es in Europa keine mehr, das wissen wir bereits, obwohl wir es weder spüren noch sehen. Am stärksten sind die Flüchtlinge damit konfrontiert, die an der nicht existenten Brennergrenze zurückgewiesen werden. Man könne in Europa keine neuen Staaten errichten, denn damit würden auch neue Grenzen entstehen — alte Grenzen sind besser als neue Grenzen, und: obwohl es keine Grenzen mehr gibt (aber nach wie vor Staaten) würde die Gründung neuer Staaten neue Grenzen entstehen lassen, sagen die unpatriotischen Autonomiepatrioten. Auch das war bekannt. Manche von ihnen versteigen sich zur Aussage, wenn es Grenzen gebe — was aber wohl nicht gesichert ist — dann müsse man sie abschaffen, voll und ganz. Das Gegenargument, dass wir dann Europa (Europa? die ganze Welt!) von einem Ort aus zentralistisch verwalten müssten, verfängt offenbar nicht. Das sind die Autonomiepatrioten — doch: Halt! Autonomie? Wer oder was ist wovon autonom? Können sie uns dies erklären, uns, den blauäugigen und unpatriotischen Unabhängigkeitsbefürwortern? Wie kann man ohne Grenzen, Verwaltungsgrenzen zumal, autonom sein? Wo fängt das autonome Gebiet an und wo hört es auf? Nein, Grenzen gibt es wirklich keine, Grenzen des Selbstbetrugs — denn ohne Grenze keine Autonomie.

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17 replies on “Ohne Grenze? Keine Autonomie.”

Die unpatriotische Unabhägigeitsbefürwortung, ein Ausdruck der wohl nur in deutscher Sprache zustandekommen kann, ist aber auch eine Form der Abgrenzung und nicht die eines Brückenbaus. Darin liegt das Paradox ihres Essays und ihrer Bewegung.
Die identitässtiftende Dimension eines regionalen Kulturraums kann jenseits einer politischen Selbstbestimmung als gewachsenes, evolutiv entwickeltes Gebilde verstanden werden, wofür es die supranationale Struktur der EU/Europa bedarf.
Daher ist es kontraproduktiv Populismus und gegenseitige Vorwürfe zu lancieren anstatt Solidarität und Kooperation in einem regionalen Umfeld zu suchen.

Auf gute Nachbarschaft!

Das Paradox meines Essays? Falls das nicht klar war: Nicht ich bin der, der Grenzen grundsätzlich ablehnt. Ich finde es sogar notwendig, mich ideologisch abzugrenzen.

Auch Nachbarschaft kann zudem nur gelingen, wenn es Nachbarn gibt — was per Definition einer »Grenze« bedarf.

ideologische “Abgenzung” definieren?
wie wäre es mit” Zugehörigkeitsempfinden”?

Ideologische Abgrenzung: Definition dessen

  • was die eigene politische Vorstellung umfasst und was nicht;
  • womit die eigenen politischen Vorstellungen, Ziele und Haltungen kompatibel sind und womit nicht;
  • welche politischen Ansichten akzeptabel sind respektive ab welchem Punkt sie bekämpft werden müssen.

Übrigens, du wolltest eine Definition — doch was ist das anderes als eine begriffliche Abgrenzung?

@Gabriele di Luca:
Confermo tutto. E`propio questo la domanda!

@pervasion a.k.a. Simon
Wenn das nicht klar war, ich wollte nicht wissen was eine ideologische Abgrenzung ist, sondern den Inhalt dieser, deiner Ideologie.
Das “Imigrationsproblem” hat eine Dimension die nur auf europäischer Ebene zu lösen ist. Der Brenner rapräsentiert in diesem Fall wohl die Gleichgültigkeit Deutschlands/des EU- Nordens gegenüber Italien.

Das ”Imigrationsproblem” hat eine Dimension die nur auf europäischer Ebene zu lösen ist.

