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A wie Autonomie.

Wer A sagt… der muss auch S sagen. S wie Steuerhoheit. Bis heute kann man in Südtirol mangels Finanzautonomie wohl nicht von einer vollendeten Selbstverwaltung sprechen. Dies könnte sich bald ändern: Auf Vorschlag von Gianclaudio Bressa, immerhin Vizesprecher von Prodis Ulivo-Fraktion in der römischen Abgeordnetenkammer, soll unser Land dieses zentrale Instrument der Eigenregierung erhalten.

Nicht nachvollziehbar ist, weshalb sich das Land stets gegen die Übernahme dieser Schlüsselzuständigkeit gewehrt hat. Wer dies tut, bremst uns auf dem Weg in die faktische Unabhängigkeit aus. Und es ist das falsche Signal, wenn man zwar gerne regiert, sich dann aber aus der Verantwortung stiehlt, wenn’s um die Einbeziehung der Bürger in Finanzierung und Umverteilung geht. Selbst bestimmen darf nicht bedeuten, nur angenehme Aufgaben zu übernehmen – das untergrübe die Glaubwürdigkeit unserer Bestrebungen. Außerdem ist Regierungsarbeit nicht von der gesunden Bürde zu trennen, bei Ausgaben auch direkt gegenüber dem Steuerzahler geradestehen zu müssen.

Aus all diesen Gründen ist es wohl kaum überzogen, wenn die Wochenzeitschrift ff in ihrer letzten Ausgabe von einer »Reifeprüfung« für die Südtirol-Autonomie schreibt. Satte 76% der Teilnehmer sprechen sich übrigens in einer (nicht repräsentativen) Umfrage des Blattes für die Übernahme dieser Kernkompetenz durch das Land aus.

Selbstverständlich muss es darum gehen, nicht nur Steuern für den Staat einzutreiben, sondern ihre Höhe autonom festzulegen und in einem angemessenen Ausmaß zur Finanzierung der Staatsausgaben beizutragen. Doch selbst wenn dies in einem ersten Schritt noch nicht erreichbar wäre, sollte nicht darauf verzichtet werden, den Fuß in die Tür der Finanzautonomie zu stemmen.

Katalonien ist bei der Ausarbeitung des neuen Autonomiestatuts vor rund zwei Jahren mit einer ähnlichen Forderung in Madrid noch abgeblitzt. Zwar darf die dortige Regierung bereits über die Höhe einiger staatlicher Abgaben mitentscheiden und die Eintreibung organisieren. Von Steuerhoheit kann jedoch noch keine Rede sein. So gut wie das ganze katalanische Parlament spricht sich jedoch in regelmäßigen Abständen für eine Übernahme dieser Zuständigkeit vom Staate aus. Eine selbstbewusste Autonomie lechzt eben nach einer Reifeprüfung.

Recht Wirtschaft+Finanzen Zuständigkeiten | | Gianclaudio Bressa | ff | Südtirol/o | | Deutsch

6 replies on “A wie Autonomie.”

Trascrivo alcuni passi dell’editoriale di T. Visentini sul Corriere dell’Alto Adige di oggi (domenica 18 marzo, titolo: Sanguisuga autonomista):

(…)

La questione è semplice: lo Stato vuole risparmiare e il governo Prodi è pronto a farlo anche cedendo competenze alle autonomie locali, compresa quella sul fisco. Perché non cominciare proprio dalla nostra autonomia? Insomma, il sistema “incassa Roma e spende Durnwalder” non ha molto senso: essere responsabili soltanto della spesa è importante, ma troppo facile soprattutto se si tratta dei 9 decimi delle entrate. Meglio rovesciare le parti: incassa e spende Bolzano cedendo una quota a Roma. Certo, c’è il rischio che la Provincia, e dunque la SVP, si trovi a dover fare la sanguisuga verso i propri concittadini, ruolo ingrato che sarebbe meglio lasciare a Roma. E così la SVP ovviamente rilancia: se competenza fiscale dev’essere, allora sia totale. Non vogliamo solo fare gli esattori, ma anche decidere chi e quanto paga. L’idea è di quelle che solleticano più che mai la voglia di statarello locale. Già  par di vedere i veneti invidiosi che da anni ormai recriminano contro l’autonomia speciale privilegiata e ricchissima. Immaginarsi se poi da noi si potesse anche abbassare un punto di Irpef o di qualche altra tassa sulle imprese: apriti cielo!

Non è tutto. Se l’autonomia fiscale dev’essere piena, ciò comporta anche un efficiente controllo locale. E allora addio attuale Guardia di finanza perché ci vuole un corpo provinciale, ovviamente con perfetta applicazione della proporzionale e altrettanto perfetto bilinguismo, in modo che dietro le lacune linguistiche e di personale non si nascondano controlli monchi e a senso unico. Inoltre alla guida – sia detto con tutto il rispetto – ci vuole non più un comandante che viene dalla Sicilia o dalla Calabria ma un indigeno doc. Certo un laureato, ma magari un un ex consigliere provinciale, attività  che – com’è noto – permette di maturare esperienze trasversali. Forse questa volta meno disagiati sarebbero gli italiani, la gran parte dei quali a stipendio fisso e alleati dunque naturali degli Arbeitnehmer SVP nel nuovo fisco made in Südtirol.

(…)

[…] Das Thema »Autonomie und Geld« ist ein Dauerbrenner: Zumal in Italien die Meinung weit verbreitet ist, dass Südtirol ein haushoher Nettoempfänger staatlicher Zuwendungen sei. Das stimmt nicht. Südtirol behält »lediglich« rund 90% der auf seinem Gebiet eingetriebenen Steuern ein, um damit zahlreiche Bereiche (Schule, Straßen, Gesundheit…) selbst zu verwalten. Das restliche Zehntel unserer Steuern geht an den Staat, womit dieser meist schlechte Dienstleistungen zurück ins Land bringt. Ein Nullsummenspiel. Mit dem kleinen Schönheitsfehler, dass wir uns Art und Höhe der Steuern großteils von Rom diktieren lassen müssen. […]

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