Zwischen gestern und heute wurden die Uhren in British Columbia um eine Stunde nach vorn gestellt — und für die meisten Einwohnerinnen der kanadischen Provinz wird das auch das letzte Mal gewesen sein. Ihre Regierung hat nämlich, auch auf der Grundlage von Umfragen, beschlossen, dass fortan permanent die Sommerzeit beibehalten wird. Im kommenden Herbst werden die Uhren also nicht mehr zurückgestellt. Lediglich in einem kleiner Zipfel im Südosten, dessen Zeitzone der der angrenzenden Provinz Alberta entspricht, bleibt alles beim Alten, solange Alberta selbst an der halbjährlichen Zeitumstellung festhält.
In Yukon, einem nördlich an British Columbia angrenzenden Territorium, wird die Uhrzeit schon seit November 2020 nicht mehr umgestellt. Dort wurde stattdessen die sogenannte Yukon Standard Time eingeführt, die das ganze Jahr über sieben Stunden hinter der koordinierten Weltzeit (UTC) zurückliegt.
Ursprünglich hatte British Columbia geplant, den Schritt nur gemeinsam mit den US-Bundesstaaten Washington, Oregon und Kalifornien zu vollziehen. Diese bereits 2019 getroffene Grundsatzentscheidung wurde nun — wohl auch aufgrund der sich verschlechternden Beziehungen zu den USA — gekippt und die Umstellung im Alleingang umgesetzt. Der kanadische Föderalismus und die weitreichende Autonomie von Provinzen und Territorien machen es möglich.
Übrigens haben in British Columbia auch Städte und Regionen die Möglichkeit, eine abweichende Zeitzone festzulegen. Dies schließt die Zuständigkeit ein, gegebenenfalls die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit beizubehalten.
Die Abschaffung der Zeitumstellung ist seit Jahren weltweit ein Thema — auch in Europa, wo sich schon Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker dieses Ziel gesetzt hatte.
Cëla enghe: 01

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