Der Traum vom sauberen Transitverkehr.

Der Unternehmerverband Südtirol meldet sich im Vorfeld des heutigen Verkehrsgipfels in München (zwischen Deutschland, Österreich und Italien) wieder einmal mit der alten Forderung zu Wort, nicht auf unmittelbar verkehrsreduzierende Maßnahmen »wie Blockabfertigungen, Verbote und Mauterhöhungen« zu setzen, sondern auf die Förderung von »sauberen und umweltverträglichen Fahrzeugen«.

Lassen wir mal beiseite, dass die kriminelle Energie von Frachtbetrieben — wie von Frontal 21 aufgedeckt — mitunter so weit reicht, auf dem Papier einigermaßen »saubere« Fahrzeuge zu Dreckschleudern umzubauen.

Doch welche nennenswerte Verbesserung — außer für die Frächterinnen selbst — die lokale Förderung umweltfreundlicherer LKWs bringen soll, wenn auf unseren Transitachsen Fahrzeuge aus aller Herren Länder unterwegs sind, ist rätselhaft. Solange

  • eine derartige Maßnahme nicht (zumindest) auf EU-Ebene eingeführt
  • ältere Lastkraftwagen nicht mit Fahrverboten belegt und/oder
  • mit nach Umweltklasse gestaffelten Mautgebühren bestraft

werden, ist und bleibt das reine Augenwischerei.

Dass

die heimischen Transporteure große Investitionen getätigt haben, damit der Fuhrpark immer umweltverträglichere (sic) und leiserer (sic) wird

fällt leider kaum ins Gewicht, wie uns die Luftwerte zeigen.

Siehe auch: [1] [2] [3]