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Eigenes Internetsuffix für Kurdistan.

Kurdistan erstreckt sich über das Gebiet der heutigen Staaten Irak, Iran, Syrien und Türkei und war im Laufe der letzten Jahre — auch aufgrund der Krisen und kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten — immer wieder im Fokus der Weltöffentlichkeit.

dotKRD.

Nun hat die Region mit .krd ein eigenes Internetsuffix, das seit Anfang April auch von Privatpersonen registriert werden kann. Die Top Level Domain (TLD) wird vom Department of Information Technology der südkurdischen Regierung (irakischer Teil von Kurdistan) verwaltet.

Bereits seit längerem in Gebrauch sind amtliche Internetadressen wie www.gov.krd oder www.presidency.krd. Das Land Südtirol präsentiert sich derweil nach wie vor mit »nationalen« .it-Suffixen im Internet.

Siehe auch:
Außendarstellung Tech&Com | Good News | | | Kurdistan | | Deutsch

12 replies on “Eigenes Internetsuffix für Kurdistan.”

Wo kein Wille, da kein Weg.
oder
Solange italophile (SVP-)Politiker das Sagen haben, sich bei jeder Gelegenheit Renzi & Co. anbiedern, wird es auch kein eigenes Internetsuffix geben.

Die Frage von Karl-Heinz ist natürlich rhetorisch zu verstehen: solange die Italiener nicht bereit sind das AA durch das politisch korrektere Sudtirolo zu ersetzen, wird es unmöglich sein auch diese Sprachminderheit von einem gemeinsamen Suffix zu überzeugen.

Uns wer’s noch nicht weiss: weder .aa noch .st sind mögliche Kandidaten, da zwei-buchstabige Endungen nur für Staaten reserviert sind (ST steht bereits für Sao Tome and Principe). Aus diesem Grund haben auch Katalonien das .cat und Kurdistan das .krd gewählt.

Es sind inzwischen übrigens alle Endungen mit 3 oder mehr Buchstaben registrierbar. Jeder von uns kann seine eigene TLD haben, wenn er finanzkräftig genug ist (kostet ca. 200.000 Euro) und die technische Infrastruktur vorweisen kann. Hunderte wurden in den letzten Monaten eingeführt (z.B. .berlin, .amsterdam, .wien, .tirol, .saarland, .bayern, .ruhr, .earth, … aber auch .wine, .coffee, .bar, .beer, .food, .party, .vodka u.v.a.). Eine Firma wie Brennercom könnte also z.B. die TLD .sudtirol einführen, wenn sie nur will – dazu braucht es weder die Politik noch einen eigenen Staat.

Alle wissen, wie dieses Land auf Englisch heißt… deshalb wären .stl oder .str oder .sto (neben sperrigen à  la .sudtirol) durchaus vermittelbare Lösungen. Aber diese Diskussion haben wir ja schon x mal geführt.

Wie wäre es mit .sdt?

Jedenfalls wäre es gut man würde potentielle Endungen registrieren bevor sie einer wegschnappt, denn bis die Politik soweit ist, ist es eh schon zu spät.

Dafür könnte man eine Stiftung gründen, die in den Satzungen als Ziel hat diese Endungen zwischenzuparken und auf Anfrage der offiziellen Stellen dem Land Südtirol (unentgeltlich) zu übertragen.

Finanzieren könnte man das Ganze langfristig über Spenden.

Ich habe die Endungen aufgezählt, die für »South Tyrol« stehen könnten… das ist halt bei .sdt nicht der Fall.

.tirol wird meines Wissens von der Moser Holding verwaltet.

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