Institutionelle Sprachförderung.

Zahlreiche Gemeinden, Institutionen und NROs aus Katalonien wollen am 4. Juni eine Erklärung unterzeichnen, mit der sie sich verpflichten, künftig nur noch Produkte zu erwerben, die (auch) auf Katalanisch etikettiert oder beschriftet sind, bzw. deren Handbücher (auch) auf Katalanisch verfügbar sind. Damit sollen Unternehmen unterstützt werden, welche die Landessprache benützen. Jene Unternehmen, die dies noch nicht tun, bekommen gleichzeitig einen finanziellen Anreiz für die Umstellung. Es wird damit gerechnet, dass diese Initiative den Druck auf die Hersteller über die bereits bestehenden gesetzlichen Verpflichtungen hinaus enorm verstärken wird, da die öffentlichen Verwaltungen wichtige Kunden des Handelssektors sind.

Bühne für die Unterzeichnung dieser Erklärung wird die Messe DeTotCat sein, die ausschließlich Produkten und Dienstleistungen in katalanischer Sprache gewidmet ist.

Im Gegensatz zu Katalonien, wo die öffentliche Hand mit solchen Initiativen klare Zeichen setzt, verteilt in Südtirol sogar das Land selbst Produkte, die weder auf Deutsch noch auf Ladinisch beschriftet sind. Dabei wäre eine ähnliche Maßnahme gerade hierzulande sinnvoll, weil die deutsche und die ladinische Sprache in diesem Sektor gar keinen gesetzlichen Schutz genießen.

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