Ganz genau, vor allem das Flüchtlingsproblem.

Der Brenner rapräsentiert in diesem Fall wohl die Gleichgültigkeit Deutschlands/des EU- Nordens gegenüber Italien.

Meiner Ansicht nach repräsentiert er die mangelnde Integrationswilligkeit der Nationalstaaten.

Scusa Simon, ma ti rendi conto che il bersaglio polemico di queste tue ricorrenti elucubrazioni è costituito soltanto da un paio di individui che discutono di limiti e confini un po’ così, tanto per fare? E anche se si tratta di politici o di opinionisti di un certo peso (ne esistono?) il discorso su limiti e confini è sempre approssimativo? Dunque perché insisti?

L’idea di un mondo “privo di confini” è risibile e fa il paio con quello di un mondo “senza differenze”. La vita stessa (sia quella organica che quella sociale) presiede alla produzione di differenze, e le differenze si esprimono mediante la costituzione di confini. Chi lo nega è un imbecille.

Quando però diciamo che non vogliamo “nuovi confini” diciamo un’altra cosa. Diciamo solo questo: a quale scopo introdurre ulteriori confini amministrativi se riteniamo maggiormente auspicabile un’estensione dello spazio amministrativo in modo da includere regioni confinanti? Proprio il caso dei profughi da te segnalato è indicativo. Come si governa meglio un fenomeno di quel tipo? Con uno spazio amministrativo ancora più frammentato o con uno spazio amministrativo più integrato e comunque più largo di quello attualmente esistente? Confini e limiti ci saranno sempre, quello che dobbiamo capire è se ci conviene stringerne o allargarne l’estensione.

Penso che i profughi se ne facciano gran poco di un allargamento dei confini — ovvero: che il confine si trovi al Brenner o a Borghetto o a Kufstein non cambia. Nello specifico e in generale oltre che di confini (amministrativi) dobbiamo parlare anche di sussidiarietà  — ed è fuori dubbio che un’unione di regioni di dimensioni contenute abbia un interesse maggiore ad approfondire l’integrazione continentale e a stabilire regole comuni per i rifugiati, che non gli odierni stati nazionali ancora attaccati a una concezione antiquata di sovranità  nazionale. Si potrebbe affermare che l’indipendenza regionale parallelamente ne aumenterebbe l’interdipendenza. [1] [2] [3]

Non ne aumenterebbe l’interdipendenza, o meglio: questo è tutt’altro che scontato. Basta vedere come al principio dell’autodeterminazione qui da noi vengano sempre e solo associate istanze di maggiore “chiusura” verso l’esterno, proprio e soprattutto in relazione alla tematica di chi viene da “fuori”, immigrati in primis.

und dann finden sich da auch noch stadler, le pen und konsorten als “vordenker”. dazu noch ein bisschen waffenlobby, homophobie und blut und boden ideologie. gepaart mit “entartung”:
zitat: “Walter Marinovic erläutert hier sehr schön mit Worten, was ein normal empfindender Mensch meist bereits mit einem Blick erkennen kann: Den Unterschied zwischen Kunst und Antikunst. Dieses Erkenntnisvermögen wird in der modernen »Diktatur des Hässlichen« konsequent ignoriert oder verteufelt, um Antikunst und Kunst gleichzusetzen und so die wahre Kunst zu erniedrigen und zu verdrängen.”

mehr muss man wohl nicht sagen.

imperialistischen und unterdrückerischen Tätigkeiten der USA in der EU

positiven Sichtweise gegenüber Russland

Die USA verbreiten seit Jahrzehnten Verschwörungstheorien gegen zig Länder, aktuell Russland

Wo sind denn bitte die unterdrückerischen Tätigkeiten der USA? Was sind den die Verschwörungstheorien gegen Russland? Wann bitte zeigte sich Schottland Russland freundliche? Sogar Salmond und co. sagen das Referendum war iO, sind die alle gekauft?

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