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Keine Antwort auf Hilfsangebot.

Vor wenigen Tagen hatte sich der Landeskommandant der Südtiroler Schützen, Elmar Thaler, sehr zurückhaltend über die Möglichkeit geäußert, dass seine Männer und Frauen sich an Hilfsmaßnahmen zugunsten der Flüchtlinge beteiligen. Doch glücklicherweise sehen das nicht alle Schützen so, zum Beispiel der Burggräfler Bezirksmajor Andreas Leiter-Reber. Schon am letzten Dienstag wandte er sich mit einer Mail (deren Wortlaut uns vorliegt) an die Sozialgenossenschaft Volontarius, die vom Land mit der Koordinierung der Hilfsmaßnahmen betraut wurde, um in Erfahrung zu bringen, ob und wie sich die Burggräfler Schützen sinnvoll einbringen könnten. Nachdem eine Antwort ausblieb, wiederholte er die Kontaktaufnahme mit der Bitte um einen — auch negativen — Bescheid. Bis zum jetzigen Zeitpunkt, so Leiter-Reber gegenüber , sei jedoch noch immer keine Reaktion von Volontarius eingegangen.

Es ist nicht auszuschließen, dass die Verantwortlichen die Mail noch nicht beantworten konnten, doch es mutet in der derzeitigen, akuten Lage zumindest merkwürdig an: Hoffentlich hat ein Verein, der vom Land dazu auserkoren wird, einen so sensiblen Einsatz zu leiten, auch tatsächlich die personellen und organisatorischen Ressourcen, um Hilfsangebote rasch und gezielt einzusetzen — oder eben abzulehnen.

Siehe auch:

Migraziun Solidarieté Soziales | | Andreas Leiter-Reber | | Südtirol/o | Schützen | Deutsch

7 replies on “Keine Antwort auf Hilfsangebot.”

Hallo.
Hinsichtlich des Schreibens des Schützenbundes ist bei uns nichts eingegangen falls es aber und es im wirr warr dieser Tage verloren ging Bitte ich Herzlichst dieses e-mail nochmals zu senden an sos-fsbz@volontarius.it
tausend Dank
Beste Grüsse
Michael Hilpold

Dank Herrn Hilpolds und Sabinas schneller Reaktion auf diesen Artikel, ist es inzwischen gelungen, den entsprechende Kontakt herzustellen. Meine vorausgegangenen Mails sind wahrscheinlich wirklich in der Hektik der letzten Tage untergegangen.
Der Verein Volontarius benötigt noch Lebensmittel wie z.B. Thunfischkonserven, Cracker, stilles Mineralwasser (0,5l), Kekse, aber auch Plastikbecher, Besteck, und Servietten. Freiwilligen Einsatz und Dienst vor Ort, …und natürlich kann auch mit Geldspenden sehr viel geholfen werden: http://volontarius.it/?lang=ted&IDC=26&ID=290
Von 08.00 bis 19.00 Uhr steht der “Volontarius Camper” am Bozner Bahnhof – dort kann man sich melden, um den Menschen zu helfen und es werden dort auch die Lebensmittel entgegengenommen.

Man sollte auch nicht vergessen, dass viele Schützen nicht nur Schützen sind, sondern auch in den Freiwilligen Feuerwehren, beim Weißen Kreuz und bei den verschiedensten anderen Hilfsorganisationen tätig sind. Dass man Menschen in Not hilft, ist Tiroler Tradition.

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