Westkurdistan eröffnet Vertretung in Moskau.
Weitere sollen demnächst folgen

Das zu Syrien gehörende, de facto seit drei Jahren selbstverwaltete Westkurdistan — auch bekannt als Rojava (/Rosch awa/ – »der Westen«) — hat gestern eine Auslandsvertretung in Moskau eröffnet. Es handelt sich dabei um die erste dieser Art außerhalb des kurdischen Siedlungsgebietes; bislang existierte nur eine Vertretung im zu Irak gehörenden Südkurdistan.

Geht es nach den Offiziellen von Rojava sollen in Kürze weitere ähnliche Einrichtungen in Berlin, London und Washington folgen. Wie Rodi Osman, leiter des Moskauer Büros während der Eröffnungsfeier feststellte, handelt es sich bei den Auslandsvertretungen um einen wichtigen Schritt zum Aufbau internationaler Beziehungen und zur Anerkennung Westkurdistans.

Russische Politiker, Behörden und NGOs nahmen an der Veranstaltung teil, ließen aber auch verlautbaren, dass die Vertretung noch nicht den Status einer Botschaft oder eines Konsulats beanspruchen könne, da Westkurdistan von Russland nicht als unabhängiger Staat anerkannt sei.

Die Amtssprachen im Moskauer Büro sind Kurdisch, Arabisch, Assyrisch und Russisch und in all diesen Sprachen sind auch sämtliche Beschilderungen und Unterlagen gehalten. Dies ist Ausdruck des plurinationalen Selbstverständnisses von Rojava.

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